Beiträge von Beuger

    Ich fande die Reaktion von Jutta Ehrmann Wolf witzig und treffend.

    Witzig ja, allerdings in der Sache natürlich unzutreffend, da jedem klar ist, dass Roth mit gehobenem Alter den Fitnesstest nicht bestehen wird. Herzlichen Glückwunsch. Er muss sich nun an seinen Aussagen messen lassen. Lasst ihn doch mal ein Testspiel von zumindest Drittligisten in der nächsten Vorbereitung pfeifen. Ich traue es ihm mehr als zu.

    Roth hat höchstwahrscheinlich Recht. Die bisherigen Kommentatoren in diesem Thread scheinen Handball nur vom Sofa aus zu betrachten.

    Trainer sind Vollzeit mit Handball beschäftigt, höchst professionell und müssen minütlich das Regelwerk auslegen, anwenden und auch beurteilen.

    Schiedsrichter gehen einem normalen Job nach und machen das ganze ehrenamtlich. Da KANN gar nicht das gleiche Level an Kompetenz für den Sport rauskommen.

    Und wer meint, dass Trainer nicht mit Drucksituationen umgehen können: Wer denn sonst?

    Welche Regeln zum Zeitpunkt des Trainerschein gültig waren, steht auf einem anderen Blatt.

    eigentlich gehört das Thema verschoben ins Schiedsrichter. und Regelforum

    Da hast du Recht. Können die admins gerne übernehmen.

    Regeltest vor zig Jahren, hat sich sehr viel geändert! Hab das in meiner aktiven Schiedsrichterzeit selbst gemerkt, man muss das Regelwerk und die Fallbeispiele ständig durcharbeiten, sonst haperte in gewissen Situationen. Und Naji und Siewert haben auch nicht behauptet, die besseren Schiedsrichter zu sein.

    Und um ein Spiel von 2x30 Minuten hochkonzentriert zu leiten, ist eine exzellente Kondition notwendig!

    Du denkst also, Trainer beschäftigen sich nicht mit dem Regelwerk? Das ist ihre Arbeitsgrundlage, ihr tägliches Brot. Jeder Trainer würde den Regeltest kinderleicht bestehen.

    Es ist im Amateurbereich ja auch zu beobachten, dass diejenigen, die ausschließlich Schiedsrichter sind, oft wesentlich schlechtere Leistungen bringen als welche, die mit mehreren Standbeinen, in erster Linie als Trainer, im Handball Leben stehen. Das ist für mich eindeutig.

    Der Gegenbeweis aber auch. Es ist einfach eine Hypothese, die sich weder verifizieren, noch falsifizieren lässt. Trotzdem denke ich, er wäre gut beraten, sich hier zurückzunehmen. Freunde bei der pfeifenden Zunft macht er sich mit solchen Aussagen wohl eher nicht. Auch wenn er im Podcast die Hauptaussage, Trainer seien die besseren Schiedsrichter, sekundiert von Schwalbe, etwas relativiert. Hängen bleibt am Ende die Headline

    Es wäre schlicht und einfach total spannend, wenn einfach mal manche Trainer ein Testspiel leiten würden.

    Regeltest haben alle bestanden, weil für Trainerschein eine Schiedsrichterlizenz Pflicht ist. Die weiteren Feinheiten könnte man natürlich in kürzester Zeit nachholen. Roth würde natürlich durch den Konditionstest rauschen, aber Naji, Siewert etc sicherlich nicht. Ist ja schön und gut, dass Schiedsrichter Kondition wie ein Büffel haben, ein alleinstehendes Qualitätsmerkmal für gute Pfiffe ist das natürlich aber nicht.

    "Trainer haben durch das Pfeifen im Training so viel Routine, dass die Schiedsrichter das nicht aufholen können." Dem Satz kann ich nur widersprechen! Das Training sind in der Regel einzelne, in sich abgeschlossene und zeitlich begrenzte Übungen in denen Mannschaftskameraden "gegeneinander" spielen. Das ist doch nicht ansatzweise zu vergleichen mit 2x 30 Minuten durchgehender Konzentration auf das Spielgeschehen zweier Mannschaften, die in einem echten Wettkampf gegeneinander antreten - mit allen den kleinen versteckten Aktionen und Nickligkeiten. Ich würde behaupten, dass ich Dir spontan locker 20 bis 30 User in der Handballecke nennen könnte, die als Schiedsrichter-Laien 90% der Entscheidungen auf dem Feld richtig treffen würden - und auch Michael Roth oder Martin Schwalb könnten das sicherlich. Aber die übrigen 10%, die eine genaue Regelkenntnis und eine aufgabenspezifische Wahrnehmung erfordern, sind es, die erfahrene Schiedsrichter dem vorgenannten Personenkreis voraushaben.

    Bei (Nachwuchs-)Spielern wird stets darauf hingewiesen, dass Wettkampfpraxis niemals durch Training wettgemacht werden kann, aber zwei ehemalige Bundesligatrainer denken, dass ihr Herumgespringe an der Seitenlinie und ein paar Pfiffe im Training, die Wettkampfpraxis von langjährigen Schiedsrichtern übertreffen - zumal viele Schiedsrichter selbst langjährige Erfahrungen als aktive Handballer haben. Da überschätzt Michael Roth meiner Meinung nach seine Fähigkeiten.

    Die meisten Bundesliga Clubs spielen pro Training während der Saison wirklich viel auf zwei Tore. Phasenweise mit Unterbrechungen bis zu einer Stunde. Unter Druck, richtige Entscheidungen zu treffen, stehen sie als Coaches auch. Das geht sich schon aus.

    Roth hat ja etwas polarisiert mit seiner Aussage, dass die meisten Trainer besser pfeifen als die meisten Schiedsrichter.

    Meine Meinung dazu: selbstbewusst, aber höchstwahrscheinlich absolut zutreffend. Auch die Begründung stimmt: Trainer haben durch das Pfeifen im Training so viel Routine, dass die Schiedsrichter das nicht aufholen können. Außerdem haben sie in der Regel wesentlich mehr Spielverständnis und daher auch ein sehr gutes Gefühl. Ich würde auch gerne mehr Ex-Spieler oder auch Ex-Trainer an der Pfeife sehen.

    Ich halte seinen Einsatz für das Team auch für vorbildlich , aber seitens Trainer/Ärzteteam halte ich das für ziemlich unverantwortlich.

    Hoffen wir mal das es wirklich nichts ist, denn eigentlich laufen ja gerade die meisten Sachen in die richtige Richtung.

    Ist Sache der Ärzte. Sollte man von außen nicht drüber urteilen.

    Je nach Grad der Verletzung jetzt werden es 2-6 Wochen sein, außer bei Syndesmoseband, aber das hoffe ich einfach mal Nicht.

    Lichtlein kann genauso halb rechts spielen wie dass ein Michalczik Mitte und halb links spielen kann. Dort ist er auch durchbruchsgefährlicher. Daher hätte ich ihn auf jeden Fall nominiert, und dafür Steinert oder Uscins Zuhause gelassen.

    Schade, dass Alfred nicht Lichtlein nominiert hat, z.B. anstelle des dritten Linksaußen. Allerdings hat er beim DHB weder einen Gidsel noch einen Andersson an seiner Seite. Auf den Halbpositionen hat leider nur Köster internationale Klasse, das wird zu wenig sein, um ins Halbfinale zu kommen.

    Inwiefern ist das ein Argument gegen Lichtlein? Soll man im DHB lieber Spieler nominieren, die im Verein mit schlechteren Spielern zusammenspielen, weil sie das eher gewohnt sind?

    Siege. Ganz konkret und wenig überraschend.

    Schon klar. Das "was" in meiner Frage war eher so gemeint, wie man diese Siege erreichen könnte beziehungsweise was Jicha strukturell falsch macht, das den Siegen im Weg steht.

    Ein oder zwei vercoachte Spiele zählen dazu nicht.

    Zudem scheint die Mannschaft geschlossen hinter ihm zu stehen, was absolut gegen eine Entlassung spricht.