Beiträge von HHSandra

    ...beim Strafmaß nicht nur die kriminelle Energie des Angeklagten bewertet, sondern auch der Schaden, den er der Gesellschaft damit zugefügt hat.

    Wenn man bedenkt was z.B. das Euro-Hawk-Desaster oder die Mehrkosten für den Berliner Flughafen den Steuerzahler kosten....!
    Der Schaden für die Gesellschaft ist weitaus größer, aber keiner wird dafür zu Rechenschaft gezogen und die Verantwortlichen dürfen meist kräftig weiterwurschteln.

    Und ein weiterer kleiner Unterschied ist: Hoeneß muss nun neben der Haftstrafe die Steuerschuld + Wucherzinsen (+ Geldstrafe?) begleichen. Im Endeffekt also sogar eine Mehreinnahme für den Staat.

    Mir ist bewusst, dass solche Vergleiche etwas hinken..... aber ;(

    Noch was zum Berliner Flughafen: Jeder weitere Monat Verzögerung kostet den Steuerzahler mehr als die Summe die Hoeneß hinterzogen hat.

    Alles natürlich keine Entschuldigung für Hoeneß. Aber unsere Volksvertreter verarschen einem täglich aufs Neue und keiner regt sich großartig darüber auf. Keiner von denen haftet privat für desatröse Entscheidungen, der kleine Mann darf es wieder ausbaden. Im Gegenteil, sie fallen i.d.R. mehr als weich. Im Wahlkampf wird man gnadenlos belogen, Steuerverschwendung und im Gegenzug ins uferlose steigende Staatsverschuldung, etc.. Jedem Politiker der auf Hoeneß zeigt soll der Finger abfallen.

    Naja, der Unterschied ist - tun sie das, und zwar richtig, dann nutzen sie legale Möglichkeiten des Steuersparens.

    Natürlich ist mir der rein rechtliche Unterschied bewusst. Effektiv und somit auch moralisch kommt es aber aufs Gleiche raus. Die Moralapostel müssten doch dort ebenso gnadenlos die Keule schwingen. Tun sie aber nicht!


    Also ehrlich gesagt ist es mir egal, ob es jetzt beim einen 12 Millionen Mark und beim anderen 27 Millionen € waren. Jeder nach seinen Möglichkeiten. Ob jemand "nur" 100 T€ hinterzieht weil er auf Grund seiner finanziellen Möglichkeiten gar nicht mehr hinterziehen kann, oder ob ein Hoeneß auf erheblich höherem Niveau agiert, da er eben auch die weitaus größeren finanziellen Möglichkeiten hat ist doch wurscht. Der Vorgang bleibt doch der gleiche. Die kriminelle Energie ist wegen der höheren Summen doch nicht automatisch höher. Und wer so zockt wie Hoeneß ist vielleicht auch krank. Will ihn damit nicht in Schutz nehmen, die 3 1/2 Jahre hat er sich verdient.


    Aber was ist eigentlich mit unserer Obermoralapostelin Fr. Schwarzer? Seit Jahrzehnten Steuerhinterzieherin, uneinsichtig bis zum erbrechen, alle anderen sind Schuld nur sie nicht... Ich erwarte eigentlich, dass sie genauso hart rangenommen wird.

    Ich bin da ganz bei dir. Die Strafe für Hoeneß halte ich auch für angemessen (auch wenn dabei, wie hier schon angedeutet, die Verhältnismäßigkeit zu Gewaltverbrechen nicht ganz stimmt). Allerdings hatte ich teilweise den Eindruck, dass hier ein Schauprozess veranstaltet wurde. Und wenn sich dann noch diese Gerichtssprecherin Frau Titz im knallengen Leoparden-Look oder im "kleinen Roten" im Kameralicht sonnt, dann habe ich meine Zweifel welches Ziel da konkret verfolgt wird.

    Mal am Rande: Wo bleibt eigentlich der Aufschrei, wenn z.B. Spitzensportler ihren Wohnsitz in Steueroasen verlegen und der Deutsche Fiskus dabei leer ausgeht? Da hat z.B. die BILD keine Probleme diese Steuerflüchtlinge weiter hochleben zu lassen. Wie hier schon erwähnt wurde..... alles ziemlich scheinheilig!!!

    Machdeburch!

    Ich denke der kleine Unterschied ist, dass Magdeburg schon immer sehr heimstark war und selbst für Kiel ein Sieg dort keine Selbstverständlichkeit ist, während die Hamburger Niederlage in Wuppertal ein unverzeihbarer Aussetzer war. Super Globe hin oder her. Viel mehr ärgert mich aber sowieso die vermeidbare Niederlage Zuhause gegen den THW. Naja hätte hätte..... es ist wie es ist. Trotzdem schön dass es wieder etwas spannender geworden ist. Kiel ist zwar immer noch der klare Favorit, aber viele Ausrutscher dürfen sie sich nicht mehr leisten. Danke Melsungen!

    Danke... so sehe ich das auch.

    Gleiches wenn bei 14 Alu-Treffern vom 1. FC Nürnberg immer von Pech gesprochen wird. Die Tore sind groß genug. Wenn ich nur den Pfosten treffe, dann habe ich was falsch gemacht.

    Zum Thema:

    Unspektakuläres aber souveränes Spiel unserer Damen. Die letzten Kraftreserven mussten nicht mobilisiert werden.

    Also gefühlt haben sich unsere Damen enorm weiterentwickelt. Gerade was technische Fehler angeht war das doch bei vergangenen Großturnieren teilweise grausam anzusehen. In Serbien hält sich das bislang in einem angenehm überschaubaren Rahmen. Wenn man das so beibehält, dann könnte es weit gehen für unsere Ladys bei diesem Turnier.

    Tolles Turnier bis hier her. Weiter so!!!

    Wieder mal aufs falsche Pferd gesetzt. Allerdings war die Auswahl wohl auch nicht sehr groß. Trotzdem: im "Fettnäpfchen treten" ist man beim DHB absolut Spitze.

    Ich denke auch nicht dass da noch ein Retter naht. Wer möchte schon einen in einen insolventen Onlinehandel investieren!?

    Handball ist in den USA in etwa so populär wie Cricket in Deutschland.... eher weniger! Besserung ist nicht in Sicht.

    Eine 1. Liga in eigentlichen Sinn gibt es nicht. Die Meisterschaft wird meines Wissens in einem Turnier ausgespielt. Korrigiert mich wenn ich falsch liege.

    Mir ist nicht bekannt wie viele aktive Handballer es in den USA gibt, vermute aber, dass es sich im unteren bis mittleren 4-stelligen Bereich bewegt.

    Etwas Aufmerksamkeit erhielt der Handball in den USA in den letzen Jahren, als der DHB immer zum Jahreswechsel ein paar Freundschaftsspiele dort bestritt. In erster Linie interessieren sich dafür allerdings deutsche bzw. europäische Einwanderer. Gleiches trifft wohl auch auf die Aktiven zu.

    ...mittlerweile ist das SR-Niveau sehr gesunken.

    Ach, und mit Regeländerungen (schnelle Mitte) und zunehmender Athletik kann das nicht zusammenhängen?


    Und wenn ich dann, sogar objektiv belegt, sehe, dass die Mehrzahl der kritischen Entscheidungen in die eine Richtung gehen

    Würde mich auch interessieren. Quellen?


    Zu guter letzt ist auch die Frage:
    Sind denn die Fehler bewusst oder unbewusst? Denn längst nicht jeder Fehler ist unabsichtlich - das mag man positiv als "Linie" umschreiben, in gewisser Weise ist es aber auch eine Beeinflussung des Spiels.

    So langsam fehlen mir die Worte :nein:

    "Niemand" ist vielleicht auch etwas zu hart formuliert.
    Aber ist doch schon so, dass es als selbstverständlich wahrgenommen wird, wenn die Schiedsrichter eine gute Arbeit geleistet haben. Wenn es gut läuft, dann läuft's halt. Was auffällt sind eben die Fehler...

    Sorry, aber das ist mir etwas zu schön gemalt. Auf den Rängen beginnt es erfahrungsgemäß bereits zu kochen, wenn eine auch nur ansatzweise strittige Szene zu Ungunsten des eigenen Teams entschieden wird. Und das ist von Kreisklasse bis zur Bundesliga zu beobachten.

    Interessanter Sichtweise.

    Auch ich habe mich schon des Öfteren gefragt, ob einige Regeln beim Handball noch zeitgemäß sind.

    Zeitspiel, Stürmerfaul, Abgestanden etc.... wird m.E. zu viel Ermessensspielraum gegeben. In der heutigen Zeit, in der das Spiel immer schneller wird, sollte es klare Regeln geben. Für einen fachkundigen Zuschauer ist es oft schon schwer genug dem Spiel zu folgen und Entscheidungen nachzuvollziehen. Einem gelegentlichen Zuschauer dürfte dies noch wesentlich schwerer fallen. Wie soll man diesem z.B. vermitteln, dass in nahzu jedem Spiel 4-5 abgestandene Tor gegeben werden. Die Zeitlupen lösen auf, aber wenn überhaupt, dann erwähnen die Kommentatoren nur beiläufig den Regelverstoß. Es wird halt geduldet, weil schwer erkennbar. Die Außenspieler wissen doch, dass diese Tore selten abgepfiffen werden und reizen es bis zum Letzten aus. Ich denke insgesamt machen machen diese schwammigen Auslegungen das Spiel nicht attraktiver, auch wenn dadurch teilweise mehr Tore fallen. Aber sicher ist: Sie erzeugen Unmut und Diskussionen.

    Man würde nicht nur die Schiedsrichter sondern auch das Spiel schützen, wenn alles etwas klarer definiert wäre.

    Wenn die Schiedsrichterleistung gut wäre würde niemand was sagen ( ausser ein paar besoffene). Schiedsrichter werden nicht immer um sonst von der ganzen Halle ausgepfiffen. Und wenn jemand damit nicht klar kommt soll er sich ein anderen Job suchen. Ich denke die Schiedsrichter sollten besser bezahlt werden, da Sie genau so eine große Verantwortung haben wie ein Spieler.

    Ziemlich respektlos und würde außerdem das Problem im Amateurbereich nicht lösen.

    Meine Erfahrung ist, dass die Schiedsrichter eigentlich immer die Buhmänner sind, egal wie gut oder schlecht sie pfeifen. Ich besuche die Spiele meines Heimatvereins schon seit Längerem nicht mehr. Mir ist das Theater auf der Tribüne einfach zu blöd geworden. Glaubt man den Schilderungen meines Vaters, so wurde unsere 1. Mannschaft in ausnahmslos jedem nicht gewonnenen Spiel von den Schiedsrichtern benachteiligt. Und das nun schon seit Jahrzehnten. Das ist nämlich auch so ein Choleriker der bei jeder Entscheidung gegen das eigene Team lautstark seinen Unmut äußert.

    Setz dich doch mal in einen Gerichtssaal und pfeif den Richter aus wenn dir seine Entscheidungen nicht passen. Mal sehen was passiert.

    Auf eine ganz andere Weise grandios: Die Milennium-Trilogie von Stieg Larsson ("Verdammnis", "Verblendung" und "Vergebung") fängt in der schwedischen Version die Stimmung, die Larsson in den Büchern beschreibt, sehr genau ein und setzt vieles aus den Büchern gut um. Schade, dass der Autor viel zu früh gestorben ist. :/:

    Ich habe etwas Bammel mir die Trilogie anzuschauen. Die Bücher waren klasse. Leider frustriert mich meistens die Verfilmung von Büchern, weil irgendwie die Illusion zerstört wird. Ging mir letztens so als ich "Needful Things" geschaut habe. Tolles Buch, die Verfilmung war für mich allerdings eine Enttäuschung. Das schlimme ist, ich werde das Buch nie wieder lesen können ohne das die Bilder des Films hervorgerufen werden :( .

    Aus diesem Grund traue ich mich auch nicht "Under the Dome" anzuschauen ;(

    Was bei der Diskussion nicht vergessen werden darf: Nicht nur Menschen versagen ab und zu sondern auch modernste Technik. Was, wenn die Torlinien-Technik ausfällt und es kommt zu einer strittigen Szene? Noch schlimmer ---> was passiert bei einer Fehlfunktion? Die Technik erkennt auf Tor welches keines war? Ist das dann auch eine Tatsachenentscheidung?

    Zum Thema Videobeweis: Wie oft werden zig Zeitlupen aus verschiedenen Perspektiven gezeigt und es gibt immer noch keine eindeutige Auflösung!? Ich bin gespannt, sollte es doch irgendwann dazu kommen, wie dann mit solchen Situationen umgegangen wird.

    Egal welche Hilfsmittel eingesetzt werden, es wird immer wieder Diskussionen über strittige Situationen geben. Und der Ruf nach Wiederholungsspielen wird sich dadurch vermutlich eher vermehren.


    Sind auch meine Erfahrungen. Warum sollte man SR in Watte packen? Es gibt überhaupt keine Begründung dafür.

    Zum einen bekommen die Schiedsrichter eine vergleichsweise lächerliche Vergütung. Zum anderen geht´s wohl kaum um "in Watte packen", sondern um Respekt und Objektivität.

    Es gibt noch weniger Grund permanent auf die Schiedsrichter "einzuprügeln". So schlecht sind sie nicht. Sind wir lieber froh, dass sich das überhaupt noch einer antut. Man muss schon viel Spaß an der Sache haben und Idealist sein,... oder Masochist. Ich würd´s nicht tun.

    Genau so kam es.
    Die Spielwertung bleibt erhalten, der Einspruch wurde abgelehnt.
    Die Tatsachenentscheidung ist unumstößlich, selbst wenn sie falsch ist.

    Richtige Entscheidung! Alles andere wäre nicht zu vermitteln gewesen. Ansonsten hätten wir demnächst wohl jedes Wochenende, nach ähnlich gewichteten Fehlentscheidungen, mehrere Einsprüche erlebt. So lange die verfügbaren technischen Hilfsmittel nicht genutzt werden, sollten Tatsachenentscheidungen unumstößlich sein.

    Sehr auffällig wie alle Dr. Brych und sein Team schützten, trotz einer unterirdischen Leistung (nicht nur das Phantomtor sonder auch reguläres Tor von Hoffenheim wegen vermeintlichem Abseits nicht gegeben, dafür einen sehr zweifelhaften Elfmeter gegen Leverkusen) bekam er keine Denkpause sondern pfiff bereits einige Tage später CL. Ein Spieler wäre nach dieser Leistung wohl erstmal auf der Bank gelandet.

    Zum einen hat die Liga wohl kaum Einfluss auf die Schiedsrichter-Ansetzungen in der CL (korrigiert mich wenn ich falsch liege). Und Außerdem wäre das in der Kürze der Zeit wohl auch kaum machbar, zumal ohne Not.

    Mir ist im Übrigen nicht bekannt, dass Schiedsrichter nach einer schlechten Leistung in der Liga, Denkpausen für internationale Einsätze erhalten. Da muss schon mehr passieren. Ist dir eigentlich bewusst, dass Dr. Brych aktuell als der beste Schiedsrichter Deutschlands genannt wird? Ein schlechter Tag kann daran nichts ändern.