Beiträge von Beuger

    Ich find eigentlich schon, dass ein Zweitligaverein in der Lage sein müssten, eine einzige Person im Umfeld zu haben, die die Regeln kennt, die Spiele guckt und aufpasst.

    Hat Essen ja auch geschafft.

    Die Begründung für die Regel ist trotzdem Schwachsinn. Einfach nur es den Vereinen so schwer wie möglich machen.

    Ich wünsche mir ja auch, dass sich junge Spieler entwickeln und am liebsten aus der eigenen Jugend.

    Aber wenn aus dem THW ein GOG würde, käme man ja nicht wieder nach vorne mit Nachwuchs entwickeln und dann an die Klubs mit mehr Geld abgeben.

    Krickaus Versuch mit gestandenen Profis war ja dann nicht so erfolgreich.

    Die Füchse sind da aktuell das bessere Beispiel. Die haben ihre Talente gehalten.

    Warum wird hier Krickau so schlecht geredet? Die Leistung seines Teams war zu unkonstant, aber er hat aus dem vorhandenen Material in Flensburg mehr rausgeholt als Jicha in Kiel. Ich würde das jetzt nicht als "nicht so erfolgreich" bezeichnen, zumal die Entlassung völlig aus heiterem Himmel und für viele Fans unverständlich kam.

    Wie willst das "fair" hinbekommen? Geht für mich nicht. Darum gibt es auch das grundsätzliche Mittel eines Wiederholungsspiels. Neue Chance für BEIDE. Dass ausgerechnet hier die Konstellation eingetreten ist (DRHV würde ein Tor nichts ausmachen, die Niederlage aber schon), dass Dein Vorschlag salomonischer wäre, hilft nicht in einer Allgemeinbetrachtung. Das lässt sich mit nichts rechtfertigen, daher auch für mich keine Diskussionsgrundlage (realistisch - also für das Gericht, für den Verband,...).

    Moralisch, im Sinne der Fairness ist was anderes, das bekommst aber mit Regeln (die es braucht) aber nie gänzlich abgedeckt. Du kannst nicht situationsbedingt nach subjektiver Fairnessgedanken Urteile treffen. Wäre Essen 12. oder 15. (Tabelle weniger eng), so wäre das Wiederholungsspiel mangels "wert" auch nicht als Folge entstanden (darauf hofften ja alle, weshalb auch späteres Urteil).

    Aufgrund der Tatsache, dass die meisten erfolgreichen Spieleinsprüche aufgrund eines spielentscheidenden Fehlers zustande kommen, das bedeutet, eines Fehlers, der in der Schlussphase des Spiels passiert, ist die prozentuale Häufigkeit solcher Szenarien meiner Meinung nach deutlich größer als du sie einschätzt. Auch Dinge wie die letzten zwei Minuten wären spannend und auf jeden Fall besser als ein ganzes Wiederholungsspiel, das die kompletten 59:57, in denen kein Regelverstoß passiert ist und die daher auch nicht von einem Regelverstoß beeinflusst waren, auf den Kopf stellt.

    Spanien gegen Ägypten war ein richtiges Klassespiel. Weiß nicht ob ich überhaupt jemals ein Junioren Spiel von solch einem Level gesehen habe. Was für spielstarke Spieler in Drucksituationen auf beiden Seiten! Torhüter, flexible Abwehr, spannende Angriffssysteme, da war echt alles dabei

    Der Rechtsprechung muss eine objektive und für alle Fälle nachvollziehbare Richtlinie zu Grunde liegen. Wo willst Du denn die individuellen Grenzen ziehen? Schon allein ein Tor einfach zuzusprechen ist recht willkürlich. Stell Dir vor, am Saisonende hätte TuSEM Essen auf dem Abstiegsplatz 17 gestanden und der Dessau-Roßlauer HV einen Punkt davor auf Platz 16 mit schlechterem Torverhältnis. Würdest Du auch so argumentieren, wenn dieses zwar mögliche, aber nie tatsächlich erzielte Tor damit entscheidend für die Abstiegsfrage zwischen beiden Mannschaften gewesen wäre?

    Für drei Sekunden in doppelter Überzahl darf vom Sportgericht ein Tor gutgeschrieben werden. Wie viele Sekunden müssten es bei Sechs gegen Sechs sein? Ab welcher Restspielzeit gibt es +2 Tore? ....

    In meinen Augen gibt es bei spielentscheidenden Regelverstößen keine sinnvolle Alternative zum Wiederholungsspiel. Das ist im Grunde genommen auch kein Problem, weil Regelverstöße die absolute Ausnahme sein sollten. Hier sind HBL und DHB (als Organisator des Schiedsrichterwesens) gefordert, dass ein Chaos wie in dieser Saison nicht wieder vorkommt.

    Ich finde allerdings, in solchen Fällen lediglich die drei Sekunden wiederholen zu lassen, wäre eine realistische Alternative.

    Das ist korrekt! Der Ballbesitz wechselt aber dennoch erst, wenn der Pass die Hand verlassen hat.