Beiträge von Germanicus

    Damit bin ich völlig einverstanden. Ich war nur wegen dem HCL ein bisschen enttäuscht. Der Anwesenheit der französischen Fans habe ich mich gefreut, sie haben gute Stimmung gemacht (nicht nur sie, natürlich).
    Ja, und, ich hätte ander Forummitglieder gerne auch persönlich kennengelernt :)

    Okay, bei Leverkusen fehlen Glankovicova, Jochin, Adeberg, Ruthenbeck, Burkholder und Müller. Es war nach vier Wochen Lauf- und Krafttraining der erste echte Härtetest mit dem Ball. Das nur zur besseren Einordnung der Ergebnisse.


    Adeberg, Jochin und Müller waren in der Halle gestern. Ruthenbeck und Burkholder kommen heute zurück aus Valencia (angeblich nicht direkt nach Wittlich ;-)).
    Janousková war auch da, spielte aber nicht.

    Sechs Spiele nacheinander, es ist schon zu viel. Auch wenn die nur 2×25 Minuten sind :)
    Der HCL ohne Kreisläuferin, sie spielten tatsächlich mit niemandem am Kreis, aber vier Spielerinnen im Rückraum. Es was interresant aber sah so aus, es wäre doch besser jemanden, auch wenn eine nicht als Kreisläuferin ausgebildete Spielerin, dort spielen zu lassen. So verloren sie beide Spielen. Es hat so gut wie keinen Sinn, ihre Spiele zu analysieren, sie werden vermutlich nie mehr so spielen. Ihre 3-2-1 Deckung hat auch nicht gut funktioniert.
    Der BSV spielte wie immer, keine Überraschungen. Die neue Kreisläuferin, Evelyn Schulz, war nicht schlecht. Randy Bülau war nie besonders weiss, jetzt sieht aber so aus dass ohne dem Buxte-Trikot könnte man glauben, sie ist eine Flüchtling aus Zentralafrika :) Wahrscheinlich hatte sie Urlaub irgendwo, wo die Sonne immer strahlt :)
    Leverkusen, sie haben mit diesem Kader in dieser Spielzeit keine Chance für Plätze 1-4, und werden voraussichtlich einige peinliche Niederlagen haben. Kim Naidzinavicius ist jetzt mit Abstand die beste Spielerin von Renate Wolf. Die Elfen spielten heute sehre schwach, es fehlten aber beide RA-Spielerinnen, die beide Anna, Seidel und Spielvogel spielten in jenem Position. Offenbar probiert noch Frau Wolf, was sie von den einzelnen Spielerinnen erwarten kann. Sie hat viele Variationen ausprobiert, fasst alles, was man sich eigentlich vorstellen kann. Die Mannschaft sah manchmal so aus als eine Mittelschule-Klasse: Fehr - Spielvogel, Rode, Zschocke, Seidel, Adams, Braun, alle 20, oder jünger. Das Spiel von Mia Zschocke hat mir besonders gefallen, es war aber auffällig, dass sie mit diesem Niveau noch keine Erfahrungen hat. Pia Adams spielte heute nicht so gut.
    Und der BVB. Nadja Nadgornaja und die Ungarin Sarolta Selmeci im gleichen Team im linken bzw. rechten Rückraum ... wenn es jemand mir vor ein paar Monaten sagt, hätte ich es sicher nicht geglaubt. Und heute war es so, ziemlich viel spielte Dortmund so, mit Zimmermann in der Mitte, oder mit Selmeci in RM und Potocki in RR. Ihr Tempo ist gut, die persönliche Fähigkeiten sind bewusst begrenzt, aber Frau Barna hat immer Pläne, die ihrer Spielerinnen Fähigkeiten entsprechen. Klar, sie sind kein Top-Team, können aber ihre Möglichkeiten gut ausnutzen.

    Meiner Meinung nach, 3 Mannschaften, nämlich Russland, Schweden und Dänemark sind besser, als alle andere.


    Na, Irren ist Menschensache. Die schweden sind auch deutlich schwächer als Russland und Dänemark. Nach den heutigen Halbfinalen bin ich gar nicht davon überzeugt, dass Schweden oder Ungarn besser sind, als Deutschland. Und eine von diesen beiden wird mit einer Medaille nach Hause fliegen.

    Meiner Meinung nach, 3 Mannschaften, nämlich Russland, Schweden und Dänemark sind besser, als alle andere.
    In den Halbfinalen können immer 4 Mannschaften spielen, also es war klar dass noch jemand zusätzlich das Halbfinale erreichen wird. Dazu braucht man Glück, und die Fähigkeit von Kämpfen, und ein guter Trainer. Ungarn hat es geschafft, schon das zweite Mal mit einem Unentschieden (18-18 gegen Frankreich, und 25-25 heute gegen Norwegen).

    Bei der TuS hingegen sah man zwar auch, dass die Feinabstimmung noch fehlte.


    Ich bin sehr gespannt, und neugierig, wie Konkoly es schaffen kann. Er ist, meiner Meinung nach, ein sehr guter Trainer. Er hat aber gar keine Erfahrung mit Mannschaften wo viele Spielerinnen einen bürgerlichen Arbeitsplatz haben, und nicht unbegrenzt fähig sind zu trainieren. So was hat er noch nie gemacht.
    Saisonsvorbereitung hat ihm bisher immer bedeutet: 7 Wochen, Vollzeit, was er jetzt in Metzingen haben muß, ist ihm noch ganz neu.
    Danke für den Bericht!

    Also, es ist 28-29, und die Zeit ist 59:32. Der Gegner hat den Ball.
    Es sind nur 28 Sekunden, absolut möglich, dass meine Mannschaft keine Angriffsmöglichkeiten mehr haben wird. Was ist in diesem Situation die beste Entscheidung? Ein keiner Foul und dann den Freiwurf zu verhindern. Der Gegner bekommt einen Siebenmeterwurf, wenn er scheitert, habe ich immer noch ca. 15 Sekunden für einen letzten Angriff, und eine Chance zum Ausgleich.
    Im Wasserball gab's eine ähnliche Regel, die wurde schon abgeschafft, weil die regelmäßig missbraucht wurde: die Trainern haben in der letzen Spielminute oft damit die Angriffszeit des Gegners verkürzt.

    Ich bleibe dabei: Egal wer Trainer dieser Mannschaft ist, er muss scheitern. Und zwar weil die Spielerinnen schlichtweg nicht die Klasse haben, die ihnen von allen Seiten immer wieder zugeschrieben wird. Derart simple D-jugend-Fehler dürfen in einer Nationalmannschaft nicht passieren, das zu beheben kann nicht Aufgabe eines Bundestrainers sein.

    Kurz gesagt: Der deutsche Frauen-Handball ist schlecht.


    Es hängt davon ab, welche Ziele wir haben. Weltmeister sein könnte mit diesen Spielerinnen auch der gute Gott selbst nicht sein, und auch ein WM-Halbfinale könnte auch ganz wahrscheinlich kein lebender Trainer der Welt mit ihnen erreichen. Gegen die Österreicherinnen von Herbert Müller (die ich kürzlich zweimal gesehen habe, weil sie in der Quali gegen Ungarn gespielt haben) könnten sie aber auch ohne Trainer gewinnen.
    Sport ist nicht schwarz und weiss, ein Team is nicht entweder gut, oder schlecht.
    Und gegen Gegnern die ungefähr auf dem gleichen Niveau spielen können ist es sehr wichtig, wer der Trainer ist. Mensch, es war 49-46, also drei Tore in 120 Minuten. Ein ziemlich geringer Unterschied.

    Dieses Duell wurde offensichtlich in der ersten Halbzeit in Dessau verloren. Seitdem war es eine enorm lange Aufholjagd, die am Ende leider gescheitert ist.
    Und es ist sehr traurig weil es nach den zwei Spielen ganz eindeutig ist, das die Aufgabe nicht unlösbar war, dass Deutschland hat das Duell gewinnen können.
    Ja, am Ende weiss man schon alles besser, aber ich glaube, in der letzten EM ging zwar alles schief, was überhaupt schiefgehen kann, aber trotzdem der Trainerwechsel war ein Fehler.