Beiträge von Corvin

    Hochdorf hat bisher seine Spiele überzeugend gewinnen können. Darunter mit Friedberg und Heilbronn/Horkheim gegen den Meister und Vizemeister der letzten Saison. Da geht also jemand mit ordentlich Selbstbewusstsein in das Spiel.

    Coburg hat gegen Großsachsen und Kronau/Östringen überzeugt. Gegen Konstanz musste man bis zur letzten Sekunde zittern, hat aber Moral bewiesen und sich nochmal zurückgekämpft, wobei die Fans einen ordentlich Push gegeben haben. Die einzige Mannschaft, die letzte Saison Punkte aus Coburg entführen konnte, war Rimpar. Die Unterstützung der Fans scheint ein Sieggarant für die Coburger zu sein.

    Coburg war letzte Saison auswärts allerdings sehr schwach und hat letztendlich nur 5 Spiele gewinnen können. Im Moment habe ich also das Gefühl, dass das Momentum bei Hochdorf liegt.

    ABER: Coburg wird sich auswärts sicher nicht mehr so präsentieren wollen, wie letzte Saison. Man galt als klarer Favorit auf den Aufstieg. Hat sich das selbst sogar als Ziel gesetzt, musste sich letztendlich aber eingestehen, dass Rimpar konstanter gespielt hat (vor allem auswärts).

    Außerdem wird für das Spiel gegen Hochdorf wieder mindestens ein Reisebus von einer Firma (Schiel GmbH) gesponsort. Wenn sich genug Fans anmelden sogar zwei. Coburg wird also mit 35 bis 70 Fans mindestens anreisen. Ich weiß jetzt nicht, wie hoch das Zuschaueraufkommen in Hochdorf ist. Aber vielleicht reicht es ja für Coburg, um für Heimspielatmosphäre zu sorgen.

    Ich glaube es wird eine enge Kiste. Mit dem hoffentlich besseren Ende für Coburg.

    Ich fand die Schiris ganz in Ordnung. Eine Benachteiligung für den ein oder anderen war aus meiner Sicht nicht zu erkennen. Da waren schon andere bei uns in der Halle, die sich von der Lautstärke haben beeinflussen lassen.

    Man muss da ehrlich sagen, dass es für die Schiris nicht immer einfach in Coburg ist. Das Pfeifkonzert und die Zeitspielrufe sind teilweise mehr als laut.

    Also das ganze Spiel durch war es recht ausgeglichen. Coburg war mal 4 Tore in der ersten Halbzeit weg. Da dachte ich eigentlich schon, dass es ein entspannter Abend wird. Aber Konstanz hat den Vorsprung Coburgs ziemlich schnell wieder schmelzen lassen und zum Halbzeitpfiff den Ausgleich geworfen.

    Zweite Halbzeit begann auf beiden Seiten ziemlich zerfahren. War das Spiel in der ersten Halbzeit noch schnell und ansehnlich, war es Anfang der zweiten Halbzeit eigentlich nur Gegurke. Dann kam der Bruch auf Coburger Seite. Ich glaube sogar während einem Überzahlspiel für Coburg. Konstanz zieht dann (es war glaub ich die 52. Minute) auf 4 Tore weg. Coburg plötzlich überhastet; viele Ballverluste. Und dann plötzlich bekommt unser Oli Krechel endlich ein paar Hände an den Ball, hält zwei Siebenmeter und einen Konter plus Nachwurf. Das war es dann. Die Halle steht Kopf, es war ohrenbetäubend laut und die Konstanzer hadern mit sich und den Schiris. Der letzte Konstanzer Angriff wurde zu schnell abgeschlossen, Coburg bekommt 15 Sekunden vor dem Ende nochmal den Ball und Sebastian Roth haut den Ball mit der Schlusssirene rein.

    Der Rest war Feiern auf Coburger Seite und Kummer auf Konstanzer Seite. Auch wenn ihr vor dem Spiel gesagt habt, dass in Coburg nicht viel zu holen sein wird... Das Spiel hätte durchaus andersrum ausgehen können.

    Zu den Torschützen kann ich leider keine Angaben machen. Wir haben auf der Leinwand in der Halle zwar eine Statistik mitlaufen, aber da habe ich nicht drauf geachtet, da ich hinter der Leinwand stand. Auf Coburger Seite dürfte aber Göhl die meisten Buden gemacht haben.

    Portrait des Coburger Gegners von Gerd Nußpickel auf hsc2000.de:
    12.09.13 - Portrait Konstanz - Berichte - 1. Mannschaft - HSC 2000


    Vorbericht zum Spiel von Ralph Bilek vom Coburger Tageblatt auf hsc2000.de:
    13.09.13 - Konstanz vor - Berichte - 1. Mannschaft - HSC 2000


    Coburger Randnotiz, die nichts mit dem Spiel zu tun hat:
    Am 09. Oktober trägt der ThSV Eisenach eines seiner Heimspiele in der HUK-Coburg-arena gegen den HSV Hamburg aus. Laut Vereinbarung mit der DKB Handball-Bundesliga ist Eisenach dazu verpflichtet worden, drei Heimspiele in auswärtigen Hallen zu bestreiten.
    12.09.13 - PM Bundesliga - Berichte - 1. Mannschaft - HSC 2000

    Sprechen wir bei der dritten Liga eigentlich von einer Profi-Liga? Wenn die Spieler nicht umsonst spielen wollen, dann füll ich halt mit A-Junioren auf, die vielleicht noch Spaß am Handball haben und für eine Flasche Wasser und eine Banane auch spielen würden. Dass die Mannschaft dann Abstiegskandidat Nummer 1 ist, ist klar. Aber dann hat man das Rumgeeiere von wegen "welche Mannschaft rückt nun nach?" und "welche Mannschaft schieben wir jetzt von der einen in die andere Staffel" nicht mehr.

    So ein Durcheinander kenne ich nur im Handball. Und das nicht nur eine Saison, nachdem irgendwelche Strukturen geändert wurden. Nein, das tritt doch jedes Jahr aufs Neue auf und wird eher schlimmer, als besser.

    Ja, nach der Niederlage im Spitzenspiel gegen Rimpar war es das wohl definitiv mit dem Aufstieg in Liga 2. Selbst den Notnagel 2. Platz für Relegation, wenn es denn zu einer kommen sollte, hat man mit 4 Punkten Abstand auf Bad Neustadt nicht mehr in der eigenen Hand.

    Aber war das nun eine vergeudete Saison? Ich denke nicht. Die Spieltage in der HUK-arena sind zu echten Events geworden. Ein Zuschauerschnitt von über 2500. Gegen Rimpar erstmals ausverkauftes Haus mit 3500 Zuschauern! Eine riesige Fanchoreographie, die fast die ganze Halle, außer den Rimparblock, eingeschlossen hat (Bilder auf der Facebook-Seite des HSC: https://www.facebook.com/media/set/?set…73304383&type=1 ), eine Liveübertragung des Spiels in HD-Qualität (und dazu noch flüssig!), bei der nochmal rund 7000 Zuschauer online dabei waren.

    Dieser Verein ist eindeutig bundesligatauglich. Allein mit dem bisherigen Zuschauerschnitt wäre Coburg im gesicherten Mittelfeld. Und das in der dritten Liga wohlgemerkt. Jetzt muss nur noch die Mannschaft nachziehen. Und ich bin guter Dinge, dass mit Jan Gorr genau der richtige Mann zur richtigen Zeit verpflichtet wurde. Er hatte Zeit, sich die Mannschaft anzuschauen. Er hatte Zeit sich über Neuverpflichtungen Gedanken zu machen. Und er wird viele Verbindungen aus Handballdeutschland mitbringen. Für Coburg war er definitiv der Königstransfer.

    Ich hoffe inständig, dass es nächste Saison klappt. Mit einem jungen Trainer, einer hungrigen Mannschaft und weiterhin der Unterstützung von über 2500 Fans im Rücken. Der Verein MUSS einfach nach oben!