Beiträge von hsgjojo

    Ende: 33:29 (17:14)
    Endscheidend war wohl der "verschlafene" Beginn der 2. Hälfte, als man noch anderthalb Minuten in Überzahl spielte, aber Kirchzell davonzog.
    Hier der Auszug daszu aus dem Ticker:
    36:20 (23:15) Tor durch ANr. 4 Baier, Philipp ( TV Kirchzell ).
    35:13 (22:15) Tor durch ANr.28 Hain, Felix ( TV Kirchzell ).
    34:43 (21:15) Tor durch ANr. 7 Hafner, Marc ( HSG Konstanz ).
    34:03 (21:14) Tor durch ANr. 4 Baier, Philipp ( TV Kirchzell ).
    33:16 (20:14) Tor durch ANr.15 Klühspies, Tim ( TV Kirchzell ).
    32:21 (19:14) Tor durch ANr.15 Klühspies, Tim ( TV Kirchzell ).
    31:46 (18:14) Tor durch ANr.20 Fuchs, Marius ( TV Kirchzell ).
    29:54 (17:14) Tor durch ANr.15 Klühspies, Tim ( TV Kirchzell ).
    29:33 (16:14) Team-Timeout TV Kirchzell
    29:33 (16:14) ANr.28 Hain, Felix ( TV Kirchzell ) erhielt eine Zeitstrafe.

    Die HSG bleibt sich also treu: Wenn schon verlieren in dieser Saison, dann deutlich. Scheinbar konnten die Ausfälle von Faißt und Mittendorf in der Abwehr nicht verkraftet werden.
    Eine Niederlage in Kirchzell ist aber kein Beinbruch - auch wenn man betrachtet, dass sich die HSG am Ende nicht abschießen ließ!
    Also, kommt gur wieder heim und erholt euch gut zum Spitzenspiel gegen Friedberg nächste Woche!

    KHS, ich wünsche euch eine gute Fahrt durch den Winter und bring die "wertvolle Fracht" wieder gut nach Hause, am besten mit 2 Punkten im Gepäck!

    Übrigens: Wenn die Info aus dem Internet noch aktuell ist, dann stammen die angesetzten Nachwuchsschiris aus Gummersbach; auch nicht gerade eine glückliche Ansetzung um diese Jahreszeit (von den Fahrtkosten ganz zu schweigen).

    Hier der Vorbericht von der TV-Homepage. Die HSG muss es ja "nur" der SG Herrenberg von letzter Woche nachmachen:
    Der Tabellenführer zu Gast in Kirchzell

    Am kommenden Samstag gastiert der Tabellenführer der 3. Liga Süd, die HSG Konstanz, in der Amorbacher Parzival Halle. Ob dieser Gegner momentan gelegen oder eher ungelegen kommt steht für den TV Kirchzell nicht zur Debatte. Nach der Heimniederlage vom vergangenen Samstag gegen Herrenberg hat sich die Lage des TVK ein wenig angespannt. Das Mittelfeld der Tabelle hockt weiterhin ganz eng beieinander. Platz sieben und Platz 14, den ersten Abstiegsplatz, trennen gerade einmal vier Punkte. Der TVK liegt mittendrin auf Platz acht. Es geht hier nicht um Pessimismus oder Schwarzmalerei, aber bei den noch ausstehenden Spielen vor der Winterpause zu Hause gegen Konstanz und beim TV Groß-Umstadt ist man gut beraten, nicht von irgendwelchen Plätzen an der Sonne zu träumen, sondern eher darauf bedacht zu sein, sich nach hinten ein wenig abzusichern. Dazu braucht man Punkte, egal wie der Gegner heißt.

    Gegen den Tabellenführer aus Konstanz ist ein Sieg aber keinesfalls Pflicht. Klarer Favorit sind die Gäste vom Bodensee. Diese haben trotz zweier Niederlagen zu Beginn der Saison bisher eine sehr stabile Leistung gezeigt und stehen zu Recht an der Spitze des Feldes. Die Mannschaft von Trainer Daniel Eblen ist körperlich sehr stark und verfügt über eine kompakte 6:0- Abwehrformation. Im Angriff zeigen sie stets eine gute Mischung aus beweglichem Spiel und dem effektiven Einsatz Ihrer Shooter aus dem Rückraum. Der Ausfall des Leistungsträgers Matthias Faißt zeigte beim vergangenen Heimsieg gegen Neuhausen keine negativen Auswirkungen auf die Leistung der Mannschaft. Ob der an einer Rippenverletzung leidende Rückraum-Linke am Samstag zum Einsatz kommen kann ist nicht bekannt.

    Der TVK muss sich gegen Konstanz aber keinesfalls verstecken. Im Gegenteil. Die Spieler sollten sich an das erinnern, was sie können und was sie in eigener Halle mit Kampf und Leidenschaft schon geleistet haben. In der vergangenen Saison hatte der TVK gegen Konstanz Mitte der zweiten Halbzeit fast aussichtslos zurückgelegen und mit viel Glaube noch einen Sieg erreicht. Vielleicht löst auch der Gedanke, gegen den Tabellenführer eigentlich nur etwas gewinnen zu können, beim ein oder anderen den Knoten. Egal wie man es dreht und wendet, am Wochenende ist ein unbedingter Siegeswille und ein bedingungsloser Zusammenhalt gefragt, um mit einer kleinen Überraschung für zwei Pluspunkte sorgen zu können.
    Anwurf der Partie ist am Samstag den 08.12.2012 um 20.00 Uhr in der Parzival-Sporthalle in Amorbach.

    Hier der Bericht aus dem Südkurier:
    Klarer 32:21-Erfolg gegen TSV Neuhausen/Filder. Durch Remis von Balingen nun alleine an der Spitze.
    Handball3. Liga
    HSG Konstanz
    TSV Neuhausen/Filder
    32:21 (14:10)
    Beim vor allem in der Höhe überraschenden 32:21-Erfolg gegen den TSV Neuhausen/Filder spielte die HSG Konstanz die Gäste in der zweiten Hälfte phasenweise an die Wand. „Wir sind sicherlich nicht mit dem Anspruch angereist, beim Tabellenführer zwangsläufig punkten zu müssen“, versuchte TSV-Coach Florian Beck der Klatsche nach Spielende ein wenig die Schärfe zu nehmen und betonte: „Wir haben hier streckenweise eine sehr gute Vorstellung gezeigt, in der wir am Limit gespielt und aus einem deutlichen Rückstand eine Führung gemacht haben!“
    Die HSG Konstanz hatte ohne den verletzten Matthias Faißt und trotz einer frühen Auszeit der Gäste einen 4:0-Traumstart (5.) hingelegt, der in der Folge zwar auf zwei Tore zusammen schmolz, der TSV Neuhausen/Filder kam in der ersten Viertelstunde aber nie richtig in Schlagdistanz. Gegen sich defensiv klar steigernde Gäste war Gerrit Bartsch für die kommenden acht Minuten letztmals von der Siebenmeter-Marke zum 7:5 (15.) erfolgreich, was Neuhausen trotz einiger vergebener Chancen doch zu einer 9:7-Führung (23.) nutzte. „In dieser Phase wusste jeder von uns, dass sich das ändern muss, sollte es für uns kein böses Ende nehmen“, zog für den Moment selbst Daniel Eblen ein Kippen der Partie in Betracht. „Aber glücklicherweise haben wir uns ja wieder gefangen!“
    Unter gütiger Mithilfe der Gastmannschaft, wie deren Trainer Florian Beck eingestand: „Wir wollten dann einfach zu viel, haben uns total überhastete Abschlüsse genommen und auch in der Deckung nicht mehr die Konsequenz an den Tag gelegt, wie die Minuten zuvor“, so Neuhausens Trainer, der mitansehen musste, wie ein Dreierpack von Stefan Bruderhofer und ein erfolgreich über Marc Hafner abgeschlossener Tempogegenstoß die Hausherren, die seit der 18. Spielminute verletzungsbedingt auch noch auf Simon Geßler verzichten mussten, wieder 11:9 (27.) in Front brachte.
    „Wir haben heute eine extrem stake Deckung gespielt, und vorne wurden Simon Flockerzie und Marc Hafner immer zum richtigen Zeitpunkt in Szene gesetzt, was Neuhausen einfach nicht mehr hat herankommen lassen“, sagte Eblen, der nicht erwartet hatte, dass die Partie bis eben auf diesen kleinen Durchhänger in Hälfte eins eine so deutliche Angelegenheit werden würde. Vielleicht war auch ein bisschen Glück dabei, dass das Unparteiischengespann Raphael Kusch und Oliver Wöhrle den technischen Fehler von Gerrit Bartsch nicht zurückpfiff, was Sebastian Groh das wichtige 16:11 (34.) gegen die Gäste ermöglichte.
    Diese versuchten direkt nach der Pause sogar in Unterzahl mit der Brechstange den Anschluss wiederherzustellen und ermöglichten der HSG Konstanz prompt drei Treffer in Folge zum vorentscheidenden 19:12 (39.). Diesen Vorsprung baute der nach dem Unentschieden von HBW Balingen-Weilstetten II in Östringen wieder alleinige Tabellenführer Konstanz bis zum 32:21-Endstand relativ einfach aus und feierte dementsprechend ausgelassen auch den ersten Treffer von Neuzugang Finn Meiners.
    HSG Konstanz: Glatt, Wolf (Tor); Mittendorf, Oesterle (1), Groh (2), Bartsch (2/1), Hafner (6), Meiners (1), Flockerzie (6), Schoch (1), Schatz (7/3), Geßler (1), Bruderhofer (5). - Z: 700

    Ein Bericht von Handball-world.com:
    Friedberg nach Arbeitssieg weiter auf dem Vormarsch

    Sebastian Schulz konnte bei der HSG nur in der Abwehr eingesetzt werden
    Foto: Jürgen PfliegensdörferDer TSV Friedberg ist mit seinem fünften Sieg nacheinander auf den zweiten Tabellenplatz der 3. Liga Süd gesprungen. Das 32:25 (13:16) gegen die HSG Nieder-Roden in der TSV-Halle war allerdings ein hartes Stück Arbeit, erst in der Schlussphase wurde es deutlicher. Es hat wieder einmal nicht ganz gereicht, so die nüchterne Erkenntnis der Gäste. Zu deutlich sieht die Niederlage in Zahlen betrachtet letztlich aus, zu lange hatte man das Spitzenteam aber wirklich vor ernsthafte Probleme gestellt und damit bis zur 40. Spielminute auch eine Führung gehalten. Den Auftritt der Friedberger Handballer in der ersten Halbzeit hat Friedbergs früherer Abteilungsleiter Jens Ganzenmüller treffend mit dem Begriff „lätschert“ zusammengefasst.

    In der Tat wirkten die Handballer vor der Pause ein wenig unkonzentriert, in den ersten Minuten vergaben sie beispielsweise gleich vier freie Würfe. Auch in der Abwehr fehlte oft der letzte Schritt, um die starken Gästespieler am Torabschluss zu hindern. So konnte auch der zuletzt so starke Keeper Willi Seiler wenig ausrichten gegen die Gewaltwürfe, die ihm aus acht Metern um die Ohren flogen. Friedberg war nach den vergebenen Großchancen zu Beginn gleich 1:4 hinten. Schon nach sieben Minuten nahm Trainer Hartmut Mayerhoffer seine Auszeit, um die Mannschaft wachzurütteln. Die harten Worte des Trainers hatten aber nur einen kurzfristigen Effekt: Zwar konnte der TSV innerhalb von drei Minuten zum 4:4 ausgleichen, doch Nieder-Roden konterte umgehend und holte sich die Führung zurück.

    Nach und nach stellten sich die Gastgeber gestützt auf ihre starken Rückraumspieler Jonas Link und Jan-Marco Behr sowie den spanischen Spielmacher Manuel Vilches-Moreno besser auf die 6:0-Abwehrarbeit der HSG ein und konnten immer wieder einmal auf zwei Tore verkürzen, bevor Stefan Seitel Sekunden vor dem Pausenpfiff zum 13:16 einnetzte. Zwei Baustellen gab es im Spiel der Gastgeber: Zunächst war die Abwehr nicht aggressiv genug gegen den starken Rückraum der Hessen. Viel zu oft reichte eine simple Kreuzbewegung aus, um einem der Shooter von Nieder-Roden aus acht oder neun Metern einen freien Wurf zu ermöglichen. Auch den sicheren Außen erlaubte der TSV zu viel Raum, Seiler konnte kaum einen Ball halten und musste in der Pause seinen Platz zwischen den Pfosten für Benjamin von Petersdorff räumen. Aber auch im Angriff traten die Herzogstädter nicht souverän auf. Der Rückraum war gegen die stabile Deckung der Gäste zu oft abgemeldet, einige ungenaue Anspiele im Spielaufbau oder bei Gegenstößen führten zu Ballverlusten.

    Auch nach dem Wechsel hielten die Baggerseepiraten vor der geringen Kulisse gut mit. Kapitän Sebbi Schulz gelang es mit seinem einzigen Einsatz im Angriff, den Vorsprung wieder ausbauen, bevor die Gastgeber begannen ihre physische Überlegenheit mehr und mehr in die Waagschale zu werfen. Neben den bereits erwähnten Rückraumschützen kam jetzt von der Bank noch Miroslav Ilic, der auf der rechten Rückraumposition den Druck erhöhte. Fünf Minuten waren im zweiten Durchgang gespielt, als Friedberg langsam wieder Zugriff auf die Partie bekam. Die Abwehr ging nun mit viel mehr Entschlossenheit zu Werke, auch die Pässe beim Gegenzug waren viel genauer. Jonas Link, dem im ersten Durchgang nicht viel gelungen war, zeigte jetzt seine ganze Klasse. Sein Treffer zum 19:19, einer von neun Stück, war ein Paradebeispiel dafür: Link bekam den Ball in der zweiten Welle auf Höhe der Mittellinie, nahm Anlauf und stieg hoch, um den Ball in den rechten oberen Torwinkel zu hämmern. Der Gästekeeper reagierte erst gar nicht. In den folgenden Minuten war die Partie ausgeglichen. Für Kreisläufer Florian Antony, der seine zweite Zeitstrafe kassiert hatte, verteidigte ab der 41. Minute Manuel Vilches-Moreno im Mittelblock. Der Spanier machte seine Sache sehr gut und war mit dafür verantwortlich, dass Nieder-Roden kaum noch zu erfolgreichen Torabschlüssen kam.

    Dadurch angestachelt legten die Gastgeber noch einen Zahn zu und konnten gegen die ausgepowerten Baggerseepiraten über 21:21 in der 45. Spielminute mit 23:21 erstmals zwei Tore vorlegen. Nach dem 23:22 ging es dann aber schnell, nur fünf Minuten später lag Friedberg schon mit 28:24 vorne. Von Nieder – Roden kam kein letztes Aufbäumen mehr, der Aufsteiger, der auf einige verletzte Spieler verzichten musste, verzweifelte jetzt am Friedberger Abwehrbollwerk. In den letzten zehn Minuten gelang den Gästen nur noch ein Treffer. Friedberg spielte die Partie, in der man sich lange sehr schwer getan hatte, sicher zu Ende. Spätestens beim 30:24 vier Minuten vor Schluss war das Spiel entschieden. Umso unverständlicher war das extrem harte Einsteigen von Christian Schmid kurz darauf, der Jonas Link übel fällte und direkt Rot sah. Nur 20 Sekunden später folgte ihm Sebastian Schulz, der nach seiner dritten Zeitstrafe ebenfalls früher Schluss machen konnte. Nach 60 intensiven Minuten schaffte der TSV mit dem 32:25 (13:16) seinen fünften Sieg in Folge. Da Balingen-Weilstetten 2 nur unentschieden gespielt hat, sind die Herzogstädter auf den zweiten Platz vorgerückt und liegen weiterhin nur einen Zähler hinter dem Spitzenreiter aus Konstanz.

    Trotzdem war Mayerhoffer mit dem Auftritt seiner Mannschaft nicht zufrieden: „In der ersten Halbzeit hat vieles nicht gepasst, gerade in der Abwehr waren wir da zu nachlässig. Mit einem Kraftakt haben wir das Spiel drehen können, aber Nieder – Roden war keinesfalls sieben Tore schlechter. Der Aufsteiger hat heute seine bisherigen guten Saisonleistungen bestätigen können, wir mussten alles geben, um zu gewinnen. Aber unsere Fehlerquote war besonders im ersten Durchgang zu hoch, das muss besser werden, sonst werden wir uns in dieser starken Liga gegen jede Mannschaft schwer tun.“

    Friedberg: Seiler (1. – 30.); v. Petersdorff (31. – 60.); Vilches – Moreno (3/3); Ilic (3); Antony (3); Knorr; Maier – Hasselmann (3); Segmüller (3); Link (9); Feuchtmann (2); Scholz (2); Prause; Behr (4)

    Nieder-Roden: Rhein, Hoppenstaedt; Seitel (2), A. Weber, Henkel (2), Schulz (1), Schmid (5), Stenger, Prinz (8), Kohlstrung, Christoffel, Weidinger (2), Kaiser (5/2), Keller

    zu "Die letzte war für die Sieben vom schwäbischen Meer besonders schmerzhaft, denn bis dahin hatte die Filder-Sieben noch keinen einzigen Auswärtspunkt eingefahren und gewann dann im Februar deutlich mit 32:26."

    Das war ein ganz bitterer Handballabend im Februar. Da ist noch etwas aus der Vorsaison gutzumachen!

    Der Vorbericht aus Neuhausen:
    Ohne Druck nach Konstanz
    Für die Drittligahandballer des TSV Neuhausen steht am Samstag, 1. Dezember, 20 Uhr, das erste von zwei Auswärtsspielen in Serie auf dem Programm. Es geht zur zweitplatzierten HSG Konstanz. Im bisherigen Saisonverlauf gab es für das Team vom Bodensee einerseits überraschend klare Niederlagen (21:31 in Kronau und 17:25 in Balingen), andererseits ebenso deutliche Erfolge (37:20 in Münster, 27:21 gegen Horkheim, 32:23 gegen Groß-Umstadt, 26:21 gegen Groß Bieberau, 28:21 gegen Zweibrücken, 28:18 in Köndringen/Teningen, 30:23 in Großsachsen und 27:22 in Nieder-Roden). Knapp fiel lediglich der 32:31-Sieg in Hochdorf aus, am vergangenen Samstag gab es dagegen mit dem 25:25 Unentschieden in Herrenberg eine herbe Enttäuschung und der Verlust der Tabellenspitze. Diese will die Handballspielgemeinschaft sicherlich mit einem Sieg gegen die MadDogs wieder anpeilen. Alle fünf Heimpartien in der Schänzle-Sporthalle gestaltete die Truppe von Coach Daniel Eblen erfolgreich und hat dabei ein Torverhältnis von 140:108. Die Bilanz gegen das Team von Trainer Florian Beck spricht klar für die Hausherren, doch der TSV hat in den vergangenen Jahren mächtig aufgeholt. Die ersten vier Aufeinandertreffen konnten die Konstanzer allesamt klar für sich entscheiden, seitdem stehen jedoch nur noch zwei Siege, eine Punkteteilung und drei Niederlagen. Die letzte war für die Sieben vom schwäbischen Meer besonders schmerzhaft, denn bis dahin hatte die Filder-Sieben noch keinen einzigen Auswärtspunkt eingefahren und gewann dann im Februar deutlich mit 32:26. Der Druck liegt auf jeden Fall beim früheren Zweitligisten. Von 2001 bis 2004 spielte die HSG Konstanz in Bundesliga-Unterhaus und schaffte in den ersten beiden Jahren jeweils Platz elf. 2004 folgte der Abstieg in die damalige Regionalliga. Das letzte Kräftemessen sollte den Gästen sicherlich Mut machen ähnlich aufzutreten wie damals und erneut für eine Überraschung zu sorgen. Aufpassen muss die Defensive
    insbesondere auf die Rückraumspieler Matthias Faißt (66), Gerrit Bartsch (65) und Yannik Schatz (47 Saisontore).

    Endstand 25:25 (11:13)
    Das zeigt einfach wieder die Ausgeglichenheit der Liga.
    Und die HSG ist endlich die ihr zuletzt aufgebürdete Favoritenrolle los, da Friedberg und Horkheim in Herrenberg hohe Siege landeten und auch an diesem Wochenende wieder klar siegten!

    KHS, erkläre uns mal aus deiner Sicht, was da in den letzten 13 Minuten los war?
    Aus dem Live-Ticker:
    Spielverlauf:
    59:06 (25:25) Tor durch ANr. 3 Hörer, Valentin ( SG H2Ku Herrenberg ).
    58:23 (24:25) 7-Meter-Tor durch ANr.15 Krämer, Ingo ( SG H2Ku Herrenberg ).
    54:36 (23:25) Tor durch ANr. 7 Hafner, Marc ( HSG Konstanz ).
    52:26 (23:24) Team-Timeout HSG Konstanz
    52:18 (23:24) Tor durch ANr. 3 Hörer, Valentin ( SG H2Ku Herrenberg ).
    52:07 (22:24) 7-Meter-Versuch durch ANr.13 Schatz, Yannick ( HSG Konstanz ).
    51:10 (22:24) Tor durch ANr.15 Krämer, Ingo ( SG H2Ku Herrenberg ).
    50:20 (21:24) 7-Meter-Tor durch ANr.15 Krämer, Ingo ( SG H2Ku Herrenberg ).
    50:20 (20:24) ANr. 9 Flockerzie, Simon ( HSG Konstanz ) erhielt eine Zeitstrafe.
    50:00 (20:24) ANr. 3 Mittendorf, Kai ( HSG Konstanz ) erhielt eine Zeitstrafe.
    49:55 (20:24) Tor durch aNr.18 Rentschler, Patrick ( SG H2Ku Herrenberg ).
    49:02 (19:24) 7-Meter-Tor durch ANr.13 Schatz, Yannick ( HSG Konstanz ).
    48:14 (19:23) Tor durch ANr. 9 Schmiederer, Eike ( SG H2Ku Herrenberg ).
    47:49 (18:23) Tor durch aNr.18 Rentschler, Patrick ( SG H2Ku Herrenberg ).
    47:09 (17:23) Tor durch ANr. 6 Bartsch, Gerrit ( HSG Konstanz ).

    Der Vorbericht von der SG-Homepage:
    "Der Spitzenreiter kommt – SG H2Ku empfängt Samstag die HSG Konstanz
    Zum Punktspiel der dritten Liga Süd empfängt die SG H2Ku Herrenberg am Samstag (24.11., 20 Uhr) den derzeitigen Spitzenreiter HSG Konstanz. Dem seit sieben Spielen siegreichen Gast vom Bodensee möchte das Team von Coach Stephan Christ ab 20 Uhr einen großen Kampf liefern, um wieder Selbstvertrauen für die kommenden Aufgaben zu tanken.

    Es sollte alles besser werden in Groß-Umstadt. Doch beim 28:35 am letzten Sonntag gegen einen direkten Kontrahenten um den Klassenerhalt offenbarten sich wieder alte Fehler. Abstimmungsprobleme in der Abwehr und individuelle Fehler im Torabschluss verhinderten den erhofften Befreiungsschlag im Hessischen.
    Die nächste hohe Hürde wartet auf die Mannen um Kapitän Christian Dürner nun am Samstag in der heimischen Markweghalle. Kein Geringerer als der momentane Tabellenführer HSG Konstanz gibt seine Visitenkarte in Herrenberg ab. Die Mannschaft von Trainer Daniel Eblen reist dabei als klarer Favorit an. Es gibt momentan nicht viele Fakten, die den Hausherren objektiv eine Siegchance einräumen dürften. Da sind natürlich in erster Linie die Tabellenplätze. Volle 13 Platzierungen trennen beide Teams. Zudem verfügt die HSG über die beste Abwehr in der Liga. Argumente, die auf den ersten Blick nicht gerade verheißungsvoll wirken. Zudem haben die Bodenseestaädter gerade einen beeindruckenden Lauf. Nach einem eher holprigen Start mit 4:4 Punkten gelangen dem Gast sieben Siege in Folge, was letztlich der HSG die Tabellenführung einbrachte. Es scheint fast so, als ob das eingespielte Team nach viermal Platz vier in den letzten sieben Jahren in diesem Jahr zum ganz großen Schlag ausholen könnte. Mit Rückraumspieler Matthias Faißt und Neuzugang Gerrit Bartsch (GWD Minden) stehen zudem gleich zwei Spieler in den Top Ten der Torschützenliste.

    Für die SG H2Ku Herrenberg wird es in erster Linie darum gehen müssen, wieder einmal das vorhandene Leistungsvermögen optimal auszuschöpfen. Auch wenn Siege gegen Mannschaften wie zuletzt Horkheim und Friedberg bzw. nun Konstanz schwerer denn je sind, werden Erfolgserlebnisse natürlich trotzdem immer möglich sein. Dafür ist aber zumindest ein bedingungsloser Kampf bis zur letzten Sekunde Grundvoraussetzung. Ein positiver Aspekt zum Spiel sollte aber nicht unerwähnt bleiben. Gegen die HSG Konstanz ist die SG H2Ku Herrenberg in heimischer Halle seit über sechs Jahren ohne Niederlage. Im September 2006 gewannen die Gäste vom Bodensee letztmals in Herrenberg, damals mit 29:27.
    Veränderungen im Team sind für den Samstag kaum zu erwarten. Nachdem Felipe Soteras-Merz wieder zur Mannschaft gestoßen ist, dauert es bei den anderen Langzeitverletzten noch eine Weile bis zum Wiedereinsatz. Dies trifft natürlich in erster Linie auf Marcel Kohler zu, der sich erst vor zwei Wochen schwer verletzte. Die Spieler, die Stephan Christ letztendlich auf das Parkett schicken wird, müssen alles versuchen, den Funken vom Parkett auf die Ränge überspringen zu lassen. Vielleicht ist dann in einer Hexenkessel-Atmosphäre eine Überraschung und der ersehnte Befreiungsschlag möglich.

    Und noch ein Vorbericht von heute aus dem Gäuboten:
    24.11.2012
    "Wir müssen kämpfen bis zum Umfallen"
    Handball: SG H2Ku Herrenberg empfängt heute den Drittliga-Tabellenführer HSG Konstanz

    ZoomDie SG-Deckung soll gegen Konstanz nicht noch einmal wie ein zahnloser Tiger agieren GB-Foto (Archiv): Schmidt Der Spitzenreiter kommt. Heute Abend erwartet Drittligist SG H2Ku Herrenberg den aktuellen Tabellenführer HSG Konstanz (20 Uhr) in der Markweghalle. "Wir müssen kämpfen bis zum Umfallen", prophezeit H2Ku-Coach Stephan Christ.

    Sven Gruber

    Während die Heimsieben momentan im Formtief steckt, reisen die Gäste nach sieben Siegen in Folge mit breiter Brust an. Unterschiedlicher könnten die Voraussetzungen der beiden Kontrahenten nicht sein: Stolze 13 Tabellenplätze trennen die SG H2Ku Herrenberg und die HSG Konstanz. Die Hausherren um Trainer Stephan Christ gehen mit der Bürde von zuletzt drei Niederlagen in Folge und für alle Beteiligten enttäuschenden Leistungen in die Partie. Aktuell stehen die Hausherren auf Rang 14 - und damit auf einem Abstiegsplatz.

    Die Gäste dagegen reiten nach stolzen sieben Siegen in Serie auf einer beeindruckenden Erfolgswelle. Das erfahrene und eingespielte Team von Coach Daniel Eblen mischt seit dem Abstieg aus der zweiten Liga in der Saison 2003/04 immer wieder vorne in der dritten Liga mit. Zu mehr als Platz vier hat es seitdem in der Endabrechnung zwar nicht gereicht. In dieser Runde allerdings könnten die Konstanzer zum großen Wurf ansetzen. Nach der Erfolgsgeschichte der vergangenen Wochen steht die HSG aktuell ganz oben.

    Jüngstes "Opfer" der HSG-Handballer vom Bodensee waren die starken Aufsteiger TV Germania Großsachsen (30:23) und die HSG Nieder-Roden (27:22). Auch der TSB Heilbronn-Horkheim (27:21) bekam von den Konstanzern bereits eindrucksvoll seine sportlichen Grenzen aufgezeigt. Grundpfeiler der gegnerischen Stärke ist die mit 256 Gegentreffern derzeit beste Abwehr der dritten Liga. Auch offensiv halten die Konstanzer zahlreiche Trümpfe in der Hand. In Rückraumspieler Matthias Faißt und Neuzugang Gerrit Bartsch (GWD Minden) tauchen gleich zwei Spieler unter den momentan zehn besten Torschützen in der Süd-Staffel auf.

    Die Rollen vor dem Spiel scheinen also klar verteilt. Die SG H2Ku ist in eigener Halle lediglich krasser Außenseiter. Weshalb Trainer Stephan Christ unmissverständlich sagt: "Wir müssen kämpfen bis zum Umfallen. Sonst sind wir chancenlos." Besonders gegen Horkheim (28:36) und Friedberg (24:38) bekam seine Mannschaft ihren mitunter mangelnden Einsatzwillen deutlich vor Augen geführt. Und präsentierte sich in Abwehr und Angriff alles andere als konkurrenzfähig. "In der Offensive haben wir teils haarsträubende Fehler produziert", listet der H2Ku-Coach auf. Zu den leichtfertig verworfenen Chancen gesellten sich regelmäßig fast hergeschenkte Bälle nach Abspiel- oder Schrittfehlern. Zudem strahlte die H2Ku-Offensive deutlich zu wenig Torgefahr aus, weil die absolute Laufbereitschaft fehlte. "Aber genau das macht ein Team unberechenbar und erfolgreich", erklärt Christ, "indem es die gegnerische Abwehr in Bewegung versetzt, Lücken reißt, in die es dann stoßen kann. So werden Abschlüsse vorbereitet."

    Die Enttäuschung ist überwunden

    Immerhin: Am vergangenen Wochenende konnte der Coach bei der 28:35-Auswärtsschlappe beim TV Groß-Umstadt leichte Fortschritte in dieser Hinsicht ausmachen. Trotz allem brach die hohe Fehlerzahl letztendlich dem Gäuteam sportlich erneut das Genick. Zu allem Überfluss krankte es in der Defensive, die Deckung präsentierte sich besonders in Eins-gegen-eins-Duellen wie ein zahnloser Tiger: In den ersten 30 Minuten hatte die Christ-Truppe bereits in 22 Zweikämpfen den Kürzeren gezogen. "Daran haben wir unter der Woche intensiv gearbeitet und werden noch weiter daran arbeiten", berichtet der H2Ku-Trainer. Er hat im Training eine positive Aufbruchstimmung wahrgenommen. "Jetzt müssen wir die guten Trainingseindrücke auch im Spiel bestätigen. Jedenfalls ist die Enttäuschung vom vergangenen Wochenende überwunden", blickt Christ selbstbewusst nach vorne. Einzig beim angeschlagenen Kapitän Christian Dürner (Oberschenkelprellung) steht noch ein großes Fragezeichen hinter einem Einsatz. Er konnte in dieser Woche nur eingeschränkt trainieren. Kreisläufer Patrick Rentschler dagegen hat seine Grippe überstanden. Auf ihn und Simon Geist dürfte auf der zentralen Abwehrposition Schwerstarbeit zukommen.

    Vielleicht können die SG-H2Ku-Akteure mit einem frenetischen Publikum im Rücken die Überraschung schaffen? Vielleicht bleibt den Hausherren bei ihrem schweren Unterfangen gegen die Gäste auch das Gesetz der Serie treu? Seit September 2006 (27:29) hat die SG H2Ku Herrenberg gegen die HSG kein Spiel mehr in eigener Halle mehr verloren. So oder so. "Wir haben uns richtig viel vorgenommen und können ohne Druck aufspielen", erklärt Trainer Stephan Christ und ergänzt: "Wichtig ist, dass alle füreinander kämpfen. Zu verlieren haben wir jedenfalls gegen die HSG nichts."

    Von der SG-Homepage:
    Das Thema Ausfälle wird zur Endlosschleife
    Handballszene: Bei Marcel Kohler bestätigt sich der Verdacht Kreuzbandriss - Auch Tremmel fällt aus

    ZoomEine Verletzung nach der anderen: Die schlechten Nachrichten für Trainer Stephan Christ (links) und den sportlichen
    Leiter Kai Wohlbold wollen nicht abreißen GB-Foto (Archiv): Schmidt An so eine Serie von schweren Verletzungen kann sich Kai Wohlbold nicht erinnern. Dabei haben der sportliche Leiter und die weiteren Verantwortlichen der SG H2Ku Herrenberg vor der neuen Saison in der dritten Liga auch unter dem Aspekt der Verletzungs-Vorbeugung zwei Athletik-Trainer verpflichtet.


    Weiterer Nackenschlag - Seit Sonntagnachmittag ist die Verletztenliste des Drittligisten SG H2Ku Herrenberg um einen Namen länger: Rechtsaußen Manuel Tremmel hat sich beim Warmlaufen für das Württemberg-Liga-Spiel seines Stammvereins HC Wernau gegen die zweite Mannschaft der SG H2Ku das linke Knie verdreht. "Ich muss das MRT am Donnerstagmorgen abwarten. Aber die erste Diagnose geht von einer Meniskusquetschung aus", erklärte der Unglücksrabe nach seinem Arztbesuch am Montag verhalten optimistisch. Zwangspause? Sollte sich der Befund bestätigen, mindestens zwei Wochen. Bitter für den bereits gebeutelten Drittligisten. Vor kurzem erst erlitt Rechtsaußen Marcel Kohler im Training eine schwere Knieverletzung. Bei ihm haben sich am gestrigen Dienstag bei einer weiteren Untersuchung die schlimmsten Befürchtungen bestätigt. Kohler wird mit einem Kreuzbandriss mindestens für den Rest der Saison ausfallen. "Damit habe ich gerechnet", meinte Kohler gestern. Mitte Dezember wird er operiert. Für Kai Wohlbold, den sportlichen Leiter und Co-Trainer der SG, reihen sich die Neuigkeiten nahtlos in die Liste der schlechten Nachrichten ein: "Wenn sich Manuels Diagnose bewahrheiten sollte, ist das insofern erfreulich, weil er dann nicht die komplette Runde ausfallen würde. Trotzdem ist das ein weiterer Nackenschlag für uns." Laut Wohlbold soll der neuerliche Ausfall aus eigener Kraft kompensiert werden: "Es ist zum jetzigen Zeitpunkt schwierig, einen drittligatauglichen Spieler zu finden, der nichts kostet und uns weiterbringt."

    Verletzungsprophylaxe - "In dieser Saison sind wir nun wirklich nicht vom Glück verfolgt", hadert Kai Wohlbold. Auch für den sportlichen Leiter, Co-Trainer und langjährigen Spieler der SG H2Ku Herrenberg ist eine solch gehäufte Anzahl an längerfristigen Ausfällen in einer einzigen Saison ein Novum: "Mit einer schweren Verletzung pro Spielzeit muss man heutzutage fast rechnen. Aber so viel Pech habe ich in den vergangenen sechs, sieben Jahren noch nicht erlebt." Die Kreuzbandrisse von Rückraumspieler Tobias Hold und Rechtsaußen Robin Brandner allerdings sind Altlasten aus der vorangegangenen Runde. Die Ursachen für den in der Vorbereitung aufgetreten Knorpelschaden im Knie des Spielmachers Lars Meyer-Hübner vermuten die SG-Verantwortlichen ebenfalls in der Vergangenheit. Immerhin steht Kreisläufer Simon Geist nach seiner Schulterverletzung und monatelanger Schufterei für das Comeback wieder auf der Platte. Auch Kreisläufer Felipe Soteras-Merz ist nach seinem Mittelfußbruch in der Vorbereitung wieder zurück auf dem Feld. "An der Fitness oder an Fehlbelastungen im Training liegt es nicht", erklärt Wohlbold. Seit Ende Juli setzt die SG in Sachen Verletzungsprophylaxe auf eine Zusammenarbeit mit dem Gesundheitscenter des VfL Herrenberg: Jeweils mittwochs erhalten die Spieler ein unterstützendes und speziell abgestimmtes Athletiktraining. "Außerdem ist die Fitness kein Problem. Wir können in der Schlussphase eines Spiels jederzeit mithalten", stellt der sportliche Leiter klar. Die baldige Winterpause wird sehnlichst erwartet: "Dann werden wir zum Rückrundenstart hoffentlich wieder nahezu vollzählig sein."

    Hier der Vorbericht von der SG-Homepage:
    "Mit Leidenschaft zum Erfolg – SG H2Ku will Sonntag auswärts punkten
    Ein richtungweisendes Spiel steht für die SG H2Ku Herrenberg am Sonntag (18.11.) auf dem Plan. In der Heinrich-Klein-Halle tritt der Gäu-Club um 18 Uhr beim TV Groß-Umstadt an. Mit dem zweiten Auswärtssieg der Saison könnte die SG H2Ku am Gastgeber in der Tabelle vorbeiziehen.
    Die letzten zwei Heimspiele haben zweifelsohne für Ernüchterung im Lager der SG H2Ku gesorgt. Die Ergebnisse gegen Horkheim (28:36) und Friedberg (24:38) haben aber auch gezeigt, dass das im Vorfeld der Saison ausgegebene Ziel Klassenerhalt kein Understatement war. Allerdings hätten bei größerer Konzentration und Leidenschaft die Endresultate weitaus freundlicher gestaltet werden können. Punkten hingegen muss das Team von Coach Stephan Christ gegen andere Mannschaften.
    Eine davon wird am Sonntag der Gastgeber für die SG H2Ku sein. Der TV Groß-Umstadt ist momentan mit nur einen Punkt mehr auf dem Konto auch nur einen Platz besser im Tabellenbild notiert. Mit sechs Pluszählern aus neun Partien hat man auch bei den Odenwäldern anerkennen müssen, dass das Niveau in der dritten Liga in den letzten beiden Spielzeiten stetig gestiegen ist. Ähnlich wie bei der SG H2Ku musste man beim TV nach dem Zweitligaabstieg einen Aderlass verkraften. In der Vorsaison wurde trotzdem noch ein guter sechster Platz erreicht. In diesem Jahr kam das Team von Tim Beckmann allerdings schlechter aus den Startlöchern als gewünscht. Die derzeitige Lebensversicherung beim TV Groß-Umstadt stellt sich wohl in Person Florian See dar. Der Halbrechte, schon im gemeinsamen Zweitligajahr mit dem jetzigen Neuhausener Erstligaspieler Nico Büdel ein kongeniales Duo bildend, erzielte in neun Partien beeindruckende 75 Treffer. Damit thront er unangefochten an der Spitze der Torjägerliste. Sich als Gegner allerdings nur auf See zu konzentrieren, wäre allerdings äußerst fahrlässig und leichtsinnig. Die letzten beiden Auswärtsspiele in Groß-Bieberau (25:25) und Nieder-Roden (27:27) sollten Warnung genug sein.

    Für die SG H2Ku wird ein Erfolg in Groß-Umstadt nur über eine verbesserte Abwehrarbeit führen. Das, was Stephan Christ gegen den TSV Friedberg sah, hat ihm keineswegs gefallen: „Wir haben mit zu wenig Tempo gespielt. Außerdem haben wir manchmal zu naiv agiert“, so der SG- Coach. Folge dessen waren immer wieder Lücken im Abwehrverbund. Deshalb legt Stephan Christ in dieser Woche auch sein Augenmerk verstärkt auf die Defensivarbeit. Mit Ballgewinnen in der Abwehr könnte dann auch das arteigene Tempospiel der SG zum Tragen kommen. Eine wichtige Personalie gerade im offensiven Deckungsverbund stellt dabei die Rückkehr von Felipe Soteras-Merz dar. Der Kreisläufer kehrte nach über zweimonatiger Verletzungspause in der vergangenen Woche ins Team zurück und führte sich mit vier Treffern prächtig ein. Eine Alternative mehr, die Stephan Christ natürlich dankend annimmt. Auch, um Leistungsschwankungen anderer Spieler ausgleichen zu können.
    Gerade die jungen Spieler sind davon immer wieder einmal betroffen. Trainer Christ wirbt allerdings um Verständnis: „Viele meiner Spieler haben letztes Jahr noch in der Landesliga gespielt“. Deshalb sind auch die Routiniers in der Mannschaft gefragt. Wie wichtig diese sind, zeigte eindringlich der letzte Spieltag, als die Führungsspieler Valentin Hörer und Christian Dürner nicht ihre gewohnte Stärke zeigten. Die entstandene Lücke konnte im Spielverlauf dann niemand schließen. In Groß-Umstadt wird wieder von allen Akteuren sechzig Minuten Leidenschaft und Konzentration erwartet. Wenn alle Spieler als verschworene Gemeinschaft auftreten, ist vielleicht auch ein Bigpoint möglich.

    Hier der Bericht von der SG-Homepage:
    "Die Zweikampfschwäche bereitet Christ Sorgen
    Handball: Drittligist SG H2Ku Herrenberg verliert das Kellerduell beim TV Groß-Umstadt mit 28:35

    ZoomValentin Hörer konnte mit seinen acht Treffern die Niederlage auch nicht verhindern GB-Foto (Archiv): Schmidt Die Drittliga-Handballer der SG H2Ku Herrenberg haben nach einer 28:35 (13:18)-Auswärtsniederlage beim Tabellennachbarn TV Groß-Umstadt vorerst den Anschluss an das Mittelfeld verloren. "Unsere Zweikampfleistung war richtig schwach", zeigte sich Trainer Stephan Christ konsterniert.

    Sven Gruber

    Die Statistik nach Spielende war für die Handballer der SG H2Ku Herrenberg mehr als ernüchternd: Insgesamt 22 verlorene Zweikämpfe und zehn ausgelassene freie Würfe alleine in den ersten 30 Minuten hatte Coach Stephan Christ letztendlich notiert. Es herrschte nach Spielschluss dementsprechend Totenstille in der Kabine. "Kämpferisch kann ich der Mannschaft keinen Vorwurf machen. In der Summe allerdings haben wir uns viel zu viele Fehler geleistet, um ein Drittligaspiel gegen einen ebenbürtigen Gegner zu gewinnen." Dabei hatten sich seine Schützlinge im Duell der Kellerkinder beim TV Groß-Umstadt viel vorgenommen: Ein Sieg sollte her, um den Blick in der Tabelle wenigstens leicht nach oben richten zu können. Doch bereits nach sieben Minuten waren alle guten Vorsätze Makulatur: Die Gäste lagen mit 1:4 in Rückstand.

    Linksaußen Eike Schmiederer hatte sich in der Folge bei zwei freien Würfen zwei bittere Fehlwürfe geleistet. Anstatt auf 4:4 auszugleichen, lief die SG H2Ku Herrenberg bis zur Pause einem deutlichen Rückstand hinterher. Näher als auf zwei Treffer (4:6) sollten Christs Spieler den Hausherren im ersten Durchgang nicht mehr kommen. "Wir haben viel zu viele Gegentore über die Außen und den Kreis kassiert, weil wir uns zu wenig bewegt und zu allem Überfluss noch die Zweikämpfe verloren haben", zählte der SG-Trainer zwei Mängel auf. Groß-Umstadts Linksaußen David Acic mit sieben Treffern und Rechtsaußen Kai Kramer mit sechs Toren zählten zu den erfolgreichsten Schützen der Gastgeber. Im Angriff zeigten sich die Gäste über weite Strecken verunsichert. Die vielen Pfosten- und Lattentreffer taten ihr Übriges: Besonders Rückraumschütze Valentin Hörer - letztlich mit acht Treffern bester SG-Werfer - konnte ein Lied davon singen. Folgerichtig lagen die Gäste vor rund 350 Zuschauern in der Heinrich-Klein-Halle zur Pause mit 13:18 im Hintertreffen.

    Im zweiten Abschnitt zeigte sich ein ähnliches Bild. Zwar hatte sich die SG-Defensive auf den derzeitigen Drittliga-Top-Torjäger Florian See sehr gut eingestellt. Der 20-Jährige traf lediglich dreimal aus dem Feld und scheiterte zudem mit zwei Siebenmetern am überragend haltenden H2Ku-Keeper Tobias Barthold (insgesamt 15 Paraden). Doch dank der weiterhin hohen Fehlerzahl auch bei Gegenstößen machte sich das Team um Christ das Leben selbst schwer.

    Beim 24:28 (50.) waren die Gäste erstmals wieder auf vier Tore herangerückt. "In dieser Phase haben wir im Abschluss zur Abwechslung mal ordentlich agiert", befand Christ. An der nötigen Konstanz allerdings haperte es. "Solange wir das nicht in den Griff bekommen, wird es schwierig, ein Erfolgserlebnis zu feiern", sagte der SG-Trainer. Letztlich schaffte die SG H2Ku die Trendwende nicht mehr und musste mit einer bitteren 28:35-Niederlage im Gepäck die Heimreise antreten. "Diese Niederlage muss ich erst verdauen", sagte Christ.

    Am kommenden Samstag (20 Uhr) empfängt die Spielgemeinschaft den momentanen Tabellenführer HSG Konstanz in der Markweghalle.

    TV Groß-Umstadt: Sahm, Ketelaer (beide im Tor), Ramos-Nuez (10/7), Acic (7), Kramer, (6), Becker (3), See (3), Geißler (2), Lochtenbergh (2), Schulz (2), Funck, Lehmer, Kraus, Baumann

    SG H2Ku Herrenberg: Barthold (im Tor), Hörer (8), Krämer (6/2), Schmiederer (5), Rau (4), Sattler (2), Dürner(1), Granberg, Rentschler, Geist, Klisch, Soteras-Merz

    Und hier der Bericht von der Schwäbischen Zeitung:
    HSG Konstanz baut Siegesserie aus
    3. Handball-Liga Süd, Männer: 27:22 vor 1300 Fans gegen Nieder-Roden siebter Sieg in Folge für Tabellenführer
    Von Jochen Dedeleit

    KONSTANZ Langsam wird es ernst. Für die Liga, den Verein und seine Fans. Die Handballer der HSG Konstanz sind in der 3. Liga Süd auf dem besten Wege, sich nach nunmehr 14:0 Punkten in Serie zu einem echten Titelkandidaten zu mausern. Das musste am vergangenen Samstagabend beim 27:22 (14:11)-Erfolg auch Aufsteiger HSG Nieder-Roden erkennen, davon durften sich zudem 1300 Zuschauer in einer fast vollen Schänzle-Halle überzeugen.

    „Und das soll der Spitzenreiter sein?“, moserte ein Zuschauer, der zweifelsohne nicht zu den Stammgästen der HSG zu zählen war und wohl vorgehabt hatte, die Vorzüge der groß angekündigten Opening-Party zum Semesterstart mit ihren großzügigen Angeboten im gastronomischen Bereich kennenzulernen. Die Aussage veranlasste seinen Vordermann, sich bedächtig umzudrehen, und ihm mit einem Lächeln ein „Jetzt warte mal ab!“ mitzuteilen.

    1:6 stand es zwar nach elf Minuten, doch jene, die die HSG Konstanz in dieser Saison von Anfang an begleiten, wussten, dass hier noch lange nichts verloren war. Eine Auszeit von Trainer Daniel Eblen wäre vielleicht angebracht gewesen, aber für die Initialzündung sorgte schließlich der wiederum die Ärmel hochkrempelnde Kapitän Simon Flockerzie mit zwei Treffern auf dem Feld. Der Spitzenreiter war mit der überaus offensiven und aggressiven, aber sicherlich auch kraftraubenden Deckung der Hessen, die mit drei Spielern vorgezogen agierten, überhaupt nicht zurecht gekommen und scheiterte zudem reihenweise an Gäste-Torhüter Marvin Hoppenstaedt.

    In den folgenden 40 Minuten offenbarte sich aber die Klasse der Hausherren. Wobei die ganze Klasse noch nicht einmal zu sehen war. Denn wie so oft schon in der laufenden Spielzeit sprangen Spieler für ihre Nebenleute in die Bresche, bei denen es an diesem Abend nicht wie gewohnt lief. Die besten Schützen hießen dieses Mal Gerrit Bartsch, der seine neun Tore zum einen mit (gewohnt) spielerischer Raffinesse, zum anderen trocken vom Siebenmeterpunkt (4) erzielte, und Sebastian Groh. Der neben Flockerzie zweite Mann am Kreis stemmte sich mit voller Wucht gegen die aggressive Gäste-Abwehr, und war damit sechsmal erfolgreich.

    Die besagten 40 Minuten gingen mit 23:9 (!) an die Konstanzer HSG, neben den elf Minuten zu Beginn gehörte den achtplatzierten Gästen aus dem Rodgau, die in ihren etatmäßigen Toptorschützen Timo Kaiser (5/1) und Sebastian Schulz (4/1) ihre treffsichersten Akteure hatten, die Zeit nach dem 24:15 (51.). Der Zuschauer, der zu Beginn gemosert hatte, klatschte nun Beifall und begeisterte sich vor allem an den Aktionen von Bartsch und Yannick Schatz, der bei seinen drei Treffern die Gegner gleich reihenweise stehen ließ. Begeistert zeigten sich auch Konstanz‘ Oberbürgermeister Ulrich Burchardt bei seinem ersten Besuch sowie Radprofi Tony Martin, zweifacher Zeitfahr-Weltmeister und Silbermedaillengewinner der Olympischen Spiele in London, dessen Autogramme hoch begehrt waren (die SZ wird noch ausführlich berichten).

    Torhüter Patrick Glatt stand nicht nur bis zu dem Zeitpunkt, in dem er Max Wolf Platz machte, unter Strom, sondern auch noch nach dem Spiel. „Es ist kein ungutes Gefühl, wenn du den Ball an den Kopf kriegst. Denn dann hast du ihn gehalten“, ließ die Konstanzer Nummer eins mit seinem obligatorischen breiten Grinsen wissen. Und: „Mut und Masochismus gehören zu meinem Job. Den unbändigen Willen hat aber die gesamte Mannschaft.“ Darum sei nicht nur er glücklich, noch eine Woche länger ganz oben in der Tabelle zu stehen. Trotzdem habe man am Anfang der Partie wieder gesehen, wie schwer es sei, sich nach einem Sieg beim Tabellenzweiten zu Hause auf einen Aufsteiger einzustellen.

    In bester Laune präsentierte sich hernach auch Geschäftsführer Frank Meisch. Obwohl sich dieser nun – langsam – mit Präsident Otto Eblen an die Aufgabe machen muss, neue Geldquellen aufzutun. „Wir müssen, wenn es denn soweit ist, für alle Eventualitäten gerüstet sein. Aber wir werden keinen Blindflug veranstalten“, so Meisch, der das Vorgehen bei West-Liga-Tabellenführer TuS Wermelskirchen gut heißt („Das ist aller Ehren wert!“). Dort verkündete Henning Faber, Geschäftsführer der TuS-Marketing GmbH, bereits nach einem Drittel der Saison, dass aus wirtschaftlichen Gründen auf jeden Fall auf den Aufstieg in die 2. Liga verzichtet werde.

    „Als erstes muss an die Gesundheit des Vereins gedacht werden. Unser derzeitiger Etat von 350 000 Euro muss auf zumindest 500 000 Euro aufgestockt werden. Und dieser Betrag beinhaltet noch keinen einzigen neuen Spieler“, stellt Frank Meisch klar. Der Lizenzantrag werde der HSG Konstanz Mitte März zugeschickt, bis 30. April müsse er zurückgesandt werden. Mit entsprechendem Inhalt. Wenn Simon Flockerzie & Co. dann noch in der glücklichen Lage sein sollten, noch für die 2. Bundesliga infrage zu kommen.

    HSG: Glatt, Wolf - Faißt (3), Hafner, Groh (6), Bartsch (9/4), Flockerzie (3), Schatz (3), Babik, Bruderhofer (2), Oesterle, Mittendorf, Meiners, Geßler (1).

    Und hier der Bericht vom Südkurier:
    Tabellenführer gewinnt gegen Nieder-Roden. Souveräner 27:22-Sieg vor 1250 Zuschauern.
    Handball3. Liga

    HSG Konstanz

    HSG Nieder-Roden

    27:22 (14:11)

    Die Tabellenführung verleiht offenbar Flügel. Brauchte die HSG Konstanz bei ihrem letzten Heimauftritt gegen den SV 64 Zweibrücken noch etwas mehr als die Hälfte der Spielzeit, um sich gegen die ungewohnte Deckungsformation der Gäste durchzusetzen, fanden Flockerzie & Co. diesmal gegen den Mitaufsteiger der Zweibrücker, die HSG Nieder-Roden, noch vor dem Halbzeitpfiff in den eigenen Spielrhythmus. Dabei gestaltete sich die Anfangsphase in der mit 1250 Zuschauern stattlich gefüllten Schänzlehalle mit einem 1:6-Rückstand (11.) eher harzig, was ein paar weibliche Schlachtenbummler auf die Idee brachte, im Vorgriff auf die anstehende „Party nach der Partie“ schon einmal an der Cocktail-Bar vorbei zu schauen.

    Es oblag Mannschaftskapitän Simon Flockerzie mit dem 2:6 (12.) und dem in Überzahl souverän zum 3:6 (13.) heraus gespielten Treffer das Publikum aus seiner zunächst vornehmen Zurückhaltung zu befreien und zum Mitgehen zu animieren. Noch einmal waren die Gäste erfolgreich, danach bestimmten die Hausherren das Geschehen und ließen die Zuschauer leiden, wie beim Tempogegenstoß-Lattentreffer von Simon Gessler (21.), oder jubeln wie beim 7:7-Ausgleichstreffer des gleichen Akteurs Sekunden später. Da half es auch nur bedingt, dass Alexander Hauptmann, der ehemals für den TV Großwallstadt, den TV Hüttenberg und den TV Kirchzell in der Bundesliga auflaufende Coach der HSG Nieder-Roden, seine Mannen zur Auszeit bat, um den Konstanzer Lauf zu unterbrechen. Mit einer sicheren 14:11-Führung der Gastgeber wurden die Seiten gewechselt, wobei Gerrit Bartsch bei seinem praktisch mit dem Pausenpfiff erzielten vierten Treffer auch ein bisschen Glück beanspruchte, dass der neben ihm postierte Torschiedsrichter nicht auf Übertritt entschied.


    „Es waren aus meiner Sicht aber nicht die Situationen in der ersten Hälfte entscheidend, sondern die Fehler, die wir in der ersten Viertelstunde nach der Pause gegen eine sehr konzentrierte und aggressive Konstanzer Deckung gemacht haben“, bedauerte Gästetrainer Hauptmann das verletzungsbedingte Fehlen dreier Stammspieler, darunter beider Kreisläufer. Das führte dazu, dass der erst 17-jährige Florian Stenger aus dem Großwallstadter Handballleistungszentrum diese Position besetzte. Der machte seine Sache zwar ordentlich, konnte sich gegen die körperlich überlegenen Konstanzer aber lediglich zweimal durchsetzen. Dies sah auch HSG-Trainer Daniel Eblen, der Kai Mittendorf für den beruflich abwesenden Markus Schoch im Mittelblock aufbot, als miteintscheidend dafür an, dass die Partie mit dem 22:13 (44.) von Sebastian Groh praktisch gelaufen war. „Hätte Nieder-Roden hier in kompletter Besetzung gespielt, wäre es wahrscheinlich bis in die Endphase Spitz auf Knopf gestanden“, so der Konstanzer Coach, der dem Geburtstagskind und Neuzugang Finn Simon Meiners noch ein paar Minuten Einsatzzeit gönnte, ohne um den souveränen 27:22-Sieg und die Tabellenführung bangen zu müssen.

    HSG Konstanz: Glatt, Wolf (Tor); Mittendorf, Oesterle, Groh (6), Bartsch (9/3), Hafner, Meiners, Flockerzie (3), Faißt (3), Schatz (3), Geßler (1), Bruderhofer (2). – Z: 1250.

    Der Spielbericht von handball-world.com:
    Sonntag · 18.11.2012 · 19:30 Uhr · Rene Marzo - HSG N-R / red
    Energieleistung der ersatzgeschwächten HSG Nieder-Roden in Konstanz nicht belohnt
    Keine Punkte brachte HSG Nieder-Roden vom Ausflug an den Bodensee mit. Dabei hatten die „Baggerseepiraten“ richtig gut angefangen und konnten, von Trainer Alex Hauptmann hervorragend auf den Tabellenführer eingestellt, mit einer offensiven und extrem aggressiven Abwehrvariante die hoch favorisierten Spieler des Tabellenführer überraschen.

    Nach dem 1:1 übernahmen die Rodgauer das Kommando und gingen mit 1:4 in Führung. Dabei tat sich auch Torhüter Marco Rhein hervor, der aber leider bei einer Abwehraktion mit dem Kopf an den Pfosten knallte und mit einer Platzwunde behandelt werden musste. Marvin Hoppenstaedt, der ihn ersetzte, stand ihm aber in nichts nach und konnte ebenfalls zwei „Hundertprozentige“ entschärfen und mithelfen, den Vorsprung auf 1:6 auszubauen. Trotzdem hatten die Gastgeber nach und nach ein Gegenmittel gefunden und konnten sich über 3:6 auf 7:7 herankämpfen und bei 8:7 die erste Führung verbuchen. Bis zu diesem Zeitpunkt hatten die aufopferungsvoll kämpfenden Hauptmann-Schützlinge schon zwei Zeitstrafen zu verzeichnen, die rustikal zu Werke gehenden Gastgeber im Gegensatz dazu gerade mal eine gelbe Karte gesehen.

    Zu diesem Zeitpunkt machte sich erstmals bemerkbar, daß mit Christian Schmid und Ben Weber beide etatmäßigen Kreisläufer verletzungsbedingt fehlten und außerdem Stefan Seitel und Björn Christoffel als Alternativen für die Außenpositionen auch nicht einsatzbereit waren. Bis zur Pause blieb man trotzdem immer auf Tuchfühlung, bis eine weitere Zeitstrafe gegen Kapitän Sebastian Schulz eine Minute vor der Pause von den Gastgebern zu zwei weiteren Toren genutzt werden konnte, die zum 14:11 Halbzeitstand führte.

    Nach dem Wechsel fand die HSG leider nicht wieder in die richtige Spur und musste dem Tempo und den personellen Engpässen Tribut zollen. Trotz des 14:12 von Michael Weidinger konnten sich die Gastgeber durch wuchtige Angriffe auf 18:12 absetzen, bevor Philipp Keller mit dem 18:13 die Serie unterbrach, aber nicht stoppte, was erst beim 23:13 per Time-out durch Trainer Hauptmann gelang. Danach besannen sich seine Schützlinge wieder auf ihre Stärken und konnten über 24:17 und 25:20 wieder verkürzen. Mit dem 27:22 wurde letztendlich ein achtbares Ergebnis erzielt, nicht zuletzt deshalb, weil die Schiedsrichter ab der 52. Spielminute endlich begannen, auch die Gastgeber mit Zweitstrafen zu belegen und damit auch einmal Überzahlsituationen für die HSG zu schafften.

    Letztlich war man im Lager der Gäste aber angesichts der personellen Situation und der Tatsache, dass man gegen den unangefochtenen Tabellenführer zumindest über lange Strecken in dessen mit 1250 fanatischen Zuschauern gut besuchter Halle sehr ordentlich dagegenhalten konnte, ganz zufrieden und trat die lange Heimreise an. Auch die Spieler Philippe Kohlstrung, Alex Weber und Florian Stenger, die im bisherigen Saisonverlauf nur kurze oder gar keine Spielanteile erhalten hatten, fügten sich nahtlos in die unermüdlich kämpfenden Reihen ein und lieferteneine sehr gute Leistung ab. Sie haben sich für weitere Aufgaben empfohlen und das lässt für die Zukunft hoffen.

    Hier schon der Spielbericht von Südkurier online:
    HSG Konstanz wieder einsame Spitze
    HSG Konstanz erobert sich durch den souveränen 30:23-Auswärtssieg beim TV Germania Großsachsen die alleinige Tabellenführung in der 3. Liga.
    Handball3. Liga
    Germania Großsachsen
    HSG Konstanz
    23:30 (9:16)
    Derzeit nicht zu stoppen scheinen die Handballer der HSG Konstanz in der 3. Liga: Der 30:23-Auswärtserfolg beim bisher punktgleichen Verfolger TV Germania Großsachsen schien lediglich in der zweiten Hälfte andeutungsweise in Gefahr geraten zu können. Am Ende setzten die Schützlinge von Trainer Daniel Eblen jedoch ein weiteres Ausrufezeichen und brachten mit ihrem Auftritt selbst den eigenen Coach ins Grübeln. „Irgendwie bin ich schon überrascht und versuche gerade mit unserem Mannschaftsverantwortlichen Thomas Binninger herauszufinden, wie uns das in dieser Deutlichkeit gelingen konnte“, sagte Eblen. Den Trainer beschäftigte weniger der doppelte Punktgewinn beim härtesten Verfolger, sondern eher die Souveränität, mit welcher seine Spieler die Trainingsinhalte der letzten Wochen in die Praxis umsetzten: „Da muss ich der Mannschaft wirklich ein Kompliment machen!“
    Das 1:0 (2.) der Gastgeber konterten Gerrit Bartsch, Matthias Faißt und Mannschaftskapitän Simon Flockerzie zum 1:3 (6.), was im Zusammenspiel mit einer hellwachen Deckung und einem gerade die Anfangsphase dominierenden Patrick Glatt im Tor die erforderliche Sicherheit gab, den eigenen Rhythmus zu finden. „Wir haben vom Anpfiff weg, das Tempo angezogen und die 5:1-Deckung des TV Großsachsen damit ordentlich beschäftigt“, bescheinigte Eblen seiner Anfangsformation, phasenweise „wirklich sehr guten Handball“ gezeigt zu haben. Dies verschob das Kräfteverhältnis vor der großen Kulisse in der Sachsenhalle schnell und stetig zugunsten der HSG Konstanz, ehe Uli Schuppler, der Trainer des TV Germania Sachsen, beim 3:8 (16.) die Reißleine zog und seine Mannen zur Auszeit rief. Der zum Teil in Unterzahl folgende Doppelschlag des Ex-Leutershauseners Thomas Zahn zum 5:8 (18.) unterstrich die Richtigkeit dieser Maßnahme, doch die nächste Zeitstrafe gegen die Gastgeber nutzte die HSG Konstanz dann konsequenter aus und stellte mit dem 7:12 (23.) von Sebastian Groh den alten Abstand wieder her.
    Dass die Konstanzer trotz dreier Zeitstrafen in Folge gegen Markus Schoch, Mathias Faißt und Yannick Schatz einen 16:9-Vorsprung mit in die Pause nehmen konnten, zeigte deutlich die Einsatzbereitschaft jedes einzelnen HSG-Akteurs, was auch Trainer Daniel Eblen hervorhob: „Nur eine mannschaftlich geschlossene Defensivarbeit kann die Grundlage für einen Erfolg bieten. Was nützt es, über einen oder zwei gute Deckungsspieler zu verfügen, wenn der Gegner dann einfach ausweicht und seine Tore auf anderen Positionen erzielt!“, sagte der HSG-Coach.
    Er war mächtig stolz, wie sich seine Mannschaft gerade auch in Unterzahl zu wehren verstand. Trotzdem wurde es nach der Pause nicht zuletzt wegen des nun immer besser ins Spiel findenden Großsachsener Linkshänders Sebastian Knierim beim 17:20 (44.) nochmals enger. „Großsachsen hat nach der Pause doch wesentlich offensiver gedeckt. Aber die Jungs haben nach anfänglichen Schwierigkeiten sehr flexibel darauf reagiert, so dass da nichts mehr angebrannt ist“, verlebte der Konstanzer Coach dann doch eine ruhige Schlussviertelstunde, in der Mannschaftskapitän Simon Flockerzie mit seinen beiden Treffern zum 17:22 (45. /46.) die Weichen wieder auf Sieg stellte.
    HSG Konstanz: Glatt, Wolf (Tor); Mittendorf, Oesterle, Groh (3), Bartsch (9/5), Hafner, Meiners, Flockerzie (4), Schoch, Faißt (7), Schatz (4), Geßler (2), Bruderhofer (1).

    Die Höhe des Ergebnisses ist schon sehr überraschend. War Frieberg so stark oder Herrenberg so schwach?
    Hier ein erster Kurzbericht von der Herrenberger Homepage:
    "Keine Chance gegen Spitzenteam – die Bilder zum Spiel gegen den TSV Friedberg


    Die SG H2Ku Herrenberg verbleibt vorerst weiter im Tabellensumpf der dritten Liga. Beim 24:38 (11:18) gegen den TSV Friedberg wurden dem Gastgeber deutlich dessen momentane Grenzen aufgezeigt. Das Spiel war praktisch bereits nach der Startviertelstunde beim Stande von 3:12 entschieden.

    Hellwach wollte die SG von der ersten Minute an ins Spiel gehen. Gegen die cleveren und auch individuell besser besetzten Gäste gelang dies aber überhaupt nicht. In der Abwehr immer den entscheidenden Schritt zu spät, im Angriff zu wenig Durchschlagskraft. Diese Mischung war die Grundlage für den schon deutlichen Pausenrückstand (11:18). Nach dem Seitenwechsel keimte noch einmal kurz Hoffnung auf (16:22), die von den Gästen jedoch schnell wieder zunichte gemacht wurde. Die etwa 600 Zuschauer honorierten das kämpferische Bemühen der Christ- Sieben, bei der Felipe Soteras-Merz nach langer Verletzungspause ein gelungenes Comeback feierte, trotzdem mit Beifall. Nun gilt es beim nächsten Auswärtsspiel in Groß-Umstadt am kommenden Sonntag zu punkten."