Die Debatte hat schon etwas absurdes. Auch in Liga 3 wird hart gearbeitet und wer fast täglich trainiert will am Wochenende gewinnen und am Schluss vorne sein und damit aufsteigen. Soweit die sportliche Sicht der Dinge. Hier nun dem DHB den schwarzen Peter zu geben greift ziemlich kurz und ist darüber hinaus unfair. Die Ligareform war ohne Zweifel ein harter Schnitt, aber sie ist demokratisch auf Verbandstagen entschieden worden und im grunde richtig. Alle, die Spiele in Liga 3 regelmäßig schauen, können sehen, dass das Niveau deutlich höher ist, als in der einstmaligen 2.Liga Süd. In der heutigen 2.Liga spielen überwiegend deutsche und vor allem junge deutsche Spieler- auch ein Gewinn. Die nach Worten der DHL "stärkste Liga der Welt" bietet zweifelsohne besten Handballsport auf höchstem Niveau. Allein das Nationalteam schwächelt- warten wir die WM mal ab. Die Gründe hierfür sind sicherlich vielschichtig. Einer ist sicher der hohe Anteil bester ausländischer Profis in den Bundesligateams, die den deutschen Spielern einfach geringere Spielanteile bescheren (man schaue nur einmal auf die Position am Kreis). Aber auch in diesem Punkt gehen einige Clubs bereits andere, bessere Wege. Dass die 2. Liga für die Vereinsverantwortlichen der Drittligisten eine Herausforderung darstellt ist normal. Aber auch hier gilt: "wer nicht besser (professioneller auch im Umfeld) werden möchte, hat aufgehört gut zu sein". Also der Staffelsieger soll aufsteigen und es müsste für das Umfeld Ansporn sein, die wirtschaftlichen und organisatorischen Voraussetzungen dafür zu schaffen.
Beiträge von heinerle
-
-
Das ist lt. DHB Regelwerk ein Automatismus. 2 Spiele Minimum, die spielleitende Stelle kann erhöhen. Das ist aber eher unwahrscheinlich.
-
Das Positive vorab. Zwei abwehrstarke Mannschaften trennten sich in einem gut klassigen Spitzenduell der 3. Liga leistungsgerecht unentschieden. Die Zuschauer kamen voll auf ihre Kosten und werden sicherlich wieder kommen. So oder so ähnlich könnte die passende Überschrift lauten, die alle Friedberger und Konstanzer sicher akzeptieren würden. Dass die HSG immer einem Friedberger Vorsprung, der bisweilen 4 Tore betrug, hinterher rannte, sich nicht entmutigen ließ und am Ende sogar die Chance auf den Sieg hatte, ist ebenfalls positiv anzumerken. Der Handballexperte weiß allerdings, dass man in Spielen auf Augenhöhe häufig nur eine Chance hat so ein enges Match für sich zu entscheiden. Diese Möglichkeit hatte die HSG ca. 50 Sekunden vor Schluss. Das Team hat sie nicht genutzt. Eine clevere Truppe spielt so eine Situation mit einem Plan für diese finale Situation cool herunter und kommt zumindest zu einem Abschluss, der dem Gegner keinen entscheidenden Ballbesitz mehr erlaubt - so die Theorie. Dieses ist nicht passiert. Die Auszeit kam viel zu früh (30 Sek. später wäre besser gewesen) und in der wohl verabredeten finalen Situation war keine Struktur zu erkennen. Die Folge war Ballbesitz Friedberg, rote Karte Für Konstanz (2 Spiele Sperre) und in 7 Sekunden Überzahl die Chance auf den Friedberger Sieg. Glück am Ende - Unentschieden. Was bleibt? Die Liga bleibt spannend. Friedberg, Horkheim, Balingen und hoffentlich die HSG werden vorne bleiben. Friedberg und Horkheim sind in der Breite besser aufgestellt und haben deshalb Vorteile. Vielleicht kommt es ja am letzten Spieltag zum Showdown wenn die HSG auswärts in Friedberg antritt. Frohe Weihnachten und Dank für manch spannenden Handballabend in der Schänzlehalle.
-
Angesichts der "Zuschauermassen" im Schänzle scheint das Spiel selbst kaum noch Beachtung zu finden. Dabei gäbe es doch einiges zu diskutieren. Z.B. dass die HSG die ersten 10 Min mit 1:6 und die letzten mit 4:9 verloren hat. Das kann auch mal ins Auge gehen.
-
So will man die HSG sehen, auch auswärts. Umso mehr ist die desolate Vorstellung gegen die Kröstis eigentlich nicht zu erklären. Roadster hat recht, wenn er die mangelnden Alternativen im Rückraum beklagt. Nach dem Ausfall von Twardon wäre die HSG Führung gut beraten OJ zumindest zur vorübergehenden Rückkehr zu bewegen, um Bruderhofer und vor allem Matse Faisst, der in der Abwehr und als Shooter von halblinks unverzichtbar ist, zu entlasten. Auch wenn es bei OJ eben nur für 2x 10 Min reicht, ist das besser als gar nichts. Und daneben ist OJ immer für 2-3-4... Tore gut. Die Hoffnung bzw. die Erwartung besteht, dass er gegen Horkheim bereits mit aufläuft.
-
Vieles von dem was Roadster schreib ist sicher richtig. Alles in allem war das Unentschieden ein Ergebnis das i.O. geht., dadie TSG wohl seit langem eine vernünftige Leistung abgeliefert hat. Dass man trotzdem hätte gewinnen müssen - und in der Situation hat die Bank und die Mannschaft alles richtig gemacht - nämlich 45 Sek. vor Schluss nach Auszeit auf den finalen Wurf zu spielen hat man gesehen. Das es nicht geklappthat, lag leider an der Wurfqualität des RA, ein Problem das sich bei der HSG auf beiden Außenpositionenschon durch die ganze Runde zieht. Hier kann nur individuelles Training Abhilfe schaffen. Hier gibt es wohl in der Tat Nachholbedarf. Die allermeisten Tore von Großbiberau fielen zumindest in HZ 1 über RR. Die Abstimmung zwischen Faisst, Eblen (u. Schatz) mit TW Glatt, der unterirdisch spielte (auch er darf mal ein schlechtes Spiel machen), war mangelhaft. Der Schütze warf Schlagwurf aus einem Stemmschritt, immer lang und halbhoch. Das sollte man verteidigt bringen. Leider kam auch von der Bank nichts. Was das Saisonziel anbelangt, so kann man trotz der a.m.S. deutlich zu niedrigen Zielsetzung - Klassenerhalt- weder mit Platz 4 noch mit 9 zufrieden sein. Eine Zielkorrektur nach der Osterpause, oder vor dem Horkheimspiel auf "wir peilen die Vizemeisterschaft an", wäre für manch Selbstzufriedenen in der Mannschaft, oder im Umfeld die richtige Maßnahme gewesen und hätte einen neuen finalen Impuls gesetzt. Jetzt kann das Motto eigentlich nur lauten, 8:0 Punkte aus den letzten 4 Spielen, den das Potenzial haben die Mannen um Matse Faisst, Simon Flockerzie und Yannik Schatz, der sich im Laufe der Runde toll entwickelt hat, allemal.
-
Der Bericht bringt die Sache auf den Punkt. Man kann nur wünschen, dass die Spruchkammer mutig für Spieler und Verein entscheidet.