Beiträge von Sebi

    Aber das "höchstklassige Spielrecht" (=Lizenz) kann doch nicht vom HSVH auf einen anderen Verein übertragen werden - der HSVH hat ab nächster Saison kein höchstklassiges Spielrecht mehr, was zu übertragen wäre..

    Oder was verstehe ich an dem Konstrukt nicht?


    Ich glaube, in dem Artikel ging es um die Absicherung der Dritt- oder Viertligalizenz des HSV Hamburg e.V. im Falle der zur Insolvenz führenden Schadensersatzforderungen gegen den e.V. Und diese Lizenz könnte dann im Rahmen einer SG (Spielgemeinschaft) auf den anderen Partner übertragen werden.

    Zitat

    Richtig cooler Spieler. Torgefährlich, allerdings mit 1,86m auch kein Shooter, eher einer, der spielerische Lösungen sucht. Wie Aflitulin eigentlich, vielleicht etwas vielseitiger, weil er sowohl Siebenmeter als auch Abwehr kann. Bei der letzten Weltmeisterschaft mit 21 Toren in 7 Spielen, bei 68% Trefferquote. Wer ihn sehen will, kann sich die 22:36 - Niederlage der Tschechen gegen Schweden anschauen, da war er bester Tscheche und erzielte 5 Treffer. Ich schätze mal, für Aflitulin bedeutet das das Aus? Oder kommt Babak als RL, wenn Dragas keine Rolle mehr spielt ?


    Hm, die Zukunft von Viktor Szilagyi ist ja nicht geklärt. Er hat keinen Vertrag für nächste Saison. Daher könnte ich mir vorstellen, dass man mit Aflitulin, Babak und Oelze in die nächste Saison geht und Szilagyi eigentlich nur noch passiv hält? Also für die alles entscheidenden Situationen?

    Wie wäre es mit einer Entschlackung des Spielplans der Champions League? Denn die HBL funktioniert als Produkt ähnlich gut wie die CL. Warum also groß etwas daran ändern?

    Eine Erhöhung des Kaders auf 16 Spieler wäre aus meiner Sicht hilfreich. Gegebenenfalls muss einer der Spieler ein deutscher Spieler unter 23 sein... Allein das Training mit den Profis wird ja schon einiges bringen.

    Ich glaube, wir kommen da an die Grenze der Begriffsdefinition von Sport. Schach wird ja auch als Sport bezeichnet, auch wenn der Spieler nicht zwingend selber die Figuren bewegen muss. Auch ein Instrument zu spielen hat einen sportlichen Aspekt, weil auch hier die mentale Stärke und das körperliche Können zusammen kommen. Und wenn wir schon dabei sind alle Handwerksberufe ein Zusammenspiel aus körperlichen Fähigkeiten und Konzentrationsfähigkeit. Oder muss dann der Wettbewerb dazu, um etwas zum Sport zu machen? Bei der Musik gibt es den Wettbewerb zwar nicht über messbare Ergebnisse, aber über die sehr wohl über die Publikumsgunst ablesbare Leistung. Und ein guter Handwerker verdient auch besser, weil er vielleicht schneller oder akkurater arbeitet. Da sind schon viele Parallelen. Für Sport würde ich eingrenzen wollen, dass es sich um eine körperliche Aktivität handelt, die nur in sich selbst eine Vergleichsmöglichkeit bietet, wenn also kein Produkt dabei rauskommt. Und die Bewegung muss schon der elementare Bestandteil sein, so dass ein Instrument spielen kein Sport, Tanzen hingegen durchaus Sport ist. Und dann sind wir bei Schach, Billard, Autorennen, Schießen etc. oder eben Darts, wo die geistige Leistung einen weit entscheidenderen Anteil hat als die körperliche Leistung. Da tue ich mich auch schwer mit der Einordnung als Sportart, weil für mich Sport als Hauptanteil die körperliche (Bewegungs)-Leistung beinhaltet. Womit ich in keinster Weise die Leistungen in diesen Bereichen schmälern will.


    Ich stelle einfach mal einen Gegenentwurf auf:
    Sport kann Spiel und / oder Bewegung umfassen und darf, wie Du richtig gesagt hast, nicht mit dem Zweck der reinen Fortbewegung (eine 42km Wanderung von A nach B ist nicht zwingend ein Marathon im sportlichen Sinne) oder der Erstellung einer Ware oder Dienstleistung einhergehen. Weiterhin ist für mich der Wettkampf zwingender Bestandteil und gleichzeitig hinreichendes Kriterium für Sport. Das schließt für mich Musik und Tanzen in der Disko aus, die Teilnahme an einem Tanzwettkampf hingegen ist sehr wohl Sport. Musik betrachte ich als eine Art Erbringung einer künstlerischen Dienstleistung auf höchstem Niveau, ähnlich wie Theater.

    Wer selbst einmal intensiv Schach oder Snooker gespielt hat, wird hoffentlich nicht der Meinung sein, dass beides nicht anstrengend wäre. Ganz im Gegenteil bin ich nach 3 Stunden Billard häufig angestrengter als nach 2 Stunden einer anderen Sportart. Die geistige Anstrengung ist meines Erachtens nicht zu Unterschätzen.

    Na da führt aus meiner Sicht nach fünf von 13 Sätzen aber der falsche...

    Auf geht's, Gaaaaaarrrrryyyyyyy!

    Tante Edith sagt:
    Gary Anderson schafft es, seinen WM-Titel zu verteidigen. Glückwunsch an den sympathischen Schotten!

    Das Hessenderby wurde vom HR im Livestream übertraen :)


    Wohl allen Sendern, die nicht im Einzugsgebiet des WDR liegen. Die haben deutlich keinerlei Interesse am Handball.

    Wobei sich zumindest unsere regionalen Nachrichten im WDR langsam dahingehend entwickeln, dass der Bergische HC zumindest existiert.

    Aber genau da liegt doch der Hase im Pfeffer: DU interessierst Dich ohnehin für Handball und bist bereit, dafür zu bezahlen. Aber wenn nichtmals die deutschen Spiele einer WM im frei empfangbaren TV übertragen werden, wirst Du die Leute nicht in die Hallen der Liga bekommen. Die Ligen brauchen aber die Nationalmannschaft, nur so wirst Du Nachwuchshandballer generieren, wenn die Eltern mit Handball nichts am Hut haben. Ansonsten droht uns irgendwann eine inzestuöse Handball-Gesellschaft, die ich nicht als erstrebenswert ansehe.

    Unterschätze im Fußball die Bedeutung der Sportschau nicht. Der Handball findet nicht vergleichbar öffentlich statt, auch wenn es keine Live-Bilder gibt (Fußball: Doppelpass, Spieltagsanalyse, Sportschau, Sport im Dritten usw...; Handball: Kreisab auf Youtube).

    Die Liga braucht die Nationalmannschaft, die Nationalmannschaft braucht Nachwuchs. Nachwuchs generiert man nur mit allgegenwärtigen 'Helden'. Und die sind im besten Falle barrierefrei verfügbar.

    Ich bekomme Sport1 nicht 'kostenlos', sondern durch Werbung finanziert, auch wenn ich außer den Kabelgebühren nichts unmittelbar ausgeben muss. Und für den Handball insgesamt ist es sicher positiv, regelmäßig im frei empfangbaren TV sichtbar zu sein, denn nur so wird man ein gewisses Maß an Wachstum erzielen.

    Man nimmt Bitter aber trotzdem ab, das er an das glaubt was er erzählt. So gut wie er diese Saison nach wie vor ist, wird er neben Lindberg derjenige sein der die besten Angebote bekommen dürfte.


    Aber wer sollte ihn holen (und bezahlen)? Kiel hat zwei gute Keeper, Flensburg, Berlin, Melsungen scheinen ebenfalls zufrieden. Mir fielen spontan Hannover, Wetzlar oder ähnliches ein. Aber ob da sportlicher Anspruch mit Gehaltsvorstellungen zusammen passen?

    Was mich immer etwas stört, ist die suggerierte Prämisse, dass der HSV mit einem superduper Kader angetreten sei. Es wurden in den letzten beiden Jahren viele Leistungsträger abgegeben (verkauft oder nicht verlängert) und Gehaltseinbußen ausgehandelt. Die meisten sind 33+ und 24-. Man kann ohne Untertreibung durchaus von einer Überraschungsmannschaft sprechen.

    Rein nominell müsste der HSV - so alles bezahlt ist - um Platz 8 oder 9 herum stehen. Aber das ist nicht die Frage. Die spannende Frage ist, ob es in Ordnung ist, dass man sich mit Bitter, Lindberg, Hens, Damgaard, Nenadic Spieler leistet, die der HBW, dem BHC, dem Tus NL oder einem anderen vom Abstieg bedrohten Verein sicher weiter helfen würden. Denn alle genannten Namen sind doch sicher wohlklingender als Böhm, Maximilian Hermann, Alex Hermann oder oder oder...

    Und das Argument: "Aber wir haben doch schon so viel reduziert" lasse ich einfach nicht gelten. Wenn mein Arbeitgeber so hohe Schulden hat, dass er seine laufenden Kosten nicht bezahlen kann, interessiert es keinen seiner Gläubiger, ob er die Kosten in den letzten Jahren bereits halbiert hat oder nicht. Das vorherige Mondniveau, was nur dank Rudolphs Spenden zustande gekommen ist, kann sicherlich nicht als relative Vergleichsgröße gewertet werden. Der Kader kostet mehr, als man erwirtschaftet.

    Es ist ein Do-or-Die-Spiel für Hinze, da lege ich mich fest. Wenn das Spiel gewonnen wird, bleibt er der Trainer, ich gehe bei einer Niederlage fest von seiner Entlassung aus. Die einzige Frage wäre dann, ob man ihm an Heiligabend den Stuhl vor die Tür setzt oder er den Christmas Fight in Köln noch coachen darf. Trainer sind ja inzwischen zwei mehr oder minder erfahrene auf dem Markt.

    Ich gehe aber auch von einem knappen Sieg aus. Aflitulin wirkt Spiel für Spiel besser integriert in den wenigen Minuten, die Hinze ihm gewährt. Die anderen Rückraum-Spieler taugen gegenwärtig nicht, um dichte Deckungsreihen von 10 Metern zu überwinden, aber der ThSV Eisenach wird meiner Meinung nach keine so agressive Deckung stellen. Und capitano deutete ja an, dass Szilagyi auf die Zähne beißen und ebenfalls auflaufen könnte.

    In der Vergangenheit wunderte mich regelmäßig, dass Hinze Gipperich keine Chance gab, wenn Nippes mal platt war oder Nils Artmann einen schlechten Tag erwischte... Naja, vielleicht ja am Mittwoch.

    Der HSVH hat doch jetzt eine billige und top Mannschaft. Die Spieler erhalten für 3 Monate Inso-Geld. Dies auf Kosten der Beitragszahler zur Arbeitslosenversicherung.

    So bleiben jetzt alle Einnahmen beim HSVH.


    Ich kann nur noch mit dem Kopf schütteln:

    Zitat von Wikipedia

    Insolvenzgeld wird von der Bundesagentur für Arbeit gezahlt und von den Arbeitgebern durch Zahlung einer Umlage finanziert. Keine Umlage müssen die Körperschaften, Anstalten und Stiftungen des öffentlichen Rechts zahlen, da sie nicht insolvenzfähig sind. Von der Umlage befreit sind auch solche juristischen Personen des öffentlichen Rechts, bei denen der Bund, ein Land oder eine Gemeinde kraft Gesetzes die Zahlungsfähigkeit sichert (§ 358 SGB III).


    https://de.wikipedia.org/wiki/Insolvenzgeld
    Ergo finanzieren gerade die anderen Vereine ihren eigenen Untergang. Das muss in den Ohren der Magdeburger wie Hohn klingen. Und auch bei meinem chronisch klammen BHC würde man sich sicher freuen, wenn ein gewisser Prozentsatz des Gehalts von der Bundesagentur für Arbeit gezahlt würde. Wenn es nur 10 % wären, könnte man sich einen schönen weiteren Spieler leisten...

    Und Bitters: "Ich würde jedem raten, bleib auch hier." sagt sich als Spieler, der vermutlich beinahe ausgesorgt hat, deutlich leichter als es an Stelle eines Spielers aus der zweiten Reihe getan ist. Klar möchte Bitter nicht auf die Hoffnung verzichten, auch weiterhin Summen oberhalb seines Marktwertes von AR, neuen Sponsoren oder der Allgemeinheit zu erhalten...