Beiträge von exilberliner

    Wählt man die Region nur groß genug, dann liegen irgendwann auch Berlin und Magdeburg drin.

    Es gibt vor allem handballtechnisch gesehen nicht viel zwischen Berlin und Magdeburg... :D
    Aber aus Berliner Sicht wäre ein richtiges Derby natürlich ein Spiel gegen eine andere Berliner Mannschaft oder einem Brandenburger Verein. Dafür muss man sich in Oranienburg oder Potsdam aber noch richtig anstrengen...

    Wäre eigentlich eine Partie zwischen Kiel und Rostock ein Ostsee-Derby?

    Und nun der Oberhammer. Ein DHB Funktionär welcher bei einem Bundesligaverein aktiv ist und auf der Bank sitzt.

    Das ist ja wirklich der Oberhammer! Liegt es vielleicht am Unterschied zwischen Hauptberuf und ehrenamtlicher Tätigkeit?

    Ansonsten bekenne ich:

    Ich treibe mich ja oft bei Auswärtsspielen rum, und vieles ist hartes Brot, vor allem, wenn man verliert (kommt ja bei den Füchsen zur Zeit nicht allzu oft vor...). Nun ja, man muss auch verlieren können, oder?

    Ich finde es gut, wenn Schulklassen eingeladen werden und der ein oder andere Handballfan generiert wird. Wir können wirklich jeden gebrauchen, gilt auch in Wetzlar!

    Ich finde es super, dass ein Spiel gegen Wetzlar fast ausverkauft ist. Eingeladene Kinder kann ich gut verkraften, und der numerische Rahmen wurde schon beschrieben. Ich finde es auch schön, wenn ganze Familien kommen, auch wenn Mutti oder Söhnchen mal noch nicht so viel Ahnung von Handball haben. Hast Du schon mal ein Spiel in, sagen wir, Minden gesehen, mit einem Block voll Möchtegern-Hooligans und zwei Dutzend sich ereifernden Rentnern in einer halb gefüllten Halle? (Liebe Mindener, das kann auch irgendwo anders sein). Oder ein Pokalspiel in einer O2-World mit geschossenem Oberrang und unten halb besetzten Rängen? (kann auch gerne ein live übertragenes Länderspiel sein). Ist dir das lieber?

    Kann man eigentlich in Wetzlar auch ein klein wenig stolz sein, so viele Zuschauer zu ziehen und dann och einen achtbaren Kampf zu liefern?

    Fragen über Fragen....

    Ich freue mich derweil auf das nächste Fuchsbau-Spiel mit vollem Haus.

    Ich habe das Spiel ja (leider) gar nicht gesehen, weil ich keine Zeit hatte, nach Lemgo zu kommen. Mein Eindruck beim durchschollen durch den Liveticker war aber, dass sich in der Phase, in der der TBV der das Spiel gedreht hat, eine wichtige, vielleicht entscheidende Rolle gespielt hat. Deshalb war meine Frage wirklich als Frage gemeint.

    Es ist die fünfte Station. Beim TVG war er einer der Leistungsträger in der Rückrunde und das nach einem Kreuzbandriss. Der Mann ist sehr jung nach Deutschland gekommen. Ich glaube das ist ein guter Fang und wenn er nicht wieder mit Verletzungen zu kämpfen hat werden wir noch viel gutes von ihm sehen. Wen ersetzt er in Burgdorf? Ist Mocsai verletzt?

    Ja, ist er. Aber auch ohne Verletzung hatte Burgdorf meiner Meinung nach ein Problem mit der Durchschlagskraft auf RR. Ich traue Karason zu, dass ersuch da durchsetzt und wir einiges von ihm sehen. In jedem Fall ein guter Wechsel für ihn und für Burgdorf!

    Bei den Füchsen standen eigentlich nur Jaszka, Petersen und Zachrisson auf der Platte. Das hat dann gerade mal gereicht. Endlich dürfen die Füchse in letzter Sekunde auch Glück haben. Heute haben Horak und Nielsen an allen Ecken gefehlt, aber das war nicht ausschlaggebend. Es war einfach nicht genügend Konzentration und Präsenz da. Als in den letzten paar Minuten Igropulo und Heinevetter dann doch auch meinten, etwas mitspielen zu müssen, wurde das Spiel umgebogen. Nettelstedt fand ich gar nicht so stark, von wegen "gut gekämpft" - dann hätten sie das Spiel nach Hause gebracht - auch da haben die Füchse Glück gehabt. Gabor Langhans in guter Form, der scheint angekommen zu sein. Und unser guter Ex Ramón hätte uns fast den Rest gegeben. Schön für die beiden und letztlich gut für uns.

    Und bei aller Freude darüber, dass die Füchse als einziges Topteam eine "Nachwuchsstrategie" für die erste Mannschaft zu haben scheinen, müssen wir auch feststellen, dass auf Topniveau (also in den echten Spitzenspielen) die Einsatzzeiten der jungen (DEUTSCHEN) Spieler doch derzeit auch noch arg gering sind. Jonas Thümmler oder Paul Drux standen da bisher nichtmal auf dem Spielbericht und Fabian Wiede kam i.d.R. zu Minuteneinsätzen, damit Tino Luft holen konnte. Man sollte sich in Berlin jetzt dafür nicht zu sehr selber über den grünen Klee loben.

    Also, dass finde ich jetzt einerseits etwas untertrieben und andrerseits falsch adressiert. Dass Jonas Thümmler bisher nicht auf dem Spielbericht stand, stimmt einfach nicht. Ähnlich wie bei Richwien und Löffler traf es ihn bei kompletten 15er-Kader manchmal hinter der Bank sitzen zu bleiben. Er hatte aber bei einigen Spielen seine Spielanteile. Fabi Wiede und Igropulo kommen in etwa auf einen Anteil 1/3 zu 2/3, sowohl was Spielanteile als auch was Tore betrifft. Das ist für die erste Saison im Profiteam nun wahrlich nicht wenig. Und Paul Drux ist in dieser Saison eigentlich noch gar nicht vorgesehen, sondern soll nur punktuell reinschnuppern.
    Und: "Man" lobt ja nicht "sich" über den "grünen Klee", sondern die Sache kam ja von der Handballwoche, Bob war eher bemüht, Thümmler für sein Deckungsverhalten zu kritisieren und Sigurdsson spricht nicht allzu viel darüber sondern macht lieber. Und die Anhänger (s. Du und ich) sehen es ja eher differenziert.

    Übrigens: Selbst die SG FL-H stand vor noch gar nicht so langer Zeit in einem Buli Spiel komplett mit deutschen (Feld)Spielern auf der Platte.

    Konkret daran kann ich mich zwar nicht erinnern (die Flensburg-Experten wissen es sicher besser), aber das allein schaffen auch andere Mannschaften. Mit Sicherheit Lemgo, wahrscheinlich auch Balingen und so mancher Kurzzeit-Besucher der Bundesliga. Der Unterschied ist wohl der, dass die in der Handballwoche genannte (und am Spieltag über weite Strecken so auf dem Platz gestandene) Mannschaft aus teilweise sehr jungen deutschen Nachwuchsspielern derzeit den Eindruck vermittelt, in der Bundesliga eine Rolle spielen zu können.
    Trotzdem erfreuen wir Berliner uns ja auch an anderen Spielern wie Nielsen und Zachrisson, die ja nun auch alles andere als "alte Hasen" sind. Und Publikumsliebling Stochl wurde gerade zur Legende ausgerufen und Spielerpersönlichkeiten wie Jaszka gehören praktisch zum Inventar - sicherlich auch über Berlin hinaus, und wer will sie missen? Man sollte das eine tun ohne das andere zu lassen.

    Was haltet ihr von der Aktion der Handballwoche, die "Mannschaft des Spieltags" komplett mit Füchse-Spielern zu besetzen? Statement oder Übertreibung? Ich bin da hin- und hergerissen. Ja, die jungen Spieler bringen eine Super-Leistung. Ja, sie haben 19 Tore gegen das Tabellenschlusslicht geworfen (aber nur, wenn man Colja Löffler, der zwar aus dem eigenen Nachwuchs kommt, aber inzwischen seit über 2 Jahren in der BuLi-Mannschaft spielt, mitzählt). Ich bin begeistert davon, wie die Jugend integriert wird, wie sie sich schlägt und einfügt. Aber dieses Gerede von "Nur deutschen Spielern auf dem Feld" geht mir auch auf die Nerven. Das sollte doch nun wirklich auch nicht der Maßstab sein und klingt ziemlich schal. Natürlich kann man auch gute Mannschaften aus "nur deutschen Spielern" zusammenbauen. Aber wozu? Andererseits wird mit dem Statement "Mannschaft des Spieltags" die Betonung auf "Mannschaft" gelegt - und hier sind die Füchse inzwischen in der Lage, mit eigenen Nachwuchskräften eine ansehnliche und konkurrenzfähige Mannschaft auf die Platte zu bringen, in der der eigene Nachwuchs nicht nur Beiwerk ist. Was sagt ihr?

    Und: wer zwischen CL und Handball hin- und hergezappt hat, weiß jetzt sicherlich, welches der mit großem Abstand interessantere Fernsehsport ist. Handball.

    Obwohl, es hat doch alles gepasst - nach dem Handballspiel einschließlich Jicha-Interview auf Fußball umgeschaltet, gleich das einzige Tor gesehen und den Abend bei einem Bier entspannt ausklingen lassen... War also alles dabei!

    Es gibt nicht Wenige in Berlin, die eine solche Situation schon seit geraumer Zeit befürchtet und sich deshalb auch über die überraschend geringen Einsatzzeiten von Jonas Thümmler gewundert haben.

    Wäre ich böse, würde ich sagen: "Auf der Tribüne ist er gut und bringt seine Leistung, auf dem Feld drücken wir ihm die Daumen"

    Na ja, die schwedischen Neuzugänge sind halt ziemlich eingeschlagen. Auch ein arrivierter Spieler wie Markus Richwien kommt derzeit an Zachrisson nicht vorbei und hat wenig Einsatzzeiten. Dann kann man das von Jonas in seiner ersten "richtigen" Saison wohl kaum verlangen. Vielleicht kommt da so ein Spiel für den Jungen genau richtig. Auswärtsspiel, nicht das einfachste, aber sicher auch nicht das schwerste. Ich wünsche mir, dass er die Chance nutzt sich zu präsentieren und glaube, dass er das im Verbund mit Colja Löffler, der ihn sicher hinten wie vorne entlasten wird, gut machen wird.

    Tante Edit weist daraufhin, dass ein gewisser Evgeni Pevnov bis dato völlig widererwartend eigentlich gar nicht vermißt wurde. Gut, Iker und Pevnov waren eine Augenweide, aber ansonsten ....

    Das liegt vor allem auch darin begründet, dass Pevnov von einem gewissen Herrn P. in G. gerade zum Abwehrspezialisten umgeschult wird und dabei wenig Gelegenheit hat, sich außer durch rote Karten in Szene zu setzen. Ich finde, das ist gerade ein richtiger Rückschritt für Effe und hoffe nur, dass er bald eine Rolle bekommt, in der er sich weiter entwickeln kann,