Herrlich, diese geifernden Beiträge über die schiedsrichterfressende, emotionslose Coburger Mannschaft. Das hilft einem fast über die Enttäuschung der Niederlage hinweg. 
Paar Dinge zum Nachdenken:
Coburg ist einer der wenigen Vereine (der einzige?) in der 3. Liga, der einen aktuellen, das Spielgeschehen wiedergebenden Liveticker auf Facebook anbietet und nicht nur alle 15 Minuten (wenn überhaupt) das Ergebnis präsentiert. Das ist ein Service, geschrieben von einer Frau, die Fan des Vereins ist und kein neutraler Berichterstatter. Vornehmlich werden diesen Liveticker Coburger Fans lesen und diese Fans wollen die Emotionen aus der Halle mitbekommen, weil sie nicht selbst dabei sein können. Und wie viele der Fans in der Halle interpretieren das Pfeifen der Schiedsrichter neutral? Das dürfte ein Bruchteil sein.
Ich denke da gerne an die Radioübertragung vom Spiel zurück. Was da teilweise von Konstanzer Fans über den Äther kam... Da wäre der ein oder andere den Schiedsrichtern sicherlich am liebsten an die Gurgel gegangen. Ich stelle mir nun gerade vor, wenn nun einer dieser Fans einen Liveticker schreiben würde... Da wären sicher ein paar Sätze geschrieben worden, die nicht druckreif sind. Und wisst ihr was? Es wäre mir egal, weil es der Großteil der Fans genauso machen würde. Vereinsbrillen hat jeder auf. Das ist in Coburg so, das ist in Konstanz so und in Bad Neustadt genauso.
Konstanz hat 50 Minuten lang über die Schiedsrichter geschimpft und hätten sie verloren, wer weiß, was dann wohl in den Presseberichten gestanden wäre... Lasst also die Kirche im Dorf.
Außerdem denke ich, dass diesen Satz „Unsere Leistungen müssen dauerhaft so sein, dass wir von Schiedsrichterentscheidungen unabhängig sind.“ jede Mannschaft für sich in Anspruch nehmen sollte. Wenn dem so ist, bräuchte man sich nämlich nicht über Schiedsrichterleistungen zu beschweren.
Noch etwas zu den emotionslos wirkenden Coburgern: Konstanz hat die Mannschaft letzte Saison nicht gesehen. Das war emotionslos. Zwischen den beiden Jahren ist aber schon ein Unterschied zu erkennen und ich denke, dass das großteils auf die Arbeit von Gorr zurückzuführen ist. Aber auch er ist kein Wunderheiler, der sofort alle Schwächen der Coburger abstellen kann und ich denke, dass ihm die Zeit auch zugestanden wird. Selbst wenn der Aufstieg nicht klappen sollte, wird ihm keiner den Kopf abreißen. Trotzdem ist der Anspruch für Coburg um den Meistertitel zu spielen. Man würde sich ja selbst belügen, wenn das nicht der Anspruch wäre. Kader, Halle, Fans, Umfeld, alles ist auf 2. Bundesliga angelegt. Aber aus den einzelnen Staffeln steigt halt nur eine Mannschaft auf und damit die Mannschaft, die konstant gute Leistungen abliefert. Das ist derzeit Bad Neustadt und nicht Coburg. Ist so, muss man hinnehmen und die Lehren daraus ziehen.
Zitat
Und soll nur keiner denken, dass die Spieler der HSG für ein Butterbrot spielen auch wenn der Präsident in seiner unnachahmlichen Art (siehe heutigen Bericht im SÜDKURIER) nicht müde wird den Eindruck zu vermitteln, dass man in Konstanz um die Ehre spielt.
Daumen hoch für diese Aussage. Für das Kürzel "HSG" kann man jedes beliebige Kürzel aller Mannschaften aus der dritten Liga einfügen.