Beiträge von hsgjojo

    Und noch ein Bericht vom Höchster Kreisblatt. Großes Lob für die faire, neutrale Schilderung des Fouls von Schatz, das nie und nimmer zu einer Sperre führen kann:
    "Juozaitis lässt Münster jubeln
    Der Rückraumspieler trifft mit der letzten Aktion zum Ausgleich – 30:30
    Eine Überraschung gelang den Handballern der TSG Münster in der 3. Liga Süd beim Tabellendritten und Titelfavoriten HSG Konstanz.

    Münster. Überraschend holten sie bei der HSG Konstanz beim 30:30 (12:14) einen Punkt, mit dem wohl die kühnsten Optimisten nicht gerechnet haben.

    "Wir haben richtig gut gespielt", freute sich der Sportliche Leiter Thorsten Wolf nach dem Punktgewinn. Vilius Juozaitis belohnte seine Mannschaft, als er sich sechs Sekunden vor Schluss bei einem Freiwurf anspielen ließ und fast von Rechtsaußen – wie es Trainer Thomas Gölzenleuchter beschrieb – zum 30:30-Ausgleich traf. "Ich hatte schon ein gutes Gefühl, als wir angereist sind", erklärte Gölzenleuchter, "daher habe ich in der Schlussphase immer unseren Torhüter herausgenommen und einen sechsten Feldspieler gebracht, wenn wir in Unterzahl waren".

    Die Münsterer hatten einen guten Start in die Partie. Sie trafen vorne konstant, spielten eine starke Abwehr und hatten in Torhüter Fabian Lieb einen guten Rückhalt, der einige klare Chancen der Süddeutschen vereitelte. Bis zur 18. Minute hielten die Gäste beim Stand von 10:7 diesen Vorsprung, kassierten dann ihrerseits eine Zeitstrafe. Zudem vergaben sie einen Siebenmeter und zwei Chancen nach Tempogegenstößen. Konstanz nutzte dies, traf vier Mal in Folge und setzte sich bis zur Pause auf 14:12 ab.

    Wer aber nun gedacht hatte, dass Münster einbrechen würde, lag falsch. Innerhalb von nur drei Minuten glichen die Gäste beim 15:15 wieder aus und kämpften verbissen weiter. Konstanz legte zumeist vor, konnte den Tabellenletzten aber nicht abschütteln. Die Gastgeber verloren Yannick Schatz nach einem unbeabsichtigten Schlag ins Gesicht gegen Juozaitis sowie Gerrit Bartsch nach der dritten Zeitstrafe, setzten sich aber dennoch zum 24:22 ab. "Ich wusste, dass wir etwas reißen", sagte Gölzenleuchter, "da standen Spieler auf dem Feld, die an sich geglaubt haben". Münster möchte nun am Samstag bereits um 18 Uhr gegen den TV Kirchzell nachlegen.

    Konstanz: Wolf, Glatt; Groh 7, Faißt 6, Hafner 4/1, Bruderhofer 3, Bartsch 3/2, Schatz 3/3, Muturi 2, Mittendorf, Geßler je 1, Oesterle, Meiners, Schoch. Münster: Lieb, Biermann; Juozaitis, Ulshöfer je 7, Djurdjevic 7/2, Frieman 4, Hein 3, Dautermann 2, Will, Dobhan, von Rekowski, Bardenheier, Kunz. Schiedsrichter: Lay/Morlock (Bruchsal/Östringen). Disqualifikationen: Schatz (31.) grobes Foulspiel, Bartsch (beide Konstanz/51.) dritte Zeitstrafe, Djurdjevic (Münster/60.) dritte Zeitstrafe. vho (vho)"

    Ellob, lies mal diesen Bericht von der Schwäbischen Zeitung, dann musst du dir für nächste Woche keine Sorgen machen. Das ist nur auf dem Papier nach dem Tabellenstand ein Spitzenspiel. Wenn man aber betrachtet, wie ihr und wie die HSG aus den Startlöchern gekommen ist und wenn man sieht, dass die HSG in den letzten 5 Spielen 5:5 Punkte erreicht hat, dann seid ihr als bestes Heimteam klarer Favorit. Da bin ich mal lieber nicht dabei! :)
    Für die HSG wird viel wichtiger sein, in den dann folgenden 2 Heimspielen gegen Balingen und Herrenberg wieder zu ihrer Form zu finden und das Publikum zu begeistern.
    Enttäuschend war für mich gestern auch, dass die HSG auch taktisch unterlegen war (siehe die taktischen Maßnahmen des Gästetrainers). Warum versucht man es nicht viel früher mit Torhüter Wolf, der noch richtig warm vom sensationellen Vorspiel der Zweiten war (man muss auch mal Glatt einen schlechteren Tag zugestehen)?

    "„Waren nicht besser als der Letzte!“
    3. Liga, Handball, Männer: HSG Konstanz Münster 30:30
    Von Jochen Dedeleit

    KONSTANZ Versteinerte Mienen, wohin der Betrachter blickte. Auf der einen Seite der Schänzle-Halle Präsident Otto Eblen mit hochrotem Kopf, auf der anderen die Spieler und Trainer der HSG Konstanz. Soeben war das erste Meisterschaftsspiel dieses Jahres in der 3. Handball-Liga Süd zwischen dem Tabellendritten aus Konstanz und dem abgeschlagenen Letzten, der TSG Münster, zu Ende gegangen – und die Gäste entführten vor rund 650 Zuschauern tatsächlich einen Zähler. Hinzu kam, dass die TSG beim 30:30 (14:12) nur auf Grund des Ausgleichs Sekunden vor Schluss Glück hatte, denn niemand hätte sich gar über einen Sieg des krassen Außenseiters beschweren dürfen.

    Eine halbe Stunde vor Beginn einer Partie, deren Vorzeichen nicht hätten klarer sein können, war die Stimmung bestens. Die „Zweite“ der Konstanzer hatte vor ihrer Begegnung noch einmal die deutliche Ansage bekommen, die Landesliga Süd nach dieser Saison in Richtung Südbadenliga zu verlassen. So halfen gegen (den bisherigen) Spitzenreiter TSV Alemannia FR-Zähringen mit Kai Mittendorf, Christoph Babik, Finn Meiners, Alex Lauber, Max Wolf und Patrick Muturi sechs Akteure aus dem Kader des Drittligisten mit, die heimische HSG mit einem 25:11-Kantersieg selbst an die Spitze der Landesliga zu hieven.

    Mittendorf, Meiners, Wolf und Muturi bekamen denn auch in der „Ersten“ ihre Einsatzzeiten, Babik nur deshalb nicht, weil er sich zuvor am Knöchel verletzt hatte. Vielleicht hätte aber auch einfach die „Zweite“ nach einer kurzen Pause weiterspielen sollen, denn was der Dritte der 3. Liga seinen Fans am Sonntagabend bot, war einer Spitzenmannschaft der dritten deutschen Handball-Spielklasse absolut unwürdig. Zwar musste die erste Sieben auf ihren verletzten und gesperrten Kapitän Simon Flockerzie verzichten, doch auch wenn der Kreisläufer in jedem Spiel im kämpferischen Bereich als Beispiel par exzellence gilt, hätte der besten Defensive der Liga zugetraut werden dürfen, die schwächste Offensive der Liga in den Griff zu bekommen.

    Auch noch nach einem 4:8-Zwischenstand nach zwölf Minuten, denn schon des Öfteren in der laufenden Spielzeit brauchte der Hausherr ein paar Minuten, um in sein Spiel zu finden. Doch dieses Mal war es da schon zu spät. Vilius Juozaitis, Jonas Ulshöfer und Mihailo Djurdjevic hatte zu diesem Zeitpunkt schon richtig Gefallen am Tore schießen gefunden – so leicht machte es ihnen schließlich bisher niemand. Das Trio aus Münster traf jeweils siebenmal ins Schwarze, der zweite Saisonsieg im 17. Spiel war damit in greifbarer Nähe.

    Dabei drehten die Konstanzer die Partie bis zum Halbzeitpfiff der beiden Schiedsrichter Tobias Lay und Kai Morlock, die sich mit ihren Entscheidungen, je länger die Begegnung andauerte, immer näher dem Niveau des HSG-Spiels annäherten. Doch auch das 14:12 sollte keine Sicherheit bringen, zumal Spielmacher Yannick Schatz Juozaitis bei einer Abwehraktion nach 31 Minuten wohl im Gesicht getroffen hatte und dafür mit Rot bedacht wurde. „Yannick hat ihn nur am Hals erwischt, wir hoffen, dass er nicht wie auch noch Simon am nächsten Wochenende in Horkheim gesperrt ist“, meinte Matthias Faißt, der für Simon Flockerzie wieder das Kapitänsamt übernommen hatte.

    Obwohl sich die Konstanzer Abwehr weiter mit der Zuschauerrolle anfreundete und die Treffsicherheit der Rückraumschützen weitestgehend ausblieb, stand es nach 49 Minuten 24:22. Ein Verdienst von Sebastian Groh, der am Kreis Schwerstarbeit verrichtete, siebenmal traf und etliche Siebenmeter herausholte. Diese wurden erst von dem Ex-Mimmenhausener Schatz verwandelt, nach dessen Roter Karte von Gerrit Bartsch, und als dieser nach dreimal zwei Minuten in der 50. Minute auch noch das Feld verlassen musste, von Marc Hafner. Sein 30:29 in der 60. Minute bedeutete fast den zwölften Saisonsieg, doch Sekunden vor Schluss tankte sich Juozaitis auf der rechten Seite durch und besorgte den Ausgleich. Die Rote Karte von Djurdjevic kurz zuvor spielte keine Rolle mehr.

    Der Einstand des HSG-Maskottchens, einem Seewolf mit der Nummer 22, hätte zu keinem unglücklicheren Zeitpunkt stattfinden können, „wir waren heute eben nicht besser als der Letzte. Groh hat als einziger eine starke Leistung gezeigt, die zwei Tore von Muturi sind ebenso noch erwähnenswert“, schüttelte Otto Eblen den Kopf. Die Abwehr habe ohne Flockerzie nie zu ihrer gewohnten Sicherheit gefunden, „und vorne konnten wir das Spiel zu keiner Zeit beruhigen. Die Rückrunde wird noch schwer für uns“, prognostiziert der HSG-Präsident, der die Unparteiischen nicht für die Pleite verantwortlich machen wollte, „aber sie haben mit zweierlei Maß gemessen“. Nicht nur Eblen hofft, dass sich die Mannschaft schnell wieder fängt, denn die kommenden Aufgaben heißen auswärts Heilbronn-Horkheim (4.) und zu Hause Balingen/Weilstetten (2.).

    HSG: Glatt, Wolf; Mittendorf (1), Oesterle, Hafner (4/1), Groh (7), Bartsch (3/2), Schoch, Schatz (3/3), Faißt (6), Muturi (2), Bruderhofer (3), Meiners, Geßler (1).

    Münster: Lieb, Biermann; Will (1/1), Dobhan, von Rekowski, Bardenheier, Dautermann (2), Juozaitis (7), Ulshöfer (7), Frieman (4), Hein (3), Kunz, Djurdjevic (7).
    "

    Hier der Bericht aus Münster:
    Münsters Coup am Bodensee

    Wer immer noch an der Entwicklung der Mannschaft zweifelt, dem reicht es, genau zwei Resultate vor Augen zu halten. Am 8. September kassierte die TSG Münster mit einem 20:37 gegen die HSG Konstanz in der heimischen Eichendorff-Halle eine echte „Packung“. Es handelt sich dabei um den gleichen Gegner und Titelfavoriten der 3. Handball-Liga Süd, dem Münster am Sonntagabend eine 30:30-Punkteteilung abtrotzte. Nach einem bedingungslosen Kampf und einem Spiel, das an Dramatik kaum zu überbieten war.

    „Der Erfolg hat sich eingestellt“, jubelte TSG-Trainer Thomas Gölzenleuchter. „Ich wusste von Beginn an, dass wir etwas reißen. Da standen Spieler auf dem Feld, die an sich geglaubt haben.“ Und auf der Bank saß ein Trainer, der mit seinem Mut den Weg zum Münsterer Coup am Bodensee erst ebnete.

    Aber der Reihe nach: Dass die TSG nicht nach Süddeutschland gereist war, um die Punkte kampflos dem hohen Favoriten zu überlassen, spürten die 700 Zuschauer in der Schänzle-Halle schon in den Anfangsminuten. Münster stand sicher in der Deckung, Torhüter Fabian Lieb griff gleich mehrere Bälle ab, und vorne schlugen die meisten Torwürfe auch zwischen den Pfosten ein. HSG-Coach Daniel Eblen sah sich bereits nach zehn Minuten gezwungen, beim 4:7 aus Konstanzer Sicht, eine Auszeit zu nehmen.

    Münster blieb im Rhythmus, Sebastian Frieman stellte nach 18 Minuten mit seinem Treffer vom Kreis den Drei-Tore-Vorsprung wieder her. Es folgte eine kleinere Schwächephase der Gäste nach einer Zeitstrafe für Mihailo Djurdjevic, die der Titelanwärter gleich nutzte. Beim 14:12 Pausenstand schien das Blatt gewendet, Münster hatte mehrere klare Chancen nicht verwerten können.

    Die Treffsicherheit stellte sich in der zweiten Halbzeit aber schnell wieder ein. Der Abschnitt begann mit einem Paukenschlag - rote Karte für Schatz nach Foul an Vilius Juozatis – und mit beherzten Angriffen der Gäste. Alexander Hein glich schon nach drei Minuten wieder aus (15:15), danach blieb es eng. Konstanz legte ständig vor, Münster ließ sich aber nicht abschütteln. Prächtig in Form präsentierte der Rückraum um Spielmacher Jonas Ulshöfer, der die Konstanzer Abwehr, die beste der Liga, immer wieder vor Probleme stellte.

    Das 27:25 sechs Minuten vor dem Ende bedeutete schließlich für die Gastgeber den höchsten Vorsprung. Nach dem 29:27 durch Rechtsaußen Hafner wähnte sich der Favorit drei Minuten vor dem Abpfiff wahrscheinlich schon am Ziel, zumal Mihailo Djurdjevic eine Zeitstrafe absitzen musste. Gölzenleuchter legte die grüne Karte und ging volles Risiko: Er nahm den Torhüter heraus und brachte einen sechsten Feldspieler, was durch den Anschlusstreffer von Juozatis belohnt wurde. Und als Djurdjevic wieder auf dem Parkett stand, markierte dieser prompt das 29:29. Die Anzeigentafel in der Schänzle-Halle zeigte 59:04 Minuten an.

    Spannender geht es nicht? Es gab noch eine Steigerung. Genau 30 Sekunden vor dem Ende zeigten die Schiedsrichter Djurdjevic die dritte Zeitstrafe. Groh wurde gefoult, Hafner verwandelte den Siebenmeter zum 30:29. Für den letzten Angriff brachte Gölzenleuchter erneut einen zusätzlichen Feldspieler, das Münsterer Tor war verwaist - doch Konstanz kam nicht mehr an den Ball. Vor der letzten Aktion ließ sich Vilius Juozaitis beim Freiwurf den Ball zuspielen und warf ihn von halb rechter Position ins Tor. Schlusspfiff, aus, vorbei. Großes Entsetzen auf der einen, grenzenloser Jubel auf der anderen Seite.


    HSG Konstanz: Wolf, Glatt; Groh (7), Faißt (6), Hafner (4/1), Bruderhofer (3), Bartsch (3/2), Schatz (3/3), Muturi (2), Mittendorf (1), Geßler (1), Oesterle, Meiners, Schoch.

    TSG Münster: Lieb, Biermann; Juozaitis (7), Ulshöfer (7), Djurdjevic (7/2), Frieman (4), Hein (3), Dautermann (2), Will, Dobhan, von Rekowski, Bardenheier, Kunz.

    Schiedsrichter: Lay/Morlock (Bruchsal/Östringen).

    Zuschauer: 700.

    Zeitstrafen: 8:14.

    Siebenmeter: 6/6:3/2.

    Matchwinner Gölzenleuchter

    Der Mann in der Mitte der Münsterer Jubeltraube war Vilius Juozaitis. Klar, er hatte ja gerade mit dem letzten Wurf den Ausgleich erzielt. Der Matchwinner in der Konstanzer Schänzle-Halle hieß jedoch Thomas Gölzenleuchter. Er besaß in der Schlussphase zwei Mal den Mut, volles Risiko zu gehen und den Torwart herauszunehmen, zwei Mal kam die TSG – durch eine Zeitstrafe eigentlich dezimiert - zum Torerfolg. Gölzenleuchter setzte zudem, so lange es ging, auf seine an diesem Tag stärksten Akteure, wechselte kaum aus. Dass Münster seine starke kämpferische Leistung am Sonntagabend trotzdem auch konditionell durchziehen konnte, ist wieder ein Verdienst des Trainers, der in der Winterpause mit seiner Mannschaft akribisch gearbeitet hat.

    zu: "Die nächsten Spiele werden superhart mit 3 gesperrten Leistungsträgern. Jetzt muss die Bank ran..."
    Quatsch! Diese roten Karten ziehen anders als die von Flockerzie keine Sperren nach sich. Bei Bartsch war es im Übrigen rot wegen der 3. (unnötigen) Zeitstrafe!

    zu "5 secunden vor Schluss gab es noch einen Freiwurf für die Münsteraner und der ging über ein, zwei Ecken an den Innenpfosten und dann leider ins Tor zum verdienten Ausgleich."
    Hier bleibt es wohl immer ein Geheimnis der Schiedsrichter, warum sie die Zeit angehalten haben, nur weil die Spieler aus Münster zu bequem waren, den freien Ball gleich zu holen und den Freiwurf auszuführen!

    Bitte nicht falsch verstehen: Der Punkt war hochverdient für Münster! Die haben wirklich nicht wie ein Absteiger gespielt!

    Und das Spiel hat wieder die Stärke der Liga gezeigt und was passiert, wenn man in der Abwehr nur einen Zentimeter zurückweicht - weil man eben nicht so aggressiv ist, wie in einem Spiel gegen Friedberg! 30 Gegentore gegen den Letzten - das kann für die beste Abwehr der Liga nicht sein, auch wenn Flockerzie gefehlt hat!

    Hier noch ein etwas älterer Bericht aus der Schwäbischen Zeitung zu David Twardons Karriereende. Das tut mir richtig Leid für dieses riesige Talent.

    "Schweda fällt halbes Jahr aus
    Kreuzbandriss und Operation für den Überlinger in Diensten der HSG Konstanz II

    Yannick Schatz, David Twardon und Benjamin Schweda (v.l.) waren vor der Saison guter Dinge. Mittlerweile geht nur noch der Ex-Mimmenhausener Schatz auf Torejagd. (Foto: ded)Von Jochen Dedeleit

    ÜBERLINGEN Die zweite Mannschaft des Handball-Drittligisten HSG Konstanz hält sich in der Landesliga Süd trotz der 23:26-Niederlage bei Eintracht Freiburg am vergangenen Wochenende weiter in der Spitzengruppe. Einer, der eigentlich fester Bestandteil der Mannschaft ist und auch schon im Kader des Drittligisten stand, war gegen Freiburg nicht im Team. Wie eine Magnetresonanztomographie ergab, zog sich Benjamin Schweda beim Sieg gegen TuS Ringsheim einen Kreuzbandriss zu. Am vergangenen Donnerstag wurde der 18-Jährige operiert.

    Passiert ist es bereits vor mehreren Wochen, „da mein Arzt aber im Urlaub war, wusste ich erst zwei Wochen später Bescheid. Aber wegen der Schwellung habe sowieso nicht operiert werden können“, kann es der Überlinger schon wieder etwas lockerer sehen. Die Diagnose habe den 18-Jährigen zu Beginn freilich „runtergezogen, aber jetzt denke ich schon wieder an die Vorbereitung auf die kommende Saison“. Auch wenn sich Benjamin Schweda dafür genügend Zeit nehmen wolle. Ein ihm bestens bekannter Spieler sei Warnung genug.

    Twardon hat aufgehört

    Der Aufbau soll kontinuierlich vonstattengehen, nichts soll überstürzt werden. „Nicht, dass es so endet wie bei David“, meint Schweda, der an den Ex-Pfullendorfer denkt, der wenige Meter neben ihm sitzt. David Twardon hat seine Handball-Karriere nach zwei Kreuzbandrissen beendet, noch einmal wolle sich der Ex-Junioren-Nationalspieler die Strapazen, um wieder das Trikot überziehen zu können, nicht antun. Für Schweda ist es die erste ernsthafte Verletzung seiner Karriere. Der Überlinger, der schon Südbadischer Meister war und an der Süddeutschen Meisterschaft teilnahm, erkundigte sich bei Twardon nach dessen Arzt, der den Torjäger (der pro Saison meist für rund 100 Tore gut ist) dann auch operierte.

    Bei der HSG Konstanz wolle der 18-Jährige bleiben, „ich würde gerne im Verein mein Freiwilliges Soziales Jahr machen. Und natürlich hier auch weiter Handball spielen“. Damit ist es erst einmal auch für Teamkollege William Gaus vorbei, auch der Stockacher erlitt nur eine Woche später beim 27:24-Auswärtssieg gegen die TuS Steißlingen II einen Kreuzbandriss und fehlt der Landesliga-Mannschaft der HSG somit ebenfalls bis zum Saisonende. Und auch Simon Gessler wurde beim Spiel der Ersten gegen den TSV Neuhausen/Filder (32:21) vom Platz geführt – mit Verdacht auf Kreuzbandriss. Wenigstens huer gab es mittlerweile aber Entwarnung.

    (Erschienen: 13.12.2012 10:35)"

    Münsters kleine Chance
    aus der Höchster Zeitung:
    Münster. Beim Tabellenzweiten HSG Konstanz sind die Erwartungen des Handball-Drittligisten TSG Münster am Sonntag (17 Uhr, Schänzle-Sporthalle) nicht allzu groß, zu den nächsten Punkten zu kommen.

    Ans Hinspiel erinnert sich der Sportliche Leiter Thorsten Wolf ungern. Mit 20:37 war seine Mannschaft gegen den Titelfavoriten untergegangen, der zuvor seinen Auftakt verpatzt hatte. Gegen die offensive 3:2:1-Abwehr der Süddeutschen fanden die Münsterer keine Mittel und ergaben sich früh in die Niederlage. "Wir hatten gar keine Chance", resümierte Wolf.

    Er ist der Meinung, dass sich seine Mannschaft handballerisch verbessert hat und hat eine kleine Hoffnung: "Wir fahren nach Konstanz und werden mal schauen, was passiert. Vielleicht unterschätzen sie uns nach dem klaren Hinspielerfolg." Der Tabellenletzte habe nur eine Chance, wenn er konstant agiert und in den engen Phasen selbstbewusst bleibt, glaubt Wolf.

    Tim Schreiber wird wegen seiner Schulterverletzung, die er beim Sieg gegen Groß-Bieberau erlitten hatte, definitiv fehlen. Fraglich ist noch der Einsatz von Daniel Will, der eine Entzündung in der Schulter hat. (vho)


    Artikel vom 17. Januar 2013

    Hier der Spielbericht von handball-world.com, der zeigt, dass Münster im Aufwärtstrend ist:
    Münster überzeugt, aber am Ende fehlt die Kraft
    Zum Jahresabschluss erlebten die Handball-Fans der TSG Münster in der gut besuchten Eichendorff-Halle ein Drittliga-Hessenderby, das einiges zu bieten hatte: einen intensiven Schlagabtausch mit vielen temporeichen Szenen auf beiden Seiten und bärenstarken Torhütern. Nur mit dem Ergebnis waren die meisten Zuschauer nicht zufrieden, denn die HSG Nieder-Roden entführte mit einem 28:23-Sieg die Punkte aus dem Taunus.

    TSG-Trainer Thomas Gölzenleuchter machte seiner Mannschaft keinen Vorwurf, dass es nach dem Kantersieg gegen Groß-Bieberau mit dem zweiten Derby-Erfolg hintereinander nicht geklappt hat. Vor allem die Abwehr mit Torhüter Fabian Lieb konnte erneut überzeugen. "Wir haben alles gegeben, aber es hat nicht gereicht", sagte Gölzenleuchter. "Ich kann zwar nicht mit dem Ergebnis, aber mit unserer Leistung gut leben."

    Als Ausschlag gebenden Punkt bezeichnete der Münsterer Coach die fehlenden Alternativen auf den Halbpositionen. Seine Spieler hätten in Abwehr und Angriff durchweg gekämpft und dafür Mitte der zweiten Halbzeit dann Tribut zollen müssen. Hinzu kam, dass mit Marco Rhein ein Torhüter in überragender Form zwischen den Nieder-Rodener Pfosten stand, der gerade in der zweiten Halbzeit den Angreifern einige klare Torchancen vereitelte.

    Die Münsterer machten dort weiter, wo sie gegen Groß-Bieberau aufgehört hatten. Sie wollten ihren Anhängern unbedingt ein vorgezogenes Weihnachtsgeschenk bereiten, das war in der Halle gleich zu spüren. Die meiste Zeit des ersten Abschnittes lagen die Gastgeber auch in Führung, versäumten es aber mehrere Male, den Vorsprung weiter auszubauen. So zum Beispiel nach dem 8:5 durch Jonas Ulshöfer (21.), als die TSG sich in Überzahl zwei Gegentore einfing. Auch nach dem verwandelten Siebenmeter von Daniel Will zum 10:8 (25.) hätte Münster noch "einen drauf legen" können, vergab bis zum Pausenpfiff jedoch mehrere gute Chancen, so dass Nieder-Roden zum 10:10 ausglich.

    Die Gäste aus dem Rodgau hatten in der zweiten Halbzeit zwar den besseren Start und führten gleich mit drei Toren, Münster hielt die Partie aber offen. Nach dem Treffer von Vilius Juozaitis zum 18:19 (46.) war noch alles drin. Die TSG musste jedoch einen immer höheren Aufwand betreiben, um Rhein zu überwinden, der an diesem Abend auf insgesamt 25 Paraden kam. Nach Ulshöfers Tor zum 20:22 (53.) war es noch eng, ehe Nieder-Roden in der Schlussphase durch einfache Tempogegenstoßtore den Sack zumachte und Münster seinem kraftaufwendigen Spiel Tribut zollen musste.

    Mit der Heimniederlage gegen die HSG Nieder-Roden geht für die Spieler, Verantwortlichen und Anhänger der TSG Münster kein einfaches Jahr zu Ende. Die erste Jahreshälfte konnte die erste Mannschaft als Aushängeschild der Handall-Abteilung nach einem Kraftakt noch positiv gestalten. Nach der Verpflichtung von Thomas Gölzenleuchter als Trainer gelang der Verbleib in der 3. Liga Ost, die auch vom Zeit- und Kostenaufwand dem Verein vieles abverlangte. Nach der neuen Einteilung in die Südstaffel und dem Abgang mehrerer Leistungsträger musste die TSG größtenteils aus eigenen Talenten ein neues Gerüst der Mannschaft bauen, da finanziell weiterhin solide gearbeitet wird und man keine Profispieler verpflichten kann.

    Mit Vilius Juozaitis gelang es kurz vor der Saison noch, einen Top-Spieler für den Rückraum zu holen, jedoch war die Zeit zum Einspielen zu knapp, um den Fehlstart zu vermeiden. Die junge Mannschaft steigerte sich zwar erheblich, hatte in den entscheidenden Phasen ihrer Spiele aber oft Pech und geriet trotz viel Fleiß und Einsatz in eine Negativspirale, aus der sie erst im Dezember ausbrechen konnte. Die Tabelle spricht mit dem 16. und letzten Platz aber ein deutliches Bild.

    "Das war eine Kräfte zehrende Hinrunde", resümiert Gölzenleuchter. "Die Mannschaft hat den Glauben an sich wieder gefunden, was mich sehr freut und unsere Perspektive für 2013 verbessert." Der Lizenztrainer spricht Klartext: "Man muss aber einfach auch anerkennen, dass es vom Spielermaterial her nicht für die 3. Liga reicht, ohne Verstärkungen werden wir es nicht schaffen." Die Flinte ins Korn werfe man bei der TSG Münster zwar nicht, angesichts von acht Punkten Rückstand liefen die Planungen aber bereits zweigleisig, so Gölzenleuchter. Einen Spielerbedarf gibt es in erster Linie für den rechten Rückraum, in dem kein etatmäßiger Linkshänder zur Verfügung steht.

    Gölzenleuchter bittet seine Mannschaft zum ersten Mal wieder für den 2. Januar zum Training. Dann beginnt die Vorbereitung auf die restlichen 14 Saisonspiele mit dem Jahresauftakt bei Aufstiegsanwärter HSG Konstanz (20. Januar). Zum ersten Heimspiel in 2013 empfängt die TSG Münster am 26. Januar den früheren Zweitliga-Kontrahenten TV Kirchzell.

    TSG Münster: Lieb (1. bis 60.), Sieber; Djurdjevic (5), Ulshöfer (5), Frieman (4), Juozaitis (3), Will (3/3), Bardenheier (2), von Rekowski (1), Dobhan, Dautermann, Hein, Kunz.

    HSG Nieder-Roden: Rhein (1. bis 60.), Hoppenstaedt; Seitel (7), Ben Weber (6), Schulz (6/5), Henkel (4), Weidinger (2), Schmid (1), Alexander Weber (1), Kaiser (1), Prinz, Christoffel, Keller.

    Schiedsrichter: Joldzic/Sirker (Darmstadt/Gernsheim).

    Zuschauer: 450. - Zeitstrafen: 6:10. - Siebenmeter: 3/3:5/5.

    Sehr gut analysiert Handiman. Ich kann mir eigentlich keinen der genannten Vereine als 3. Absteiger vorstellen, da sie alle Drittliganiveau haben. Da kann man nur hoffen, dass vielleicht von unten wieder jemand verzichtet (ist da schon etwas bekannt?) oder es aus anderen Gründen zu einer Relegation der Drittletzten kommt (in welche Liga wird denn der 20. der 2. Liga durchgereicht, der ja schon gar nicht mehr geführt wird?).
    Möglicherweise wird es ansonsten denjenigen treffen, der in der Rückrunde das größte Verletzungspech haben wird.

    Wenn man sieht, wie knapp es von Platz 5 bis 14 zugeht, da kann jetzt sicher jeder nachvollziehen, warum man hier in Konstanz so glücklich nach dieser tollen Vorrunde ist. In den letzten Jahren, mit den brutalen Qualifikationen bzw. Reduzierungen in der Regionalliga, musste man sich immer nach unten orientieren! Jetzt kann man endlich befreit aufspielen!

    Ganz interessant die Fairnesstabelle von handball-server.de (meine lieben Herrenberger Freunde ganz schön weit abgeschlagen hinten ?(:verbot::) :(
    Nach Verein
    P Verein Sp. Gelb Gelb/Rot Rot 2-Min. Rot mit B. Rot 3x 2 Pkt. Pkt./Sp. Strafm. Min./Sp.
    1. HBW Balingen-Weilstetten II 15 46 1 0 40 0 0 127 8,47 80 5,33
    2. HSG Konstanz 15 46 0 0 50 1 0 147 9,80 100 6,67
    3. SG Köndringen/Teningen 15 45 1 1 47 0 0 150 10,00 94 6,27
    4. TV Kirchzell 15 47 1 1 50 1 1 160 10,67 100 6,67
    5. SV 64 Zweibrücken 15 46 0 1 55 0 1 167 11,13 110 7,33
    6. TV Groß-Umstadt 15 51 0 0 58 0 3 170 11,33 116 7,73
    7. TV Hochdorf 15 45 0 1 58 0 0 171 11,40 116 7,73
    8. TSG Groß-Bieberau 16 46 0 3 56 0 0 188 11,75 112 7,00
    9. TSV Friedberg 15 51 1 1 61 0 1 185 12,33 122 8,13
    10. TSB Heilbronn-Horkheim 15 48 1 1 63 0 1 186 12,40 126 8,40
    11. TV Germania Großsachsen 16 44 0 5 55 0 0 204 12,75 110 6,88
    12. TSV Neuhausen/Filder 15 50 0 3 60 0 0 200 13,33 120 8,00
    13. SG Kronau/Östringen II 15 44 1 2 68 0 2 203 13,53 136 9,07
    14. HSG Nieder-Roden 16 53 0 2 71 0 2 217 13,56 142 8,88
    15. TSG Münster 16 50 0 4 64 0 0 218 13,63 128 8,00
    16. SG H2Ku Herrenberg 15 51 0 4 78 0 1 248 16,53 156 10,40
    122 763 6 29 934 2 12 2941 12,05 1868 7,66

    Von handball-server.de die Zuschauertabelle der Vorrunde:
    Zuschauertabelle
    Verein Sp. Schnitt Rekord Minus Ausverk. Kapazität Auslastung Summe Auswärts Ausverk. Auslastung
    1. HSG Konstanz 7 836 1250 600 0 1800 46,4% 5.850 454 0/8 45,3%
    2. TSG Groß-Bieberau 7 664 1300 300 0 1200 55,4% 4.650 495 0/8 45,6%
    3. HBW Balingen-Weilstetten II 8 581 730 300 0 2400 24,2% 4.650 403 0/7 41,5%
    4. TV Groß-Umstadt 7 564 800 450 0 1200 47,0% 3.950 559 0/7 52,5%
    5. SG H2Ku Herrenberg 6 558 600 500 0 1000 55,8% 3.350 406 0/8 36,9%
    6. TSV Friedberg 7 493 800 300 0 800 61,6% 3.450 508 0/8 44,0%
    7. TSB Heilbronn-Horkheim 8 475 600 400 0 1200 39,6% 3.800 461 0/7 46,6%
    8. TV Germania Großsachsen 7 461 600 350 0 600 76,9% 3.230 464 0/8 40,3%
    9. SG Köndringen/Teningen 8 448 650 350 0 1400 32,0% 3.580 420 0/6 38,1%
    10. TSV Neuhausen/Filder 7 414 550 300 0 800 51,8% 2.900 456 0/8 46,4%
    11. HSG Nieder-Roden 8 398 550 350 0 0 0,0% 3.180 536 0/7 50,5%
    12. TV Kirchzell 8 378 430 350 0 1200 31,5% 3.020 478 0/7 47,7%
    13. SV 64 Zweibrücken 7 357 500 300 0 0 0,0% 2.500 457 0/7 47,3%
    14. TSG Münster 7 293 350 250 0 0 0,0% 2.050 355 0/8 31,7%
    15. TV Hochdorf 8 289 390 180 0 750 38,5% 2.310 421 0/7 35,4%
    16. SG Kronau/Östringen II 8 213 300 120 0 800 26,6% 1.705 479 0/7 52,9%
    118 459 1300 120 0 1165 44,2% 54.175

    Hier die Torschützenliste (Top 30) nach de Vorrunde aus handball-server.de:
    1. Florian See TV Groß-Umstadt 124 49/58
    2. Michael Malik TSG Groß-Bieberau 99 34/45
    3. Danny Trodler SG Köndringen/Teningen 94 25/32
    4. Ingo Krämer SG H2Ku Herrenberg 92 28/36
    5. Jonas Link TSV Friedberg 83 0/0
    6. Felix Knoll TSB Heilbronn-Horkheim 82 16/21
    7. Tobias Kohl TV Germania Großsachsen 82 14/19
    8. Timo Kaiser HSG Nieder-Roden 81 17/21
    9. Philipp Frey TSV Neuhausen/Filder 80 13/15
    10. Djurdjevic Mihailo TSG Münster 80 15/22
    11. Markus Schumacher TSB Heilbronn-Horkheim 79 0/0
    12. Vilius Juozaitis TSG Münster 75 0/1
    13. Sebastian Schulz HSG Nieder-Roden 74 40/47
    14. Gerrit Bartsch HSG Konstanz 73 29/42
    15. Valentin Hörer SG H2Ku Herrenberg 73 1/3
    16. Denni Djozic SG Kronau/Östringen II 72 32/42
    17. Matthias Faißt HSG Konstanz 72 0/0
    18. Steffen Kaufmann TV Kirchzell 71 1/2
    19. Marius Fuchs TV Kirchzell 70 7/12
    20. Christian Wahl HBW Balingen-Weilstetten II 68 31/36
    21. Dominik Eisele TSV Neuhausen/Filder 65 5/5
    22. Peter Masica jun. TV Germania Großsachsen 65 0/0
    23. Mario Stark TV Kirchzell 65 0/0
    24. Thomas Zahn TV Germania Großsachsen 65 0/0
    25. Andreas Kunz TV Kirchzell 64 30/44
    26. Yannik Schatz HSG Konstanz 64 28/37
    27. Simon Wohlrabe TSV Neuhausen/Filder 64 33/37
    28. Torben Rixecker SV 64 Zweibrücken 62 16/22
    29. Christian Dürner SG H2Ku Herrenberg 61 13/23
    30. Benedikt Brielmeier HBW Balingen-Weilstetten II 60 0/0

    [quote='Ellob','index.php?page=Thread&postID=712260#post712260']heinerle, ich stiomm dir im Prinzip zu,
    Doch ist der Sprung der da geschaffen wurde ienfach zu groß.
    Die 3.Liga kannst du noch mit berufstätigen Spielern machen, die zweite Liga eben nimmer seit sie eingleisig ist.
    Mittwochs von Konstanz nach Rostock, da brauchst du 3 Tage Urlaub!!
    Also brauchst du anderes Spielermaterial und viel mehr Geld.

    Ellob, da stimme ich dir voll und ganz zu!
    Und als Ergänzung noch die Vorrundentabelle der 2. Liga Süd mit dem überragenden 3. Liga-Südmeister auf dem letzten Platz und davor die weiteren Aufsteiger:
    15 SC DHfK Leipzig 18/36 7 0 11 444:496 -52 14:22

    16 ASV Hamm-Westfalen 18/36 5 3 10 488:501 -13 13:23

    17 SV Henstedt-Ulzburg 18/36 6 1 11 495:531 -36 13:23

    18 TuS Ferndorf 18/36 4 2 12 469:541 -72 10:26

    19 SG Leutershausen 18/36 4 1 13 495:530 -35 9:27

    zu Steinar: "Der Meister steigt direkt auf. Verzichtet der (einmal darf man), dann spielen die aufstiegswilligen Vizemeister aller Staffeln Relegation. Von daher wäre die einfachste Lösung bei keinem aufstiegswilligem Verein dann wohl den HBW die Meisterehren zu lassen... "

    1. Wie ist das zu verstehen "einmal darf man"?? Was würde passieren, wenn man in der nächsten Saison auch verzichten würde?

    2. Dem HBW die Meisterehren zu überlassen wird wohl nicht die Lösung sein, da die Entscheidung, ob man aufsteigen will, viel früher fällt, nämlich mit dem Lizenzantrag. Der wird sicherlich auch mit nicht unerheblichen Kosten und Aufwand verbunden sein.
    Ellob, hattet ihr letzte Saison eigentlich vorsorglich einen Lizenzantrag gestellt?

    zu "wobei Friedberg-Trainer Hartmut Mayerhoffer gegenüber dieser Zeitung nach Spielschluss verriet, dass der Primus der Liga nicht das Umfeld für Liga zwei habe und dessen Vorstandschaft derzeit nein zu einem möglichen Aufstieg sagt, d. Red.)."

    Zusammenfassung: Friedberg will nicht, HSG will nicht und Balingen II darf und will nicht. Dann bleibt von den Top 4 als Aufsteiger nurdie der TSB Horkheim! Ellob, wollt ihr?
    Bis zu welchem Platz dürfte denn Horkheim nachrücken, falls sie nicht direkt Meister werden (auch als Dritter oder Vierter)?

    Anderer Vorschlag: Wie wär`s denn mit einer gemeinsamen Initiative der Vereine, wieder auf die zweigleisige 2. Liga zurückzukehren? Da würden die Vereine wegen der geringeren Kosten sicherlich eher mitmachen!

    zu Heinerle: "Die Folge war Ballbesitz Friedberg, rote Karte Für Konstanz (2 Spiele Sperre)"

    Wo steht, dass es automatisch 2 Spiele Sperre gibt?
    Sperre ist klar, aber mit mit dem Foul wurde ja nicht ein allein durchbrechender Angreifer schwer gefoult (wie man es auch schon gesehen hat), sondern es war eben ein taktisches Foul kurz vor Spielende. Wenn die Schiris es richtig im Bericht beschrieben haben, müsste 1 Spiel Sperre auf jeden Fall ausreichen , alles andere wäre überzogen.

    Wenn jemand etwas von dem Urteil hört, kann er es ja hier posten.

    Aus Bitte einen Augenblick Geduld...
    Wir können zufrieden sein“
    16.12.2012
    !Trotz gebrochener Rippe erzielte Matthias Faißt im Spitzenspiel gegen Friedberg sechs Treffer für die HSG Konstanz. Im Interview spricht er über seine Verletzung und die kurze Weihnachtspause
    Sie sind trotz Verletzung aufgelaufen, haben dann aber nach gut zehn Minuten doch noch mal den Doc gebraucht – wie geht es Ihrer Rippe?
    So wie sich's anfühlt, scheint alles okay zu sein, worüber ich natürlich gerade nach einem so harten Spiel, in dem es ganz schön auf die Knochen ging, sehr froh bin. Aber es musste heute einfach nochmals sein, für die Mannschaft auf die Zähne zu beißen. Dass ich dafür mit so einem genialen Abend belohnt werde – umso besser! Wir können absolut zufrieden sein.

    Wurde der Punkt jetzt über die Deckung oder den Angriff gewonnen?

    Bei der HSG Konstanz geht es eigentlich immer über die Deckung, wenngleich wir zum Schluss, als wir auch körperlich an unsere Grenzen gestoßen sind, vorne intelligenter und mehr über den Kreis agiert haben. Aber gerade hinten hat man gesehen, dass beispielsweise Torjäger Jonas Link, als wir dann noch aggressiver an ihm dran waren, vorbei oder drüber geschossen hat.

    Die Belastung zuletzt war hoch. Was kommt jetzt? Vier Wochen Pause?

    Schön wär's … Ich glaube aber, Daniel Eblen wird uns relativ früh schon wieder zum Training bitten, weil wir uns auf die Rückrunde vorbereiten müssen, schließlich ist erst die Hälfte des Wegs geschafft. Aber jetzt ist erst einmal Zeit, Wunden zu lecken, sich auszukurieren, denn alle Spieler, die hier, ob auf oder neben dem Spielfeld, abartig gekämpft haben – sie alle haben sich jetzt erst einmal eine Pause verdient. Und dann hoffen wir, dass wir alle wieder fit in die Rückrunde starten können.

    KHS, das Spiel hat scheinbar auch dich ganz schön mitgenommen!
    Korrektur von 2 Torschützen: In der 1. Hälfte hast du ein Tor von Groh dem Markus Schjoch zugerechnet. In der 2. Hälfte erzielte Flockerzie statt Faißt ein Tor mehr (das wurde aber auch falsch angesagt - Situation, als Faißt in der Luft einen Schlag ins Gesicht bekam, aber keine rote Karte gezogen wurde).

    Ich stimme dir zu, dieses Spiel hatte keinen Sieger verdient (2 Sieger gibt es leider ja nicht!)!
    Aber wer weiß, was passiert wäre, wenn nicht 10 Sekunden vor Ende völlig zu Unrecht auf Stürmerfoul von Faißt entschieden worden wäre und die HSG nochmals eine eine Torchance gehabt hätte!

    Glückwunsch und Danke an die gesamte HSG-Mannschaft für dieses geile Spiel!! Das war für mich die beste Stimmung in der Schänzlehölle seit Bestehen der Halle!

    Hier der Bericht aus Handball-world.com über einen möglichen Aufsteiger für die nächste Saison. Wenn man sieht, wie stark Nieder-Roden als Vizemeister aus Hessen ist, da dürfte mit Wallau ein noch stärkeres Team dazukommen:
    "Die SG Wallau steht vor der Rückkehr in die dritte Liga
    Die SG Wallau steuert in der Oberliga Hessen unaufhaltsam in Richtung Meisterschaft und Aufstieg. Hatte man letzte Saison noch hauchdünn - aufgrund eines Punktabzugs wegen der Unterschreitung des Schiedsrichter-Solls - die Meisterschaft verpasst und Nieder-Roden vorbei lassen müssen, so scheint Wallau nun auf dem Sprung in die dritte Liga.

    In einem Interview mit dem Wiesbadener Tageblatt erläuterte nun der sportliche Leiter, Stephan Schreiber, die Lage und Perspektive des ehemaligen Erstligisten. Man habe "zumindest erwartet", dass die Mannschaft wieder in der Spitze mitmischen kann, betonte Schreiber. Das zusätzliche Jahr Oberliga habe gar sein Positives gehabt. "Das gilt vor allem für die jungen Spieler, denen die Oberliga ein weiteres Jahr Zeit gibt, sich zu entwickeln. Und diese Zeit tut ihnen bisher wirklich gut", so Schreiber.

    Anfang des nächsten Jahres wolle man die Lizenz zur dritten Liga beantragen. "Derzeit machen wir uns klar, ob wir das wirtschaftliche Risiko eingehen wollen, das die Dritte Liga birgt", so Schreiber, "als Voraussetzung muss eine Bürgschaft von 4000 Euro geleistet werden. Viel mehr müssen wir uns aber überlegen, ob wir die vielen weiten Fahrten und den ganzen Aufwand, der uns insbesondere in der Ost-Gruppe erwarten würde, auf uns nehmen wollen. Wir werden sicherlich kein finanzielles Wagnis eingehen, was uns am Ende den Kopf kosten könnte."

    Finanziell sei in Wallau alles im grünen Bereich, bekräftigte Schreiber dem Tageblatt: Es sei "auf keinen Fall so, dass wir nur einen einzigen Hauptsponsor haben. Im Gegenteil - wir sind im Umfeld viel besser aufgestellt, alles ist auf mehrere Schultern verteilt. Wir haben wirklich keinerlei Schwierigkeiten."