Beiträge von actionjackson

    sehr gutes Spiel der HSG, insbesondere in der ersten HZ. Gegen Ende des Spiels hat dann etwas die Courage gefehlt bzw. einer der Vorangeht. Endlich, endlich kann ich auch mal was positives über Torbrügge schreiben, der m.E . heute ein wirklich gutes Spiel gemacht hat, vorne wie hinten. Dagegen Lindskog und Björnsen beide der absolute Chancentod. Erste HZ positiv Cavor und Klimpke und dann in der 2.HZ Marinovic mit einem fast perfekten Einstand, aber eben nur fast.

    M.E. hat Wetzlar das im Rahmen seiner Möglichkeiten taktisch sehr clever gemacht und die 2-3 Freiwurf Varianten habe ich heute auch das erste mal gesehen. Das die Löwen nicht zum gewohnten Spiel gefunden haben lag auch an der, über weite Phasen, guten HSG Abwehr.

    Die Ex Wetzlarer zusammen mit 11 Toren, insbesondere Lipovina in der ersten HZ und Kohlbacher mit einer 100% Quote in bekannter Qualität, aber leider nicht mehr für Wetzlar. Fäth haben wir bei uns schon besser gesehen, für die Löwen aber auch in einer anderen Rolle, dann leider mit dem entscheidenden Moment.

    Insgesamt finde ich die HSG auf einem guten Weg, abgesehen von dem schlechten MT Spiel, geht der Trend, wenn auch langsam, nach oben.

    Profunde Handballartikel aus der Region findet man in der Giessener Allgemeinen und die besten stammen von Ralf Waldschmidt, wie dieser von heute:

    https://www.giessener-allgemeine.de/sport/lokalspo…;art1434,486194

    Wetzlarer Baustellen

    Personelle Verluste: Der Krug geht solange zum Brunnen, bis er… Saison für Saison Leistungsträger abgeben zu müssen, auch weil der europäische Markt größer geworden ist und die von der HSG aufgebauten Stars immer früher weggelotst werden, kann nicht ewig ohne Konsequenzen bleiben. Nachwuchskeeper Till Klimpke und das Kreislauf-Duo Lindskog/Torbrügge können nicht einfach mal so die Buric/Kohlbacher-Lücken schließen. Das wäre in Anbetracht der verloren gegangenen Weltklasse utopisch. Wer vergangenes Wochenende beim Gipfel Flensburg gegen Kiel die Ex-Wetzlarer Buric und Wolf zwischen den Pfosten glänzen sah, bekam Tränen in die Augen. Wie Jannik Kohlbacher bei den RN Löwen die Anspiele von Welthandballer Andy Schmid verwertet, ist einzigartig. Doch alles Wehklagen hilft nichts: Null Prozent Kreisläufer-Effektivität und zwölf Prozent Torhüter-Paraden waren nach 27 Minuten ebenso zu wenig wie die 16 Prozent vom Kreis und zwölf Prozent im Tor beim 16:26 (46.). Erst als die Partie längst entschieden war, besserten sich die Daten auf 22 bzw. 20 Prozent. Standard sind doppelt und dreifach so hohe Werte. Auch die Personalie Niko Weber wiegt nun doppelt schwer nach.

    Fehlende Führungsspieler: Es gab sie einmal, Michael Müller, Ivano Balic, Steffen Fäth oder Philipp Weber, die aufgrund ihrer Qualitäten voran gingen und Verantwortung übernahmen. Oder Evars Klesniks, oder Jens Tiedtke hinten drin. Das Team 2018/19 ist auf den Königspositionen und im zentralen Deckungsbereich jünger und unerfahrener. Aber gegen die Nordhessen gaben auch die älteren Jahrgänge Verantwortung ab, waren der höheren individuellen Qualität der Pavlovic’ und Kühns nicht gewachsen. Der Leader auf dem Parkett fehlt, eine der größten Problemfälle für den Trainer.

    Wackelige Abwehr: Im Deckungszentrum hat Trainer Kai Wandschneider zwar viele wechselnde Optionen, auf das Klesniks-Niveau lässt sich aber keine heben. Austeilen? Fehlanzeige! Mit Wattebällchen-Handball kann man allenfalls gegen Bietigheim oder Ludwigshafen etwas ausrichten, bei nur einer Zeitstrafe aber nicht gegen Magdeburg oder Melsungen. Die Torhüter dahinter stehen dadurch all zu oft auf verlorenem Posten.

    Konzentration: Bei allen beschriebenen, auch wirtschaftlich verursachten Defiziten und nachvollziehbaren Standort-Nachteilen sollten wenigstens Körpersprache, Bereitschaft und Konzentration immer zu 1000 (!) Prozent stimmen. Bei vier Gegentreffern in Überzahl, vier wieder bei Melsunger Akteuren gelandeten und verwerteten Abprallern sowie hängenden Köpfen bereits nach dem vergebenen Siebenmeter von Maximilian Holst (40.) oder dem Allendorf-26:16 (46.) sprechen eine andere Sprache.

    Die grün-weiße Wand bröckelt! Die Rittal-Arena im Derby nicht ausverkauft. Zuvor schon jeweils 800 leere Plätze gegen Bietigheim und Magdeburg. Vor allem aber die unübersehbare Lücken auf den Stehrängen, von denen sich die ersten grün-weißen Anhänger bereits nach 51 Minuten beim 20:29 verabschiedeten, stimmen nachdenklich. Aufmunterung nach Spielende kam nur vom harten Kern des Fanklubs. Ist da Identifikation verloren gegangen? Was dramatisch wäre, denn gerade die grün-weiße Wand dürfte in dieser Saison als achter Mann wieder verstärkt gefragt sein.

    Souveräner MT Sieg gegen eine schwache und verunsicherte HSG Truppe. Das gestrige Spiel lässt keinerlei Zweifel offen, wer diese Saison die Nummer 1 in Hessen ist - Glückwunsch zum mehr als verdienten Sieg!

    Auffällig bei der MT ihr neuer Spielmacher Pavlovic mit guten Anspielen, einem geilen eins gegen eins und zudem extrem torgefährlich (6 Treffer). Kühn hat 45 Minuten getroffen, wie er wollte (8 Treffer). Bei dem Rest hat eine durchschnittliche Leistung gereicht, um eine sehr schwache HSG Mannschaft in Schach zu halten.

    Klimpke mit guter Leistung, letztlich schuldlos an der deutlichen Niederlage. Die Treffer von Kühn, Lempke und Co hätte auch kein Buric gehalten, dazu war die Abwehrleistung viel zu schwach. Jeder Abpraller ist gefühlt beim Gegner gelandet und im Angriff die bekannten Unzulänglichkeiten der letzten Spiele.

    Kneer, Ferraz, Mirkulovski, Torbrügge, Rubin mehr oder weniger ein Totalausfall. Warum Torbrügge als Kohlbacher Ersatz verpflichtet wurde bleibt mir weiterhin völlig schleierhaft. In der Abwehr noch halbwegs brauchbar, war er gestern am Kreis der absolute Chancentod!

    Am Ende muss man dem Melsunger Trainer dankbar sein, dass er in der 2.HZ durchgewechselt hat, sonst wäre das übel ausgegangen.

    Wetzlar hat eine schwere Saison vor sich, dass wird mit jedem Spiel deutlicher. Leider hat Wandschneider Recht mit seinem Spruch, das die "Handball Realität schneller als mancher glaubt, wieder in Wetzlar vorbeischaut".

    Kein Grund nervös zu werden. Im Moment fehlt das Niveau der vergangenen Jahre am Kreis und im Tor. Was wir hier verloren haben, zeigen eindrucksvoll die Leistung von Buric und Kohlbacher bei ihren neuen Vereinen.

    Ich denke die HSG Fans können die aktuelle Situation ganz gut einschätzen und die Erwartungshaltung war sicherlich nicht, dass der Umbruch völlig reibungslos abläuft.

    Bin jetzt nicht unzufrieden mit der gestrigen HSG Leistung und das Spiel war alles andere als langweilig! Abgesehen von schwachen 10 Minuten in der 1.HZ hat Wetzlar gut mitgehalten und bis zum Schluss Vollgas gegeben. Die ersten 10-15 Minuten waren richtig gut und wenn wir das Niveau dauerhaft spielen können, dann geht auch gegen die top 7 Mannschaften was.

    Magdeburg hatte die bessere TW Leistung und das Tempospiel war schon beeindruckend anzusehen. Ein Sieg hatte ich so oder so nicht erwartet, dafür fehlt es der aktuellen HSG Truppe noch an Kontinuität und Durchschlagskraft, insbesondere über den Kreis.

    HSG Baustellen waren die schwache TW Leistung, beide Kreisläufer ungenügend in der Chancenauswertung und Ferraz leider wieder ein Totalausfall.

    In der Presse war schon was von schlechtem Saisonstart zu lesen, dass sehe ich nicht so! Wenn die Erwartungshaltung nach dem Umbruch der Realität angepasst wird, war die gestrige Leistung 45 Minuten durchaus ermutigend.

    im Lipperland gabs für Wetzlar nix zu holen in den letzten Jahren, ich tippe mal, dass wird sich auch diese Saison nicht ändern. Die HSG noch mit zahlreichen Baustellen und Abstimmungsproblemen in der neu formierten Mannschaft macht hoffentlich einen Schritt nach vorne.

    Lemgo hat eine eingespielte Mannschaft und ist m.E. klarer Favorit

    Ehrlich gesagt hatte ich bei dem Gegner schon mit einem deutlicheren Sieg gerechnet auch wenn die Vorbereitung nicht optimal lief.

    Nicht ein Tor über den Kreis - ich kann mich gar nicht erinnern, wann es das zuletzt in Wetzlar gegeben hat. Wie geschrieben, erstes Spiel, erster Sieg - das zählt und Ivanisevic im Tor hat mir richtig gut gefallen.

    Positiv eigentlich nur die zwei Punkte und die Erkenntnis, dass die HSG wieder einen guten Torwart hat. Zerfahrenes Spiel, viele technische Fehler und Abstimmungsprobleme im ersten Spiel und noch viel Luft nach oben. Die Baustellen waren auch sofort ersichtlich, mangelnder Spielaufbau, kein Spiel über den Kreis und keine einfachen Toren über RR.

    Ivanisevic war bester Mann auf dem Feld, Rubin und Öfors mit einigen guten Szenen. Wetzlar muss kämpfen diese Saison und es gibt noch viel zu tun!

    Bietigheim hat tapfer gekämpf, aber es würde mich sehr überraschen, wenn sie am Ende nicht auf Platz 18/17 stehen werden. Der Kader ist m.E. einfach zu schwach!

    Wie wird sich unser Verein in der anstehenden Saison schlagen?

    Wie jedes Jahr gab es auf der Personalseite eine grosse Fluktuation, Leistungsträger wie Klesnic, Kvist, Kohlbacher und Buric haben den Verein verlassen.

    Wetzlar hat in den letzten Jahren von der sehr guten Torwartleistung gelebt und diese Position ist für mich der Königstransfer, der entscheidend ist, wie gut die nächste Saison für die HSG werden wird. Wetzlar geht hier dieses Jahr volles Risiko ein. Haben in den letzten Jahren Wolff und Buric quasi sofort funktioniert, weiss keiner ob Tabor Ivanisevic es seinen Vorgängern gleichtut. Zumal mit dem jungen Klimpke ein völlig unerfahrener Backup zur Verfügung steht, der sicherlich noch 2 Jahre braucht, bevor er Erstligareife hat.

    Das Kreisspiel war ebenfalls die letzten Jahre ein Erfolgsgarant. Kohlbacher war zuverlässiger Torschütze und Sieben-Meter Generator. Torbrügge ist auf den ersten Blick kein vollwertiger Ersatz, bei der Verpflichtung haben die Verantwortlichen wohl andere Punkte priorisiert. Torbrügge ist ein guter Abwehrspieler und wie zu lesen war, in gewisser Weise ein "Führungsspieler" und erfüllt wohl das Mantra unseres Trainers : Charakter vor Talent! Hier ist meine Hoffnung dass, das Gespann Lindskog/Torbrügge, die Lücke schliessen kann.

    Mit Lenny Rubin für RL hat Wetzlar m.E. eine der interessantesten Verpflichtungen der HBL vorgenommen. Das Rubin, der Angebote aus Magdeburg und Hannover hatte, sich für die HSG entschieden hat, ist eine Auszeichnung für die sehr gute Arbeit der HSG und den erworbenen Ruf in den letzten Jahren. Rubin ist sicherlich kein Fäth oder Weber und wird zudem Zeit benötigen aber mit dieser Verpflichtung hat die HSG wieder einen richtigen Shooter auf RL.

    Mit Björnsen und Holst hat Wetzlar ein überdurchschnittlich gutes Flügelgespann. Weißgerber und Öfors ergänzen das Duo und ich erwarte hier keine Verschlechterung.

    Erwähnenswert finde ich, dass mit Klimpke, Weber, Schreiber und Waldgenbach mittlerweile 4 Spiele aus der Mannschaft des Deutschen A-Jugend Meisters den Sprung in den Kader geschafft haben. Hier bin ich gespannt, ob es gelingen wird, ein Talent zu einem Erstligaspieler zu formen. Klimpke ist auf dem Weg, Weber ist eines der grössten deutschen Talente auf RL, Schreiber ist Spielmacher der Jugendnationalmannschaft. Persönlich tippe ich aber, dass Waldgenbach den Sprung schaffen könnte, er hat die körperlichen Vorraussetzungen um sich zumindest als Backup auf RL durchzusetzen.

    Stefan Kneer wird m.E. neuer Kapitän.

    Die HSG hat m.E. auch diese Saison wieder einen guten Kader zusammengestellt, der konkurrenzfähig ist und eine sportliche Perspektive für einen Mittelfeldplatz hat.


    Wo wir gerade beim Thema sind: Wieso? Kannst du das mal weiter ausführen?
    Für mich hat Handball eindeutig an Stellenwert GEWONNEN durch Sky! Mehrere Spiele gleichzeitig schauen zu können und eine Konferenz zu haben, dazu wirklich JEDES Spiel der eigenen Mannschaft sehen zu können, stellt für mich einen enormen Mehrwert dar, den ich nicht mehr missen möchte.


    tobi_m:

    Die Aussage habe ich rein aus meiner persönlichen Sicht getroffen, ich habe kein Sky Abo und diese Saison lediglich einige Heimspiele der HSG gesehen. Durch den freien Zugriff bei sport1 war dies die letzten Jahre deutlich mehr. Des Weiteren passen die neuen Anwurfzeiten nicht zu meinen beruflichen und familiären "Anforderungen", so dass ich trotz Dauerkarte, nicht alle Heimspiele sehen konnte.

    Saison ist rum, Zeit ein kurzes Fazit zu ziehen.

    Zum Schluss wars ja nochmal interessant, der TUS steigt mit dem letztem Spiel ab und Flensburg wird Meister - wer hätte das gedacht! Die RNL beherrschen 30 Spiele die Klasse und verschenken die DM auf den letzten Metern an die SG und Unten halten Mannschaften mit 15 und 16 Punkten die Klasse.

    Die HSG erreicht mit 30 Punkten einen 11. Platz und jeder hat so das Gefühl, dass da auch mehr drin gewesen wäre. Zuhause eine Macht (20 Punkte) und Auswärts (10 Punkte) ein netter Gast und Punktelieferant. Zweimal gegen Kiel gewonnen und zweimal Unentschieden gegen den TVH bleibt in Erinnerung.

    Spieler der Saison ist für mich eindeutig Ole Scheffert. Stark in der Abwehr und eine Option im Angriff. Auch Lindskog hat sich gut entwickelt und füllt hoffentlich die Lücke am Kreis.

    Die grösste HSG Schwäche war der Rückraum, gute, teilweise sogar sehr gute Spiele von Ferraz, Cavor und Herrmann wechselten sich leider regelmässig mit schwachen Auftritten ab.

    Sky hat die Handballlandschaft verändert, ob zum guten oder schlechten, muss jeder für sich selbst entscheiden. Persönlich hat Handball für mich an Stellenwert verloren und das lag sicherlich nicht an meiner Mannschaft.

    Was bleibt, war auch diese Saison wieder das Heimspielevent - volle Hütte und geile Stimmung bei jedem Spiel macht Handball in Wetzlar einmalig!

    Ach ja und über den Auftritt im Final4 reden wir besser gar nicht mehr :-).

    Schade, dass sich die HSG nicht mit Dominik Mappes einigen konnte - hier hat man m.E. eine Gelegenheit nicht genutzt, einen jungen Spieler aus der Region eine Perspektive aufzuzeigen, aber vlt. wird es ja noch was.

    mehr als verdiente 2 Punkte super :cool: ... aber was war das denn für eine Derby gegen eine Melsunger Mannschaft mit einer Mentalität und Einstellung wie ein Wackelpudding. Da ist mir ein richtiger Fight allemal lieber als gegen so eine gebrochene Mannschaft anzutreten. Da sieht man mal, was die Einstellung im Kopf alles ausmacht - bestes Beispiel Kühn.

    Das Geerken die HSG fast in die Insolvenz getrieben hat, bezweifele ich stark. Er hat das Choas geerbt, welches andere verursacht haben - aber das ist eine andere Geschichte und gehört nicht in den MT Thread.

    Michael Roth nach Trennung von Melsungen: "Das muss ich erst einmal verdauen"

    Roth fällt doch weich, Vertrag läuft noch bis 2020. Wenn ich mir den obigen Artikel durchlese, habe ich den Eindruck, dass Geerken der starke Mann bei der MT ist und wohl auch für die Entlassung treibende Kraft.

    @Gondor: ... es ist Zeit, dass die besonnenen Leistungsträger der Mannschaft mehr zu sagen haben als diejenigen, die die Brechstange und Provokationen salonfähig gemacht haben...

    Das ist das erste mal, dass ich lese, das ein MT Fan sich über die Müller Art negativ äussert - Respekt!

    überraschend aber konsequent, die Saison ist mehr oder weniger gelaufen, jetzt kann Grimm in den restlichen Spielen noch unter Wettkampfbedingungen „üben“ und nächste Saison durchstarten. Bin gespannt auf das Hessenderby am 22.04. - da schauen wir mal was der Grimm so drauf hat und ob er auch der Leitwolf ist und nicht die Müllers

    Geerken fand ich persönlich immer gut, klare Ansage und die Verpflichtungen waren auch nich schlecht. Denke auch, das die Müller Verlängerung eher auf das Konto von Roth gegangen ist.