Beiträge von Handballer2105

    Ich halte das nicht für gewagt. Die Gruppe an Personen, die sich um Handball bei Olympia kümmern, entspricht ungefähr der bei einer Handball-WM. Turniere mal eben ein Jahr nach hinten zu verschieben ist nicht so leicht.

    Beim ersten Post sprachst du noch von den olympischen Spielen, jetzt ist es nur noch Handball bei den olympischen Spielen. Du siehst wohl selber, dass dies ein Riesenunterschied ist.

    Ich will den Aufwand auch gar nicht kleinreden, aber der Aufwand eine WM in einer Bubble auszuführen, ist auch sehr hoch. Und du hast ja selber geschrieben, dass die NBA es unter sehr hohen Kosten organisiert hat. Und es waren weniger Teams.

    Dazu die zusätzliche Belastung in einer schon schwierigen Zeit und das erhöhte Risiko, das das Sicherheitskonzept nicht aufgeht.
    Eigentlich bräuchte man jetzt eine Zusage aller teilnehmenden Landesverbände, dass alle Spieler, Trainer, Betreuer, Offizielle, Physiotherapeuten, ... spätestens am 3.1. in Ägypten sind und sich dort an die vereinbarten Regelungen halten.
    P.S. Das Gleiche gilt natürlich ach für die Schiedsrichter, die Offiziellen und anderes benötigtes Personal.

    Also ich habe noch nichts davon gehört und es sind nur noch 5 Wochen.

    Wie soll man da an eine Bubble glauben? Also ich kann es zur Zeit nicht. Denn eine theoretische Möglichkeit ist noch keine gelebte Praxis.

    Kurz zusammengefasst: (wie geplant) Hoher Aufwand mit einem nicht bekannten Konzept und ungewissen Ausgang versus (Verschiebung um ein Jahr) hoher Aufwand mit hoher Durchführungsgarantie.

    Frag doch mal bei den Organisatoren von Olympia nach, welche weitreichenden Konsequenzen die Verschiebung um ein Jahr hat. Das geht insbesondere im Handball einfach nicht. Da sind dann entweder viele Menschen plötzlich ein Jahr arbeitslos oder müssen ein Jahr länger bezahlt werden. Ihr stellt euch das alles immer so simpel vor, Wahnsinn.


    Natürlich hat es Konsequenzen. Aber Olympia mit einer Handball WM zu vergleichen halte ich für gewagt.

    Bei der WM2020 und der EM2021 stellt es sicher die größten Probleme dar. Aber bei einer WM2022 kann ich mir nicht vorstellen, dass hier ein großes Team schon jetzt beschäftigt ist.

    Arcosh
    Das Argument mit der Teilnahme an internationalen Wettbewerben kann ich nachvollziehen. Da verstehe ich die Vereine auch nicht.
    Ich habe ja auch mehrfach geschrieben, dass man diese für diese Saison aussetzen sollte.

    ... und als weitere Dominosteine würden zukünftige Aussichten auf WM-Gastgeberschaften und in der Folge evtl. auch EMs in Deutschland oder Wild cards für europäische Wettbewerbe kippen.


    Wenn man meint, das Richtige zu tun, sollte man auch bereit sein, die Konsequenzen zu tragen.
    Und was wäre gewonnen, wenn man an der WM teilnimmt und dann im Anschluss die deutsche Meisterschaft nicht zu Ende spielen kann? Und dann? 12 von 20 Bundesligisten insolvent?
    Ein mögliches Szenario, wenn auch nicht das Wahrscheinlichste.
    Aber immer nur vom Best Case auszugehen, kann böse ins Auge gehen.

    Warum? Sind Todesfälle durch Influenza weniger wichtig , als die durch SarsCov 2?
    Oder anders gefragt, warum wird nicht ein PCR Test für Influenza, Rhino, Noro, Herpes und andere gefährliche Viren oder Bakterien wie Pneumo,Staphylokokken etc. entwickelt und ähnlich intensiv damit getestet, um Sterbfälle zu vermeiden?
    Ich wette, dann würden wir dort ebenfalls viele positive Fälle bekommen und damit Menschen, die mit mehreren dieser Erregern, also Sars Cov 2 und anderen in Krankenhäusern oder ITS liegen. Dann hätten wir das Problem der Zuordnung. Welcher Erreger ist für welches Problem, Erkrankungsfall/Sterbefall verantwortlich?
    Wir hören immer, der Prozentsatz an Covid19 Fällen in KH steigt an. Um das sicher sagen zu können, müsste man doch auch auf die anderen möglichen Erreger testen und diese dann als ursächlich ausschließen....
    Auch in den letzten Jahren waren in Blutproben von Erkrankten in 5-20 Prozent der Fällen Coronaviren nachweisbar. Man hat sie aber für nicht bedeutend/ gefährlich genug gehalten, jetzt mit dem PCR Test offenbar schon...


    Das hat doch mit deinem Ursprungspost nur noch wenig zu tun. Dien Ursprungspost warf die Frage auf, warum unterschiedliche Kriterien gelten, ob es noch eine Pandemie ist oder nicht.
    Dein jetziger Post stellt eine ganz andere Frage.
    Auf die habe ich aber keine Antwort. In meinen Augen stellt sie sich zu diesem Zeitpunkt auch noch nicht. Aber für die nach Corona Zeit kann man sich schon fragen, wie wollen wir zukünftig mit den unterschiedlichsten Pandemien umgehen? Welche Kriterien legen wir an? Welche Maßnahmen sollen ergriffen werden, wenn bestimmte oder mehrere Kriterien erfüllt sind.
    Aber zur Zeit dürfte es schwer sein, zu argumentieren, dass Corona nicht so schlimm ist.

    Außer man zweifelt die Zahlen an und verweist auf eine weltweite Verschwörung mit einigen Ausnahmeländern wie Neuseeland.

    Das ist doch keine Antwort auf die Frage, warum man so unterschiedliche Maßstäbe ansetzt.


    Ich denke schon, denn gleiche Maßstäbe setzen auch gleiche Voraussetzungen voraus.
    Dies ist aber bei Grippe und Covid-19 nicht der Fall. Auch in Bezug auf die Teststrategie. Deshalb erwarte ich nicht, dass hier gleiche Maßstäbe angesetzt werden.

    Aber vielleicht übersehe ich ja einen wesentlichen Aspekt.

    ei 9 Prozent waren wir im März auch schon mal(interessanterweise wird beim RKI in bezug auf Influenza bei Werten unter 10 Prozent die "Grippesaison" als beendet erklärt und erst ab 20 Prozent Positivquote von einer "Welle" gesprochen...warum werden da so unterschiedliche Maßstäbe angelegt?)


    Vielleicht weil bei einer Grippe nur (und nicht mal häufig) bei Symptomen geprüft wird.

    Dieser Ost bezieht sich auf den Link von Obotrit mit einem Interview mit Prof. Schrappe mit dem ZDF.

    Das Interview ist ja ziemlich nichtssagend. Das Thesenpapier (die vierte Fassung vom 30.8.2020, was Aktuelleres habe ich nicht gefunden) ist aber sehr interessant zu lesen.

    Aber ich vermute mal, dass sich die Anzahl der Leser bei über 80 Seiten und wenig Bildern arg in Grenzen hält.

    In meinen Augen aber viel relevantes dabei, wenn auch manche Zahlen und deshalb Schlussfolgerungen von der Realität überholt wurden. So argumentiert man viel mit der 1% Positivrate; mittlerweile sind wir aber bei fast 9%.

    Ein weiterer Schwerpunkt ist der Schutz der besonders gefährdeten, hier vor allem der Heimbewohner. Sie fordern einen Schutz unter Beachtung der Würde und Selbstbestimmung. Ich habe aber keine Konkretisierung dieser Forderung gesehen.

    Sie sehen auch eine große Gefahr der Politisierung der Wissenschaft und fordern mehr Transparenz zur Entscheidungsfindung und weg von der "Alternativlosgkeit". Aus ihrer Sicht, und meiner Meinung nach zu recht, sind dafür noch zuviele wichtige Fragen unbeantwortet, wie z.B. wie infektiös sind Kinder.

    Sie sagen aber auch, dass die normalen Mund Nase Masken das Infektionsrisiko um 80% senken. Ein Mindestabstand von 1m hat auch eine meßbare Auswirkung, aber geringer als eine Maske. Deshalb befürworten sie das Tragen einer Maske in geschlossenen Räumen ohne Einschränkung.

    Wie gesagt, das Interview im ZDF ist nicht geeignet, sich ein Urteil über diese Thesen zu bilden. Viel zu kurz und damit auch zu stark verkürzt. Es lässt sich eben nicht alles in 255 Zeichen quetschen.

    Ich kann jedem empfehlen dieses Thesenpapier zu lesen und sich seine eigene Meinung zu bilden.

    Und hier der Link thesenpapier_4_endfass_200830.pdf

    Vom "täglichen Situationsbericht" der RKI Seite! Seit dem 11.11 in der Spalte ganz rechts angegeben. Muss man halt die Summe der letzten Tage nehmen, Aufnahmen/Entlassungen abzüglich der Verstorbenen!


    Ich lese es anders und es gibt auch eine Zahl "Aktuelle Fälle in intensivmedizinischer Behandlung". Da steht zuerst eine Zahl (z.B. +79) und dann in Klammern eine andere Zahl (z.B. 3709). Die erste Zahl ist die Differenz zum Vortag und die zweite Zahl die Patienten mit Covid 19 in intensivmedizinischer Behandlung. Da braucht man nichts mehr abziehen oder addieren. Die Beispiele sind aus dem Lagebericht vom 22.11.2020. Ich habe keinen Lagebericht aud der jüngsten Vergangenheit gesehen, bei der die Zahl zum Vortag nicht gewachsen ist.
    Hier der Link zu der Originaldatei https://www.rki.de/DE/Content/Inf…publicationFile

    Gerade gelesen, das ist ja wie auf dem Basar:

    Dann soll eine Obergrenze von entweder fünf oder bis zehn Personen offenbar unabhängig von der Zahl der beteiligten Haushalte gelten. Der genaue Wert wird noch ausgehandelt.


    Ich rate mal warum: Die Pandemielage ist in Deutschland sehr unterschiedlich. Die nördlichen Bundesländer stehen sehr viel besser da als die Süddeutschen. Man sucht aber nach einer Regel für ganz Deutschland.

    Sollte es so sein, fände ich das Gegenteil eher ungewöhnlich.

    Und wenn wir schon dabei sind: Was würdest du denn entscheiden und warum genau so?

    19.11. 3588 Covid 19 Patienten in der Intensivversorgung
    21.11. 3630
    22.11. 3709
    23.11. 3742

    13% der Betten in der Intensivversorgung werden von Covid 19 Patienten belegt, 63% durch andere Patienten, 24% der Betten sind frei

    Das noch mal zu Baerbocks Äußerung bezüglich der dramatischen Zustände in den Kliniken


    Die Zahlen stimmen zwar alle, spiegeln aber nur einen Aspekt wieder.
    Wenn man den 23.11. nimmt, so wurden von den 3742 Corona Patienten auf der Intensivstation 2161 beatmet, das entspricht 58% aller Covid Patienten.
    Laut 301 Moved Permanently werden 6% aller Covid Positiv Getesteten stationär im Krankenhaus behandelt und ungefähr 2% müssen intensivmedizinisch behandelt werden. In der Regel verbleibt ein Covid 19 Patient 16 Tage (Median) auf der Intensivstation. Siehe https://www.rki.de/DE/Content/Inf…76792bodyText11.
    Laut der gleichen Seite ist der Median zwischen ersten Symptomen und Hospitalisierung 4 Tage und ein weiterer Tag bis zur Intensivstation.
    Nimmt man einfach mal 30.000 Positiv getestete pro Tag an, so haben wir nach 8 Tagen (Annahme 4 Tage zwischen Test und ersten Symptomen) 1800 (6%) neue Patienten im Krankenhaus. Einen Tag später 600 mehr auf der Intensivstation. Multipliziert mal 16 (Median Verweildauer Intensivstation) macht das 9600 Covid 19 Patienten auf den Intensivstation, davon 60% künstlich beatmet.
    Und das alles unter der Annahme, dass die Zahlen konstant bleiben.
    Wenn man aber nichts gemacht hätte, wären die Zahlen weiter stärker als linear gewachsen und die ach so komfortable Situation der Belegung von Intensivbetten hätte sich aufgelöst.

    Wer hat Erklärungen(ausser, dass Maßnahmen wirken, kann man vermuten, aber dann müsste es ja auch weniger Covid 19 Fälle geben)?
    301 Moved Permanently


    Meine Vermutung ist, dass der Rückgang bei den normalen Erkältungen mit Grippesymptomen aufgrund der Maßnahmen stärker zurückgeht als durch Covid 19 hinzukommen.

    Gegenfrage: Warum steigt die Anzahl der Patienten, die auf der Intensivstation künstlich beatmet werden müssen?
    301 Moved Permanently

    Holly
    eine reine Wochenbetrachtung halte ich für problematisch, da hier die natürlichen Schwankungen eine zu große Rolle spielen. Das sieht man ja schon, wenn man nicht den Durchschnitt der vergangenen Jahre betrachtet, sondern sich die Unterschiede zwischen den Jahren anschaut.

    Hier einmal ein Link mit Argumenten und Information über die Aussagekraft eines positiven Tests https://correctiv.org/faktencheck/hi…se-selten-sind/

    Dann hältst du ja den Antigentest für sehr viel aussagekräftiger. Der kommt nun aber viel zu spät. Wahrscheinlich ist der Antigentest positiv während die Person schon nicht mehr ansteckend ist.

    Der Antigentest wird benötigt, wenn man die Durchseuchung feststellen möchte. Die Frage ist dann, wie lange nach einer Infektion sind Antigene noch nachweisbar.

    Ich befürchte für diese Probleme gibt es keine einfachen Antworten.

    handballer: Nuja, wer weiß, vielleicht lauern die Rechteinhaber darauf, Gesamtverträge kündigen zu können, wenn ihnen die EHF durch Gesamtabsagen von Wettbewerben einen Anlass dazu bietet.

    Dann WÄRE es logisch, jetzt als Rechteinhaber unnachgiebig zu sein.


    Klar kann das sein. Die Frage ist aber dann, ob sie damit durchkommen? Ich weiß nicht, wie die Rechtslage aussieht, wenn es einem Partner verunmöglicht wird, eine Leistung zu erbringen. Oder anders ausgedrückt, verliert die ehf ihre Ansprüche gegen die Rechteinhabe, wenn die Regierungen oder die Verwaltungen die Veranstaltungen verbietenß

    Wir können natürlich nur spekulieren, welche Gespräche stattgefunden haben und wenn, welche Alternativen diskutiert wurden. Wenn es diskutiert wurde verstehe ich die Rechteinhaber nicht. Jetzt haben sie das Risiko, dass die richtig interessanten Spiele gar nicht mehr stattfinden.