Ich finde das Thema Playerscore sehr interessant. Allerdings ist der Vergleich mit dem Baseball wenig zielführend.
Beim Baseball hat man eine sehr gut definierte Umgebung und Randbedingungen für die einzelnen Aktionen. Man hat einen Werfer, einen Fänger und einen Schläger in der Grundaufstellung. Dann hat man das Feld mit den Verteidigern und den Läufern. In meinen Augen wenig Varianz. Also auch etwas, was sich dann gut vermessen lässt.
Im Handball fällt mir nur wenige Aktionen ein, die ähnlich einfach zu vermessen sind:
- Der 7m
- Der direkte Wurf des Torhüters ins leere Tor.
Dann gibt es aber viele Aktionen, die sehr schwer zu standardisieren sind. Wie z.B. der rechtzeitige Wechsel zurück zum Torhüter.
Und wie wertet man Aktionen, bei denen der eine Spieler objektiv alles richtig macht, aber sein Mitspieler einen Fehler macht. Also zum Beispiel den Kreisläufer anzuspielen, aber der fängt den Ball nicht. Oder er fängt den Ball und verwirft den Ball. Wird dies für den Anspieler genauso gewertet, als wenn der Kreisläufer den Ball ins Tor geworfen hätte?
Aus meiner Sicht sollte es für die Bewertung des Anspiels keinen Unterschied machen.
Den Punkt mit der Spielzeitabhängigkeit sehe ich ähnlich kritisch wie Paul Jonas.
Und schlussendlich, das Problem wurde auch im Podcast genannt, die einheitliche Bewertung der Situationen. Das kriegen wir ja schon bei den Schiedsrichtern nicht hin. Wenn man hier etwas erreichen will, muss man viele Geld in die Hand nehmen, um die Erfasser zu schulen und die Qualität zu sichern.
Im amerikanischen Baseball mit den Milliardenumsätzen und den einfacheren Randbedingungen funktioniert das. Ob man das in der deutschen Handball Bundesliga hinbekommt bezweifle ich sehr stark.
Bestenfalls wird es das Marketing unterstützen.