Gerechtes Unenentschieden. Natürlich war die letzte Szene wieder ein Aufreger. Ich würde mal salomonisch sagen: Das Glück des Tüchtigen. Einen sonst fälligen 7m muss man ja auch erst mal halten. Ansonsten die Erkenntnis: Wenn alle vier halben so gut wie ausfallen sieht das Spiel schnell nach Gurkenspiel aus (auch wenn es das zumindest in der ersten HZ sicher nicht war).
Beiträge von exilberliner
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Holst von Grosswallstadt nach Wetzlar --> Schmidt von Wetzlar nach Mannheim --> Gensheimer von Mannheim nach Kiel --> Klein als Janssen-Nachfolger von Kiel nach Hamburg
Eggert bleibt entweder in Flensburg oder geht nach Paris
Das ist ein sehr realistisches Szenario. Allein Klein in Hamburg kann ich mir noch nicht so richtig vorstellen, für ihn wäre das natürlich gut, aber ob das für Hamburg eine echte sportliche Perspektive ist?
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In der Abwehr deckt er meist auch nur auf Außen und braucht dort keine besonderen Fähigkeiten.
Wobei es einige deutsche Außenspieler gibt, die in der Deckung deutlich variabel einsetzbar sind. Mit fallen sofort Löffler, Flohr, Kehrmann ein. Wenn man die Statistik nochmal in Angriff und Abwehr unterteilen würde, wäre vermutlich zu sehen, dass sich das Phänomen im Angriff viel stärker ausgeprägt ist als in der Abwehr.
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Ü40 Torhüter ok, das mit der "Masse" sehe ich auch ein. Es ist mir nur ein Rätsel, wie man bei täglichem Training unter professionellen Bedingungen mit mitte 20 so aussehen kann. Masse kann ja auch durchaus austrainiert sein. Das macht so manche Couch-Potato eine bessere Figur!
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Beim Lesen der Zeitung bin ich heute auf einen Bericht vom Basketball-Spiel Telekom-Baskets Bonn - Bayern München gestoßen. So weit - so uninteressant. Allerdings hat mich das mitgelieferte Bild etwas geschockt: BBL, 1.Spieltag: Roundup: Bayern kommt mit blauem Auge davon - Sport Mehrsport Basketball
Es geht um den körperlichen Eindruck der Nr. 54 der Bayern, John Bryant. Ist das nur ein besonders unglückliches Foto, oder kann man mit so einem Körper wirklich Basketball auf Bundesliga-Niveau spielen? Schließlich gilt er als einer der besten Spieler der Liga! Gibt es ähnliche Fälle im Handball (aktuell wohl kaum - aber historisch)? -
Stimmt, hatten wir schon. Es geht mir auch nicht mehr um den konkreten Fall, damit kann ich wie gesagt, gut leben. sondern um die prinzipielle Einstellung.
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Wir haben als Aboabstiegskandidat 6 Jahre die erste Liga gehalten und haben das auch jetzt vor.
Aber wie? Dafür braucht man einen Plan und und Entwicklungsperspektiven. Dazu gehört zwingend, sein Umfeld zu erweitern. Dazu gehört, für gute Spieler attraktiv zu sein. Dazu gehört, seine wirtschaftlichen Möglichkeiten zu verbessern. Man kann sich nicht in seiner Wir-sind ja-so-toll-alle anderen-sind-blöd-in-Erfurt-hat-Handball-keine-Chance-Haltung ergehen, sich ein Jahr lang freuen, wie toll die Stimmung ist obwohl man in fast jedem Spiel eine Klatsche bekommt, und allen anderen Größenwahn vorwerfen. Und wenn man dann absteigt, waren die anderen alle doof. Ehrgeiz und der Wille, sich zu entwickeln, sind doch das wichtigste im Sport überhaupt, im Profisport allemal.
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Basis? Tradition? Fans mit Zugehörigkeitsgefühl, alles egal, hauptsache dicke Hallen.
"Tradition ist nicht die Anbetung der Asche, sondern die Weitergabe des Feuers". (Gustav Mahler?)

(...und Feuer haben wir dringend nötig, sonst können wir uns unseren Handball bald sonstwo hinklemmen...)
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Kann gar nicht sein - der Bult ist doch nach Gummersbach gewechselt, oder?
Stimmt. Unsere neue Spezialität sind Schweden-Happen! Seehr schwer zu verdauen für den Gegner. Im Rückraum servieren wir dazu neuerdings von Zeit zu junges Gemüse, gerne in Kombination mit einem Schlückchen vom gut gereiften Spanier... Wohl bekommt's, liebe Löwen!
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nd unseren Trainer versteht er bei den Auszeiten genausowenig, wie es unsere Spieler tun ...
Ach, sie verstehen ihn vermutlich schon, sie haben nur ab und zu ihrer Meinung nach bessere Ideen, dann wird der Trainer schon mal überstimmt... Aber solange die Punkte eingefahren werden kann es ja nur recht sein!

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@ exilberliner
... da liegst Du aber bezüglich Brandenburg falsch. Kennst Du die herrliche "Brandenburg-Halle" in Frankfurt/Oder? Auch gibt es dort die riesige "Oderland-Halle" (gleich neben an).Ja stimmt, geschrieben ohne richtig nachzudenken. Und natürlich ist die Potsdamer Halle am Luftschiffhafen zwar etwas klein, aber wahrscheinlich auch bundesligatauglich. Was für ein Verrat an meine märkische Heimat zu später Stunde...
Es ist aus finaziellen Gründen einfach nicht machbar. Es rechnet sich nicht. Ich kenne die Hallenmieten und Preise für Dienstleistungen der Erfurter Messe AG. Bei Messen wird doch doppelt abkassiert, einmal vom Aussteller und einmal vom Besucher, das muss man jetzt mal gedanklich auf die Handballveranstaltung "umlegen". In Coburg geht man mit einer "schwarzen Null" aus dem Abenteuer "Heim-Auswärts-Spiel" , in Erfurt mit "tief roten" Zahlen. Wenn die Halle in Coburg ausverkauft ist (könnte mitlerweile schon sein), ist alles für Eisenach gut.
Das ist ja auch das Argument, was ich gelten lasse und gut verstehe, wenn es so ist. Wenn es finanziell nicht machbar ist, dann sollte man auch die Finger davon lassen, und dann machen es die Eisenacher auch richtig. Mir ging es ausgangs unserer kleinen Diskussion hier ja um das Argument "nur Event-Publikum", das ein Handballspiel in Erfurt unmöglich mache. Das halte ich für doof und dabei bleibe ich auch.
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Oder auch der total gefloppte Versuch von Minden, als GWD Minden/Hannover in der TUI-Arena Fuß zu fassen, dito Pfullingen in Stuttgart.
Solche Beispiele zeigen, dass es eben nicht so einfach funktioniert, in eine Großstadt umzuziehen, wenn dort die Fanabse und Identifiaktion fehlt.Also, jetzt gehen aber einige Sachen durcheinander.
1. Es handelt sich um eine vielleicht einmalige, vielleicht mehrmalige, jedenfalls limitierte Aktion.
2. Das völlig durchgeknallte Beispiel GWD in Hannover taugt überhaupt nichts. Hier wurde ja versucht, den ganzen Verein, der ja schon von Dankersen zu einem (Gesamt-) Mindener gemacht wurde, über Landesgrenzen hinweg dauerhaft als Nutzer der TUI-Aren in Hannover zu machen. Das konnte nun wirklich nicht gut gehen, zumal die TI-Arena auch noch über 10000 Zuschauer fasst. Parallele? Allenfalls zum jetzigen Vorgehen mit Coburg, auch da wird über Landesgrenzen hinweg in ein anderes Bundesland gegangen. Mit einer Spielverlegung nach Erfurt ist dieser Größenwahn überhaupt nicht zu vergleichen.
3. Wenn überhaupt sollte man sich den Umzug von Burgdorf von Hannover und von Melsungen nach Kassel ansehen. Beide sind noch nicht richtig in der jeweiligen Stadt angekommen, bekommen bei einigen Spielen aber solide 4000 Zuschauer hin. Das ist nicht schlecht, und mit ein wenig langem Atem werden sie sich weiter etablieren, trotz sportlicher Konkurrenz in beiden Städten. Natürlich trifft Kirchturm auf Großstadt mit allen Problemen, aber als gescheitert würde ich es nicht ansehen. Mit einer besseren Halle sehe ich in Hannover (die Swiss-Life-Hall ist schon ziemlich fürchterlich) durchaus noch Potential, die TUI-Arena ist sicherlich auf Dauer noch zu groß und bliebt vor allem ein finanzielles Risiko. Für Kassel kann ich es weniger einschätzen.
Beides, Kassel und Hannover, sind wohlgemerkt dauerhafte Umzüge. Trotzdem macht man sie ja nicht rückgängig und hat seine Gründe dafür.
4. Wo um alles in der Welt ist in Coburg die Fanbase und die Identifikation für Eisenach? Dort, in Franken, sollen die Voraussetzungen dafür vielversprechender sein als in der thüringischen Landeshauptstadt? Ich kann es mir nicht vorstellen.Dennoch sehe ich, vor allem nach den Beschreibungen von Rick, natürich die missliche Lage. Eigentlich hat jede Entscheidung mehr Nachteile als Vorteile. Es ist schon ein sportpolitischer Skandal, dass es in einem ganzen Bundesland keine bundelsligataugliche Halle für Ballsportarten gibt. Wo ist das schon noch der Fall? (in Brandenburg wahrscheinlich..). Wollen wir hoffen, dass sich eine Lösung ergibt, falls Eisenach die Klasse hält (was mich im Übrigen sehr freuen würde, denn ich wünsche mir auch unbedingt mehr Bundesligahandball im Osten - aber ich fang jetzt nicht damit an was ich unter diesem Gesichtspunkt von Coburg halte). Und die Lösung wird wohl eine Mutige sein müssen.
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ich hoffe unser isländischer Trainer hat sich eine Maßnahme ausgedacht, auf die euer isländischer Trainer keine Antwort weiß
Ich hoffe das. In dieser Saison hat er sich gegen Hamburg und Flensburg ja auch etwas ausgedacht und zweimal hat es nach Rückstand immerhin noch zum Unentschieden gereicht. Dagur, enttäusche mich nicht!

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Rick
Du magst ja in vielem Recht haben. Es geht mir ganz sicher nicht darum, kleinere Vereine aus der HBL zu kegeln - ganz im Gegenteil, ich bin öfter in den Hallen in Lemgo, Minden oder Lübbecke anzutreffen und verfolge diese Kleinstadt- und Dorfmannschaften mit großem Wohlwollen - sie sind eine Bereicherung für die Liga und halten eine große Tradition aufrecht. Meine Lust auf Halle/Westfalen für ein Lemgo-Spiel ist sehr begrenzt und Handball im Fußballstadion halte ich für kompletten Schwachsinn. Ich bin für Leben in der traditionellen und einmaligen Handballprovinz - aber gegen Kirchturmdenken und Wagenburgmentalität.
Die optimale Lösung für Euch ist ja auch sicherlich, das sagst du auch, in Eisenach zu bleiben, und, falls alles richtig gut läuft und man es sich leisten kann, eine neue Halle zu bauen. Jetzt geht es darum, ein oder einige Spiele als Zwischenlösung woanders auszutragen.
Nur:
Die Lösung gegen den HSV lautet: Coburg. 125 km entfernt, anderes Bundesland, Halle kaum größer.
Und meine Frage lautet: Was vergibt man sich dabei, in der eigenen Landeshauptstadt, nur knapp die Hälfte der Strecke entfernt, für den eigenen Verein zunächst einmalig, und bei evtl. Erfolg mehrmalig, für den Handball zu werben? "Da kommt nur Eventpublikum, das die Regeln nicht versteht" ist keine Begründung. Was verspricht man sich denn vom Coburger Publikum? Exakte Regelkunde und Sachverstand mag ja vorhanden sein, nur werden DAS nun wirklich keine Thüringer Handballfans. Und dass das ganze dann nicht im Fernsehen übertragen wird: Nenne mir eine Begründung, warum man ein Handballspiel aus Coburg bundesweit übertragen soll, bei dem vermutlich eine Mannschaft (Eisenach) für die sich schon 50 km weiter in Erfurt nach deinen Worten niemand interessiert (woran man auch nichts ändern will) vom amtieren Champions-League-Sieger kräftig vermöbelt wird.
Nein, da beißt sich die Katze in den Schwanz.
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Ich lese Widersprüchliches in meinen Teeblättern.
Ja, Flensburg ist Favorit. Oh, Lemgo gewinnt.Mit dieser Einschätzung kann ich schon eher etwas anfangen!

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Laut dieser Seite hier: Messehalle 1 (Mehrzweckhalle) f黵 Messen, Kongresse, Konzerte und Events - Messe Erfurt GmbH scheint die Halle ja sehr variabel zu sein. Vielleicht ist sie für Handballspiele auch gar nicht gut geeignet etc. Ich kenne die Verhältnisse nicht und mag es nicht beurteilen. Kann sein, dass selbst für eine einmalige Aktion das Geld fehlt, dann geht es eben nicht. Ich finde nur deine Argumentation, Rick, in Erfurt würde man "nur Event-Publikum" erreichen, dass man nicht wolle weil es nichts vom Handball verstünde und den Schluss, dass man stattdessen lieber nach Coburg geht, für hasenherzig. Ich bin der Meinung, dass die jetzt gefundene Lösung weder für den Handball in Thüringen noch für Bundesligahandball in Deutschland insgesamt etwas bringt, sondern vielmehr den Eindruck von Provinzialität verfestigt. Ich würde mir hier mehr Mut wünschen, und die Bereitschaft, Notlösungen nicht als Erfolg zu verkaufen. Der Handball wird sonst den Aufmerksamkeits-Wettbewerb gegen Mitbewerbersportarten wie Basketball und Eishockey sehr schnell verloren haben.
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aber nach den letzten Leistungen ein Spiel auf Augenhöhe, in dem Kleinigkeiten entscheiden können
Das glaube ich nicht. Flensburg hat immer noch deutlich andere Möglichkeiten und Voraussetzungen als Lemgo. Sie haben sich zuletzt zu Hause ein Unentschieden von den Füchsen abtrotzen lassen - ok: aber das bedeutet jetzt nicht dass Lemgo nur Kleinigkeiten von Flensburg entfernt ist. Es braucht schon eine grottenschlechte Leistung der Flensburger bei gleichzeitiger Euphoriewelle der Lemgoer in der heimischen Halle- wie bei den letzten beiden Heimspielen der Lemgoer gegen Flensburg. Und das Vertrauen auf das Gesetz der Serie. Also keine Kleinigkeiten sondern eine Großwetterlage mit massivem Sturmtief über Flensburg.
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Einzig beim Ausweichort Erfurt habe ich eine gefestigte Meinung. Und die sieht so aus, dass bei einer 7.000 Mann fassenden Messehalle leider viele Eventfans kommen würden, die nicht den Unterschied zwischen Rot nach 3 Zeitstrafen und einer Disqualifikation mit Bericht kennen würden. Ergo verliert man den Heimvorteil. Und das liegt daran, dass Erfurt meiner Meinung nach einfach keine Handballhochburg ist, obwohl paadoxerweise der amtierende Champion der Frauen dort seinen Vereinssitz hat.
Tut mir leid, aber ich verstehe diese Verzagtheit nicht. Natürlich kenne ich mich mit den konkreten Thüringer Gegebenheiten nicht aus. Aber: Erfurt ist Landeshauptstadt, nicht so weit von Eisenach entfernt und hat zwei Handball-Spitzenvereine. Eine Halle mit 7000 Plätzen ist natürlich vor allem im Moment etwas groß, aber mittelfristig das, wo man hin sollte gemessen an der Tatsache, dass 2000 Zuschauer nicht der Anspruch sein sollte. Stattdessen geht man in eine weitere Kleinstadt, anderes Bundesland, hunderte Kilometer entfernt und wartet auf den Kuscheleffekt. Am Ende beklagt man sich über fehlende TV-Präsenz, an der die bösen Sender Schuld sind. Ja wieso eigentlich, wenn schon in ERFURT keiner mehr die Eisenacher sehen will? Wenn Erfurt keine Handballhochburg ist, dann gibt es eine Mission: Erfurt zum Handballstandort zu machen. Es kommt nur Event-Publikum? Event-Publikum ist besser als kein Publikum, und irgendwann wird daraus ein sich auskennendes Publikum. Für den Heimvorteil ist es egal, wenn es bei der roten Karte in Wallung kommt, ob es sich um 3x 2min oder um eine Karte mit Bericht handelt. Und wenn das Publikum die erste Zeit kommt um den Gegner zu sehen: Das ist nunmal so, wenn man eine Standort etablieren will. Irgendwann kommen sie, um die eigene Mannschaft zu sehen, man muss da eben erst mal durch.
Natürlich kann man das nicht übers Knie brechen. Aber man muss anfangen. Warum nicht ein Spiel in Erfurt. Thüringer Jugendmannschaften bekommen massenhaft Freikarten (die kennen sich auch mit den Regeln aus). Ganz Erfurt wird mit Plakaten zugeknallt, Sport1 kommt und überträgt (vielleicht). Am Ende gibt es eine Klatsche gegen Hamburg aber was solls? Im besten Falle wäre Aufmerksamkeit erzeugt und man kann darüber nachdenken, ob man es wiederholt. Vielleicht wird ja was draus, vielleicht nicht. Was hingegen wären jetzt die konkreten Perspektiven, die ein Spiel in Coburg eröffnet? Wir diskutieren in einem anderen Thread, was die Bundesliga attraktiver machen könnte. Eine Klatsche für Eisenach gegen Hamburg in Coburg, von der niemand Notiz nimmt? Ich glaube nicht. -
Naja, ich glaube nicht dass die CL-Plätze schon jetzt vergeben werden
Ich glaube schon, dass die CL-Plätze genau in diesen Spielen vergeben werden! Wo sonst? Denn es sind genau diese Punkte die hinterher entscheiden werden, ob man auf Platz 3, 4 oder 5 stehen wird, und beide Mannschaften sind für diese Plätze gut. Wer hier gewinnt, macht richtige Bigpoints, die der jeweils andere erst mal wieder aufholen muss.