Beiträge von exilberliner

    Also wenn ich das nüchtern durchgehe sehe ich, dass es eine passende Halle in nicht allzu weiter Entfernung gibt. Die Entfernung halte ich für noch zumutbar. Mein bleibt im gleichen Bundesland. Das von Dir genannte Problem sehe ich ehrlich gesagt nicht, ich nenne gerne auch die Gründe: Zunächst handelt es sich um eine Mutmaßung Deinerseits. Die Halle ist "wohl viel zu teuer". Wie teuer ist sie denn nun? Und wem gehört sie? Und wenn das Land doch gewillt ist zu helfen, dann sollte man vielleicht versuchen hier die Miete ein wenig zu drücken. Auch eine Messehalle ist froh, wenn sie 17 Termine dazubekommt. Dort werden anscheinend alle anderen Bedingungen der HBL-Hallenstandards erfüllt. Andere mussten neue Tribünen hinzubauen, siehe Gummersbach, andere müssen eben etwas mehr Hallenmiete zahlen.


    Genau so ist es! Hier sollte man bei den Kommunalverwaltungen, beim Land und bei der Betreibergesellschaft bis auf den letzten Blutstropfen drum kämpfen, dass die Austragung der Heimspiele in der nächsten Saison zu zumutbaren Bedingungen möglich ist!

    Wie kann man sich ernsthaft darüber aufregen, dass ein TV-Sender eine Marke auch nach Außen hin verkaufen möchte und deswegen einheitlich auftritt?

    Ich rege mich nicht darüber auf, es stört mich nur. Und ich finde es unlogisch. Wenn sky mir im Media-Markt seine Produkte verkaufen will, dann ist das schon einsichtig, dass der entsprechende Mitarbeiter im Sky-Werbelook aufläuft - ich soll ihn ja als "den sky-Menschen" wahrnehmen, und nicht als Herbert Meier. Wenn dieses nun auf die Moderatoren im eigentlichen Sinne übertragen wird - meinetwegen (auch wenn ich bspw. bei anderen als Sport-Spartensendern noch keine Nachrichtensprecher oder Moderatoren in Uniform gesehen habe). Bei den Experten finde ich es aber widersinnig: Es ist ja ihre Persönlichkeit, auf die es ankommt. Schwalb ist ja für mich als Ex-Trainer und Ex-Spieler mit seiner Expertise interessant. Im besten Falle vertreten die Experten ja auch ihre persönlichen, vielleicht divergierenden Standpunkte (anders als Moderatoren oder Verkäufer, die keine Standpunkte vertreten). Sie wirken als Individuum und durch ihre persönliche Biographie , deshalb sollten Sie meiner Meinung nach auch als Individuum auftreten.
    Mal ganz abgesehen vom ästhetischen Standpunkt: Was ein Henning Fritz tragen kann, steht einem Heiner Brand nicht unbedingt. Immerhin scheint die Bart-Tracht von der Kleiderordnung betroffen zu sein. ;)
    Mir ist das einfach zu stromlinienförmig, und es erinnert mich optisch eher an einen Parteitag in China als an ein buntes, fröhliches Sportereignis.
    Das nur zur Erklärung. Denn wie gesagt, von diesem Detail abgesehen fand ich die Übertragung genau so gelungen wie meine Vorredner.

    Also ich finde "bis zum letzten Blutstropfen" nicht mehr richtig lustig-- sondern ziemlich bescheuert und daneben.


    Dieser verbale Dünnpfiff ist eine kommunikationspolitisches Armutszeugnis. Was will man damit eigentlich erreichen? Wenn man mit diesem verhandlungstaktischen Feingefühl auch gegenüber politischen und wirtschaftlichen Akteuren agiert, dann wird sich an der Situation auch in den nächsten 20 Jahren nichts ändern. Vielleicht ist das ja ein größeres Problem als die Hallenstandards.

    Dafür kommen ja auch Mansson (für Pekeler), Stenbäcken (für Lemke), Kogut (für Herth), Skroblien (für Bechtloff) und Jonas Maier (für Beutler und Bauer).

    Das ist schon richtig, sonst würde man ja gar keine Spieler mehr haben. Auf allen Positionen sind die Neuzugänge jedoch schlechter als die Abgänge. Ich sehe einen deutlichen Qualitätsverlust. Und man hat schon diese Saison gegen den Abstieg gespielt.

    Ich kann alle eure positiven Urteile zur Ausführlichkeit, Bildqualität, Zeitlupen, Schwalb (das ich das noch mal sagen würde..) etc. unterstreichen.
    Nur ein Detail geht mir mächtig gegen den Strich, und das ist die Uniformierung des Personals. Worin der Sinn besteht, das Schwalb, Fritz und alle anderen identische Krawatten und ein Sakko mit Sky-Emblem tragen müssen, erschließt sich mir nicht. Ich finde, das hat von der Ästhetik her totalitäre Züge. Aber das ist, wie gesagt, nur eine Bemerkung am Rande.

    Habe ein ganz beschissenes Gefühl.

    Und, wie gehts deinem Gefühl heute so? :D

    Glückwunsch an Lemgo, ich freue mich auf ein weiteres Jahr Erstligahandball in Lipperlandhalle! (auch wenn es nicht einfacher wird...) Ich komme gerne weiter!
    Schade für Minden. Aber vielleicht nutzen sie die Chance, sich etwas besser aufzustellen und mit neuem Schwung zurückzukommen.

    Wenn man die letzten Spiele von Minden sieht, dann fragt man sich wirklich, warum diese Mannschaft absteigt. Eigentlich hat sie viel mehr Potenzial, als der Tabellenstand aussagt. Sie war über weite Strecken der Saison, schlecht geführt und gecoacht. Das ist tragisch, hoffentlich lernt man daraus.

    Bei Magdeburg sieht man jetzt, wo die Verletztenliste länger wird, wie sehr man (verdientermaßen endlich einmal) im Gegensatz zum Tabellenumfeld von einer Saison ohne große Ausfälle profitiert hat.

    Danke für diesen Link, der bestätigt, was die Spatzen von den Dächern pfeifen.
    Was soll man sagen: Das ist eine sehr traurige Geschichte. Jaszka ist das Gesicht der Füchse, der Erfolg der letzten Jahre ist untrennbar mit seiner Person verbunden. Umgekehrt ist auch sein Erfolg untrennbar mit dem Weg der Füchse verbunden. Ich hoffe auf einen großen Abschied für ihn, wenn das wirklich alles so kommt.

    Jetzt ist er also in Gummersbach gelandet, der Effe. Ernstzunehmende Gerüchte gab es ja bereits das Wochenende über. Für mich, nach dem Göppingen-Desaster, diesmal eine gute Entscheidung. Er passt gut zu dem Team, wird sich gut weiter entwickeln können, und er wird Gummersbach verstärken. In den letzten Wochen hat er gezeigt, wie sehr er sich in der Abwehr verbessert hat. Ich bin mir sicher, dass der VfL sich hier sowohl einen Leistungs- als auch Sympathieträger geangelt hat. Und Effe hat die zweite Chance genutzt, sich in Würde, gegenseitiger Dankbarkeit und Freundschaft von den Füchsen zu verabschieden. Gut gelaufen für alle Beteiligten!

    Die Tatsache, dass es in einem Bundesland, nämlich Thüringen, nicht eine Sporthalle gibt, die den Standards der HBL entspricht (die so schlimm nicht sind: gut 2000 Zuschauer und zwei Längstribünen), ist ein Ding aus dem Tollhaus. Dass, um es mal konkret zu machen, es ein Bundesland gibt, in der sich keine Sporthalle in der Dimension Kreissporthalle Lübbecke - wahrlich eine bessere Schulsporthalle - findet, das ist schlicht ein sportpolitischer Skandal.
    Umso weniger begreiflich finde ich, dass sich einfach kein kreatives Provisorium finden lassen soll, das übergangsweise die Kriterien erfüllt. Und dabei sollte es ja wohl durchaus möglich sein, Land, Landkreise und Stadt mit in die Pflicht zu nehmen. Irgendeine Idee zum Umbau irgendeiner Halle muss es doch geben. Beispiel Melsungen: Die haben zwar in der Tat den Umbau der Halle nicht selbst finanziert, andererseits hat man hier eine Halle genommen, die vorher gar nicht für den Sportbetrieb gedacht war, die also niemand auf dem Schirm hatte.
    Ich kann mir nicht vorstellen, dass es mit Lobbyarbeit, Klinkenputzen etc. nicht irgendeine Möglichkeit gibt, für 1-2 Spielzeiten Abhilfe zu schaffen. Dass mit der Messe Erfurt bspw. nicht auch mit politischem Nachdruck bessere Konditionen ausgehandelt werden könnten etc. Wenn man wollte, müsste man die Akteure doch mal auf den Pott setzen und vor sich her treiben. Stattdessen instrumentalisiert man den Mangel zur Durchsetzung der eigenen Interessen, nämlich des Status Quo. Von Außen stellt es sich einfach so da: Man will auf Eisenacher Seite NUR die Amman-Halle und auch übergangsweise keine andere Lösung, und das ist für mich das eigentliche Problem.

    Ich kann den Ärger auch verstehen. Natürlich ist es ein enormer Nachteil, wenn man nicht in seiner eigenen Stadt spielen kann. Hier wurde von kommunaler und Landesseite lange geschlafen, private Investoren gibt es anscheinend nicht etc. Die Situation ist ja wirklich nicht einfach. Aber vielleicht sollte man in Eisenach mal die Kommunikations- und Verhandlungsstrategien überdenken. Statt immer nur wie ein trotziges Kind auf dem Boden aufzustampfen ("wir werden um unsere Halle kämpfen" - Pressemitteilung wenige Minuten nach der Entscheidung), sollte man die Wagenburg mal verlassen und konstruktiv zur Lösung des Problems beitragen - Bemühungen darstellen, Kompromisse aufzeigen etc. Der Aufstieg ja nicht überraschend. Und irgendwelche Lösungen (wenn auch keine idealen) gibt es immer, wenn man sich darum bemüht. Schließlich handelt es sich um eine Profi-Liga. Hier drängt sich eher der Eindruck auf, dass man zu keinerlei Zugeständnissen bereit ist in der Hoffnung, seine Maximalposition durchzusetzen.
    Die Hallenstandards an sich notwendig. Es gibt jetzt schon zu viele Hallen, die für eine "stärkste Liga der Welt" wirklich grenzwertig sind.

    Da ist für die OWL-Clubs noch was drin,allerdings kann nur einer oben bleiben, bin da optimistisch, dass wir es schaffen.

    Vielleicht können es la beide noch schaffen, denn in der Lizenzvergabe-Meldung von 12:00 Uhr wird ein Umstand erwähnt, der mir gar nicht klar war:

    Zitat

    Sollte der ThSV Eisenach auf einem der ersten drei Plätze stehen und die Auflage nicht erfüllen, würde laut den Statuten der HBL nicht der Tabellenvierte aufsteigen, sondern der Tabellensechzehnte der 1. Bundesliga in dieser verbleiben.

    Auf der HSV-Facebook-Seite hat einer (ich glaube, es war sogar Lucht, der ehemalige Fanbeauftragte) geschrieben, dass es zwei Hallensprecher gab: einen von Berlin und einen neutralen.


    Der zweite Hallensprecher war, wenn ich es richtig mitbekommen habe, kein in dem Sinne "neutraler" Sprecher, sondern der Hallensprecher der Berlin Volleys. Da man sich ja auch die Halle als Spielstätte teilt, hilft man sich da zwischen den Vereinen schon mal aus. Er hatte, neben den sachlicheren Ansagen, vor allem den Part übernommen, das Publikum in den Pausen zu irgendwelchen Dingen zu animieren. Das bezog sich dann aber immer auf das gesamte Publikum, und die Hamburger haben fleißig mitgemacht. Um speziell das Hamburger Publikum anzuheizen, wurde ja Lucht selbst ans Mikrofon gelassen. Allerdings vor Beginn des Spiels und dann für die Einlaufzeremonie und Vorstellung der Mannschaft, nicht jedoch während des Spiels.

    Ich glaube, die Unterstützung durch die Hamburger Fans ist sehr gut beim Team angekommen, dafür mein Respekt.
    Zum Heimspiel-Charakter: Im Unterschied zu den anderen Final4s gibt es eben keinen neutralen Ausrichter. Die Füchse haben sich diesmal auch nicht darum gerissen - es wollte schlicht niemand anders machen, auch der HSV, die drei anderen Teilnehmer oder Melsungen nicht. Der Veranstalter trägt das volle finanzielle Risiko für die Veranstaltung und muss alles organisieren - bis hin zur Anfertigung eines Pokals und Auslobung des Preisgeldes. Die Gegenleistung ist das Heimrecht. Das Risiko ist hoch, ist die eigene Mannschaft bspw. gar nicht dabei (und das Finale wurde vergeben, bevor die Mannschaften feststanden), ist es ein sicheres Desaster, selbst bei Gewinn des Titels allenfalls ein (finanzielles) Nullsummenspiel. Und der HSV ist ja nicht aufgelaufen wie bei einem gewöhnlichen Auswärtsspiel. schließlich hatte er eine eigene Einlaufzeremonie, einen eigenen Videoeinspieler, riesige Fahnen auf dem Spielfeld und die Vorstellung und Begrüßung der Mannschaft duch den eigenen HSV-Hallensprecher. Es gab auch einen eigenen Fanstand. Bleibt der Hallensprecher während des Spiels und natürlich die Übermacht des Heimpublikums. Diesen psychologischen Vorteil hat man siich erkauft, ganz klar - aber die Spielregeln besagen, dass das jede andere Mannschaft auch möglich gewesen wäre. Insofern ist das nicht unfair. Eine andere Frage ist, ob das insgesamt ein sinnvoller Modus ist. Was, wenn sich mal keine Mannschaft zur Ausrichtung bereit erklärt? Vielleicht sollte die EHF, wenn sie diesen Wettbewerb denn will, auch als Veranstalter fungieren.

    Der MT bringt das einen bundesligaerfahrenen Mittelmann mit Qualität als Ersatz für den verletzten Stammspieler auf dieser Position und danach eine breitere Bank, wenn Fahlgren wieder fit ist. Gleichzeitig nimmt es ihm den Druck schneller wieder gesund werden zu müssen. Der TBV hingegen hat mit Andrej Kogut ja bereits einen Nachfolger verpflichtet und kann einen Spieler von der Gehaltsliste streichen, der wahrscheinlich nur noch von der Bank gekommen wäre. Eine oft zitierte Win-Win-Situation.

    Das sehe ich anders. Melsungen ist ein Verein mit Ambitionen, und um etwas zu reißen, braucht man auch unabhängig von der Frage, ob Fahlgren verletzt ist oder nicht, einen Mittelmann von Klasse. Und das ist Schneider nicht im benötigten Maße. Ich traue ihm nicht zu, eine Mannschaft im internationalen Geschäft souverän zu führen, dafür ist seine Leistung viel zu schwankend. Ich finde auch, dass er sich in Lemgo kaum entwickelt hat. In sofern glaube ich kaum, dass er in Melsungen eine Verstärkung ist - die Mitte bleibt dort, gemessen an den Ansprüchen - relativ schwach besetzt. In Lemgo hingegen scheint die Mannschaft nun total auseinanderzubrechen, da kann man sich eigentlich reinhängen, wie man will: Ich sehe derzeit nicht, wie man eigentlich die nächste Saison im Falle des Klassenerhalts in der 1. Bundesliga bestehen will.

    Wie gesagt, der nächste Schritt wären Klatschpappen. Für gute Stimmung (Paul Jonas, du verstehst hier meine Aussagen definitiv miss. Ich habe nicht gesagt, dass die Choreos Flensburg Punkte bringt, sondern die frenetischen Anfeuerungen) sollte man auch manches in Kauf nehmen.


    Mir sind Familien mit Klatschpappen als Publikum beim Handball sehr viel lieber als herumprollende Schläger - oder Leute, die so tun, als wären sie welche. Und mein Eindruck ist, dass der ganz überwiegende Teil des Handballpublikums in Deutschland das auch so sieht und genau deshalb in die Hallen geht. Und daher liegst du, wie bei all deinen anderen abstrusen Argumenten auch, in Sachen "Support" und wir "helfen dem Verein" auch völlig daneben. Die Leute gehen nicht wegen, sondern trotz solcher Fangruppen in die Halle, und das ist der wirkliche moralische und finanzielle Support der Mannschaften. Und mal ehrlich: "Ultras", "Commando" - das sind doch lächerliche Sandkastenspiele spätpubertärer Möchtegernholigans, die noch keinen Führerschein haben oder für die der letzte Zug aus der großen Stadt zu spät fährt, um sich mit ihren großen Vorbildern im Fußballstadion die Kante zu geben.