Beiträge von Germanicus

    ungarischen Vertreter Dunau.... 8o


    Dunaújváros (Dunauhjwahrosch) ;)
    Es ist gar nicht schwieriger als Rosengarten-Buchholz :) Der Name hat übrigens eine Geschichte:
    Urpsrünglich hieß der Dorf Dunapentele, wo Duna ist der ungarische Name der Donau und Pentele ist der ungarische Name des heiligen Pantaleon. In den 50er Jahren wurde da ein neues, großes Stahlwerk gebaut, und so eine sozialistische Stadt durfte natürlich nicht den Namen eines heiligen tragen, die wurde in 1951 umbenannt an Sztálinváros (Stalinstadt). Nach dem Tod des großen Stalins sollte auch sein Name aus der Karte entfernt werden, Pantaleon durfte aber doch nicht zurückkehren, so die Stadt bekam einen neuen Namen: Dunaújváros (buchstäblich Donauneustadt, in Deutschland wurde sie wahrscheinlich Neustadt an der Donau benannt).
    Der Vollname des Vereins ist Dunaújvárosi Kohász, buchstäblich: Stahlwerkarbeiter von Dunaújváros.

    Ja, solange ungarische Geschichte wegen des Europapokalfinals im Thema Bundesliga. Ich hoffe dass die Herren mir diese kurze Ausweiche verzeihen werden.

    Kurz um Drittligaspiel: Leverkusen II hat mit sehr vielen, also zu vielen Fehlern gespielt, und hat am Ende verdient verloren. So viele Fehlern darf eine Mannschaft nicht machen, auch wenn teilweise mit sechs Rückraumspielerinnen gespielt wird. Interessant: Kim Braun spielte unglaublich schlecht, mit sehr vielen Fehlern.

    Der neue Bundestrainer hat heute Leverkusen besucht, und hat sogar auch das Drittligaspiel besucht. Im Bundesligaspiel saß er nur wenige Metern von mir entfernt :)

    Das Bundesligaspiel: Die Elfen spielten so wie ein Team von diesen Spielerinnen spielen soll. Schöne Angriffe, vor allem Kim Naidzinavicius wieder strahlend (nicht so, wie im Herbst wenn sie ganz tief war). Seitdem es bekannt ist dass sie das Team im Sommer verlassen wird, spielt sie immer sehr gut. Karolius am Kreis war nicht zu halten, schöne Tore geworfen und einige Siebenmeter-Entscheidungen erkämpft. Tess Wester hielt so gut wie nichts, wurde nach 17 Minuten ausgewechselt. Dann aber verletzte Ann-Kathrin Giegerich sofort, das Knie, meiner Schätzung nach kein Kreuzbandriss, aber mal sehen wir. Weiterspielen konnte sie nicht, so Wester kam zurück. Leider Gaiovych im Leverkusener Tor war auch nicht besser, hielt nur einige Würfe. Kim Braun spielte LA in Leverkusen, sehr gut in der ersten Halbzeit. Überraschend, nach dem Spiel gegen Recklinghausen. HZ 17-16.
    In der zweiten Halbzeit spielte Leverkusen schon langsamer, aber besser in der Abwehr, aggressiv aber sicher und präzise, Bietigheim hatte dementsprechend mehr Fehlern, also nach einer Viertelstunde war es 24-22, weniger Tore als in der ersten Halbzeit. Dann änderte sich das Spiel deutlich. Leverkusen hatte immer mehr Fehler, mehr Fehlwürfe, Wester hielt fasst alles. Nach 24-22 war es 26-28. Man kann es von der Tribüne nicht gut beurteilen, ich hatte das Gefühl dass die Elfen die hohe Konzentration nicht 60 Minuten lang halten konnten und nach 45-50 Minuten nicht mehr so konzentriert spielen konnten, und wenn Bietigheim die Führung übernahm, wurden sie noch nervöser, sie fangen an vorschnell zu spielen und machten noch mehr Fehler, und kassierten viele Gegentore von Tempogegenstößen. Die Schlussphase gewann Bietigheim ganz klar. Ende: 28-32.

    Eine Niederlage ist nie erfreulich, aber Bietigheim hat bekannt bessere Spielerinnen, ich bin doch mit Frau Wolf völlig einverstanden, die Leistung heute war in Ordnung.

    Also so habe ich die heutige Spiele gesehen, wenn ich etwas nicht richtig gesehen habe, bitte ich um Entschuldigung.

    13.4., Leverkusen II - Dortmund II. Schiedsrichtern: Sakovski, Schneider
    17.4., Lintfort - Leverkusen II. Schiedsrichtern: Sakovski, Schneider

    Ich kenne diese Schiedsrichtern gar nicht, ich weiß sogar nicht ob die Männer oder Frauen sind (obwohl es mir schon klar ist dass es hier deutlich weniger weibliche Schiedsrichtern gibt, als in Ungarn), es ist aber aufgefallen, dass die Juniorelfen innerhalb 5 Tagen zweimal mit dem gleichen Gespann spielen werden. Ist es üblich?

    Im Herbst habe ich Leverkusen und ihre Trainerin (also ich meine die Elfen und Frau Wolf) oft kritisiert. Offenbar sind jene Schwierigkeiten vorbei. Die Spielerinnen sind natürlich nicht plötzlich Superstars geworden, aber das ist so, meiner Meinung nach, in Ordnung. Die heutige zweite Halbzeit war sogar sehr gut (und ich habe das Spiel gegen Buxtehude zwar nicht gesehen, aber laut den Berichten soll das auch sehr gut gewesen sein). Der Ausgleich am Ende war natürlich ärgerlich, aber die Leistung der Mannschaft hat mir doch gefallen, Glückwunsch!

    P.S. B_Coach hat einen tollen Trikot :)

    Während es in Ungarn selbstverständlich ist, dass die Junior- und Seniormannschaften der gleichen Vereine gerade nacheinander spielen, und es nur Kombitickets gibt, in Deutschland passiert so was nur sehr selten, auch deshalb war das heutige Doppelspiel in Leverkusen so toll. Viele Oldenburger Fans, die wegen eines Juniorenspiels keineswegs vom Norden in Rheinland gereist hätten, kamen heute drei Stunden früher, und besuchten auch das Viertelfinale der Juniorenliga. Damit war die Stimmung sehr gut.
    Die Juniorelfen gewannen zwar das Hinspiel in Oldenburg und galten als absolute Favoriten, in der ersten Halbzeit sah es doch so aus, dass es alles anderes als einfach sei. Das Niveau war meiner Meinung nach sehr hoch, vor allem in der Abwehr, was mir besonders gefiel, ich mag nämlich 18-16 Spiele besser als die von 42-38. nach einer Viertelstunde hatte Oldenburg eine Führung von zwei Toren, und baute damit ihren Rückstand völlig ab. Leverkusen hatte eine starke Abwehr, der Angriff funktionierte aber nicht, es gab zu viele Fehlern, vor allem (aber nicht ausschließlich) am kreis. Ca. in der 20. Minute gestaltete Kerstin Reckenthäler ihre Mannschaft ein bisschen um, und wandelte damit das Spiel deutlich um. In der Pause hatte schon Leverkusen die Führung (9-7). Die zweite Halbzeit fangen die Juniorelfen mit einer 6-0 Sturm an (15-7), und damit war das Duell so gut wie erledigt. Die Gäste sollten 10 Tore Rückstand in weniger als dreißig Minuten abbauen. Ihre einzige Chance war, dass de Juniorelfen ebenso wie ich, denken, dass das Spiel schon gewonnen und die Aufgabe erledigt ist, und nehmen die Konzentration ab. Bei so jungen Spielerinnen in Handball ist so was gar nicht unmöglich, und tatsächlich fangen sie an ein weniger intensiv zu spielen. Dann nahm die Trainerin eine Auszeit, danach hatte Oldenburg gar keine Chancen mehr, die Spannung der ersten Halbzeit verschwand, und alle warteten nur das Ende des Spiels. Leverkusen ist wieder in der Final Four der Juniorenmeisterschaft (25-15).

    Das Bundesligaspiel könnte nicht unterschiedlicher sein. Hohes Tempo, ohne Abwehr und torhüterischer Leistung, in der Halbzeit schon 17-22 (also mehr Tore als bei den Junioren im ganzen Spiel). Leverkusen machte mehr Fehler im Angriff, Oldenburg spielte pünktlicher und ein bisschen schneller, so hatten sie eine Fünf-Tore-Führung. Es war klar, dass die Mannschaft, die eine solide Abwehr machen kann, das Spiel gewinnen wird, natürlich die Lage der Elfen war mit 5 Tore Rückstand schwieriger.
    Nach der Pause änderte sich das Spiel deutlich. Die Leverkusener Abwehr war wesentlich besser, intensiver und dynamischer als in der ersten Halbzeit, und auch Dana Centini hatte im Tor einige Paraden. Die Elfen kamen immer näher und näher, die kassierten viel weniger Gegentoren als in der ersten Halbzeit, waren aber im Angriff ebenso erfolgreich. Sie verpassten doch einige gute Chancen (vor allem die Linksaußen), und konnten deswegen die Führung nur in den letzten Spielminuten übernehmen, allerdings nur vorläufig.
    In der letzten Spielminute war es unentschieden, dann schoss Jennifer Rode ein schönes Tor von ca. 9 Metern, 32-31. Oldenburg hatte noch einen letzten Angriff, zum Ausgleich. Leverkusen verteidigte gut, sie machten aber einen Fehler, und Oldenburg bekam einen Siebenmeter, der aber erst nach dem Schlusspfiff geworfen werden konnte. Angie Geschke verwandelte es, 32-32, untentschieden.
    Hätte Leverkusen in der ersten Halbzeit statt 22 "nur" 21 Gegentore kassiert, es wäre immer noch sehr viel gewesen, aber damit könnten sie wahrscheinlich das Spiel gewonnen haben...

    Eine Bemerkung noch. Caroline Müller spielte in Oldenburg, und sogar ziemlich viel. Ihr ist am Ende Oktober die Kreuzband gerissen. Ich habe noch nie eine Frau gesehen, die 5 Monaten nach einem Kreuzbandriss schon einsatzbereit war. Entweder ist in Oldenburg ein Wunder geschehen, oder riskiert der Verein ganz unnötig die Gesundheit einer jungen Spielerin - welche davon wahr ist, kann ich nicht entscheiden.

    Also so habe ich die beide heutige Spiele gesehen, wenn ich etwas nicht richtig gesehen habe, bitte ich um Entschuldigung.

    Ich habe gerade überlegt, ob es ein Land gibt, wo die Liga stark aber die Nationalmannschaft schwach ist. Es hängt davon ab, wie wir "schwach" definieren, die beste Beispiel dafür ist wahrscheinlich Ungarn.

    Ich folge fasst alle interessante Ligen von Europa, also Ungarn, Deutschland, Frankreich, Russland, Dänemark, Rumänien. Wegen des Playoff-Spielsystems haben in Ungarn, Dänemark und Frankreich theoretisch noch 6-8 Mannschaften Chancen, Meister zu sein. Es bedeutet aber auch, dass die Hin- und Rückspiele nicht sehr spannend sind. Siehe z.B. das ungarische Spitzenspiel von gestern: für FTC war dieses Spiel gar nicht wichtig (und es gibt noch 5 Győr-FTC Spiele in den nächsten zwei Monaten...). In Frankreich ist die Lage wegen der Pleite von Nimes ein bisschen komplizierter, aber auch da können sechs Mannschaften noch den Titel holen.
    Also, rein theoretisch, Vác (HUN), Nyköbing (DEN) oder Nantes (FRA) können noch Meister sein, und das auch ohne ein einziges Auswärtspiel zu gewinnen. Es wäre aber eine riesige Überraschung, wenn eine dieser Mannschaften es schaffen könnte.
    Meiner Meinung nach wirkliche Chancen haben in Ungarn zwei Mannschaften: Győr und FTC, in Dänemark ebenso: Esbjerg und FCM. In Frankreich hat neben den Spitzenreitern Metz und Fleury auch noch Issy gute Chancen, Nice als Meister kann ich mir schwer vorstellen, obwohl die gestern im Pokalhalbfinale Issy sehr schwer geschlagen haben (20-11).
    Doch, Meisterschaften mit einem Playoff sind mit der deutschen Bundesliga, wo eine Niederlage in September den Titel entscheiden kann, schwer zu vergleichen. Mit diesem Vierkampf ohne Playoff ist nun die Bundesliga sicher die spannendste Liga Europas (also, von jenen, die wenigstens das Niveau der zweiten Bundesliga erreichen).

    Noch eine Anmerkung: es gibt einige Länder, die starke Nationalmannschaften, aber schwache Ligen haben, wie Montenegro, Niederlanden, Schweden, und auch das Niveau der norwegischen Liga ist weit von dem ihrer Nationalmannschaft entfernt. Also, "Ligen , deren Natis recht Zuverlässig bei Großen Turnieren dabei sind" hat nicht unbedingt einen Sinn.

    Solche Streams sollte man verbieten, das kostet nur zahlende Zuschauer. :unschuldig:


    ;-))
    (Die Halle in Győr wird heute natürlich ausverkauft, fünftausend Zuschauern sind erwartet.)

    Das heutige Spiel ist wegen dem ungarischen Spielsystem (das gleiche wie in der deutschen Liga vor einigen Jahren, also ein Playoff mit 8 Mannschaften) nicht so wichtig, und diese beide Mannschaften treffen sich die beide nächsten Wochenenden auch in der CL-Viertelfinale, also man soll heute keine große Erwartungen haben.

    Sie hat ihren Vertrag kürzlich bis 2019 verlängert. Dann wird sie 33 Jahre alt (Jg. 1986), voraussichtlich kehrt sie dann nach Hause, man kann es aber natürlich jetzt noch nicht wissen.

    Ihr ist die Kreuzband gerissen in November 2014. Sie ist zwar gesundheitlich völlig OK, spielerisch scheint sie aber seit ihrem Rückkehr unsicher, ihre Bewegung nicht ordentlich, als hätte sie ständig Angst, noch eine Knieverletzung zu haben. Wenn du Handball kennst, weißt du, dass wenn die letzte zwei Schritte und der Sprung nicht hundertprozentig richtig ist, wird der Wurf auch nicht richtig.
    Allerdings ist sie nicht mehr so katastrophal wie früher, ist aber auffällig weit von ihrer vorherigen Form entfernt. In Győr hofft man, dass sie am Anfang der nächsten Saison wieder so gut spielen können wird, wie vor ihrer Verletzung.

    Bemerkung: Amorim hatte zwar einen schrecklichen Unfall (eine Werbung am Spielfeld ist unter ihr gerutscht, zusammen mit ihrem Fuß), es ist aber auffällig, wie viele Kreuzbandrisse Győr in den letzten zwei Jahren gehabt hat: Amorim, Grubišić, Orbán, Tomori, Tóth, Bódi, Korsós. Vor einigen Jahren gab es viele Kreuzbandrisse in der Juniorenmannschaft von FTC, Győr aber hat jetzt noch mehr. Görbicz und Planéta hatten auch Knieverletzungen, die aber nicht mit der Kreuzband, sondern etwas anderes.

    Und wenn der zweite kein CL Spielen will , bekommt dann der dritte die Möglichkeit ? So wie National der dritte Aufsteigen kann wenn der zweite oder erste nicht will .


    Nein, es ist nicht möglich. Wenn eine der berechtigten sich in die CL nicht anmeldet, ihr Verband verliert diesen Platz.