Revision würde 1.000 Euro kosten. Ein Einspruch hat schon 500 Euro gekostet.
Beiträge von Funkruf
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Ach, die Geschichte. Jetzt weiß ich endlich wieder, worum es da ging.
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Ja, das ist in der Tat eine gute Lösung. So kann man den Kreis als Anwurfzone benutzen ohne erst einen einzufügen (muss aber wie gesagt in der Mitte des Spielfeldes sein).
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Übrigens, hatten wir bei Aue gegen Rostock nicht so einen ähnlichen Fall, der wegen Tatsachenentscheidung abgewiesen wurde?
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Auch wenn 59:52 auf der Uhr waren und es sofort nach Anpfiff 59:53 wären, hat es zwischen dem Anpfiff nach dem TTO und dem Torpfiff (Arm heben) 6,9 Sekunden gedauert. Von daher dürfte dies ein gültiger Treffer gewesen sein. Ich habe mal genau hingehört und kein Signal raushören können. Erst nach dem Pfiff und dem Jubelschrei war das Signal da.
Der ZN ist ja grundsätzlich gemäß Regel 18:1 für die Spielzeit verantwortlich. Aber wenn es Unklarheiten gibt, müssen die Schiedsrichter gemäß Regel 17:9 entscheiden, wie die Spielzeit war oder ist. Da muss Pfullingen viel Glück haben, um den Regelverstoß eindeutig belegen zu können.
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OK, Danke für die Quelle. Wirklich Interessant.
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Wenn ich 10:5 richtig verstehe, gibt es da keinen Abstand, wenn aus einer Anwurfzone angeworfen wird. Die gegnerischen Spieler dürfen nur halt nicht die Zone berühren und auch nicht den Spieler oder Ball berühren. Es ist ein eigener Ablauf des Anwurfs. Diese 3 Meter Abstand gilt nur beim Anwurf von der Mittellinie (Regel 10:3 und 10:4).
Edit:
Und so ist es. Inzwischen gibt es auch die deutsche Fassung. Und da ist 10:5 h) die entscheidende Passage.
Zitat von Regel 10:5Alles anzeigena. Der Anwurf ist innerhalb drei Sekunden nach Anpfiff von der Anwurfzone aus in beliebiger Richtung auszuführen (13:1a, 15:7 Abs. 3).
b. Der Anpfiff durch die Schiedsrichter kann erfolgen, wenn sich der Ball innerhalb der Anwurfzone befindet und der Werfer mindestens einen Fuß innerhalb der Anwurfzone hat. (15:6).
c. Der Werfer darf die Anwurfzonenlinie mit keinem Körperteil überschreiten, bevor der Wurf als ausgeführt gilt (13:1a, 15:7 Abs. 3).
d. Der Werfer darf sich innerhalb der Anwurfzone bewegen, den Ball jedoch nach dem Anpfiff nicht mehr prellen (13:1a, 15:7 Abs. 3).
e. Der Anwurf kann im Laufen ausgeführt werden. Es ist nicht erlaubt, bei der Ausführung des Anwurfs zu springen (13:1a, 15:7 Abs. 3).
f. Der Anwurf gilt als ausgeführt, wenn
- der Ball zunächst die Hand des Werfers verlassen und anschließend die Anwurfzonenlinie vollständig überquert hat oder
- der Ball gepasst und von einem Mitspieler berührt oder kontrolliert wurde, obwohl dies innerhalb der Anwurfzone erfolgt ist.
g. Die Mitspieler des Werfers dürfen die Mittellinie nicht vor dem Anpfiff überqueren, es sei denn, sie befinden sich innerhalb der Anwurfzone (15:6).
h. Die Spieler der abwehrenden Mannschaft müssen sich außerhalb der Anwurfzone befinden und dürfen Ball oder Gegenspieler innerhalb der Anwurfzone nicht berühren, bis der Wurf als ausgeführt gilt (15:4, 8:7c). Sie dürfen sich direkt außerhalb der Anwurfzone aufhalten
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Vorsicht, was du meinst ist die Nichteinhaltung der offensive Spielweise C- und D-Jugend. Da ist es ja so, dass der Schiedsrichter den MV auffordert, dass seine Mannschaft dies machen soll. Wenn sie weiterhin das nicht tut, gibt es eine Verwarnung und wenn weiter nicht eingehalten wird gibt es einen Siebenmeter ohne Nachwurf. Außerdem behält die angreifende Mannschaft den Ball und der Angriff ist von der Mittellinie zu starten.
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Ja. war das Spiel bereits unterbrochen, als es zum Pfiff des Zeitnehmers/Delegierten wegen Wechselfehler oder regelwidrigen Eintritts eines zusätzlichen Spielers kam, wird das Spiel mit dem Wurf dort fortgesetzt, welcher für die Spielunterbrechung verantwortlich war.
War der Ball im Spiel und kam jetzt die Unterbrechung durch den Zeitnehmer/Delegierten, wird normalerweise mit einem Freiwurf am Auswechselraum der schuldigen Mannschaft fortgesetzt. Ist der Ballort bei der Unterbrechung jedoch für die ausführende Mannschaft vom Vorteil, darf an dieser Stelle fortgesetzt werden.
Hat die abwehrende Mannschaft durch einen Wechselfehler oder durch ein regelwidriges Eintreten eines Spielers eine klare Torgelegenheit vereitelt, wird ein Siebenmeter gegen die abwehrende Mannschaft verhängt.
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Nee, noch einfacher: Gelbe Karten werden Hinausstellungen, also 2 Minuten.
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Gibt es nicht mehr nur in der Bundesliga. Ist inzwischen auch in den Dritt- und VIertligen (Oberligen) in Anwendung.
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Und inzwischen habe ich mich mal bei meinem Kampfrichter-Partner (ist SR-Chef und Lehrwart in meinem Handballkreis) mal schlau gemacht. Und er hat mir einen guten Hinweis gegeben, weshalb ich nun doch sagen kann, dass die neuere Variante richtig ist. Also das passive Vorwarnzeichen muss weiter gezeigt werden, wenn es eine persönliche Strafe gegen Spieler oder Offiziellen der verteidigende Mannschaft im TTO gibt. Du hast leider nicht das entscheidende mitzitiert, denn hier steht das entscheidende im 2. und 3. Absatz drin.
Aber mach dir nichts drauß, an sowas wurde von seiten der IHF früher nicht gedacht und daher kam sowas zustande. Sowas ist auch ganz selten passiert. Und das ist nicht mal im Regelfragenkatalog.
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Ich weiß von meiner Anfangszeit (war 2012), dass dort in den Anweisungen der Zeitnehmer / Sekretäre dieser Hinweis drin stand. Leider wurde dies von den Schiedsrichtern damals trotzdem oft progressiv bestraft. Auch heute noch gibt es diesen Hinweis in einigen Landesverband-Anweisungen für Kampfrichter. Ansonsten findest du wie gesagt in Frage 4.8 des DHB-Regelfragenkatalogs die Situation mit der Lösung.
Nochmal der Hinweis wegen dem Auffüllen: Bitte schaue dir unbedingt die Durchführungsbestimmung des Landesverbandes an, da muss es drin stehen, wie bei der Jugend in so einen Fall zu verfahren ist. Das ist leider von Verband zu Verband anders. Ansonsten kann dir auch der Staffelleiter oder der Jugendwart des Verbandes Auskunft geben.
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Also zwei Sachen. Wenn du jemanden verwarnen willst, bitte die Gelbe Karte zeigen. Das ist in Regel 16:2 vorgeschrieben.
Zitat von Regel 16:2
Die Verwarnung ist dem fehlbaren Spieler oder dem Offiziellen und dem Zeitnehmer/Sekretär durch Hochhalten der Gelben Karte anzuzeigen (Handzeichen Nr.13).Ich denke mal daher das du die Ermahnung meinst. Die erfolgt mündlich.
Zur Sache mit der falschen Nummer im Spielbericht: Die Nummer wird in der nächsten Spielunterbrechung korrigiert. Das Spiel geht mit dem jeweiligen Wurf für die Mannschaft weiter, die bei der Unterbrechung Ballbesitz hatte. Es gibt keine progressive Bestrafung. Es ist ein schriftlicher Bericht zu verfassen. (Guidelinie Regel 4:7-4:8+Frage 4.8 DHB-Fragenkatalog)
So und dann gehen wir mal auf die Hinausstellung gegen den Offiziellen ein. Hier ist es wichtig, dass du dir die Durchführungsbestimmung deines Verbandes anschaust, denn da steht genau drin, wie zu verfahren ist. Ich könnte dir sagen, dass in Berlin in der 1. Halbzeit bis zur D-Jugend immer aufgefüllt wird, da die Hinausstellungen eine persönliche Strafe sind, egal ob Spieler oder Offizielle. Erst ab der 2. Halbzeit wird bei einer Hinausstellung in Unterzahl gespielt. Aber wie gesagt, kann bei dir wieder anders sein.
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Das war eine Spielfortsetzung, bei dem der Schiedsrichter den Ball warf. Es gab diese Regel erstmals 1926.
Zitat von Regel 17 Handballregeln von 1926
Ist aus irgendeinem Grunde, z. B. bei gefährlichem Gewühl oder Fallen von Spielern, bei Unfällen oder sonstigen Zufällen das Spiel unterbrochen worden, ohne daß der Ball über die Tor- oder Seitenlinie oder in den Torraum gelangt ist, so wird ein Schiedsrichterwurf gegeben.
Der Schiedsrichter wirft den Ball an der Stelle senkrecht fest auf den Boden, an der das Spiel unterbrochen wurde. Die Spieler müssen 6 m vom Ball entfernt stehen, bis der Wurf ausgeführt ist.Diese Regelung war offiziell wieder am 1. August 1981 eingeführt worden. Der Schiedsrichter zeigte diesen Wurf durch Hochheben beider Arme mit ausgestreckter Hand an. Anstatt den Ball dabei auf den Boden zu werfen, musste der Schiedsrichter den Ball nun, ähnlich wie beim Sprungball im Basketball, senkrecht hochwerfen. Dieser Wurf war bei den Schiedsrichtern sehr unbeliebt. Klar, es verlangte Ballgefühl beim Hochwurf, da ja sonst einer der beiden Mannschaften benachteiligt werden könnte. Hat nicht immer geklappt.
ZitatAlles anzeigen15:1 Auf Schiedsrichterwurf wird entschieden:
a) wenn Spieler beider Mannschaften auf der Spielfläche gleichzeitig einen Fehler begehen;
b) wenn der Ball die Decke oder festgemachte Gegenstände über der Spielfläche berührt;
c) wenn das Spiel unterbrochen worden ist, ohne daß ein Regelverstoß vorliegt und keine Mannschaft in Ballbesitz ist.15:2 Bei Entscheidung auf Schiedsrichterwurf ist immer Time-out zu geben (2:4, Erläuterung 1).
15:3 Der Feldschiedsrichter wirft mit Anpfiff den Ball am Mittelpunkt des Spielfeldes senkrecht hoch (16:3a).
15:4 Bei der Ausführung des Schiedsrichterwurfs müssen bis auf je einen Spieler der beiden Mannschaften alle anderen Spieler mindestens 3 m vom hochwerfenden Schiedsrichter entfernt sein.
Die beiden um den Ball kämpfenden Spieler sollen neben dem Schiedsrichter auf der ihrem Tor zugewandten Seite stehen.
Der Ball darf erst gespielt werden, wenn er seinen höchsten Punkt erreicht hat (13:1n).Genau 20 Jahre später, am 1. August 2001, wurde dieser Wurf abgeschafft.
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Beim Anwurf ist nur der Bereich für den Anwurf vergrößert, wobei ich mich frage, ob der anwerfende Spieler ggf. 2 m in der gegnerischen Hälfte sein darf.
Wenn ich 10:5 d) richtig verstehe, ja. Das gilt auch für seine Mitspieler gemäß 10:5 g). Sie müssen sich aber in der Anwurfzone befinden.
Punkt 2+3 gelten bis in die Niederungen der Kreisklasse?
Ja.
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Der DHB hat heute im Schiedsrichter-Portal einen Hinweis über die neuen Regeln, welche ab 1. Juli 2022 gelten sollen, veröffentlicht. Es geht dabei um die folgende vier Punkte:
1. Einführung des neuen harzfreien Balls in Folge der vom IHF-Rat am 1. Juli 2019 beschlossenen Änderungen des IHF-Ballreglements, um die Möglichkeit zur Nutzung harzfreier Handbälle in offiziellen IHF-Spielen zu ermöglichen
Dazu wird Regel 3:2 in 2 Unterkategorien aufgeteilt. In a) werden die Maße von den Bällen mit Harz aufgeführt in b) die Maße bei den harzfreien Bällen.
- bei männliche Jugendliche ab 16 Jahren und älter, sowie Männer (IHF Größe 3): 55.5 bis 57.5 cm Umfang und 400 bis 425 g Gewicht (Ball mit Harz: 58 bis 60 cm Umfang und 425 bis 475 g Gewicht)
- bei Frauen, sowie bei der weiblichen Jugend ab 14 Jahre und älter und bei der männlichen Jugend von 12 bis 16 Jahren (IHF Größe 2): 51.5 bis 53.5 cm Umfang und 300 bis 325 g Gewicht (Ball mit Harz:54 bis 56 cm Umfang und 325 bis 375 g Gewicht) und
- bei weibliche Jugend von 8 bis 14 Jahre und bei männlicher Jugend von 8 bis 12 Jahre (IHF Größe 1): 49-51 cm Umfang und 290-315 g Gewicht (Ball mit Harz: 50 bis 52 cm Umfang und 290 bis 330 Gramm Gewicht)
2. Beim Passiven Spiel wird nun gemäß Regel 7:12 und Erläuterung 4 die Anzahl der Pässe nach Zeigen des Vorwarnzeichen von 6 auf 4 reduziert
3. Wirft ein Spieler einem Torwart in einer freien Spielsituation den Ball an den Kopf, ist er gemäß Regel 8:8 d) wegen unsportlichen Verhaltens mit einer Hinausstellung zu bestrafen.
Dabei gilt folgende Anmerkung:
- Regel gilt nur bei offener Spielsituation, es darf also kein Verteidiger zwischen den Werfer und dem Torwarts sein
- Der Kopf des Torwarts muss der erste Ballkontaktpunkt sein. Trifft der Ball ein anderes Körperteil und dann erst den Kopf, gilt diese Regel nicht
- täuscht der Torwart die Schiedsrichter, damit es eine Bestrafung gibt, wird er wegen unsportlichen Verhaltens gemäß 8:7 d) progressiv bestraft.
4. Gemäß Regel 1:9 mit Diagramm 1b), 10:5, 15 und Erläterung 5 wird eine Anwurfzone in der Mitte der Mittellinie eingeführt. Dabei wird ein Kreis mit einem Durchmesser von 4 Meter eingefügt. Die Zone wird durch eine Kreislinie oder einen andersfarbigen Bereich zum Spielfeld abgegrenzt. Es soll damit der Spielfluss gefördert und die Beobachtung der Schiedsrichter erleichtert werden. Diese Anwurfzone ist verbindlich in allen IHF-Veranstaltungen. Auch in professionellen Handballligen (Erwachsene) ist die Anwurfzone verbindlich. Bei Veranstaltungen, die von Kontinentalverbände oder Nationalverbände organisiert werden, ist diese Anwurfzone optional.
Vom IHF gibt es dazu schon mal das Vor-Regelwerk in Englisch (andere Sprachen folgen).