Beiträge von exilberliner

    Zitat von »exilberliner«
    Das Problem ist die Annahme, "das italienische Publikum" hätte abgestimmt. Es ist nunmal so, dass der Songcontest in den unterschiedlichen Ländern auf sehr unterschiedliche Aufmerksamkeit stößt.
    Na ja - diejenigen die an dem Abend gerade zuschauen, sind nun mal gerade "das Publikum".
    Dass eine Show nicht von 100% der Bevölkerung gesehen wird, ist klar.

    Ist ja auch in der Politik so - auch wenn nur 20% zur Wahl gehen, repräsentieren diese Wähler dann den Willen der Bevölkerung...

    Schon klar, aber je mehr Menschen abstimmen, desto eher erhalten wir ein für die Gesamtgesellschaft repräsentatives Ergebnis, und das Ergebnis von Jury um und Telefonabstimmung wird sich zumindest annähern. Wenn die Jury nach bestimmten Kriterien zusammengesetzt ist, z.B. der übertragende Sender seine Promis, Unterhaltungschefs etc. benennt, im Televoting-Publikum aber ein bestimmtes Segment der Bevölkerung (z.B. rumänische Migranten) sehr stark überrepräsentiert ist, kommt es zu stärkeren Abweichungen als in Ländern mit höherer Einschaltquote und damit ausgeglichenerem Publikum.

    Das Problem ist die Annahme, "das italienische Publikum" hätte abgestimmt. Es ist nunmal so, dass der Songcontest in den unterschiedlichen Ländern auf sehr unterschiedliche Aufmerksamkeit stößt. In Italien haben z.B. nur ca. 1,5 Mio. Zuschauer zugesehen, 5 Programme hatten am Samstag abend zur gleichen Zeit eine höhere Einschaltquote. Gesehen wird der Contest dann vor allem von Migranten, und darunter sind in Italien dann viele Rumänen und Moldawier. Wie viele Zuschauer sich dann am Televoting beteiligen, kann man sich ja denken: wenige! Entsprechend repräsentativ ist dann das Ergebnis. In Frankreich oder Spanien wird es ähnlich sein. Der Eindruck, es handle sich um einen echten europäischen Wettbewerb, ist halt nur Illusion und wird in Westeuropa vor allem von den deutschen Medien erzeugt die gerne verschweigen, dass es in sehr vielen großen europäischen Ländern eigentlich niemanden interessiert.

    Glaube ich nicht, das kann Sandström auch gut...

    Gut ist nicht genial (s. aktuelles Tor des Monats...) ;)
    Ich bin aber auch sonst beim 3er-Fuchs, so richtig reale Alternativen sehe ich für Heine nicht, weil ich ihn mir auch nicht im Ausland vorstellen kann. Ich denke eher, man möchte Pflöcke der Identifikation einschlagen und zeigen: seht her, Leute wie Stochl, Baba oder eben Heine, vielleicht auch Smöre, die spielen 10 Jahre für uns, dazu wenn es klappt, die Leute aus eigenem Nachwuchs, und so dann einen Kontrapunkt zu beispielsweise Alba oder den Eisbären, vielleicht sogar zu den Fußballern setzen, wo in Berlin eher ein Hire and Fire von Söldnern angesagt ist.

    Das Problem war dass angesichts der klaren Führung und der klaren Dominanz der Füchse zu früh auf Sparmodus geschaltet wurde und die 2. Garde eingewechselt wurde. Das ging fast noch in die Hose .. aber halt nur fast

    Das Problem ist, dass den Füchsen seit einiger Zeit in dem Moment, wo sie mit größerem Vorsprung führen, der Killer-Instinkt fehlt, den Sack zu zu machen und dem Gegner einer richtige Packung mitzugeben. Hat in dieser Saison bisher nur gegen Hamburg geklappt. Das Gute ist, dass sie in der Regel trotzdem gewinnen.

    In der offiziellen Füchse-Pressemitteilung fehlt dieser Blödsinns-Etat-Satz. Ich traue Bob ja wirklich viel Understatement zu, aber das ist nun zu großer Schwachsinn. Ob da jemand bei dpa gedichtet oder etwas aus anderen Zusammenhängen gebastelt hat?

    Einmal im Spiel? Jede Mannschaft?
    Das ist doch nicht Euer Ernst. Es gibt solche umstrittenen Szenen (es geht ja nur darum, ob ein Ball hinter der Linie war oder nicht) pro Mannschaft vielleicht 1-2x pro Saison. Im Hockey ist das doch eine völlig andere Situation. Beim Handball reicht es doch, wen die Schiedsrichter sich für den unglücklichen Fall, dass der TW zwischen Ball und Torschiedsrichter steht und es wirklich nicht zu erkennen ist, per Video vergewissern können. Wenn das überhaupt notwendig ist.
    Ich finde die Regelung eigentlich ziemlich unspektakulär, und genau so sollte sie auch eingesetzt werden. Nur im Notfall, nur durch die Schiedsrichter, und dann schnell. Alles andere schadet dem Spiel, und zwar massiv.

    Ja, Sieg, aber das war kein gutes Spiel.
    Wetzlar hätte da etwas draus machen können, aber sie haben es zum Glück ziemlich versammelt.
    Die unterirdischste Leistung war meiner Meinung nach der Sport1-Kommentar. Gut, dass den mal zwischendurch jemand abgedreht hat.

    Naja, da lässt sich drüber streiten. Die Spieler, dir den Verein zum Saisonende verlassen, sind ja nicht wirklich tragende Säulen gewesen (nagut Quenstedt mal ausgeschlossen). Und irgendwie wie muss es ja mal gelingen, jüngere und vor allem auch deutsche Spieler in die Mannschaft zu integrieren. Ich denke, dass genau da die Verbesserung in Zukunft liegt, da man nun entwicklungsfähige Spieler verpflichtet hat, die noch nicht mitten im Leben stehen und ihren Vertrag "aussitzen". Außerdem erreicht man meiner Meinung nach eine höhere Akzeptanz in der heimischen Bevölkerung, da man nun nicht mehr nur Ausländer hat, auf die Jugend setzt etc...

    Sehe ich auch so. An der Platzierung in der Tabelle wird sich wahrscheinlich so schnell nichts ändern. Aber der TuS hatte - zumindest für mich, der das ganze von außen sieht - bis jetzt schon ein ziemliches Mittelklassen-Söldnertruppen-Immage. Ich bin ganz guter Dinge, dass sich das unter Beuchler erheblich ändert. So kann man wahrscheinlich mit einer ganz anderen Perspektive arbeiten. Auch wenn jetzt die Riesenerfolge nicht zu erwarten sind, wird sich der Kurs mittelfristig bezahlt machen. Und kurzfristig glaube ich nicht, dass viel schief gehen kann.

    Nein im Ernst:
    Man muss an der Spitze das eine tun (Stars verpflichten, um eine schlagkräftige und attraktive Mannschaft zu haben) ohne das andere zu vernachlässigen (sich um eine gute Nachwuchsarbeit bemühen - da wo es geht). Dass letzteres alleine nicht ausreicht, ist völlig klar, weil selbst mittelfristig nicht abzusehen ist, ob die Sache zum Erfolg führt. Es hängt von viel zu vielen unsicheren Faktoren ab, ob und wie sich Nachwuchsspieler entwickeln, ob ihr Niveau ausreicht, ob es die Mannschaft sportlich wirklich weiter bringt. Deshalb ist es auch schwierig, Spitzenmannschaften, die ja gerade auch vom Erfolg im Hier und Jetzt leben (sonst gibt es kein Morgen) vorzuwerfen, sie würden es nicht schaffen, Talente zu integrieren.
    Was aber nicht geht: Hoffnungsvolle Talente aufkaufen und dann auf der Bank versauern lassen. Dann ist das Talent auch bald kein Talent mehr.