Beiträge von harmi

    Zitat

    Original von Uwe aus LD

    Interessant wäre es wirklich das von dir angeschnittene Thema - unabhängig von der zitierten Entscheidung - zu diskutieren:

    Hat ein MV aus dem Gesichtspunkt des Gesundheitsschutzes (du nennst es Notwehr/Nothilfe) das Recht ein Spiel abzubrechen, wenn der Schiedsrichter "beide Augen zumacht"?

    Ja, immer! Er hat die Verantwortung für die Kinder auf dem Platz und möchte sie möglichst gesund nach Hause bringen. Keine Rechtsordnung kann ihm das verbieten.

    Ich hätte es hier beinahe getan, wenn nicht Gegner und Schieris nach meinem Donnerwetter umgeschwenkt hätten:

    Zweiter Bericht auf der Seite (Rotbäckchen)

    Die "rechtlichen" Folgen wären mir persönlich völlig egal gewesen. Wenn sie so aussehen, wie im oben geschilderten Fall: Es gibt auch ein Leben ohne Handball.

    Zitat

    Wenn ja unter welchen Voraussetzungen?

    Schwere Verletzungsgefahr aufgrund konsequent nicht geahndeter Fouls.

    Ich weiß, jetzt kommt die Diskussion über die Schieris und was passiert, wenn die MV plötzlich bewerten sollen, und wenn das Schule macht und wo die Grenzen sind, etc.

    Mir egal, wen ich es für notwendig halte, packen wir ein und verlassen die Halle. Ist bisher noch nicht passiert, weil entweder Gegners Trainer oder die Schieris ein Einsehen hatten, allerdings erst nach massiver Drohung meinerseits. Auf die gelbe Karte und die Zeitstrafe gegen die Bank sch*** ich.

    Trollalarm!

    Zitat

    Original von Zickenbändiger

    Nach Freiwürfen bleiben viele Abwehrreihen am Sechser kleben, ohne sich wieder zuzuordnen.

    was aber oft weniger an den Abwehren liegt, sondern an der bei den Kindern weit verbreiteten Meinung, dass beim Freiwurf alle Spieler/innen am Neuner stehen müssen und nach Ausführung des Freiwurfs sich auch von dort nicht mehr wegbewegen.

    Bei der Bezirksmeisterschaft weibl.D vor einigen Jahren hat unser Gegner bei Freiwürfen immer wieder versucht, sich in unserer Abwehr festzurennen. Was logischerweise wieder einen Freiwurf ergab. Wir standen teilweise mehr als eine Minute völlig defensiv, es gab aber auch keinen Grund, rauszukommen.

    Freiwurf, Pass, 1:1, Freiwurf, Pass 1:1, Freiwurf....

    Gegners Trainer tobte, statt seinen Mädels zu sagen, dass nach einem Freiwurf auch weiter gespielt werden darf und nicht zwingend eine Torchance gesucht werden muss.

    Harmis D - Mädels haben ein Auswärtsspiel im Knollenland. In der tiefsten Steppe, wo die Kinder sich auf dem Handballfeld teilweise noch auf plattdeutsch unterhalten. Betreuerin Ulla fragt Harmi nach dem Weg zur Sporthalle. „Kurz vorm Ende der Welt links, dann nach dem dritten Boxenlaufstall das einzige Gebäude auf der rechten Seite weit und breit.“ Hoffentlich finden die das, nicht alle Navis wissen, dass unser Gegner noch in Deutschland und nicht in Holland wohnt.

    Da das Nachholspiel an einem Wochentag ausgetragen wird, fährt Harmi direkt „vonne Arbeit inne Pampa“. Erster! Hoffentlich verfahren die anderen sich nicht. Da erscheint ein Auto. Allerdings nicht von uns. Gegners Mädels werden von einer Mutti liebevoll aus den umliegenden Bauernschaften eingesammelt und zur Halle gefahren. Die gute Frau war locker eine Stunde unterwegs. Gut, dass sie ein Navi hat. Warum sitzen denn zwei Mädels auf dem Vordersitz? Harmi staunt nicht schlecht, dass neben der Fahrmutti noch sieben Mädels inklusive Sporttaschen und Trikotkoffer in einen Opel Astra Caravan Fünfsitzer passen.

    :pillepalle::wall:

    Da kommen auch bekannte Autos. Harmis Wegbeschreibung hat hingehauen. Man war sich allerdings unterwegs nicht ganz sicher gewesen, ob man überhaupt noch mal auf Zivilisation trifft. Anni glaubt, ein Mammut gesehen zu haben, während Lulu von einem Säbelzahntiger erzählt. :/:

    Das Spiel selbst ist nicht unbedingt spannend. Die Stadtkinder zeigen den Landeiern schnell, wo der Hammer hängt. Harmi sucht seine Trinkflasche und räumt bei der Gelegenheit nebenbei den Rucksack auf.

    „Harmi? Harmi? Haaaaarmiiiiiiii!!!“ Harmi erwacht aus seiner Lethargie, weil Frederike ihm einen kräftigen Rippenstoß versetzt. „Ja Fredde, du kommst gleich auch wieder drauf.“ Fredde stößt noch mal zu. „Harmi, warum darf bei den Anderen die Trainerin mitspielen?“ Harmi schaut zu Gegners Bank rüber. Die zugegebenermaßen attraktive Trainerin sitzt noch auf der Bank und lächelt Harmi hinreißend an.

    Noch ein Rippenstoß! Harmis Lächeln weicht einem schmerzverzerrtem Gesicht ;(

    :schrei: „Daaaaaaaaaaaaaaaaa!“

    Fredde zeigt aufs Feld in Richtung unserer Abwehr. Harmi staunt. Was dort gerade wie ein Freiwurf für den Gegner aussieht, wäre nicht weiter interessant, wenn die Werferin nicht gefühlte 1,85 m groß bei geschätzten 80 kg Lebendgewicht auf die Platte brächte. Dazu der gefürchtete Gesichtsgefrierbrand. Das gibt es nur im Knollenland!

    Das Ureinwohner - Mutantenkind läuft an, erhält den Ball und donnert aus 10 Metern unhaltbar in den Winkel. Torhüterin Anne hatte den Ball gar nicht gesehen und wartet immer noch auf die Ausführung des Freiwurfs. Harmi schaut genauer hin, aber das kindliche Gesicht ist maximal einer C-Jugendlichen zuzuordnen und denkt sich: „Naja, wenn man noch kein Spiel gewonnen hat, greift man schon mal zu unfairen Mitteln. Egal.“

    „Super Joyce!“ tönt es von Gegners Bank.

    Joyce…. Warum muss das Kind auch noch mit so einem Namen bestraft werden? Anni fragt, wie man Joyce schreibt. Fredde buchstabiert:
    D S C H O I S S . Lulu kontert: “Nee, wie Joystick, nur ohne Tick!” :D

    Harmi kann es nicht fassen, auch den zweiten Freiwurf hämmert der Joystick unhaltbar und präzise mit gefühlten 100 km/h in die Maschen. Ein Fall für Delle. Beim dritten Freiwurf nimmt die zarte Technikerin anatolischer Herkunft dem alteingesessenen Urgestein den Ball ab. Staunen in der Halle. Mediterrane Spielkunst gegen norddeutsche Kraft. Delle erweist sich als ideale Sparringspartnerin für den Kraftprotz. Nach fünf Minuten lässt die Torjägerin sich entnervt auswechseln.

    Harmis Mädels gewinnen 19:10. Alle Zuschauer freuen sich über ein phasenweise tolles Spiel, während Harmi einen Blick in Gegners Passmappe riskiert. Joyce ist tatsächlich vom Jahrgang 97! Hoffentlich bleibt die beim Handball und verbessert ihre Technik und Kondition noch ein wenig….

    So stand es in der Zeitung geschrieben:

    Zitat


    ....

    Die „erste Hiobsbotschaft“, wie *B-Trainer* es nannte, brachte die *B-dorfer* schon vor Spielbeginn völlig aus dem Konzept: Absolutes Harzverbot. „Da war klar, dass keiner seine Stärken ausspielen konnte“, sagte *B-Trainer* und fügte verständnislos an: „Und damit hatte wohl jeder eine Entschuldigung und so sieht dann ein Spiel auch aus. Phasenweise hatte ich den Eindruck, dass wir das Handballspielen verlernt haben.“ Zum Laufen und Kämpfen benötige man kein Harz.

    ...

    Das Spiel wurde übrigens "nur" mit 20 Toren verloren, man hatte es ohne Harz tatsächlich im Angriff "nur" auf 22 Treffer gebracht...

    ;(

    Das liegt unter anderem daran, weil bei Schiedsrichterschulungen ein Großteil der Zeit für das Wechselraum-Management und sonstige Nebensächlichkeiten verplempert wird, statt den Leuten mal vernünftig zu sagen, wie locker eine rote Karte sitzen muss.

    Zitat

    Original von RolfB

    Da gibt es echt Trainer, die glauben sie könnten einer 99er E-Jugendlichen, eine Täuschung aus dem Nullkontakt beibringen. ?(

    :wall:

    das geht nur mit den Mädels, die bei ihrem ersten Miniturnier schon den Schlagwurf aus vollem Lauf über das falsche Bein beherrschen und beim nächste Training einen Topf Harz bekommen, um den Dreher zu üben...

    ;(

    Da haben die Hausmeister das Harz endlich aus den Hallen, schon kommen die bekloppten Trainer und schmieren mit Vaseline rum. :nein:

    Zitat

    Original von RolfB
    Gruss an alle "alten" Besucher der HE-Trainingsbeiträge. :hi:

    *angesprochenfühl* :rolleyes:

    Da waren schon echte Trendsetter dabei, oder wie heisst die Hunderasse? :D

    Zitat

    Original von Zickenbändiger
    harmi: Äh... die Abwehr öffnen statt einen offene Manndeckung wenigstens zu versuchen? Wir reden hier von Handball, oder? ;)

    Als Alternative zur offenen Manndeckung den Überraschungseffekt nutzen und den Gegner kläglich verwerfen zu lassen.

    Bei offener Manndeckung spielt eine geschickte Mannschaft die 20 Sekunden locker runter oder irgend ein Dussel spielt Foul.

    Wurftraining:

    Einfach mal auf den Boden setzen, beide Beine flach auf den Boden und dann mehrmals versuchen, so weit wie möglich zu werfen. Die Körperhaltung, mit der du am besten klarkommst, musst du dann nur noch auf zwei Beinen und aus dem Lauf hinbekommen, dann machst du schon einen schicken Schlagwurf.

    Wir haben gestern auf der Tribüne diskutiert:

    A führt 20 s vor Schluss mit einem Tor und hat Anwurf. B bleibt hinten und foult dummerweise zwei mal, die Zeit läuft ab und A gewinnt.

    Aus taktischer Sicht hätte Trainer B nach Anpfiff (oder auch vorher) die gesamte Abwehr in die gegnerische Hälfte laufen lassen können und darauf hoffen, dass A frei durch aufs Tor verwirft und B schnell in Ballbesitz kommt.

    es gab verschiedenste Meinungen, nicht nur zu dieser ggf. ungewöhnlichen Taktik, sondern auch zur Regelauslegung

    [list=1]
    [*]unsportlich?
    [*]passives Spiel, wenn A mit sechs freien Leuten innerhalb der 20 s nicht aufs Tor wirft? (kein konsequenter Versuch, ein Tor zu erzielen)
    [/list=1]

    Zitat

    Eigentlich ein ziemlich cooles Video für die SR-Ausbildung ;)

    Bringt ihnen lieber erst mal bei, was bei Gesichtstreffern, Angriff in der Luft und anderen gesundheitsgefährdenden Angriffen gegen den Körper der Gegenspieler(innen) zu pfeifen ist. :wall:

    Hallo Orange, danke für die Antwort.

    Ich bohre weiter...

    Zitat

    - Einschätzen der allg. Ausdauer der Spieler.

    Muss ich dafür ein Training mit so einem Test verschwenden?

    Zitat

    - Vergleich mit anderen Spielern und mit Erkenntnissen aus früheren Tests

    Und was mache ich mit dem Vergleich?

    Zitat

    - Kommt drauf an. Entweder man macht den Test zweimal und kann daran abschätzen, ob das Training anschlägt oder man macht ihn einmal und schätzt die Ausdauer der Spieler anhand von alten Ergebnissen oder Ergebnissen anderer Spieler ab und richtet die Menge an Ausdauertraining daran aus.

    Ist die Frage, ob man die Gewichtung der Ausdauer so hoch ansetzt. OK, ich traininere eine weibliche D, aber selbst im Seniorenbereich würde ich so etwas nicht einsetzen.

    Zitat

    - Warum testet man, wie lange ein Spieler für einen 30m-Sprint braucht?

    Frag ich mich auch...

    ;)

    Mal ganz ehrlich:

    Was bringt dieser Test?
    Wie bewertet Ihr die Ergebnisse?
    Welche Konsequenzen zieht ihr aus dem Test?
    Was bringt es, gleichzeitig mit dem Ertönen eines Pfeiftons einen bestimmten Punkt erreicht zu haben?

    ?(

    Zitat

    Original von Phoibos
    So, muss das Thema nochmal ausgraben.

    War gestern auf einer Schiedsrichterfortbildung in der Region Hannover und dort wurde erzählt, dass das Haftmittelverbot in der Region Hannover aufgehoben ist.
    Heißt, dass jetzt in Niedersachsen in jeder Jugend Haftmittel benutzt werden darf. Die Auswahltrainer haben das wohl gefordert, weil die Ansprüche des DHB so hoch sind, das es nur schwer machbar ist diese ohne Haftmitel zu erfüllen. Weiß zwar nicht um welche Ansprüche es da geht, aber vielleicht kann mir da jemand von euch weiterhelfen?!

    Der Heimverein darf nun bei Spielen entscheiden ob Haftmittel erlaubt ist oder nicht.

    Vorsicht, Region Hannover ist nicht gleichbedeutend mit gesamt Niedersachsen.

    Wobei ich mich gerade frage, wo denn das Haftmittelverbot geschrieben stand. ?(