Nur weil sich Pforzheim so sehr auf das Spiel freut und das Umfeld von Coburg lobt?
Ich würde mal sagen, dass das Spiel bei weitem nicht so sehr Beachtung bekommen würde, wenn es nicht das letzte wäre, bei dem es zusätzlich noch um den Aufstieg geht. Aber so hat sich einfach eine Situation ergeben, von der auch Pforzheim profitieren kann.
1. Die Halle wird garantiert ausverkauft sein. Erstmal kann man wirklich nur Danke nach Pforzheim sagen, dass sie fast 50 % des Kartenkontingents nach Coburg gegeben haben. Die 300 Karten sind ja laut Aussagen auf der Coburger Facebookseite nahezu vergriffen.
2. Durch den Livestream wird der Pforzheimer Handball einer breiteren Zuschauerschaft bekannt gemacht. Es werden sicherlich auch einige Pforzheimer den Stream schauen, die vorher nicht in die Halle gegangen sind. Und wenn die mitbekommen, was für eine Euphorie in der Halle herrschen kann, dann kommen diese Zuschauer nächste Saison vielleicht mal live in die Halle. Sogar einige Eisenacher und Mannheimer werden zumindest die zweite Hälfte des Spiels sehen. Und wer weiß? Sport1 ist in Coburg vor Ort. Vielleicht werden bei der dortigen Berichterstattung auch mal die Wörter "Coburg" und "Pforzheim" fallen gelassen.
3. Die TGS kann den Medien, Sponsoren und der Stadt vor Ort zeigen, was möglich ist, wenn Verein, Fans, Sponsoren, Stadt und Medien Hand in Hand gehen. Wenn das ganze Brimbamborium, das um das Spiel von Coburger Seite aus aufgezogen wird, nicht dazu dienen kann, dann was? Ich denke mal genauso ist auch der Seitenhieb am Ende des Berichts auf der Pforzheimer Homepage zu verstehen.
Die TGS freut sich. Und ehrlich gesagt freut es mich als Coburger, dass man das so offen nach Außen kommuniziert. Aber das heißt noch lange nicht, dass Pforzheim das Spiel vor lauter Huldigung abschenken wird. Ich denke ja eher, dass noch eine ordentliche Portion Arbeit auf die Männer von Jan Gorr zukommt. Gerade weil der Druck von außen so immens groß ist.