Meiner Meinung nach war die Abschaffung der "alten zweiten Mannschaft" richtig. Eine Mannschaft in der dritten Liga, mit mehr oder weniger gestandenen Spielern hat ihren Preis.
Diesen Preis hat man viele Jahre bezahlt ohne wirkliche Durchbrüche wie etwa eines Kieslers dafür zu bekommen. Stattdessen hat man eine Horde tauglicher Zweit- und Drittligaspieler ausgebildet - aller Ehren wert, für den VfL aber nicht interessant.
Durch die jüngere sportliche Entwicklung des VfL und der allgemeinen Professionalisierung im Handball muss ein Nachwuchsspieler beim heute spätestens in der A Jugend deutlich über dem Durchschnitt liegen um für den Profikader in Frage zu kommen.
Wäre der U23 das Husarenstück Klassenerhalt in der 3.Liga gelungen hätte man gute Wettkampfhärte im Herrenbereich bieten können.
Der Abstieg ist für mich kein Beinbruch, schade ist er natürlich trotzdem.
Die Kooperationen sehe ich als Sportromantiker im Herzen grundsätzlich kritisch. Als kleiner Verein im weiteren Sinne als Farmteam genutzt zu werden ist nichts was ich persönlich erstrebenswert finde. Als Beispiel Dormagen, seit Jahrzehnten sehr, sehr gute Jugendarbeit. Und dann bekomme ich aus relativer räumlicher Nähe die Jugend von höherklassigen Vereinen vor die Tür gelegt.
Lieber im Einzelfall von Spieler zu Spieler. Alexander Weck, damals vom BHC hat mir in einer kurzen VfL Zeit zumindest gut gefallen. Heute wissen wir das es für ganz oben ebenfalls nicht reicht.
Unterm Strich ist ein Profi aus dem Nachwuchs einfach Glück und leider nicht plan- oder reproduzierbar.