Das kannst Du nur bedingt in einen Zusammenhang bringen. Wenn Du die Masse hast, sie aber konsequent falsch trainiert wird, dann kommt auch nichts nachhaltiges raus. Das Problem ist, dass die deutschen U-Mannschaften oftmals erfolgreich sind und somit suggeriert wird, dass da etwas Gutes nachkommt. Leider findet in der deutschen Ausbildung das freie Spiel mit Entscheidungsfindung kaum noch statt, somit sind die oftmals hervorragenden Jugendspieler im Aktivenbereich dann limitiert, wenn der Gegner einen geplanten Lauf- / Passweg unterbricht.
Welche individuelle Klasse die einzelnen Spieler ab den Halbfinals hatten, das ist überragend und sollte dem deutschen Konzepthandball mit "langem kreuzen, leer links/rechts, Kreisel usw." inzwischen mal die Augen geöffnet haben. Auch die Isis und Kroaten sind uns da noch voraus.
Das Spiel, mit dem uns Juri Knorr begeistert, ist doch nicht dem deutschen Ausbildungssystem geschuldet. Die komplette Spielanlage von ihm ist so unterschiedlich zu allen anderen deutschen Rückraumspielern, so dass es nicht auf das System zurückzuführen ist. Ansonsten müssten zumindest in diesem Landesverband noch mehr mit diesen Fähigkeiten rumlaufen!
Und bevor jetzt alle mit Andi Schmid als Mentor kommen. Sicherlich hat sich Juri Knorr in dem einen Jahr einiges abgeschaut, aber die generelle Spielauffassung und Kreativität war vorher schon existent.
Lieber #gummiball
Diese Diskussion gibt es seit Jahrzehnten.
Und immer hinken wir Deutschen hinter der aktuellen Entwicklung hinterher.
Die ewig Gestrigen trainieren wie in den 80ern.
Egbert Schaffrath (aus Aachen) hat schon 1980 im Jugendbereich 3-2-1 decken lassen. Für sein überwältigendes Engagement mit hunderten Jugendmannschaften (einmal C1 bis C8) erhielt er zwei Mal das Bundesverdienstkreuz. Er war maßgeblich gegen alle Widerstände an der Einführung offensiver Deckungspflicht im Jugendbereich beteiligt!
Schaut man auf das Internat in Dormagen ahnt man wie durch offensiver Decken und extreme technische Ausbildung hsndlungssichere Spieler entwickelt werden könnten wie
MAHE
KÖSTER
ERNST
SUTON
Es sind nur wenige Internate, die es schaffen neben Athletik und Konzept auch Entscheidung und Technik adäquat zu entfalten.
Wer einen Mahe zum Entsetzen aller Mittlrheintrainer wegen mangelnder Körpergröße aussortiert, muss sich über die mangelnde Spielintellegenz bei Auswahlspielern später nicht wundern.
Knorr ist zum Lernen nach Barcelona gegangen.
Ich warte drauf, dass irgendwann der Knoten platzt.
Ein ähnliches Problem hatten die Engländer jahrzehntelang im Fußball. Sie kamen einfach aus ihrem Stereotyp niemals raus.