Der Weg hat sich mal wieder gelohnt! Vier gute Spiele, davon das Endspiel ähnlich dramatisch und spannend wie 2015.
Nette Menschen getroffen, alles war klasse organisiert, dass Catering wieder spitze.
Im 1. HF hatte der BVB nicht den Hauch einer Chance gegen Buxte. Hinter einer stabilen Abwehr stand beim BSV mit Filter auch eine TW, die sehr schnell in den Köpfen der Schwattgelben war, denn mit ihren Paraden brachte sie die Dortmunderinnen zur Verzweifelung. Ein sicherer 10:15 Halbzeitstand wurde vom BSV bis zur 48 Min. auf 12 Tore ausgebaut (16:28). Am Ende konnte sich Heike Axmann den Luxus leisten, ihrer zweiten Garde viel Spielerlebnis zu ermöglichen, der BSV gewann deutlich mit 23:31.
Das 2. HF war da schon deutlich mehr auf Augenhöhe! Hier konnte die HSG nur beim 0:1, 6:7 und 7:8 in Führung gehen. Ansonsten lag Leverkusen vorne, in der 38. Minute gar mit 5 Toren (17:12). Die Blombergerinnen kämpften sich aber wieder zurück und verkürzten den Abstand auf 2 Tore in der 45. Min. (19:17). Das kurz zuvor genommene "Team Timeout" zeigte jetzt aber Wirkung auf Seiten der Juniorelfen, denn man baute den Vorsprung wieder auf 4 Tore aus. Die HSG konnte zwar noch einmal auf ein Tor herankommen, trotzdem brachte der Elfennachwuchs den verdienten 24:22 (10:9) Sieg sicher zu Ende. Ein Spiel, das von aggressiven Abwehrreihen bestimmt war, hart, aber nie unfair. Ein mit spielentscheidender Faktor war, dass Reckenthäler durch taktische Maßnahmen den Blomberger Angriff vor immer wieder neue Aufgaben gestellt hat. Aus einer sehr offensiven Abwehr, ließ sie Franz und Smits in Manndeckung nehmen. Das störte das Angriffsspiel der HSG doch merklich.
Kleines Finale: Hier präsentierten sich die Dortmunderinnen wacher und mit viel mehr Mut als im HF. Der HSG merkte man anfänglich die tags zuvor erlittene Niederlage deutlich an, man war längst nicht so aggressiv in der Abwehr und vorne fehlte auch die letzte Konsequenz. So war es dann auch, dass der BVB nicht unverdient mit einer 11:13 Führung zum Pausentee ging. In der 2. Hälfte bäumte sich Blomberg dann aber auf und über den Kampf gewann man letztendlich verdient das Spiel um Platz 3. Taktisch war das keine gute Leistung der BVB Bank, denn einen Tag zuvor zeigte Reckenthäler dem BVB eigentlich, wie man durch taktische Maßnahmen verhindert, dass Smits 15 Tore wirft. Sehr schwach besetzt war beim BVB auch die RR Position. Warum man Kockel einen Vertrag für die 1. Liga gegeben hat, diese Antwort blieb sie an diesem WE schuldig. Ein knappes 26:25 reichte der HSG zum 3. Platz. Hier noch mal die besten Wünsche für den Kollegen Fuhr für seine neue Aufgabe in Metzingen!
Das Endspiel war an Dramatik und Spannung nicht zu überbieten. Fridulin hat dazu ja schon was eingestellt, jedoch finde ich es nicht schade, ganz im Gegenteil. Kerstin Reckenthäler hat mit diesem Sieg ein fettes Ausrufezeichen zum (vorläufigen) Abschied als Trainerin der Juniorelfen gesetzt. Es ist eigentlich schon grob fahrlässig, eine Trainerin wie "Keke" als Verantwortliche bei den Juniorelfen abzulösen. Seit vielen Jahren schafft sie es, aus einem zusammengewürfelten Haufen ein Team zu formen, sie in der 3. Liga gut zu platzieren und den Einzug ins final4 zu realisieren, um dort in den letzten Jahren 1. und 2. Plätze zu belegen. Eine unfassbar gute Trainerleistung, ähnlich wie die von Heike Axmann! Ich wünsche "Keke" viel Glück und hoffentlich auch Erfolg bei der neuen Aufgabe als Co bei den Elfen und hoffe für sie, es wird bald 2020. So eine Trainerin hätte ich gerne als Verantwortliche für den Jugendbereich beim BVB gesehen, aber dort sind die verantwortlichen Personen leider ahnungslos und arrogant. Sie wäre die perfekte Lösung gewesen, dort mal Ordnung uns Struktur reinzubringen!