Beiträge von Beuger

    Freundschaft!

    Haha, sehr gut. Geschrieben, abgeschickt und dann Deins gelesen.

    In letzter Zeit hab ich eh das Gefühl, dass wir mit einem Doppelaccount unterwegs sind.

    Freundschaft!

    Die alten Schweden waren die einzigen, die wirklich genauso dominant waren. Da rede ich von denen aus den 1950ern. Die haben 1958 auch alle WM-Spiele gewonnen. Und auch mit mehr als zehn Toren Unterschied im Schnitt, wie diesmal die Dänen.

    Die 1990er Schweden waren ja nicht dominant, eher zäh. Und für die Franzosen gilt das letztlich auch. Wirklich dominant wie die Dänen heute, war die Sowjetunion (GUS/Rußland) Ende der 1980er, Anfang der 1990er. Sie haben es trotzdem geschafft, das WM-Finale 1990 zu verlieren. Aber sonst alles (ungeschlagen) gewonnen.

    Und bei den Dänen muss man sich mal die Erfolgsfaktoren ansehen. Das ist der Rückraum Gidsel/Pytlik, das ist der Mittelblock Saugstrup/Jörgensen und das ist der Torwart Nielsen. Alles andere ist austauschbar. Wenn man weiß, wie alt die sind, weiß man, was kommt.

    Der Mittelblock hat mich dieses Turnier eigentlich gar nicht überzeugt. Die Franzosen waren da deutlich besser. Auch die Portugiesen. Beide Teams aber kein guter Torwart. Daher ist es nicht so ins Gewicht gefallen.

    Am Ende sind es drei Spieler, die den Unterschied machen. Gidsel, Pytlick und Nielsen. Der Rest ist austauschbar und wurde so ausgewählt, dass er einfach perfekt ins System passt. Hut ab an Dänemark für diese Machtdemonstration.

    Wenn das in der Realität wirklich so wäre, so wundert es mich , wieso die Leistungen trotzdem immer mehr in den Keller gehen ...!

    Du weißt wie ich, dass das in den wenigsten Familien der Fall ist

    Der Hauptgrund, warum die Leistungen immer mehr in den Keller gehen, ist meiner Meinung nach das Handy. Durch den ständigen Mediendruck sind die Schüler von heute unkonzentrierter und weniger aufnahmefähig. Lernzeiten mit dem Handy nebendran sind an der Tagesordnung, aber größtenteils nutzlos. Eltern dagegen sind dennoch ehrgeiziger denn je.

    Wenn das in der Realität wirklich so wäre, so wundert es mich , wieso die Leistungen trotzdem immer mehr in den Keller gehen ...!

    Du weißt wie ich, dass das in den wenigsten Familien der Fall ist

    Um Sporthallen zu öffnen, braucht es aber erstmal mehr Sporthallen.

    Außerdem ist es in Dänemark auch nicht so, dass es dort haufenweise Leerstand gibt, der für freies Spielen genutzt wird. Die Hallen dort sind schon auch ausgebucht. Es ist eher so, dass die Kinder bei den Trainingseinheiten älterer Teams zuschauen, sich dadurch etwas abschauen können und in der Trinkpause oder zwischen den Trainings schnell mal ausprobieren können. Das ist Goldwert. Passt aber nicht zur deutschen Mentalität, wo jedes Elternteil denkt, dass jede freie Sekunde für die Schule malocht werden muss und selbst zwei Mal die Woche Handballtraining schon eine echte Herausforderung in zeitlicher Hinsicht sind.

    Handysucht erschwert das ganze heutzutage natürlich noch zusätzlich.

    Gebt dem guten Herrn erstmal die Chance , ein Kompany in Bayern München haben sich sich auch alle gefragt was soll das.

    Man sollte zwei Sachen nicht vermischen. Man kann einem Trainer eine Chance geben, sich aber trotzdem kritisch zu seiner Verpflichtung äußern. Ich finde, dass von den allermeisten hier (mit Ausnahme von denjenigen, die eh immer alles negativ bei der SG sehen) genau das auch so gemacht wird. Nur weil er jetzt verpflichtet wurde, muss man es aber eben auch nicht durch die rosarote Brille sehen. Gleiches Prinzip wie ich gestern bei der Nationalmannschaft erklärt habe

    Azubi ist natürlich ein bescheuertes Wort. Als wenn er gerade in Lehre wäre. Das ist bloße Provokation.

    Ein Risiko ist es natürlich nichtsdestotrotz. Meine sportliche Meinung hab ich ja gestern schon geschrieben. Ob er zum Stil der SG passt, da hab ich meine Zweifel.

    Jetzt wird der Kader schlecht geredet, über den vor dem Turnier größte Einigkeit herrschte, dass er so viele hungrige, extrem formstarke top Erstlingsspieler enthält wie seit 2016 nicht mehr? Uscins, Knorr, Grgic, Köster, Golla, Fischer gehören zu den besten ihrer Position in der stärksten Liga der Welt. Da muss mehr drin sein als ideenloser Stümperhandball?

    Nein. Und das ist auch so ein Punkt, in dem ich den Daueroptimisten hier Realitätsverweigerung unterstelle. Wobei ich gestern und nach dem Lesen aller Beiträge hier schon die Frage formulieren möchte, welche Mittelchen die Leute, die aus den Spielen ablesen wollen, dass uns bessere Zeiten bevorstehen, so nehmen? Ich möchte das auch. Ich möchte auch mal diesen Schleier vor den Augen, um einfach positiver gestimmt durch das Leben zu gehen. Einfach immer weiter behaupten, dass beim nächsten Mal alles gut wird. Und wenn es nicht gut wird, dann hat man ja immer noch das Motto "Was kümmert mich mein Geschwätz von gestern!".

    Taktisch war das gestern ein Offenbarungseid, vor allem im Angriff. War es wirklich Teil des Plans, nach einem Gegentor nach vorn zu schleichen und sich dann irgendwelche Halbchancen zu nehmen, obwohl die generische Abwehr sich schon wieder formiert hatte? Die Außen über die 70 Minuten fast komplett zu ignorieren? Immer wieder durchzurammeln und Stürmerfouls zu kassieren, statt die Abwehr ernsthaft zu beschäftigen?

    Wenn ja, dann sollte uns wohl die vermeintliche individuelle Klasse einiger weniger Spieler den Sieg bescheren. Wenn nicht, was hat der Trainer der Mannschaft dann mit auf den Weg gegeben?

    Symptomatisch war dann auch die letzte vergeigte Abwehraktion. Werden keine Stoppfouls mehr gelehrt? Was geht in den Köpfen der Spieler vor, die bei dieser Spielsituation einen Angreifer mit Ball auf sich zulaufen sehen? Welche andere Option, als draufzugehen und diesen um jeden Preis zu stoppen, hat man denn da? Ich kenne Spieler in der Bezirksliga, die würden für sich selbst sogar eine Rote Karte in Kauf nehmen, wenn damit der Mannschaft ein Punkt gerettet wird. Und nein, es geht nicht darum, den Gegenspieler zu verletzen. Es geht darum, konsequent zu verhindern, dass der Gegner nochmal eine Torchance bekommt. Selbst wenn man dann nochmal 2 Minuten in Unterzahl spielt, hätte man im gestrigen Fall wenigstens die zweite Verlängerung erreicht. Alles wäre besser gewesen als den Gegner werfen zu lassen.

    Was mich mehr stört, als notorischer Positivismus, ist das aufgesetzte "das ist die typisch deutsche Mentalität, immer alles negativ zu sehen" einiger User. Damit gibt man offen zu, dass man sich die Positivität nur einredet.

    PS: bei einer direkten Roten Karte hätte es aufgrund des Zeitpunktes (letzte 30sek) einen direkten 7m gegeben.

    Deutschland war schlechter als bei Olympia. Und das, obwohl viele Spieler jetzt eine richtig starke Hinrunde gespielt haben in der Bundesliga.

    Wolff dagegen war noch besser als bei Olympia.

    Gislason muss sich vielleicht ein bisschen wegen Coaching Entscheidungen im Spiel hinterfragen, das tut ein Trainer aber automatisch nach jedem Spiel, viel mehr aber über die ideenlose Angriffstaktik, die ein wirklich tiefsitzendes Problem ist.

    Also ich finde einen Fuß im Kreis ja nicht so deutlich... da muss der Angreifer schon auf der 4m-Linie stehen, damit das Kreis ist! 🤦🏻‍♂️🤦🏻‍♂️ völlig behämmerte Regel... wofür gibt es denn Linien und den ganz klaren Passus, dass die Linie zu dem zu Begrenzungen Raum gehört? 🤷‍♂️

    Die Regel ist dazu da, dass nicht der Angreifer durch ein bisschen schieben des Abwehrspielers in den Kreis direkt einen 7m rausholen kann.