Beiträge von Germanicus

    https://www.ihf.info/sites/default/…DF?n=1576352819

    Laut der offiziellen Statistik wurde Naidzinavicius 6 Stunden und 40 Minuten, Minevskaja 3 Stunden und 25 Minuten eingesetzt, es ist fasst genau 2:1.
    Trefferquote:
    Naidzinavicius 20/57 (35%), ohne 7m: 18/53 (34%)
    Minevskaja: 32/49 (65%), ohne 7m: 10/26 (38%)
    Assists:
    Naidzinavicius 27
    Minevskaja 16
    Technische Fehler:
    Naidzinavicius 21
    Minevskaja 8

    Naidzinavicius war allerdings in der Abwehr deutlich besser als Minevskaja, zumindest statistisch.

    Soweit meine ersten Gedanken.


    Ich bin vollständig einverstanden, möchte es nur kurz ergänzen.
    Der Platz 8. ist eigentlich nicht schlect, steht über den Erwartungen. Andererseits war man zweimal ganz nah zum Halbfinale (das in den letzten Sekunden knapp verlorene Spiel gegen Serbien, und das Spiel gegen Norwegen, das nicht so knapp war, aber von einer schweren Niederlage kann auch da keine Rede sein, und ein Remis hätte schon gereicht), und auch danach wer der Platz 7., also die Qualifikation zu einem olympischen Qualifikationsturnier in erreichbarer Nahe, also es ist recht verständlich, dass sowohl die Spielerinnen wie die Fans enttäuscht sind.
    Du, und auch andere hier haben über die Überlastung einiger Stammkräfte geschrieben, völlig zurecht. Insbesondere bei Eimly Bölk und Julia Behnke war eine sinkende Tendenz der Leistung, wohl eine Folge der physichen Überlastung, klar erkennbar. Aber es war auch sehr auffällig, dass die Mannschaft schon in den ersten Minuten des letzten Platzierungsspiels deutlich langsamer, schwächer spielte (mit der Ausnahme einer Spielerin), als am Ende des Spiels gegen Norwegen, obwohl dazwischen gab es sogar einen spielfreien Tag. Die 8-4 Führung war verführerisch: Alicia Stolle leistete 5/5 in den ersten 12 Minuten, aber abgesehen von ihr sah die ganze Mannschaft so aus, als hätten sie am Morgen desselben Tages schon zwei harte Spiele durchspielen müssen.

    Eine wichtige Information: der Spielplan wurde geändert.

    https://www.ihf.info/competitions/w…ches/2019-12-13

    Um 11:30 Ortszeit, d.h. 3:30 MEZ spielen Serbien und Montenegro für den Platz 5.
    Um 14:30 Ortszeit, d.h. 6:30 MEZ spleit Deutschland gegen Schweden für den Platz 7.

    [Blockierte Grafik: http://attus.hu/sites/default/files/kepek/webrol_letoltott_kepek/gerswe.jpg]

    (Oh, ich habe meinen Post so lange bearbeitet, dass Harpiks mittlerweile die gleiche Änderung in einem kürzeren Post schon veröffentlicht hat).

    Deutschland hat noch die Chance, sich für die olympischen Spiele zu qualifizieren. Schweden ist keineswegs unschlagbar. Die Fans müssen am Freitag ein bisschen früher aufstehen als sonst ;)

    (Eine persönliche Anmerkung von mir: gewinnt Deutschland, nehmen die Schwedinnen die Quote aus der EM, und Ungarn bleibt zu Hause. Gewinnt Schweden, die deutschen Mädels bleiben zu Hause, Schweden qualifiziert sich aus dieser WM, und Ungarn nimmt die Quote aus der EM. Also entweder Deutschland, oder Ungarn.
    Gewinnt Deutschland, wird die deutsche Auswahl in Ungarn unbeliebter als je. Und mit ihnen, zusammen, auch ich. So ist das Leben.
    Doch meine Haltung ist auch in diesem, für mich schwierigen Moment ungeändert: wer sich durch die eigene Leistung qualifiziert, ohne die Ergebnisse anderer rechnen zu müssen, verdient es.)

    Was haltet Ihr von einer Handball Akademie für Frauen wie in Holland oder jetzt in der Schweiz? Wäre das nicht auch für Deutschland was?
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    In den Niederlanden gibt's keinen Profihandball. Buchstäblich alle Nationalspielerinnen spielen im Ausland, junge Spielerinnen ziehen spätestens mit 20 ins Ausland. Und sogar nicht nur die Elite, sondern auch die zweite, dritte Reihe. Es gibt Niederländerinnen sogar in der Weststaffel der dritten deutschen Liga. Von der aktuellen niederländischen Junioren, die im Sommer in der U19 EM die Silbermedaille geholt haben, spielen schon Larissa Nüsser und Nyala Krullaars in Dänemark, Sarah Dekker in Deutschland.
    Es ist eine ganz, ganz andere Umbebung als in Deutschland.

    Frankreich hat den President's Cup gewonnen. Soe haben nicht besonders gefeiert... :)

    China hat (mit Heine Jensen) den 23. Platz erobert, durch einen Kantersieg gegen Australien. Die Aussies haben schon in vielen Weltmeisterschaften teilgenommen, aber noch kein Spiel gewonnen. Dieses Mal war es nicht einmal knapp, Niederlagen in zweistelliger Höhe sogar gegen Kuba und China. Es hat, aus meiner Sicht, ziemlich wenig Sinn...

    Man hat das heute leider nicht geschafft, dass beide die Abwehr und der Angriff zugleich funktionieren.
    In der ersten Halbzeit wurden 19 Gegentore kassiert, eine enorme hohe Zahl, nach der Pause hat die Mannschaft die Kreisläuferinnen im Griff bekommen, dazu aber Spielerinnen einsetzen müssen, mit denen im Angriff nichts mehr richtig lief.

    Mir sind diese ganzen was wäre wenn Überlegungen ohnehin immer zu theoretisch.

    Ich warte einfach ab wer sich am Ende dann tatsächlich qualifiziert. Das ist am einfachsten. :hi:


    In Ungarn haben olympische Spiele eine enorme Bedeutung. Alle EM, WM sind, aus der Sicht ungarischer Fans, Vorbereitungs- bzw. Qualifikationsturniere für die nächsten olympischen Spiele. So in den folgenden Tagen sitzen viele ungarische Fans vor dem Bildschirm, berechnen die "benötigten" Ergebnisse, und zittern, dass immer die gewinnen, die gewinnen "müssen".
    Und ja, dementsprechend groß war heute die Enttäuschung, und die Aufregung gegen die "bösen" deutschen Schiedsrichterinnen, die angeblich die so wichtige olympische Qualifikation von Ungarn geräubt hatten.