Das was ich noch dazu geschrieben habe ist natürlich Ausdruck dafür das meine Geduld für diese Art Diskussion am Ende ist. Es wird in dieser Saison gefühlt in jedem Spiel über Last-Minute-Entscheidungen der Schiris diskutiert, das ist fast schon ein Reflex. In den meisten Fällen sind das aber 50:50-Dinger und selbst wenn nicht, gilt das was ich sonst über den Spielverlauf schreibe. Berlin kann diese Spiele schon vor der Schlussminute gewinnen, haben sie aber nicht.
D'accord, sehe ich im Prinzip auch so. Es ist natürlich aber auch so, dass es in dieser Saison nun schon einige von diesen knappen Dingern gab, dass die immer im Fernsehen kommen, die Moderatoren ihren spontanen Senf dazu geben und des Spielern und Offiziellen zwei Sekunden später ein Mikrofon unter die Nase gehalten wird (wobei selten Sinnvolles herauskommt).
Mal sehen was Bob heute oder morgen in seiner Kolumne schreibt, in der Regel (ich glaube auch letzte Woche) sieht er es nach einmal Schlafen deutlich differenzierter.
Sigurdsson schätze ich als Trainer sehr, gerade weil er nicht nur im Vorfeld, sondern auch am Spielfeldrand oft sehr schnell sehr richtige Entscheidungen trifft. Da hatte er aber gestern nicht seinen besten Tag, und er er wird zunehmend dünnhäutiger. Daran muss er arbeiten, denn ein Trainer seiner Klasse hat so spontane emotionale Ausbrüche nicht nötig.
Grundsätzlich haben wir meiner Meinung nach in der Liga inzwischen ein Rumpelstilzchen-Coaching-Problem. Ich finde, die Trainer, auch die Spieler, dürfen sich an Meckereien zu viel erlauben. Eigentlich alle Trainer der Spitzenmannschaften sind da sehr gut dabei (gut, Vranjes kommt immer etwas cooler rüber...). Das war mal anders, und ich habe am Handball immer geschätzt, dass es sehr viel disziplinierter zuging als bspw. im Fußball. Vielleicht sollte man da wieder hin (zum Beispiel mit konsequenteren Zeitstrafen wegen Meckerns, die Füchse haben gestern erfahren, wie weh das tut). Und nach dem Spiel... nun gut, Sport lebt auch von den Emotionen. Es wäre nur schön, wenn ab einem bestimmten Punkt spontane Meinungsäußerung und reflektierte Analyse bzw. Berichterstattung einsetzen würden. Die Sportschau ist dafür aber auch selbst verantwortlich.
Ich für meinen Teil würde jedenfalls lieber über das Spiel als über die emotionalen Ausbrüche nach dem Spiel zu diskutieren.