Beiträge von hsgjojo

    Und zwei weitere Aufsteiger für die 3. Liga Süd stehen fest:
    Ein alter Bekannter: SG Kronau/Östringen II und ein
    Unbekannter: Zweibrücken aus dem Südwesten.

    Sie werden die 3 Absteiger Söflingen, Obernburg und Nieder-Olm ersetzen.

    Frage, da es keinen Zweitligaabsteiger aus dem Süden gibt: Wer kommt als 4. Team neu für Leutershausen? Das muss ja wohl ein Team aus der 3. Liga Ost sein, das regional am nächsten zum Süden liegt. Wer wird das sein?

    Und hier wieder der sehr informative Bericht von der Schwäbischen Zeitung:
    "Bruderhofer und Schatz sind die „Gewinner der Saison“
    Mit 38:30 (18:15) gewinnt Handball-Drittligist HSG Konstanz gegen Balingen-Weilstetten sein letztes Heimspiel
    Von Jochen Dedeleit

    KONSTANZ Der Halbzeitstand im letzten Heimspiel der HSG Konstanz in der Saison 2011/2012 der 3. Handball-Liga-Süd verhieß nichts Gutes. 18:15 führte der Gast Handball Balingen-Weilstetten II vor über 800 Zuschauern in der Schänzle-Halle. Lediglich eine Viertelstunde später sah sich dieser allerdings mit einem 21:29-Rückstand konfrontiert. „Das ist ganz einfach: Die Abwehr verlässt sich auf den Torwart, und der hält ein paar Bälle“, erklärte HSG-Kapitän Matthias Faißt hernach lachend das „Erfolgsgeheimnis“.

    Tatsächlich ist Handball manchmal eben so einfach. Jedoch traten Faißt & Co. nach dem Seitenwechsel ganz anders auf, das Durchsetzungsvermögen im Angriff war neben der zu Beginn ebenfalls mäßigen Torhüterleistung ein komplett anderes. 3:5 hieß es nach sechs Minuten, das 5:8 erzielte Benedikt Brielmeier, der in den ersten 30 Minuten nicht in den Griff zu bekommen war (insgesamt sechs Tore), zum Erschrecken der Gastgeber auch noch per Kempa-Trick (10.). Einzig Rückraumkanonier Stefan Bruderhofer war es zu verdanken, dass die HSG wenigstens einen Drei- bis Vier-Tore-Rückstand halten konnte.

    Die Anspiele waren zu leicht durchschaubar, die Abwehr nicht aggressiv genug und die rechte Seite wurde spätestens nach der zweiten verpassten Großchance von Simon Gessler „elegant“ übersehen. Nur ein kurzes Zwischenhoch, als Balingen-Weilstetten zu leichtfertig mit seinen Möglichkeiten umgegangen war, ermöglichte den Konstanzern ein 14:14 (27.), zur Halbzeit war der Drei-Tore-Rückstand wieder hergestellt.

    Nach eingangs beschriebener Viertelstunde durften sich Spieler, Trainer und Zuschauer zurücklehnen, wobei selbst in dieser Phase deutlich wurde, was den Tabellenvierten aus Konstanz in dieser Saison so stark gemacht hat. Yannick Schatz beschrieb dies bei der anschließenden Feier vor der Großbildleinwand, auf der das DFB-Pokalfinale aus Berlin übertragen wurde, wie folgt: „Früher waren OJ (Oliver Junker; Anmerk.) und Matze (Faißt) für die Tore zuständig. Fiel einer aus, haben die anderen nichts gebacken bekommen.“ Am vergangenen Samstag waren es erneut fünf Spieler, die vier und mehr Treffer zum 38:30 beisteuern konnten: neben Bruderhofer (9) und Faißt (8) besagter Junker (4), Sebastian Groh (8) und auch Schatz selbst (5/3).

    Wurde hernach nach den Gewinnern der Saison gefragt, nannten Präsident, Trainer und Kapitän immer wieder dieselben Namen: Bruderhofer und Schatz. „Jeder hat doch gesagt, was wollt ihr mit dem? Aber Stefan hat gezeigt, dass man sich auf ihn verlassen kann“, so HSG-Präsident Otto Eblen. „Früher wusste die Liga, wenn Yannick den Ball hat, wird er nach links oder rechts gespielt. Jetzt gibt es noch eine andere, wesentlich effektivere Richtung“, ließ Trainer Daniel Eblen zu den Fortschritten des Ex-Mimmenhauseners wissen. Und auch Matthias Faißt hob die Entwicklung der beiden hervor, „überhaupt bin ich stolz auf diese Mannschaft, wie der eine für den anderen kämpft und sich dementsprechend nach vorne entwickeln konnte“.

    Wenn alle gehalten werden und die beiden Neuzugänge Gerrit Bartsch und Simon Oesterle alsbald integriert werden könnten, „ist von uns auch in der kommenden Saison einiges zu erwarten“, wollte sich Faißt mit etwaigen Prognosen freilich nicht zu weit aus dem Fenster lehnen. Yannick Schatz sprach es dagegen aus, was viele denken: „Natürlich ist es unser aller Wunsch, um den Aufstieg mitzuspielen. Aber wie sich alles entwickelt, sieht man dann erst im Laufe der Saison.“ Der Rückraumspieler selbst bekommt auf der Mitteposition mit Bartsch weitere Konkurrenz, wobei mit Tobias Eblen ein Konkurrent die HSG Richtung Kreuzlingen verlässt. Verabschiedet wurde vor dem Spiel gegen den Zwölften Balingen-Weilstetten auch Torhüter Marco Marquez, der ehemalige Junioren-Vize-Europameister schließt sich dem Gegner vom Samstag an, der neben Brielmeier mit Philipp Kainat und Christoph Foth zwei weitere Akteure mit Bundesliga-Erfahrung aufbot.

    Otto Eblen fasste vor dem letzten Saisonspiel am kommenden Samstag in Herrenberg schon einmal diese Spielzeit zusammen, in dem er auch schon vorausblickte: „Eine gute Basis ist das beste Resümee“, ließ das HSG-Oberhaupt wissen, der seinen Kapitän schon einmal beruhigen konnte. „Mit Ausnahme von Abwehrspezialist Markus Schoch, hinter dem aus beruflichen Gründen noch ein Fragezeichen steht, gehen wir mit allen in die Saison 2012/2013. Dann dürfte uns auch wieder David Twardon zur Verfügung stehen.“ Den Ex-Pfullendorfer zählt Eblen auf Grund seiner Verletzung neben dem ebenfalls verletzten Matthias Stocker zu den einzigen Verlierern der Saison.

    HSG Konstanz: Glatt, Marques; Mittendorf 1, Groh 8, Hafner 2, Junker 4, Flockerzie, Schoch, Faißt 8, Schatz 5/3, Babik, Gessler 1, Bruderhofer 9.

    Balingen-Weilstetten: Greiner, Beha; Euchner 2, Schlaich 2, Schuldt 4, Kainat 5/3, Wahl 2, Foth 2, Kugel 1, Zipf, Thomann 4/2, Job 2, Link, Brielmeier 6."

    Hier der Bericht von der Balinger Homepage:
    "Schwächephase nach der Halbzeit verhindert vierten Sieg in Folge
    von Reinhard Linder
    Zwei Gesichter hat der Drittligist HBW Balingen-Weilstetten 2 bei seinem Gastspiel am Bodensee offenbart. Zur Halbzeit führte er mit 18:15, am Ende unterlag er der HSG Konstanz mit 38:30.

    Obwohl es am zweitletzten Spieltag nur noch um die goldene Ananas ging, legten sich beide Mannschaften mächtig ins Zeug. Die Konstanzer wollten in ihrem letzten Heimspiel mit anschließender Saisonabschlussfete ihrem Anhang noch einmal etwas bieten und die Gäste sehnten sich danach, die in eigener Halle verlorenen zwei Punkte zurückzuholen. Vor allem in der ersten Spielhälfte sahen die Zuschauer eine abwechslungsreiche und spannende Partie.

    Die Führung des Tabellenvierten konterte Fabian Schlaich zum 1:1, Gregor Thomann netzte von der Siebenmeterlinie zum 2:2 ein. Benedikt Brielmeier glich kurz danach zum 3:3 aus und brachte seine Mannschaft mit einem Wurf aus dem Rückraum erstmals nach vorne. Thomann schloss einen Konter mit dem 5:3 ab und Kreisläufer Christoph Foth konservierte den Zwei-Tore-Vorsprung mit seinem Treffer zum 6:4.

    Bis zu diesem Zeitpunkt lief es optimal für den HBW, der ohne den verletzten Stammtorhüter Paul Bar auskommen musste. Armin Greiner konnte dank der guten Abwehrarbeit seiner Vorderleute einige Bälle festhalten, während sein Gegenüber Patrick Glatt kaum eine Hand an den Ball brache und nach einer Viertelstunde gegen Marco Marques ausgetauscht wurde. Aber auch der 21-Jährige, der in der kommenden Saison für den Balinger Perspektivkader auflaufen wird, stand gegen die Brielmeier-Hämmer aus dem Rückraum auf verlorenem Posten. Dieser bewahrte seiner Mannschaft mit einem Doppelschlag die Zwei-Tore-Führung, Schlaich baute sie auf drei und Thomann auf vier Tore aus. Einen Konstanzer Zwischenspurt beendete Foth mit seinem Treffer zum 12:9, Brielmeier erhöhte sogar auf 13:9.

    Die Mannschaft von HSG-Coach Daniel Eblen war allerdings weit davon entfernt die Flinte ins Korn zu werfen und kämpfte sich auf 14:14 heran. Brielmeier verhinderte mit zwei Toren in Folge einen Rückstand seines Teams, Klaus Schuldt und Philipp Keinath zeichneten für den 15:18-Pausenstand verantwortlich.

    Wenige technische Fehler und eine hohe Wurfeffektivität hatten den HBW-Vorsprung begünstigt. „Wir haben vorne frech und kontrolliert gespielt, aber die Abwehr war nicht so überragend wie in den letzten Spielen“, hatte HBW-Trainer Eckart Nothdurft beim Kabinengang ein unangenehmes Gefühl in der Magengegend. Anstelle des solide haltenden Greiners stellte er nach dem Wiederanpfiff Samuel Beha zwischen die Pfosten, der allerdings nur einen Strafwurf abwehren konnte und ansonsten die Bälle aus dem Netz zum Mittelkreis befördern musste.

    Drei Tore in Folge bescherten den Konstanzern den Ausgleich, die letzte HBW-Führung gelang Thomann vom Siebenmeterstrich. Nachdem Schuldt in der 35. Minute den 20:20-Ausgleich erzielt hatte, lief überhaupt nichts mehr bei den Gästen zusammen. Die Konstanzer setzten sich mit einem 6:0-Lauf vorentscheidend ab, beim 30:21 war die Messe gelesen. Zwar konnte der HBW in den Schlussminuten noch etwas Ergebniskosmetik betreiben, an der 30:38-Niederlage gab es aber nichts mehr zu rütteln. „Eine Viertelstunde lang waren wir von allen guten Geistern verlassen“, ärgerte sich Nothdurft über die Schwächephase seiner Jungs, „und anschließend haben wir das Spiel nicht mehr in den Griff bekommen, weshalb unsere Niederlage vollkommen in Ordnung geht.“

    HBW Balingen-Weilstetten 2:
    Greiner, Beha; Brielmeier (7), Keinath (5/3), Schuldt (4), Thomann (4/2), Foth (2), Job (2), Schlaich (2), Euchner (1), Kugel (1), Wahl (1), Zipf (1), Link.

    Spielfilm:
    2:1, 3:5, 7:10, 14:14, 15:18 – 20:20, 26:20, 30:22, 34:27, 38:30. "

    Hier der sehr gute Vorbericht von der Balinger Homepage, der richtig Vorfreude aufdas Spiel macht! Da könnte sich der Südkurier eine Scheibe von abschneiden. Kein Hinweis auf das engagierte Sonderprogramm der HSG (Dance-Masters, Sondereintritte, DFB-Pokalfinale, HSG-Wette um 5.000 €). Da hätte die HSG mehr verdient gehabt kurz vor Ende der erfolgreichsten Saison seit dem Zweitligaabstieg und nach der engagierten tollen Leistung in Köndringen. Da wäre auch mal ein unterwöchiger Sonderbericht angebracht gewesen, der diese Leistung entsprechend würdigt (die Basketballer mit ihren Finanzproblemen bekommen dagegen eine Sonderseite nach der Anderen in den letzten Wochen!) Schade! Man sollte auch mal das Positive herausstellen:

    "Ohne Druck aber mit Biss und Spass gegen die HSG Konstanz

    Foto: Armin KeinathVon Reinhard Linder
    Endlich einmal kann der Drittligist HBW Balingen-Weilstetten 2 ohne den Druck des Gewinnenmüssens in eine Partie gehen. Am Samstag um 18.30 Uhr tritt er bei der HSG Konstanz an.

    Seit dem vergangenen Wochenende ist der Klassenerhalt geschafft und damit das vorrangige Saisonziel erreicht. 6:0 Punkte hat die junge Mannschaft von Trainer Eckard Nothdurft zuletzt geholt, gerne würde sie ihren Lauf fortsetzen. „Natürlich wollen wir in Konstanz gewinnen“, lässt Nothdurft keinen Zweifel daran aufkommen, dass seine Jungs am Samstag in der Schänzle-Sporthalle noch einmal Vollgas geben werden. Zumal sie mit der Truppe vom Bodensee noch ein Hühnchen zu rupfen haben. Kurz vor Weihnachten entführte nämlich das Team von HSG-Coach Daniel Eblen beide Punkte aus der SparkassenArena.

    Im Gegensatz zu einigen Konkurrenten, welche die Saison bereits abgehakt haben, sind die Konstanzer und Balinger noch gut in Schuss. „Bei uns stimmt die Form“, konstatiert Nothdurft, „auch am Samstag erwarte ich ein gutes Spiel meiner Mannschaft.“ Interessant werde für ihn sein zu beobachten, ob die fehlende Anspannung infolge des vorzeitigen Klassenerhalts durch Lockerheit kompensiert werden könne.

    Etwas Kopfzerbrechen bereitet dem A-Lizenzinhaber, wie die kompakte und sehr bewegliche 6:0-Abwehr des Tabellenvierten geknackt werden kann. Gegen Groß-Bieberau hat dies zuletzt beim 35:23-Erfolg durch den Einsatz zweier Kreisläufer sehr gut geklappt. „Aber Eblen können wir damit nicht überraschen. Der hat sich darauf eingestellt“, weiß Nothdurft, dass auch sein Trainerkollege seine Hausaufgaben gemacht hat. Überdies sei die Konstanzer Defensivabteilung qualitativ besser als die Groß-Bieberauer. Und ein nicht zu vernachlässigender Faktor sei Torhüter Patrick Glatt: „Wenn wir ihn warmschießen, wird es ganz schwer. Wir müssen variabel agieren und werfen.“

    Genau auf dieser Position drückt den HBW der Schuh. In den vergangenen Partien war HBW-Keeper Paul Bar ein sicherer Rückhalt seiner Mannschaft und einer der Garanten für den Erfolg. Er hat sich aber an der Wade verletzt und kann am Samstag nicht auflaufen, also müssen dieses Mal Samuel Beha und Armin Greiner die Kohlen aus dem Feuer holen. Damit sie überhaupt etwas zu halten bekommen, müssen ihre Vorderleute um Abwehrchef Christoph Foth ähnlich konzentriert und aggressiv zu Werke gehen, wie in der ersten Spielhälfte gegen die Groß-Bieberauer, die in 30 Minuten nur sechs Tore warfen. „Wenn es uns gelingt, alles umzusetzen, dann können wir vielleicht etwas ausrichten“, gibt sich der HBW-Coach vorsichtig optimistisch, der die Spielanteile möglichst gleichmäßig auf alle seine Akteure verteilen will.

    Dass die Konstanzer die Partie herschenken könnten, erwartet der Diplom-Sportlehrer nicht. Zwar hätten diese am vergangenen Samstag das prestigeträchtige Südbaden-Duell bei der SG Köndringen/Teningen mit 23:22 gewonnen, „aber die wollen sich nicht in ihrem letzten Heimspiel den guten Eindruck, den sie in dieser Runde hinterlassen haben, kaputt machen lassen“. Vielmehr werben die Konstanzer mit Sonderaktionen und vergünstigten Getränkepreisen für eine volle Halle. „Da wird noch einmal richtig Stimmung in der Bude sein“, so Nothdurft, „und ich hoffe, dass auch wir unseren Spaß haben.“

    Was für eine riesige Leistung dieses HSG-Teams!!
    Glückwunsch an Mannschaft und Trainerteam.

    Jetzt tut es um so mehr weh, dass ich das Team im letzten Heimspiel nächste Woche wegen einer Einladung zu dieser tollen Saison nicht gratuleiren und verabschieden kann.

    KHS, vielen Dank für deine SMS gestern Abend! Du hast für Jubelstimmung im Hause Peschi gesorgt!
    Kannst du eigentlich die Spielstatistik wieder hier rein kopieren?

    Hier aus dem letzten Spielbericht der SG auf Handballserver.de die Vorschau auf das Spiel:
    Auch für das nächste Heimspiel gegen die HSG Konstanz wird man sich genauso akribisch vorbereiten und versuchen die von Ole Andersen vorgegebene Strategie umzusetzen. Das Hinspiel in Konstanz gewann die SG mit elf Toren, die Konstanzer werden sicherlich alles versuchen diese Niederlage wettzumachen. Das Team vom Bodensee steht einen Platz hinter der SG in der Tabelle, die mit einem Sieg die inoffizielle südbadische Meisterschaft um die beste Mannschaft klarmachen kann. Weiterhin steht man mit einem Punkt hinter Heilbronn/Horkheim in Lauerstellung um die Vizemeisterschaft in der dritten Liga. Für reichlich Spannung ist also im einzigen echten Derby der dritten Liga gesorgt.

    Interessant ist der Blick auf die Torschützenliste vor diesem Spiel. Es trifft der beste Torschütze auf den besten Feldtorschützen:
    1. Hefter 202 136 66 27 SG Könd/Teningen 7,48
    2. See 178 111 67 27 TV Groß Umstadt 6,59
    3. Kunz 174 103 71 27 TV Kirchzell 6,44
    4. Laufersweiler 163 113 50 22 TV Nieder Olm 7,41
    5. Hörer 161 123 38 24 SG H2KU Herrenberg 6,71
    6. Faisst 151 151 0 26 HSG Konstanz 5,81

    Hier schon der Bericht von der FRiedberger Homepage, der für die Qualität der HSG spricht:
    "Konstanz zu stark - Gute erste Hälfte reicht dem TSV Friedberg nicht
    Sonntag, den 29. April 2012 um 19:08 Uhr | Geschrieben von: Domenico Giannino Im Duell der beiden besten Abwehrreihen der Dritten Liga hat der TSV Friedberg den Kürzeren gezogen. Beim 22:31 (13:14) gegen die HSG Konstanz beeindruckten die Handballer mit ihrer tollen Moral und bedingungslosem Einsatz, erzielten aber in der zweiten Hälfte zu wenig Tore, um den Gegner vom Bodensee zu bezwingen. Der TSV musste auf Manuel Vilchez – Moreno verzichten, nach einer roten Karte im letzten Spiel ist der spanische Rückraumspieler für drei Spiele gesperrt und kann somit erst am letzten Spieltag gegen Söflingen wieder eingesetzt werden. Gegen Konstanz begann Benjamin von Petersdorff im Tor, der sich mit einem gehaltenen Strafwurf nach zwei Minuten gleich bestens bewährte. Auch den nächsten konnte der junge Friedberger Keeper parieren, so dass der TSV früh mit 2:0 in Führung lag. Miro Ilic hatte neben dem bewährten Flo Antony den Platz von Vilchez – Moreno im Innenblock übernommen. In den ersten zehn Minuten hatte die Defensive den wurfstarken Rückraum der Gäste gut im Griff. Konstanz hat mit nur 687 Gegentoren noch vor dem TSV mit 690 die beste Abwehr der Dritten Liga. Die Defensivstärke der Württemberger bekamen die Herzogstädter bald zu spüren. Nach einer frühen 4:2 Führung stoppte Konstanz die Angriffsbemühungen rigoros, mit schnellen Gegenangriffen glichen die Gäste die Partie aus. Von Petersdorff mit seinem dritten gehaltenen Siebenmeter war es beschieden, das 6:5 nach einer Viertelstunde festzuhalten. Die Zuschauer in der gut gefüllten TSV – Halle sahen ein typisches Spiel ihrer Mannschaft. Mit vollem Einsatz und einer beinharten Abwehr stemmte sie sich den Angriffen des Gegners entgegen, schalteten beim Ballgewinn schnell um und versuchten die gegnerische Deckung so unter Druck zu setzen. War die erste Angriffswelle abgewehrt, so setzte Friedberg auf sein variantenreiches Offensivspiel. Kein Spieler blieb auf seiner ursprünglichen Position kleben, mit häufigen Kreuzbewegungen versuchte Friedberg, Unruhe in die gegnerischen Abwehrreihen zu tragen. Nach 20 Minuten konnte sich Konstanz erstmals auf zwei Treffer absetzen. Nach dem 7:7 scheiterten die Friedberger zweimal am Gästekeeper, die Tempogegenstöße von Konstanz saßen, es stand 7:9. Aber innerhalb von zwei Minuten glich Friedberg auf dieselbe Weise aus: Zweimal eroberten die Gastgeber den Ball, der präzise Pass über das halbe Feld kam an, so vollendeten Panagiotis Erifopoulos und Thomas Wagenpfeil zum 9:9. Aber Friedberg geriet in der Offensive immer mehr unter Druck. Konstanz hatte sich mittlerweile gut auf die Angriffsversuche der Herzogstädter eingestellt, der TSV musste für jedes Tor hart arbeiten. Nach dem 10:12 fünf Minuten vor der Pause nahm Trainer Hartmut Mayerhoffer eine Auszeit. Und wieder schlug Friedberg zurück: Stephan Auernhammer schloss einen weiteren Konter zum 12:12 ab. In einer hart geführten und sehr intensiven Partie stand es zur Pause schließlich 13:14. Aus einer bravoröus kämpfenden Mannschaft ragte Torwart Benjamin von Petersdorff heraus, er konnte drei von vier Siebenmetern abwehren. Aber nach dem Seitenwechsel startete Friedberg schlecht. Die Herzogstädter fanden im Angriff kaum ein Mittel gegen die starke Konstanzer Abwehr, mehrere Ballverluste führten zu einem stetig anwachsenden Rückstand. Nach dem 15:16 setzten sich die Gäste innerhalb von vier Minuten bis auf 16:21 ab. Jonas Link verkürzte zwar noch einmal mit einer tollen Einzelleistung, aber nach dem 17:21 kam Friedberg nicht mehr in gute Wurfpositionen. Jetzt hatte der TSV Probleme. Konstanz fing in den nächsten zehn Minuten alle Angriffe der Gastgeber ab, seiner Abwehrstärke war es zu verdanken, dass Friedberg nach 46 Minuten nur mit 17:22 zurück lag. Erst Erifopoulos beendete mit einem verwandelten Siebenmeter zum 18:22 die torlose Periode. Aber die Gastgeber kamen nicht näher heran. Konstanz zeigte jetzt eine beeindruckende Defensiv- und Torwartleistung, in den ersten 20 Minuten nach der Pause kassierten die Gäste nur ganze fünf Gegentore. Zehn Minuten vor dem Ende nahm Mayerhoffer seine zweite Auszeit, um sein Team für die Schlossoffensive einzustellen. Aber das 18:24 war eine schwere Hypothek. Und es sollte nicht mehr reichen an diesem Tag. Der stark ersatzgeschwächten Friedberger Mannschaft fehlte es in der zweiten Halbzeit ein wenig an der Durchschlagskraft, um diese bärenstarke Konstanzer Abwehr oft genug zu überwinden. Die eigene Defensivleistung war zwar ebenfalls gut, aber nur neun eigene Treffer nach der Pause waren zu wenig, um diesen starken Gegner zu bezwingen. In den letzten zehn Minuten wurde es sogar noch deutlich: Friedberg verlor an diesem Tag eindeutig um ein paar Tore zu hoch. Das 22:31 (13:14) ist aber kein Beinbruch: Einsatz und Moral haben beim TSV gestimmt, der dünn besetzte Kader und die unbestrittene Qualität des Gegners verhinderten an diesem Tag einen zählbaren Erfolg. Trainer Mayerhoffer sieht diese Niederlage: „Nach einer guten ersten Halbzeit mussten wir nach der Pause dem Kräfteverschließ ein wenig Tribut zollen. Konstanz hat eine top besetzte Mannschaft, das hat man gesehen. Wir haben nach der Pause gegen dieses Abwehrbollwerk zu oft die falsche Entscheidung getroffen und uns manche Würfe genommen, die nicht gut genug vorbereitet war. Aber ich will meinem Team keinen Vorwurf machen: Der Einsatz hat gestimmt, gegen einen solch guten Gegner ist mit der momentanen Besetzung leider einfach nicht mehr drin.“ Seiler; v. Petersdorff; Dittiger (4); Ilic; Link (6); Prause; Antony (1); Feuchtmann (1); Wagenpfeil (1); Scholz (3); Auernhammer (1); Erifopoulos (5/3). Domenico Giannino (gia)"

    Der Vorbericht von der TSG Homepage:
    TSG Söflingen vs. HV Stuttgarter Kickers

    Sonntag 29.04.2012, 17.00Uhr, Kuhberghalle ULM

    TSG Söflingen vs. HV Stuttgarter Kickers
    4 Mal 2 Punkte bis zum Saisonende
    Nach einer Serie von 6 Siegen aus 7 Spielen kommt am kommenden Sonntag, 29.04.12 ein direkter Konkurrent nach Söflingen- der HV Stuttgarter Kickers. Fünf Punkte trennen beide Mannschaften voneinander. Für beide geht es um viel- Stuttgart kann mit einem Sieg den Klassenerhalt so gut wie feiern, für die TSG würde sich der Rückstand auf den ersten Nichtabstiegsplatz auf 3 Zähler verringern.

    Spannung pur also vor dem vorletzten Heimspiel der TSG Söflingen in dieser Saison. Nach dem Kantersieg am vergangenen Sonntag gegen Schlusslicht Nieder-Olm, bei dem einige Spieler noch verletzt oder gar verhindert waren, steht TSG-Trainer Gabor Czako nun wieder der gesamte Kader zur Verfügung. Nach den letzten Auftritten zuhause darf man nun auf die Vorstellung gegen die Stuttgarter Kickers gespannt sein.

    Mit dem HV Stuttgarter Kickers kommt eine Mannschaft, gespickt mit sehr vielen erfahrenen ehemaligen Bundesligaspielern, nach Ulm, die während dieser Saison weit hinter ihren Erwartungen zurückgeblieben sind. Nichts desto trotz steht für die Landeshauptstädter ebenfalls noch der Verbleib in Liga3 auf dem Programm, was einen spannenden Spielverlauf garantiert.

    Heute kein Live-Ticker. Die Zwischenergebnisse dank KHS :) aber hier.
    Die HSG in Bestbesetzung, auch mit Tobi Eblen.
    10. Minute: 4:4
    17. Minute: 6:6
    25. Minute: 10:11
    Halbzeit: 13:14 Tore: Faißt 5, Hafner 3, Junker 3, Schatz 3/2
    Die HSG hat bereits 3 Siebenmeter vergeben! Geht das schon wieder los!

    35. Minute: 16:18
    40. Minute: 16:20
    47. Minute: 18:22
    50. Minute: 18:24 Wer hat denn da das Tor vernagelt? Nur 2 Gegentreffer in 15 Minuten un damit die Vorentscheidung!?
    55. Minute: 21:27
    ENDE: Überragendes 22:31!!! :):)
    Tore: Schatz 8/3, Faißt 7, Junker 6, Groh 4, Hafner 3, Bruderhofer 2, Flockerzie 1
    Im Tor war übriens Patrick Glatt (bis auf 5 Minuten von Marques)

    Glückwunsch zu dieser tollen Auswärtsleistung!!! Jetzt gehts voll motiviert zum Derby nach Teningen!
    und danke an KHS für die SMS!!

    Hier der Vorbericht von der Friedberger Homepage. Erdkunde: 6!

    "Konstanz kommt nach Friedberg - Duell der besten Defensiven am Sonntag
    Freitag, den 27. April 2012 um 13:08 Uhr | Geschrieben von: Domenico Giannino Am Sonntag ab 17 Uhr sind die Handballer des TSV Friedberg wieder gefordert. Dann ist die HSG Konstanz zum viertletzten Saisonspiel der Dritten Liga zu Gast. Die Mannschaft vom Bodensee belegt momentan den fünften Platz. Im Verlauf der Rückrunde stand Konstanz sogar schon auf Rang drei, konnte aber nach drei sieglosen Spielen diesen Platz nicht halten. Doch die Gegner hatten es in sich: Einem Unentschieden gegen Horkheim folgte eine Niederlage gegen Leutershausen, ehe die Württemberger am letzten Spieltag gegen Groß – Bieberau Remis spielten. Friedberg hat an das Hinspiel gute Erinnerungen. Obwohl damals Manuel Vilchez – Moreno ausfiel, holten sich die Herzogstädter völlig überraschend bei den sehr heimstarken Konstanzern einen 27:25 (11:14) Sieg. Der spanische Rückraumspieler fehlt dem TSV auch am Sonntag. Nach seiner roten Karte gegen Groß – Umstadt ist Vilchez – Moreno gesperrt. Damit muss Trainer Hartmut Mayerhoffer seinen Innenblock umbauen und hat eine wichtige Option in der Offensive nicht zur Verfügung. Miro Ilic wird in den Kader der Ersten zurückkehren, auch Linkshänder Stephan Auernhammer von der zweiten Mannschaft wird am Sonntag auflaufen. Damit haben die Handballer aber immer noch große Personalsorgen, von den vier Stammkräften im Rückraum ist mit Ilic nur ein einziger dabei, und er ist nach seiner wochenlangen Verletzung noch nicht bei hundert Prozent. Konstanz hat eine sehr spielstarke Mannschaft und macht mit seiner harten Defensive jedem Gegner das Leben schwer. Der Fünfte mit 687 Gegentoren hat die beste Abwehr der Dritten Liga, Friedberg folgt mit 690 Gegentreffern nur knapp dahinter. Die Herzogstädter werden während der Begegnung vor einer schweren Aufgabe stehen: Einerseits müssen sie konsequent herausrücken, um den wurfstarken Rückraum der Konstanzer nicht zu einfachen Toren kommen zu lassen, gleichzeitig müssen sie aber auf die starken Kreisläufer in ihrem Rücken achten. Shooter Matthias Faißt steht mit 144 Feldtoren an der Spitze der ligaweiten Rangliste. Unterstützt wird er von Oliver Junker, der auf beiden Halbpositionen zum Einsatz kommen kann. Am Kreis sind Simon Flockerzie und Sebastian Groh sehr zu beachten. Rechtsaußen Marc Hafner hat bei Lemgo Bundesligaerfahrung gesammelt. Mayerhoffer hat großen Respekt vor dem Gegner: „Das wird eine schwere Prüfung für uns. Konstanz ist eine der stärksten Mannschaften in der Liga, ihre Abwehr ist gefürchtet. Wir können nur über bedingungslosen Einsatz und Kampf über 60 Minuten mithalten, und das werden wir zeigen. Bitter ist natürlich die Sperre von Manuel, er wird uns sehr fehlen.“ Domenico Giannino (gia)"

    Von der Friedberger aus Ausblick auf das Spiel gegen die HSG:
    Nachlese vom Wochenende - Nur die Erste verliert, Zweite feiert Klassenerhalt
    Dienstag, den 24. April 2012 um 16:24 Uhr | Geschrieben von: Domenico Giannino Nach der 29:36 (17:19) Niederlage bei Groß – Umstadt fehlt den Handballern ein ganz wichtiger Spieler. Manuel Vilchez – Moreno hat in der Partie die rote Karte mit Bericht gesehen und wird den Handballern nun einige Spiele fehlen. Mit nur neun Feldspielern hatte der TSV die Reise nach Hessen angetreten. Trotzdem zeigte die Mannschaft in der ersten Halbzeit eine gute Leistung. Besonders die Abgeklärtheit im Angriff und die sichere Abwehr bereiteten Groß – Umstadt einige Probleme. Erst in den letzten Minuten der ersten Hälfte musste Friedberg den Gegner etwas wegziehen lassen, das 17:19 zur Pause ließ den Gästen aber noch alle Chancen. Nach der roten Karte für Manuel Vilchez – Moreno jedoch musste Trainer Hartmut Mayerhoffer seine Defensive stark umbauen. Der Spanier in Diensten der Herzogstädter ist für den Innenblock eigentlich unverzichtbar, nach dem Platzverweis ließ die umformierte Abwehr zu viele Bälle durch. Zudem hatte Friedberg jetzt nur noch eine Wechseloption, was die Aufgabe sicherlich nicht einfacher machte. Groß – Umstadt zog sein schnelles Angriffsspiel weiter durch, Friedberg konnte in der Defensive nicht mehr ausreichend mithalten. Das lag auch an den Zeitstrafen, die der TSV nach der Pause häufig bekam. In dauernder Unterzahl konnten die Gäste nicht mehr mithalten. 36 Gegentreffer sind weit über dem Friedberger Durchschnitt, da war es schwer, genügend eigene Tore zu erzielen, um das Spiel doch noch zu gewinnen. Da Vilchez – Moreno eine rote Karte mit Bericht bekommen hat, wird er wohl für einige Spiele gesperrt werden. Das lindert die Friedberger Personalnot nicht gerade. Zwar hat Johannes Luderschmid am Samstag bei der zweiten Mannschaft einige Minuten gespielt, auch Miro Ilic wird sicherlich in den Kader zurückkehren, aber Friedberg fehlen immer noch wichtige Spieler. Am Sonntag gegen Konstanz ab 17 Uhr in der TSV – Halle werden die Friedberger Fans also wieder eine dezimierte Mannschaft sehen. Doch der letzte Heimsieg gegen Groß – Bieberau macht sicherlich Mut.

    Ein interessanter Ausschnitt aus dem letzten Spiel der Friedberger, aus dem sich ergibt, dass gegen die HSG ein wichtiger Spieler fehlen wird:
    "Eine unschöne Szene gab in der 36. Spielminute, als Friedbergs Moreno im Angriff seinem Gegenspieler Schulz mit der Faust in den Magen schlug und dafür die Rote Karte sah. Die Schiedsrichter erkannten darin zu Recht eine Tätlichkeit und sprachen eine Disqualifikation mit Bericht aus, was eine Sperre nach sich ziehen wird. "

    Ich gehe mal davon aus, dass die HSG-Spieler hochmotiviert sind, um sich für die Heimspielniederlage zu revanchieren!

    Der 1. Aufsteiger für 2012/2013 steht fest. Hier ein Bericht von handballworld.com:
    "Donnerstag · 26.04.2012 · 14:15 Uhr · mj
    Aufsteiger Großsachsen holt Zweitligaspieler
    Linkshänder Sebastian Knierim schließt sich nächste Saison dem Handball-Oberligisten TVG Großsachsen an. Beim designierten Drittliga-Aufsteiger soll Knierim, der vom Zweitligisten SG BBM Bietigheim kommt, den rechten Flügel mit Marius Jörres und Tobias Wallenwein unterstützen.

    Der 29-jährige Rheinhesse spielte vor seiner Zeit in Bietigheim bei der HG Oftersheim/Schwetzingen. Mit diesem vierten Neuzugang nach Patrick Zweigner (TV Bretten), Simon Gans (Hockenheimer SV) und Simon Reisig (TSV Birkenau) sind die Personalplanung für die 3. Liga abgeschlossen.

    Manager Fritz Mayer erläuterte in einer Pressemitteilung: „Dass sich jetzt schon Zweitligaspieler für uns entscheiden, zeigt, was wir mittlerweile für einen tollen Ruf haben. Den haben wir uns hart erarbeitet. Bei uns sind zwar keine Reichtümer zu verdienen, dafür ist das Geld aber an jedem Monatsanfang pünktlich auf dem Konto. Wir werden weiterhin keine Risiken eingehen und nur das ausgeben was wir haben. Dieses Mal bin ich zuversichtlich dass wir die 3. Liga halten können. Beim letzten Aufstieg gab es einen großen Umbruch. Diesmal bleibt der Stamm zusammen und wurde sinnvoll ergänzt.“

    Hier noch der Bericht von der Schwäbischen Zeitung:
    "Yannick Schatz ist mit der Offensivleistung zufrieden
    3. Handball-Liga Süd: Ex-Mimmenhausener zeigt beim Konstanzer 27:27 gegen Groß-Bieberau die beste Leistung

    Yannick Schatz zeigt am Samstag sein bislang bestes Spiel im Trikot der HSG Konstanz. Der Ex-Mimmenhausener trifft zehn Mal - alleine fünf Mal von der Siebenmeterlinie. (Foto: Peter Pisa)Von Jochen Dedeleit

    KONSTANZ Yannick Schatz musste freilich etwas länger überlegen, bestätigte dann aber, dass es sich gegen die TSG Groß-Bieberau am vergangenen Samstag in der Schänzle-Halle um sein bestes Spiel in der der 3. Handball-Liga Süd gehandelt haben müsste – „zumindest in der Offensive“. Anspiele an den Kreis, Würfe aus dem Rückraum und vom Siebenmeterpunkt: Heraus kamen zehn Tore (5/5) beim 27:27 des Tabellenvierten gegen den Achtplatzierten, der vergangene Saison noch der 2. Bundesliga angehört hatte.

    Konstanz scheint endlich jemanden gefunden zu haben, der aus sieben Metern die Nerven behält. Selbst bei seinem fünften Siebenmeter beim Stand von 26:26 (58.) behielt der Ex-Mimmenhausener die Nerven. Schatz war zudem mit Rückraumschütze Stefan Bruderhofer (4) der Antrieb des HSG-Motors.

    4:3 stand es nach sechs Minuten, nach zwei Zeitstrafen, zwei technischen Fehlern und sieben Fehlversuchen leuchte zwölf Minuten später allerdings ein 4:9 von der Anzeigentafel. Yannick Schatz mit einem Erklärungsversuch der zwölfminütigen Torflaute: „Du überlegst nicht lange und rufst das ab, was im Training passiert. Natürlich schaust du auf die Uhr und denkst, jetzt sollten wir mal wieder treffen. Ich denke, dass die meisten Würfe nicht so schlecht waren.“

    Die Hausherren kämpften sich auf 9:11 (24.) heran, mit 11:14 wurden die Seiten gewechselt. Bruderhofer brachte nach 40 Minuten die HSG mit 19:18 in Front. Doch die nächste Durststrecke ließ nicht lange auf sich warten, der Vorteil dieses Mal war jedoch, dass der bereits früh für Glatt gekommene Marques Chancen der Gäste aus Tempogegenstößen zunichte machte.

    Torhüter Marques geht

    Immer konnte aber selbst Marquez nicht helfen, dies lag aber weniger an dem ehemaligen Junioren-Vize-Europameister, der die HSG am Saisonende verlassen wird, sondern an seinen zu zögerlichen Vorderleuten sowie an dem jederzeit präsenten Groß-Bieberauer Duo Michael Malik (8/3)/Matthias Konrad (4). Auch Dennis und Alexej Rybakov, die Söhne des ehemaligen Welthandballers Sergej Rybakov überzeugten. Dennis Rybakov trainiert zusammen mit dem ebenfalls spielenden Florian Bauer die TSG, was in dieser Spielklasse ein Novum darstellen dürfte.

    Die Konstanzer rannten die letzte Viertelstunde einem Ein-Tore-Rückstand hinterher, ehe eben Yannick Schatz per Siebenmeter wieder die Führung besorgte. Bastian Gaydoul glich aus: 27:27. Die Gäste feierten den gefühlten Sieg.

    Betretene Gesichter hingegen bei der HSG, die noch genügend Zeit und Möglichkeiten hatte, den Siegtreffer zu erzielen. „Ich bin enttäuscht“, gab auch HSG-Präsident Otto Eblen zu. „Es passiert nicht oft, dass ich vor einem Spiel in die Kabine gehe und ein paar Worte an die Spieler richte. Ich habe ihnen gesagt, dass es noch um etwas geht, dass wir uns zu Hause gut verkaufen müssen. Dafür hat die Einstellung nicht gepasst, das Rückzugverhalten war so miserabel wie noch nie. Und die Chancen waren zwar herausgespielt, wurden aber teils kläglich vergeben.“ Etwas Gutes konnte aber auch Eblen dem Spiel abgewinnen: „Für die Zuschauer war es wenigstens spannend.“

    Das Restprogramm der Konstanzer sieht noch drei Auswärtsspiele in Friedberg, Köndringen und Herrenberg für die Konstanzer vor, das letzte Heimspiel der Saison 2011/2012 folgt am 12. Mai, um 19 Uhr, gegen Balingen/Weilstetten II. Auf Grund des Restprogramms geht man im Lager der HSG vorsichtig mit Prognosen um, an die Relegation denkt niemand. Für die kommende Saison will Eblen diese Woche noch Gespräche mit einem wurfgewaltigen Linkshänder aus der dritten Spielklasse führen.

    (Erschienen: 24.04.2012 20:00)"

    Was mir gerade auffällt: Scheinbar hat die HSG diese Saison zu Hause Schwierigkeiten gegen eigentlich auswärtsschwache Teams: Niederlage gegen Friedberg, Heimklatsche gegen Neuhausen, das bis dahin noch keinen Auswärtspunkt holte und jetzt Punktverlust gegen Groß-Bieberau, das seit Monaten auswärts nichts gerissen hat.

    Stark dagegen bisher die kräftig gesammelten Auswärtspunkte, die die HSG zu einem der stärksten Auswärtsteams macht. Von daher sollte man schon etwas in Friedberg oder Teningen reißen (Junker ist ja wieder dabei und Faißt wird nach seiner Verletzung auch wieder fitter sein)!
    Es wäre Schade, wenn man eine bisher gute Saison nicht unter den ersten 5 abschließen und stattdessen noch durchgereicht würde!

    Ergänzende Frage: Weiß denn jemand, ob Marc Hafner am Samstag verletzt war?

    Von der TSG-Homepage:
    "Quelle: Darmstädter Echo

    TSG holt unerwarteten Punkt in Konstanz

    HSG Konstanz – TSG Groß-Bieberau 27:27 (14:11): Mit dem hart erkämpften Zähler beim Tabellenvierten überraschten die Odenwälder nach der langen Anfahrt zum Bodensee. Für die zuletzt auswärtsschwachen Gäste war es ein gefühlter Sieg. Wieder einmal zeigten sie eine tadellose Abwehrleistung. Gegen die spielstarken Gastgeber stellte auch der zuletzt so harmlose Rückraum zufrieden.
    Überraschend begann Groß-Bieberau mit der Achse Mathias Konrad, Florian Bauer und Michael Malik. Mit einem Rechtshänder auf der halbrechten Angriffsseite hatte Konstanz nicht gerechnet. Malik (8/3) stieß tief in die Abwehr, traf selbst oder setzte Rechtsaußen Tobias Seel (4) ein. Links wirbelten Mathias Konrad und Bastian Gaydoul. Die 9:4-Führung sorgte bei gut 500 Zuschauern für Verwunderung. Erst nach 20 Minuten wurde Konstanz stärker, deckte Konrad kurz und nutzte Verschnaufpausen der Gäste. Der junge Yannick Schatz (10/5 Tore) fand die Lücken. Nach dem Wechsel verlief die Partie offen. Nach 42 Minuten glich Konstanz in doppelter Überzahl zum 20:20 aus. 50 Sekunden vor Schluss warf Bastian Gaydoul das 27:27. Konstanz' letzte Chance wurde durch Abschirmung von Linkshänder Matthias Faißt (4) verhindert.
    „Das war ein ganz anderes Auftreten als zuletzt. Unsere taktischen Maßnahmen haben überraschend gut gegriffen“, freute sich Spielertrainer Florian Bauer nach dem Punktgewinn.TSG Groß-Bieberau: Beck, Podesendek im Tor, Malik 8/3, Gaydoul 5, Seel 4, Konrad 4, Bauer 2, Dennis Rybakow 2, Buschmann 1, Alexej Rybakow 1, Göbel und Laurencz. Zeitstrafen: 3/4, Siebenmeter: 5/5 und 3/3, Zuschauer: 500.


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    22. April 2012/ pfl

    TSG gelingt Punktgewinn in Konstanz

    Dieses Mal kamen die Spieler der TSG Groß-Bieberau nicht mit leeren Händen nach Hause. Zumindest vom Ergebnis her hat sich die lange Reise nach Konstanz gelohnt, denn Flo Bauer und Co trotzen dem Tabellenvierten HSG Konstanz beim 27:27-Unentschieden immerhin ein Pünktchen ab.
    Damit hält die TSG nach wie vor den Anschluss an das vor Saisonbeginn avisierte Ziel, am Ende zumindest unter den besten fünf Teams der 3. Liga zu stehen. Rang fünf belegt derzeit der TV Kirchzell mit zwei Punkten mehr auf der Habenseite.
    Am kommenden Samstag wird die SG Köndringen-Teningen in Groß-Bieberau zu Gast sein. Mit einem Sieg könnte man weiterhin den Anschluss halten. Das Spiel beginnt um 19 h in der Großsporthalle.
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    20. April 2012 | kaf
    Quelle: Darmstädter Echo

    Hier der Bericht von der SG-Homepage:
    " 14. April 2012
    Die SG Leutershausen gewinnt gegen die HSG Konstanz 33:26 (15:11)

    // (rk) Die “Roten Teufel” haben am Samstag Abend die Voraussetzungen für den ersten “Matchball” geschaffen: Nach dem 33:26 gegen die HSG Konstanz in eigener Halle fehlt nun nur noch ein Sieg zur Meisterschaft und zum Aufstieg in die 2. Liga.

    Beim Gastspiel des Tabellenvierten vom Bodensee lief für die Hausherren über weite Strecken fast alles nach Plan. Zwar holte die SGL erst nach gut 13 Minuten zum ersten Mal die Führung (6:5), baute sie dann aber gleich so weit aus, dass Konstanz nicht mehr gefährlich nah aufholen konnte. Bis zur 19. Minute führte Leutershausen bereits 11:5. „Zunächst ist es unserer Abwehr ganz gut gelungen, den Angriff der SGL in Schach zu halten. Aber wir mussten doch auch einige Rückraumspieler verzichten, das hat sich bemerkbar gemacht“, sagte HSG-Trainer Daniel Eblen. Dagegen konnte Leutershausens Coach Holger Löhr erstmals seit November wieder aus dem Vollen schöpfen, aber auch das hatte seine Tücken: „Wir waren noch nicht wieder hundertprozentig eingespielt, deswegen ist die ein oder andere Aktion daneben gegangen.“ Alles in allem aber war er mit dem Auftritt seines Teams zufrieden: „Konstanz ist eine äußerst ernst zu nehmende Mannschaft. Den vierten Platz hat sie sich ganz zu Recht erkämpft, und wir haben heute wieder mehr als einmal gesehen, wie eng die Leistungsdichte in unserer Liga ist. So ein Spiel muss man erst einmal gewinnen.“

    Einen gebührenden Anteil daran hatte beispielsweise SGL-Torwart Alexander Hübe, der gleich zu Beginn der Partie mit einigen Paraden der Konstanzer Offensive den Schneid abkaufte. Freude machte auch Simon Spilger mit einem „schlumpfigen“ Torfestival in der ersten Halbzeit: Fünf Mal traf er in den ersten 22 Minuten über die rechte Seite, varianten- und trickreich. Sein sechster Treffer war in der 60. Minute denn auch der letzte im gesamten Spiel, die Krönung einer sehenswerten Leistung: Ein lupenreiner Kempa-Trick begeisterte die gut 800 Zuschauer in der Heinrich-Beck-Halle.

    Überhaupt sahen sie ein unterhaltsames Handball-Spiel. Beide Mannschaften gingen intensiv und konzentriert zur Sache. Die SGL war über die gesamte Distanz und trotz ihrer zwischenzeitlich hohen Führung immer auf der Hut. Selbst beim Stand von 26:19 – der höchsten Führung – nach gut einer dreiviertel Stunde ließ sie sich nicht dazu hinreißen, die Zügel zu sehr schleifen zu lassen. Dazu war selbst die geschwächte Konstanzer Mannschaft immer noch zu gefährlich. Und die HSG holte tatsächlich noch einmal bis auf vier Tore auf – 28:24 stand es nach 54 Minuten. Tore durch Gunst, Geppert, Wetzel und Spilger in der Schlussphase ließen aber keinen Zweifel aufkommen, dass die SGL den Sieg nicht mehr aus Hand geben würde.

    Durch diesen Sieg hat Leutershausen jetzt fünf „Matchbälle“ zur Meisterschaft und zum Aufstieg in die zweite Liga. Bei neun Punkten Vorsprung auf Verfolger TSB Horkheim fehlt den Rot-Weißen nur noch ein Sieg in den verbleibenden fünf Spielen, um alles klar zu machen. Die erste Gelegenheit dazu gibt es beim Auswärtsspiel bei der SG Köndringen-Teningen am kommenden Samstag. Die SGL setzt dazu einen Fanbus ein. Anmeldungen nimmt die Geschäftsstelle der SG Leutershausen unter Telefon 06201/51320 entgegen. Die Meisterschaft wäre außerdem bereits entschieden, sollte am Sonntag Abend (Spielbeginn: 17 Uhr) der TSB Horkheim gegen den Drittplatzierten Köndringen/Teningen Unentschieden spielen oder verlieren.

    SG Leutershausen: Hübe, Peribonio, Wetzel (4), Kuch (2), Gunst (6/4), Spilger (6), Häussler (5), Müller (1), Prestel, Volk (4), Geppert (4), Rigterink, Conrad (1)

    HSB Konstanz: Glatt, Marques, Mittendorf, Groh (1), Eblen (2), Hafner (2), Flockerzie (6/1), Schoch (1), Faißt (2), Schatz (7/4), Babik (1), Geßler (3), Bruderhofer (1).

    7m: SGL 5/4, HSB 6/5
    Strafen: SGL 4 Min. / HSB 8 Min.