Ich frage mich, wer eigentlich im Moment das operative Geschäft in Hamburg führt. Es stand zu lesen, Liekefett sei noch zeichnungsberechtigt, aber das klingt nicht so, als ob er aktiv mit Spielern oder potenziellen Trainern verhandelt. Wer kümmert sich eigentlich darum, dass der HSV Hamburg in wenigen Wochen mit Trainer und neuen Spielern antreten kann? Eigentlich ist doch diese Woche dafür entscheidend, ein Großteil der BuLi-Mannschaften wird nächste Woche ins Mannschaftstraining einsteigen.
Beiträge von exilberliner
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Ich wünsche Martin Schwalb gute Besserung und Gottes Segen.
Ich auch. Das ist alles nur noch schlimm. Wer kann diesen Hamburger Irrsinn stoppen? Es macht alles keinen Sinn, und jetzt nehmen auch noch Menschen Schaden. Das kann so doch nicht weitergehen...
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Langsam zeichnet sich ab, dass die ganze Geschichte ein ziemlicher Phyrrussieg für den HSV werden könnte:
Aufsichtsrat weg, Trainer weg, Geschäftsführer weg, ein Fanclub weg, kein hinreichender Kader. Natürlich sind all diese Posten zu ersetzen, aber: Wer auch immer sie einnimmt ist doch eigentlich von vornherein diskreditiert.
Welcher Trainer mit Bundesligaqualitäten ist eigentlich auf den Markt? Und wer lässt sich von Rudolphs Gnaden inthronisieren?
Welcher Spieler kann eigentlich unter diesen Umständen geholt werden? Das geht eigentlich nur gegen viel Geld oder bei sehr großer Verzweiflung. Die üblichen Floskeln ("Bin gespannt auf ein interessantes Projekt", "das Umfeld des Vereins überzeugt mich und passt hervorragend zu meiner persönlichen Situation", "der Verein bietet mir ein hervorragendes Gesamtpaket" etc.) würde niemand einem Trainer oder einem Spieler als Begründung für einen Wechsel nach Hamburg abnehmen. Als Begründung, beim HSV anzuheuern, kann eigentlich nur "Ich brauche schnell Kohle, dafür gehe ich auch das Risiko ein, dass ich sie morgen nicht mehr bekomme" oder "Mich will ja niemand anders" gelten. Bin mal gespannt, ob überhaupt alle ausgelaufenen Verträge verlängert werden können. Und ob Spieler, die eigentlich auch Angebote von anderen Vereinen haben (Nilsson, Mahé), werden jetzt auch nicht gerade von der Situation motiviert, in Hamburg weiterzumachen.
Und dazu kommt noch die alte Frage: Welche Geldgeber steigen eigentlich ein, solange Rudolph das Sagen hat? Letztlich finanziert jeder Euro, den man in den Verein steckt, doch nur Rudolphs Eitelkeit.
Und dann Rudolph selbst: Sein Verhalten hat doch pathologische Züge. Wer lässt sich denn auf die geschäftliche und persönliche Zusammenarbeit mit einen Menschen ein, der so unberechenbar ist. Wer hilft diesem Mann eigentlich? (und das meine ich ernst und nicht provokant).
Ich bin sehr gespannt, ob und wer in nächster Zeit noch Freude an diesem formalen Sieg von Dienstag hat. -
Wenn Magdeburg in der Nord-, Bremen in der West- und Gummersbach in der Oststaffel spielt sollte man endlich dese Bezeichnungen abschaffen bzw. durch Nummern oder Buchstaben ersetzen.

Gute Idee! Ich wäre für die Buchstaben N, S, O und W..

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Ich finde, die Erklärung der HBL ist ein Schritt in die richtige Richtung. Immerhin geht man auf die kritische Öffentlichkeit zu, vermutlich auch nicht ganz unbeeindruckt von den Kommentaren hier im Forum.
Eine Frage, dich sich mir stellt: Wer entscheidet eigentlich, ob das, was der HSV bis zum 1.7. vorbringt, nun ausreicht oder nicht? Und ist diese Entscheidung dann wieder rechtssicher, oder folgen weitere juristische Auseinandersetzungen?
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Das Hamburger Abendblatt nennt erstmals Begründungen:
ZitatSo weise das Urteil in den ersten Instanzen nicht nur formale und inhaltliche Unstimmigkeiten auf. Auch sei gegen den Grundsatz der Gleichbehandlung verstoßen worden. Anderen Vereinen sei in vergleichbaren Situationen die Chance eingeräumt worden, die wirtschaftliche Leistungsfähigkeit zu einem späteren Zeitpunkt nachzuweisen.
Quelle:
http://www.abendblatt.de/sport/hsv-hand…er-der-HBL.html
Naja, Verfahrensfehler werden nur ehr vage erwähnt. Und sollte wirklich die Nachlässigkeit vergangener Jahre als Referenz herangezogen worden sein? Dan wäre ja über Jahre eine laxe Praxis der Lizenzvergabe in Stein gemeißelt.... -
Ich fantasiere es mir zu fortgeschrittener Stunde jetzt so zusammen:
Die HBL konnte bisher den Hamburgern bisher, trotz bestem Willen die Lizenz nicht erteilen. Die Zahlen sprachen einfach dagegen.
Nun hat der HSV in der Zwischenzeit aber mit der Alexander-Otto-Stiftung einen Player gefunden, der kurzfristig für die Verbindlichkeiten einstehen kann und wird (entspricht dem Stiftungsziel, die Sportstadt Hamburg zu fördern). Die Entscheidung der HBL ist aber schon gefallen. Was tun? Man verkauft den Sinneswandel der HBL als Entscheidung des Schiedsgerichts, wobei der Schiedsspruch weit über das hinaus geht, was das Gericht eigentlich entscheiden kann (nämlich nur Verfahrensfragen). Der HSV ist sein kurzfristiges Finanzproblem los und erhält zeitlichen Spielraum, um für neue Sponsoren etc. zu sorgen.
Keine Ahnung, ob es so ist. Aber der Abend ist lang und verwirrend. -
aber ich könnte mir durchaus
vorstellen das der Verein in der zwischenzeit einen Sponsor gefunden hat der das Millionengrab Rudolph irgendwie ausgleicht.zumindest kann man als Fan das herrauslesen wenn im gut informierten Abendblatt steht das ein Alexander Otto dem Verein helfen möchte.
Das habe ich auch gelesen. Es passt besonders gut zu dem mantraartig vorgetragenen Satz, dass vor dem Schiedsgericht keine neuen Fakten mehr vorgebracht werden dürfen, sondern es nur um eventuelle Fehler im Verfahren geht.
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In jedem gerichtlichen Verfahren ist ein Vergleich möglich auch im schiedsgerichtlichen Verfahren
Aber worin besteht denn der Sinn für die HBL, einen Vergleich zu akzeptieren? Entweder es gibt Verfahrensfehler, dann muss die Entscheidung zu Gunsten des HSV ausfallen, oder es gibt sie nicht, dann muss die HBL auch keinen Vergleich eingehen. Wo ist also die "Masse" eines Vergleichs?
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ch bin kein Jurist, aber wenn ich den Sinn des Schiedsgerichtsverfahrens richtig verstanden habe, dann muss es mindestens einen Verfahrensfehler gegeben haben, nur darum ging es ja heute.
So sehe ich das auch. Und diesen Fehler zu nennen, ist ja wohl das Mindeste.
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DKB Handball-Bundesliga Demnach steht Balingen als Absteiger fest, aber bis zum 1. Juli müssen Mittel in Millionenhöhe nachgewiesen werden. Was ist, wenn der HSV das nicht schafft, spielen dann nur 17 Mannsvhaften?Diese Meldung ist doch nur ein weiterer Ausdruck dieser ganzen Farce, die hier abgeht. Abgesehen von der skandalösen Entscheidung ist das doch ein einziges Kommunikations- und Transparenzdesaster. Aber schön, dass sich immerhin der HSV sich schon in der nächsten Woche dazu äußern möchte, wie er bis nächsten Dienstag die fehlende Millionen aufzubringen gedenkt.
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Es gibt doch noch gar keinen Personalvorschlag. Bis der noch nicht da ist, ist doch alles Spekulation. "Hannig kann nicht mit diesem oder jenen", "Hanning springt nicht über seinen Schatten", "Hanning stellt die goldene Generation kalt" - worin lassen sich diese Behauptungen denn bisher konkret festmachen? Hier bringen sich doch nur Leute in Stellung, die befürchten, zu kurz zu kommen.
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Mal ne dumme Frage zu Sigurdsson. Hier wird immer von seiner Fähigkeit, junge Leute zu entwickeln gesprochen. Wen hat er denn wirklich nach vorne gebracht? Thümmler? Nein, spielt zwangsweise, Drux? Wurde in der Jugend herangeführt, die Liga ist noch viel zu hoch, spielt meist aus Verletzungsgründen, gleiches gilt für Wiede, der ist allerdings ein Talent, das es auch unter anderen Trainern schaffen kann. Löffler, ok.
Pevnov hat geschmissen, Riechwin wurde geschmissen, Sellin wurde geschmissen. Mit der Bilanz von Jugendintegration können andere Bundesligatrainer locker mithalten. Zudem halte ich seine Dauerschwafelei mit den Schiedsrichtern für ärgerlicher als das Getanze von Schwalb. Der hält wenigstens seine Spieler zurück, wenn Dagur in Rage kommt, schimpfen alle mit einschließlich Scheffel, da hat Hanning schon oft eine verzweifelte Mine auf. Wenn man überlegt, wie alle über Heiner hergefallen sind, als er einmal etwas wütend auf die Unparteiischen losgegangen ist...
Ach je, Brooks, dass du und Sigurdsson keine Freunde mehr werdet, ist schon klar - ist auch nicht schlimm, es muss ja nicht jeder jeden mögen. Was du aber schreibst, ist zum Teil schon daneben.
Es gibt neben Wiede schlicht keinen Spieler in der Bundesliga, der in der letzten Saison so nahtlos in in eine Erstligamannschaft integriert wurde wie er. Man vergisst sehr schnell, dass er gerade die erste Männersaison hinter sich hat. Das hat viel mit Talent zu tun, aber auch, wie mit ihm gearbeitet wird. Sieh dir z.B. mal die körperliche Entwicklung an, aber auch das Vertrauen, dass ihm gegeben wird. Oft hat er wichtige Tore gemacht - und das geht nur, wenn er als Jungspund auch in brenzligen Situationen auf er Platte steht.
Sellin: Wo wurde er denn entwickelt, wenn nicht in Berlin? Er ist bei den Füchsen namentlich von Sigurdsson vom Jugend- zum Nationalspieler entwickelt worden. Er wurde auch nicht gegangen, sondern er hat von Melsungen ein besseres Angebot bekommen, und das in einer Phase, wo es in Berlin mit ihm gerade einige disziplinarische Probleme mit ihm gab. Es ist zudem völlig klar, dass nicht alle Spieler auf immer und ewig in Berlin bleiben können, sondern sich auch anderswo beweisen müssen.
Drux: Drux ist vom Alter her bis zum 30.6. ein A-Jugend-Spieler. Er hat entsprechend auch erst ab der nächsten Saison einen richtigen Profivertrag. Mal ehrlich: wie viel sollte der denn schon spielen? Punktuelle Einsätze waren völlig ok. Da wurde mehr Integration geleistet, als es bei jeder anderen Mannschaft möglich gewesen wäre. Schließlich tummelten sich auf der Position (zumindest also sie alle noch nicht verletzt waren, und das war Drux dann auch) noch Christophersen, Horak und Romero. Keine schlechte Konkurrenz für einen A-Jugendlichen.
Richwien: Was hat der jetzt mit der Entwicklung junger Leute unter Sigurdsson zu tun? zu tun? Als Dagur Trainer bei den Füchsen wurde, war er bereits ein gestandener Bundesligaprofi. Nicht besser und nicht schlechter als die anderen guten Außen der Liga, gelegentlicher Nationalspieler. Der Grund seines Abgangs ist durch einen blöden verletzungsbedingten Rückschlag zu erklären,der nun den Generationenwechsel auf der Position beschleunigt.
Pevnov: Der hat 12/13 eine richtig gute Saison bei den Füchsen gespielt - man könnte sagen, er hat sich bis zum letzten Jahr gut entwickelt. Damals war nicht auszumachen, wer zwischen Pevnov, Danner und Pekeler das nationale Rennen am Kreis macht. Sein vertragsmäßiger Griff nach den Sternen hat ihn nach Göppingen befördert. Dort konnten die Trainer überhaupt nichts mit ihm anfangen. Resultat: Ohne Sigurdsson steile Entwicklung - und zwar steil nach unten.
Thümmler: Ist ein Talent, aber nicht der Überflieger wie Wiede oder Drux. Welche Mannschaft aus dem oberen Tabellendrittel würde auch so beharrlich mit ihm arbeiten? Wer weiss, wofür es noch gut ist.
Dann wären da noch Zachrisson und Nielsen: Zwei sehr junge Spieler, die nahtlos ins Mannschaftsgefüge eingepasst wurden. Ich denke auch hier, dass der Trainer einen großen Anteil daran hatte, dass sie eine gute erste Bundesligasaison gespielt haben.
Der, bei dem es nicht geklappt hat, ist Jonathan Steinbäcken, der ja auch als Talent nach Berlin gekommen ist. Da er es aber auch in Melsungen nicht gepackt hat, spricht das nicht gegen den Trainer.Unabhängig davon: Ich sehe Sigurdsson nicht als Bundestrainer. Das ist doch nur ein Gerücht, das irgendjemand in die Welt gesetzt hat, und alle haben es abgeschrieben. Warum sollte er das machen?
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Hendrik Pekeler steht bei den Löwen, Göppingen und Hannover hoch im Kurs.
Bei Göppingen? Als 4. Kreisläufer?
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Ich gehe aber mal davon aus, dass die Handvoll von Handballjournalisten ihren Draht zu Hanning haben und es von daher schon einer von diesen wird.
Oder auch nicht. Es sind ja die Namen, die auch hier im Forum oft genannt werden, weil sie einem aus dem einen oder anderen Grund schnell einfallen. Für mich ist das mehr Fischen im Trüben als Information über einen heißen Draht.
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Zitat von »falkenfuchs«
Schon über drei Jahre sind die Füchse an dem Mittelspieler dran, nun haben sie doch noch zugeschlagen...
B.Z. Berlin - Füchse holen Kentin Mahé - Füchse holen Kentin Mahé
Der Boulevard mal wieder. Hanning will sich dazu nicht äußern, die Schlagzeile suggeriert aber, dass Mahé bereits sicher in Berlin unterschrieben hat. Gut, damit richtig zu liegen ist nicht schwer, trotzdem wird der Leser mal wieder astrein in die Irre geführt.
Na ja, "in die Irre" geführt... Ich würde mal sagen: Mit einer größeren Wahrscheinlichkeit Wahrheit, mit einer kleineren Ente - aber sicherlich auf konkreten Informationen fußend. Es wäre ja nun wirklich nicht verwunderlich, wenn die Sache längst durch wäre und nur noch nicht offiziell gemacht wurde. Ich denke, die Sache ist längst entschieden - so oder so. Auffällig ist ja, dass seit dem Lizenzentzug noch kein Spieler offiziell von einem anderen Verein verpflichtet wurde. Und es ist ja nur mehr als unwahrscheinlich, dass die Topstars jetzt alle völlig frei in der Luft hängen, entsprechende Gerüchte, wer wohin geht existieren ja und werden sich vermutlich nach dem endgültigen Aus bewahrheiten oder endgültig dementiert. So lange bewahrt man Stillschweigen... ob nun aus Anstand oder rechtlichen Gründen.
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Nach dieser dürren Pressemeldung
B.Z. Berlin - Füchse holen Kentin Mahé - Füchse holen Kentin Mahé
haben die Füchse es nun doch wahr gemacht und Mahé aus Hamburg verpflichtet. Mal sehen, ob es bestätigt wird.
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Es ist exorbitant, wie sehr die deutsche Mannschaft ein Problem auf RL und RM hat. Auf Außen sind wir sowieso stark besetzt, am Kreis auch (hier fehlt mir Heinl). im Tor haben wir auch Weltklasse-Format (wobei ich Lichtlein für unterschätzt halte. In der Rückrunde war er in meinen Augen stärker als Heinevetter, leider habe ich gerade keine Statistik parat). Auf RR sind wir in der Tiefe wahrscheinlich die stärkste Mannschaft der Welt. Aber auf den anderen beiden Positionen gibt es einfach einen Abfall, der unerklärlich ist. Kein deutscher Spieler dort hat internationales Format. Deshalb würde ich Weinhold auf die Mitte stellen. Auf die Halb Linke gehört wenn dann noch Tim Kneule.
Das stimmt vor allem für RM. Auf HL ist es zwar auch dünn, aber es kommt auch etwas Verletzungspech hinzu. Stünde ein gesundes Duo Kaufmann/Christophersen zur Verfügung, wäre man vielleicht nicht Weltklasse, aber doch recht ordentlich besetzt. Und dann kämen Speler wie Fäth und die junge Garde Lemke, Dissinger und vielleicht bald Drux hinzu.
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Allerdings war bei Eisenach Coburg ja die Ausnahme, hier ist es andersherum, und das irritiert mich...
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Welchen Sinn machen denn die 4 Heimspiele in Erlangen? Also 50/50 könnte ich ja noch verstehen... Ist da die Nürnberger Arena nicht frei? Oder pickt man sich Gegner heraus, die vermeintlich nicht mehr als 1500 Zuschauer ziehen? Und wer sind die armen?