Beiträge von Beuger

    Meiner Ansicht nach hat Mensing nicht das Level, um auf Dauer bei einem top Verein zu starten. Er hatte eine starke Rückrunde, aber von Weltklasse ist er sehr weit entfernt. In der dänischen Nationalmannschaft ist er ja auch mehr Grenzgänger als fester Bestandteil

    Geht‘s auch etwas dezidierter für diejenigen, die nicht in dem Bereich arbeiten?

    Gerne. Kiel macht da sehr viel klassisches Zirkeltraining, das man auch in der Verbandsliga vorfindet. Viele Stationen, lange Belastungsdauer, sportartunspezifische Übungen, es soll "weh tun". Ziel davon ist gemeinhin, sich auf die Härte der Saison vorzubereiten.

    Was vielleicht auf den ersten Blick logisch klingt, entpuppt sich aus wissenschaftlicher Sicht als höchst fragwürdig bis grundfalsch, aus mehreren Gründen:

    1. Den Bedürfnissen der Sportart wird nicht gerecht. Athletiktraining wurde in den letzten Jahren immer spezifischer, man versucht, die genauen Bewegungen nachzuahmen und zu erschweren. Wenn man zum Beispiel mit irgendwelchen Seilen wedelt, tut das zwar wahnsinnig in den Unterarmen weh und baut auch Muskulatur auf, aber man verbessert damit keine Bewegungsfähigkeit im Handball.

    2. Die Geschwindigkeit der Bewegungen ist ungleich der im Handball. Im Handball muss man gerade im Rückraum ständig sich kurz mit maximaler Geschwindigkeit bewegen. Antritt, abbremsen, Würfe. Dementsprechend sollte auch im Athletiktraining die Geschwindigkeit der Bewegungen dies nachahmen oder vielleicht sogar verbessern, um die Qualität und Resilienz in diesen beanspruchenden Situationen zu erhöhen.

    3. Gerade durch die Länge der Übungsausführung schleicht sich schlechte Technik ein, was Stress für das System bedeutet und die Verletzungsgefahr eher steigert. Dazu kommt, dass die Ausführungen von Langhantelübungen, wenn man sie bei Kiel sieht, äußerst fragwürdig ist. Kniebeugen ohne nötige Tiefe und Körperspannung beispielsweise.

    Mensing ist doch gegangen weil er hinter Pytlick nicht genug Anteile gesehen hat. Warum sollte sich das ändern? Und um ehrlich zu sein hat er ja Recht, dass er zu wenige Anteile bekommen würde.

    Stimme Paul Jonas zu, dass ein neuer Mittelmann viel wichtiger wäre. Oder Möller wird richtig gut. Das wäre die noch bessere Alternative

    Das ist eine Entwicklung, die schon bei den Löwen angefangen hat. Offensichtlich haben die beiden Vereine ordentliche Athletiktrainer. Da kann man dann Stück für Stück Defizite aufarbeiten.

    Beim THW haben sie es ja auch geschafft, Sagosen seine komplette Athletik abzutrainieren. Das ist schon sehr auffällig und nicht minder bedenklich.

    Wenn ich auf Instagram in der Vorbereitung die Athletiktraining-Videos sehe, wundert mich da nix.

    Und PS ja ich arbeite in diesem Bereich

    Im Moment hat sich doch überall alles wieder etwas beruhigt, seit alle Kandidaten wenigstens einen Sieg auf dem Konto haben. Kleine Pause zur Erholung, aber der Druck auf den Kessel wird in den nächsten Wochen wieder zunehmen.

    Warum bei der Umfrage im Moment Parrondo und Siewert im oberen Drittel mitmischen, erschließt sich mir nicht so richtig. An der Platzierung in der Tabelle kann es nicht liegen. Wohl eher so ein persönliches Ding.

    Oder noch bestehende Eintragungen von vor Saisonbeginn

    Als Außenstehender stelle ich fest, dass die Härte der Kritik durchaus angebracht erscheint. In meinen Augen hat Göppingen in Relation zum Etat den schlechtesten Kader der Liga. Keine Position überzeugt. Spieler werden nicht besser. Der Trainer hat keine Argumente für sich.

    Da muss wohl tatsächlich ein Komplettumbau mit Geschäftsführung, Kader und Trainer her.

    Was ich noch hinzufügen möchte: Es ist glaube ich kein bestimmter Spielertypen, mit dem er nicht harmoniert.

    In letzter Zeit scheint er sich eher mit dem Einstellen auf einen (Rückraum-)Spieler schwer zu tun. Jedenfalls in Flensburg und das zählt für mich, ebenso die aktuellen Leistungen.

    Das ist ja meine Rede. Er ist seit geraumer Zeit in einem Formtief, hat nun die Chance, durch viel Spielpraxis sich da wieder rauszuarbeiten. Wenn das nicht gelingt, könnte es sein letztes Jahr in Flensburg sein.

    Beide brauchen aber Lücken in der Abwehr. Smits geht durch die Lücken und Mensing wirft über/durch durch in Bewegung gebrachte Abwehr. Durch schnelles kreuzen usw. werden halt die Lücken aufgetan bzw. die Abwehr in Bewegung gebracht. JG Stärke ist aber nicht das kreuzen sondern z. B. die Übersicht den Ball durch die Lücke zum Kreis zu bekommen oder der Schlagwurf.

    Wie schon gesagt, macht das für mich wenig Sinn. Mit welcher Art von Rückraumspieler kann er denn angeblich überhaupt zusammenspielen?

    Immerhin ist er mit Lauge und Röd deutscher Meister geworden. So viel Unterschied zu Pytlick und Smits ist bei den beiden von 2019 auch nicht.

    Ja, er kommt über Tempowechsel aus eher wenig Geschwindigkeit, aber zum Schluss ist seine Geschwindigkeit dennoch hoch. Ich schiebe es bei ihm eher auf ein allgemeines Formtief als auf den Mangel an Zusammenspielenkönnen mit diesem Typ Halben.

    Macht ja auch keinen Sinn: Mit Mensing soll er nicht zusammenspielen können, weil er ein Shooter ist und mit Smits, weil Smits Durchbrüche braucht? Mit wem soll er denn dann zusammenspielen können? Smits und Mensing sind ja komplett gegensätzliche Spieler.

    Zum Klassentreffen nach Berlin fahrt ihr doch erst noch. :hi:

    Beim ersten Satz bin ich bei dir. Es gibt keinen Grund für Trübsinn.

    Understatement a la K73? 😉

    Er wirkt für mich nicht überspielt, sondern er passt vom Spielstil nicht zu den neuen Halben. Das war voriges Jahr auch schon mit Mensing so. Er "blühte auf" als Gotte nicht mehr (durch die Verletzung) die absolute Nr. 1 auf der Mitte war.

    Gute Anmerkung, die Frage ist dann aber, warum er in der Nationalmannschaft lange Zeit neben Lagergren, Carlsbogard, Claar und auch Johansson so gut funktionierte. Alles moderne Handballer.

    Ich weiß ja nicht, warum der Saisonverlauf und die Leistungen der SG hier so negativ gesehen werden?

    Persönliche Auffassung:

    - Spiel deutlich schneller und flüssiger als die letzte Saison

    - Wesentlich mehr Feuer und Emotion drin

    - Bislang noch keine Verletzungen, Fitnessstand dementsprechend gut

    Zahlen und Fakten:

    - in Magdeburg knapp verloren, in Kiel knapp gewonnen, in Lemgo erstmals seit drei Jahren wieder einen Punkt

    - bereits gegen vier der letztjährigen oberen Tabellenhälfte gespielt, noch keinen aus der letztjährigen unteren Tabellenhälfte, das schwerste aller Saisonspiele schon hinter sich

    - Letzte Saison Platz vier nach Toren, Platz 1 nach Gegentoren; diese Saison Platz 3 nach Toren, Platz 4 nach Gegentoren (-> verständlich, da sich hier noch einiges einspielen muss)

    - Zwei neue Spieler, die sich direkt an die Spitze des Assistratings gesetzt haben (Platz 3 und 5)

    - Problem: Turnover. bisher 11,5 pro Spiel. Wird sich aber durch mehr Eingespieltheit reduzieren.

    Fazit: Der Punktverlust in Lemgo war ärgerlich, aber kein Beinbruch, sonst aber bisher voll im Soll und auf einem zu erwartenden Leistungsstand. Heißt aber nicht, dass das so bleiben muss. Tiefs können immer kommen.

    Edit: Habe mir gerade den Spielplan mal angesehen. In Hannover wird es nochmal Bock schwer, ich bin fast geneigt hier von einer minimalen Außenseiterrolle zu reden. Dann kommen sechs Spiele, wo ich eigentlich 12:0 Punkte erwarte, bevor man dann hoffentlich mit einer guten Ausgangslage (TIpp: 17:5 Punkte) nach Berlin fährt zum GOG-Klassentreffen.

    Ach, ich hatte vergessen den Absprung des Verteidigers als beidbeinig ohne vorherigen Ausfallschritt festzulegen.

    1. Dann wäre gewährleistet, dass der angreifende Außen ausreichend Zeit hat, die Situation zu beurteilen. Steht der Abwehrspieler beidbeinig und springt auch noch ab, dann liegt die Absprunggestaltung des Angreifers voll in dessen eigenen Hand!

    2. Der Verteidiger hätte eine faire Möglichkeit der Restverteidigung zur Verfügung

    Ich glaube nicht, dass viele Abwehrspieler diese Möglichkeit wählen würden, weil sie, sobald sie mit beiden Beinen in der Luft sind, sich nicht nach links und rechts bewegen können, sollte der Angreifer den Wurf verweigern. Das ist ein großer Nachteil.

    Mein Vorschlag ist eher, die Stürmerfoul-Auslegung zu verschärfen.

    Ich glaube, sie ist in erster Linie dem Spielplan geschuldet. Man hat nun gegen ausschließlich Teams aus der letztjährigen oberen Tabellenhälfte gespielt. Am Freitag muss man nach Hannover. Da will er bestimmt erstmal kein Risiko eingehen.

    Auffällig aber ist, dass er am Kreis durchaus rotiert. In Jörgensen scheint er also deutlich mehr Vertrauen zu haben. Gerade Horgen würde ich aber auch gerne öfter sehen.

    Ich bin auf Außen dafür, dem Verteidiger eine fest definierte Abwehrmöglichkeit zu gestatten.

    Wenn er rechtzeitig!! vor dem Angreifer im Spielfeld stehend senkrecht nach oben (Arme nach oben gestreckt) hochspringt, dann sollte der Angreifer seinen Wurf unbeeinflusst gestalten können. Ein gefährlicher Fußkontakt am Boden wäre somit ausgeschlossen.

    Schwierig, bei viel Tempo, einen senkrechten Sprung zu gewährleisten. Außerdem landet er dann ja auch wieder, gegebenenfalls auf dem Fuß das verweigernden Angreifers.

    Das ist recht einfach zu beantworten. Tatsächlich geben die Regeln vor, wie die Stellung des Abwehrspielers zu sein hat und wie er den Gegenspieler anzunehmen bzw. zu begleiten hat.

    Auf Deine Frage eingehend, hat Armin Emrich vor einigen Jahren auf einem Lehrgang referiert und aus sportwissenschaftlicher Sicht folgendes erläutert: Sobald der Außen in der Absprungbewegung, sprich den letzten Schritt setzend, kann er den Ablauf nicht mehr verändern/korrigieren. Sollte es hier zu einem Kontakt mit dem Abwehrspieler kommen, hat der Abwehrspieler in die Dynamik des Absprungs eingegriffen und ist zu sanktionieren. Das finde ich auch richtig, denn das ist wirklich gefährlich, wenn auf den letzten Schritt auf einmal ein anderer Fuß unter meinem auftaucht -> echt AUA!!!

    Was ich aber in der Praxis feststelle ist, dass der Außen inzwischen mehr als nur den letzten Schritt zugestanden bekommt und somit schon noch in der Lage ist, seinen Bewegungsablauf zu verändern. Insofern aber legitim, wenn die Außenspieler versuchen, den ihnen gebotenen Spielraum auszunutzen.

    Ich persönlich bin ein Freund davon, dass das Spiel nach den gültigen Regeln geleitet wird, d.h. wenn ein Abwehrspieler eine korrekte Position eingenommen hat, egal ob an der Mittellinie an 9m oder auf Außen, dann sollte er belohnt werden und es auch ein entsprechendes Stürmerfoul geben. Da es aber für viele SR um den Erhalt des Kaderstatus bzw. um weitere Aufstiegsmöglichkeiten geht, kann ich auch die Umsetzung "so wird das aktuell verlangt" nachvollziehen.

    Besser kann man es nicht zusammenfassen.

    Bei Hansen kam es zu einem Kontakt hinter seinem Körper am Arm/Ball. Den konnte er nicht sehen, und so wie er reagiert hat, sieht man, dass er ihn definitiv nicht aktiv gesucht hat, sondern sehr überrascht davon war.

    Ich hatte im Urlaub Zeit, mir mal ältere Spiele auf Youtube anzuschauen. Also vor der Regelanpassung mit den Aussen.

    Eine andere Welt.

    Danach kann ich nur noch sagen, dass heutzutage meistens der Kontakt bewußt vom Angreifer gesucht wird.

    Daraus schließe ich, dass zumindest Profi-Aussen den Nutzen einer Strafe/7m höher werten als ihr Risiko, sich zu verletzen. Und damit wäre der eigentliche Zweck ja ad absurdum geführt.

    Das könnte man allerdings mit einer härteren Stürmerfoul Auslegung kitten.

    Zudem gibt es ja hinsichtlich der Verletzungsgefahr einen massiven Unterschied, ob der Angreifer aktiv den Kontakt sucht (er kann sich darauf einstellen), oder ob es ihn eiskalt erwischt.