Auf welcher rechtlichen Grundlage sollte das denn geschehen?
Das Schiedsgericht ist nicht zuständig.
Es gibt keine „Wildcard“ in den Regularien der HBL
Und für eine sowieso unwahrscheinliche „Sonderregelung“ (Förste-Deal) bräuchte es meiner Meinung nach die mehrheitliche Zustimmung der restlichen 35 Vereine der Liga
Außer der Klage vor einem Zivilgericht sehe ich keine Möglichkeit für den BHC, sollte der HSV die Lizenz erteilt bekommen
Naja, ich glaube, dass es am Ende nicht darauf hinausläuft, was die Regularien hergeben, sondern darum, wer mehr zu verlieren hat. Der BHC wird zweigleisig planen, im Falle eines verlorenen Rechtsstreit spielt man halt ein Jahr 2. Liga. Blöd, aber man war schonmal in der Lage, direkt wieder aufzusteigen.
Bei der HBL steht das Vertrauen in die Lizensierung, die sportliche Fairness, die Unabhängigkeit gegenüber allen Gesellschaftern (also den 36 Erst- und Zweitligisten) auf dem Spiel. Hinzu kommen mögliche persönliche Folgen für die involvierten Personen. Man stelle sich vor, das Zivilgericht macht dann als Präzedenzfall Vorgaben für die Lizenzvergabe. Da wird die HBL ihres Lebens nicht mehr froh.
Wenn es um Verhandlungen zwischen zwei Parteien geht, ist immer die Frage, welches „BATNA“ (Best Alternative to a Negotiated Agreement“, die beste Alternative zur Verhandlungsübereinkunft) die jeweilige Seite hat. Und da sehe ich (wie auch Hoelle-Sued ) den BHC im Vorteil.