Playoffs sind dann sinnvoll, wenn man eine Meisterschaft mit mehreren Staffeln hat. Sportlich ist es dann sehr sinnvoll, weil man damit ausgleichen kann, dass die Staffeln nicht ganz auf dem gleichen Niveau sind.
Spannend könnte ich mir zum Beispiel auch Playoffs (oder -downs je nach Betrachtungsweise) zwischen den letzten 3 der ersten und den ersten drei der zweiten Bundesliga vorstellen (auch wenn das auch wieder nicht dem Playoff-Prinzip im eigentlichen Sinne entspräche, sondern eher eine Entscheidungsrunde wäre).
In einer eingleisigen Liga sind sie sportlich Nonsens. Erhöhte Aufmerksamkeit hätten sie allenfalls ab dem Halbfinale, da ist man dem Saisonfinale im Stadion schon wieder ziemlich nahe. Da sie aber sehr kurzfristig terminiert werden müssten, wäre das mit der stärkeren medialen Präsenz schwierig (könnte ja dann ein Fußball-Viertliegaspiel parallel stattfinden...). Und irgendwie passt der ganze Modus nicht zum Handball. Letztes Jahr haben wir ja nun, wie forderfuchs richtig feststellt, gezwungenermaßen ziemlich oft Flensburg-Hamburg gesehen. Ich fand das auch irgendwann zu viel. Zweimal kurz hintereinander Minden-Kiel (Pokal und Meisterschaft) war auch nicht so der Bringer (zugegebenermaßen keine sehr wahrscheinliche Playoff-Konstellation, aber eine etwaige Paarung 1-6 wäre wahrscheinlich auch mäßig spannender). Ich hoffe, man überlegt es sich noch einmal. Wenn der Modus sonst nach 2 Jahren wieder geändert wird, weil es doch nicht so recht was bringt, ist der Flurschaden umso größer.