Beiträge von nuvolo

    Schätzungen des Körpergewichts sind ja im Prinzip Volumenbetrachtungen. Da 7kg mehr oder weniger mit bloßem Anschauen entdecken zu können, halte ich für extrem schwierig, zumal die meisten Argumentationen hier linear oder bestenfalls quadratisch angesetzt sind.

    Vergleicht man einen athletischen Sportler von 1,8m und 81kg mit einem Sportler von 1,98m mit ähnlicher Statur, dann ist der Größenunterschied 10% bzw. 1,1 mal größer!
    Die Querschnitte sind 1,1 zum Quadrat bzw. 1,21 größer und das Volumen 1,1 zum Kubik bzw. 1,331 größer. Somit ist das Gewicht des größeren Athleten mit 108kg völlig normal. Natürlicher Nachteildes größeren Athleten: Seine Bänder haben nur 21% mehr Querschnitt, müssen aber 33% mehr Masse aushalten. Wer da noch Muskelmasse draufpackt, der erhöht dieses Risiko noch. Gerade im Grenzbereich machen diese 10 bis 15 Prozent extrem viel aus.

    22% (11%) mehr Oberschenkelumfang bedeuten 50% (25%) mehr Masse. So Nuancen von 7kg stecken dann man locker allein in etwas ausgeprägterer Oberschenkel- und Gesäßmuskulatur (unter den weiten Shorts) bei diesen Brocken. Das sieht man nicht mit bloßem Hinschauen. Never!

    Aber nochmal: Niklas Kaul 1,9m und nur 90kg. Das reicht für den König der Athleten weltweit. Der springt höher und weiter als jeder Außen, der wirft den Speer fast 80m weit und auf 100m sind 11,2s auch pfeilschnell.

    Aus einem Baena machst du keinen Glandorf. Aber gut, dass Glandorf nicht versucht hat mehr Muskelmasse aufzubauen. Er hatte eine lange Karriere, obwohl gerade er alles riskiert und gegeben hat.

    @letzte User

    Danke und einverstanden.

    Ich hoffe, dass bei einem CL-Sieg von Flensburg niemand penetrant lamentieren wird. Die eine oder andere spitze Formulierung mit Stimmungsbierchen wäre okay. Mehr aber nicht.

    Die EHF hat bisher Glück gehabt. Das Ungemach droht noch. Noch 18 Spiele! Da kann noch viel passieren...

    @Mannheim

    Die Entscheidung den Modus fürs Achtelfinale zu ändern, hätte zur Farce führen können, wenn dann die Gruppenersten über die Coronafalle gestolpert wären. Hier blieb alles "im sportlich fairen Rahmen". Ich hätte mal gerne gesehen, wenn Barcelona im Rückspiel gegen Elverum nicht hätte antreten können, was man dann am Grünen Tisch entschieden hätte. Das hätte zur Farce werden können.

    Ich weiß gar nicht, was du da meinst. Es kommt doch durchaus vor, dass Teams nicht antreten können in sämtlichen Ligen. Wird doch auch immer für den Gegner gewertet.

    Die Farce ist das Corona-Roulette und die Modusänderung am Ende der Gruppenphase. Das hätte gewaltig daneben gehen können. Aber vielleicht erwischt das Corona-Roulette jetzt noch Veszprém oder Paris. Das wäre jewels eine Farce!

    Förde-Möwe

    Nein. Es geht um die letzten 4 Monate

    Vom 21. Februar bis zum Saisonende 27. Juni!

    Kiel 42 maximal ~ alle 3 Tage ein Spiel
    Flensburg 32 maximal ~ alle 4 Tage ein Spiel

    Von den 4 Qualispielen mit ihren Nationalteams sind alle gleichermaßen betroffen!


    Eine Farce hätte vorgelegen, wenn Flensburg ausgeschieden wäre, weil unsere Behörden Zagreb nicht hätte einreisen lassen. Oder noch drastischer, wenn Barcelona im Rückspiel gegen Elverum wegen Corona nicht hätte antreten können und ausgeschieden wäre. Es blieb bisher alles im sportlich fairen Rahmenm

    Glückwunsch zum Viertelfinale. Diese kurze Spielpause kommt zu einem günstigen Zeitpunkt.

    Maximale Anzahl an Spielen vom 21.2-27.6 (inklusive 4 Qualispiele mit der Nationalmannschaft)

    32 Flensburg
    42 Kiel

    Die Spieldichte bleibt zum Saisonende in Kiel deutlich höher.

    Bis zur Wiedervereinigung war die Nationalmannschaft der DDR in den 70er80ern mit 1 Olympiasieg und 2×2. und 2×3. sehr erfolgreich. Die BRD mit 1 Weltmeister 1×4. und Silber bei Olympia insbesondere in den 80ern mit einem sehr bitteren und tristen Jahrzehnt. Vielleicht hätte Jo Deckarm daran was ändern können, denn insbesondere den Rückraumspielern versagten in entscheidenden Spielen die Nerven. Da hatte die DDR ganz klar andere Kaliber, die über lange Zeit funktionierten. Im Tor war Schmidt absolut überragend. Thiel war da nicht besser oder auch nicht schlechter.

    Die DDR-Truppe war mental um Welten stärker als die BRD.

    Im Europapokal gab es in circa 56 Wettbewerben 22 deutsche Erfolge. Hier war das Verhältnis 5 zu 17(DDR,BRD).

    Diese Erfolgsbilanz wurde danach bis heute sogar noch leicht getoppt. In den 3 bzw heute noch 2 europäischen Wettbewerben (den Citycup habe ich nicht mitgezählt) gab es 81 Wettbewerbe mit 35 deutschen Erfolgen. Dominierender Club seit 1990 allerdings ganz klar der FC Barcelona.

    Für Kreisläufer sieht das mit der Muskelmasse teilweise etwas anders aus, obwohl Saugstrup, Pekeler Myrhol, Fabregas ... ja Gegenentwürfe zu den üblichen Koffern sind.

    Wenn man in Bezug auf Athletik mal auf Niklas Kaul schaut, dann ist es erstaunlich, dass er mit 1,90m und nur 90kg im Laufen, Springen und Werfen Leistungen erzielt, von denen jeder Handballer in Summe träumt. Und der wirft den Speer fast 80m weit. Gleichzeitig springt er 2m hoch und fast 8m weit. Ich halte den übertriebenen Aufbau von Muskelmasse für absolut kontraproduktiv und für überdenkenswert im Handball. Machulla hat Röd ja weggelenkt vom Aufbau von Muskelmasse. Der braucht mal ne Pause oder Entlastung. Sonst nichts. Machulla zur Zeit einer der Toptrainer weltweit.


    @Urban: Genau richtig. Einverstanden

    Schobbe

    1 Beitrag bisher hier und völlig richtig. Meistergarant für die RNL war die ABWEHR!!


    Pekeler und Guardiola haben Beton abgerührt und die durchschnittliche Zahl der Gegentore war rekordverdächtig.

    Guardiola abzugeben, war ein extremer Fehler. Er war der Tobias Karlsson der RNL. Das hat Flensburg wesentlich cleverer gelöst.

    Ich weiß es nicht. Ich habe mir die anschließenden Statements nicht mehr reingezogen. Das wäre dann zu viel für mich gewesen. Bin lieber zum Sport gefahren.


    obotrit: Parallel Handball schauen und mit dem Rennrad auf der Rolle fahren. Da kannst du Freude oder diesmal Frust direkt raustreten :hi:

    Mit euren Kreisläufern läuft das nicht gut. Auch Moritz Preuss hab ich mal auf einem Herbstcamp trainiert und kenne ihn gut. Er war in Gummersbach in jungen Jahren bockstark. Schade, dass er diese Leistung nicht mehr abrufen kann.

    obotrit

    Stimmt war etwas redundant von mir. Allerdings war hier im Verlauf des Threads wieder mal, wie so häufig, die Offensive (von Flensburg) als zentrales Analyseelement im Vordergrund. Dass Hens schon sehr früh mehr Querstehen von Flensburg erwartete, stimmt definitiv.

    Plan B von Magdeburg war ja in Überzahl Kleinguppe rechts. Das ging ja nach der roten Karte total in de Hose. Ich fand hier das Verhalten des Kreisläufers, um es etwas vorsichtig zu formulieren, ziemlich unskandinavisch unbeherzt. Wenn die Kreisläufer überhaupt nicht funktionieren, dann wird es mit Alternativplänen aber auch schwierig, wenn man im Rückraum alles auf Stoßen-Rückstoßen ausgerichtet hat.

    Was hat eigentlich Wiegert zu sämtlichen Toren von Wanne in der Schlussphase gesagt? Gab es da Äußerungen oder hab ich da was überlesen?

    Entscheidend war im Spiel auch das plötzliche Pressen auf den Gegenhalben beim dynamischen Parallelstoß von Magdeburg oder sogar die spanische Verteidigung des Gegenhalbverteidigers mit Stoppfoul des RM. Der Mut wurde belohnt Magdeburgs Dynamik war vom Winde verweht, zumal die Kreisläufer von Magdeburg mitden störenden Händen von Flensburg nichts anzufangen wussten.

    Für mich hat Flensburg das Spiel in der Abwehr gewonnen. Die anfängliche Torflut der Magdeburger wurde jäh unterbrochen. Das war der Schlüssel zum Erfolg. Vorne funzte diesmal Mensah und wen wundert es: Wanne.

    Magdeburg ging in der Wanne baden ;)

    Michalczik insgesamt mit der besseren Körpersprache als Andersson, bei dem ich mich mitunter frage ob er eine garantierte Einsatzzeit pro Spiel im Vertrag stehen hat?

    Wer mich in den letzten Wochen begeistert ist Simon Ernst, bei dem es mir immer mehr leid tut, dass er die Füchse verlässt...


    Obwohl ich Simon schon ewig kenne, schaue ich mir seine Spiele momentan selten an. Er hat das Spiel wirklich verstanden. Freut mich riesig jetzt für ihn die positive Kritik hier.

    Durch die rote Karte verlor Magdeburg die Rolle des Jägers. Umgekehrt hatten die Flensburger Spieler nun scheinbar nichts zu verlieren. Für mich war das ein entscheidender Vorteil für Flensburg vor und nach der Pause. Als dann Sögard kurz ausfiel, schien das Ganze zu kippen. Mit ihm kam wieder Wucht ins Spiel. Wieso man aber ausgerechnet Wanne in Serie von Linksaußen einnetzen lässt, bleibt mir ein Rätsel. Das war undiszipliniert vom Deckungsspieler oder gab es da sogar die Vorgabe Wanne werfen zu lassen? Kann ich mir nicht vorstellen.

    Die dickste Hürde ist genommen. Das sieht gut aus für den Favoriten :D