In meinen Augen ist es auf zwei sehr einfache Faktoren runterzubrechen, warum Magdeburg dieses Spiel gewonnen hat:
1. Mit Filip Jicha ist der legitime Nachfolger von Alfred Gislaslon am Werk. Hat er die entsprechenden Spieler (gesund) zur Verfügung, dann funktioniert dieser "eine Kreuzung und dann mit Wucht drauf"-Handball. Spielerische Elemente, wie sie von Magnusson, Kristjansson oder auch die Kempa's von Mertens/Hornke, gestern glaube ich kam einer von Bezjak, sieht man in Kiel einfach nicht. Die einzigen Male, wo ich gestern einen Freudenschrei getan habe, war als Zarabec seine Stemmwürfe untergebracht hat und dieses no-look Anspiel an Pekeler gemacht hat. Der Junge ist der einzige in Kiel, der wirklich spielerisch unberechenbar ist. Alles andere kommt m.E. aus dem physischen!
2. Für meine Begriffe hat der THW den Umbruch verpasst. Wenn man sich mal ansieht, das mit Magnus Landin (26 Jahre) und Harald Reinkind (29 Jahre) gerade mal 2 Spieler noch in den 20igern sind. Alle anderen, die gestern gespielt haben, sind 30+. Auf Magdeburger Seite sind, nachdem Chrapkowski und Bezjak rausgenommen wurden
, der Großteil der Spieler halt Mitte 20 und, wie man gestern gesehen hat, nicht nur körperlich sondern auch mental wesentlich fitter unterwegs. Der hochgelobte Kieler Innenblock wusste phasenweise gar nicht, wie man das Kreisläuferspiel auch nur annähernd verteidigen kann.
Gratulation an Magdeburg zu einem komplett souveränen und sowas von abgeklärten Spiel in Kiel, das war sehr beeindruckend und dazu noch schön anzusehen
. Wenn Grafenhorst jetzt noch aufhört, sich ständig als Haken im Arsch von Wiegert bei den "Talkshows" zu präsentieren, dann gibt es nicht mehr viel zu meckern
.
Nikola Bilyk ist 24