Beiträge von Funkruf

    So, hier habt ihr übrigens mal die Eingabemaske Schiedsrichterbericht von dem Sportradar EMR. Da sieht ihr auch, dass dort das Feld Einspruch ist und das ausgewählt werden kann, wer Einspruch einlegen will und per Text, weshalb.

    Also die Ergebnisse, den Spielverlauf kannst du sehen. Den Schiedsrichterbericht (da ist auch das Einspruchsfeld bei) nicht. Aber ich weiß von nuLiga, dass abgegebene Einsprüche durch eine Ablehnung gekennzeichnet werden. Dann sieht das Ergebis zum Beispiel so aus 24:23A. Und wenn man dort auf das A den Mauszeiger hält, steht dann in dem aufblendenden Fenster "Abgelehnt durch Heim-/Gastmannschaft" (je nachdem wer angekreuzt wurde).

    Weil nicht Angekündigt und das Kreuzchen gesetzt wurde. Übrigens ist das auch auf der Basisebene der Fall. Denn nicht nur die EMR (Sportradar) hat diese Einspruchsfeld,. auch nuScore (nuLiga) und SpielberichtOnline (Handball4all). Und das ist auch gut so. Sonst weiß die spielleitende Stelle nicht sofort Bescheid und setzt diesen Spielbericht als genehmigt ein. Ich kann dir von nuLiga sagen, dass ein Einspruch angezeigt wird (Markeriung neben Spielergebnis).

    Das ist ja nicht das Problem, es muss aber angekündigt werden und vermerkt werden, selbst wenn man nach Überlegung nicht den Einspruch durchführt. So hat man wenigstens das Einspruchsrecht. Und das wird normalerweise auch beim Ausfüllen des Schiedsrichterberichtes gefragt: "Wollt ihr Einspruch einlegen?" Und das ist der springende Punkt. Anscheinend hat der Bergische HC dies nicht bejaht. Und daher wurde das Recht auf Einspruch gegen die Spielwertung verwirkt. Wäre der Einspruch das angekündigt worden, hätte der BHC gemäß § 39 Abs. 1 DHB-RO 3 Tage Zeit, einen Einspruch einzulegen. Kann sich also solange Zeit nehmen, um zu überlegen, ob sie das machen wollen.

    Wer sagt denn, das man dies nicht sofort klären will? Es gibt nur halt noch andere Tätigkeiten, die gemacht werden müssen z. B. Berufsarbeit. Und Jutta Ehrmann-Wolf hat es schon gesagt

    Zitat von Jutta Ehrmann-Wolf, DHB-Schiedsrichterwartin


    Uns liegt an Transparenz, aber wir werden uns erst öffentlich zu dem Thema äußern, wenn die interne Aufarbeitung mit einer Auswertung der Bilder und Statements abgeschlossen ist

    Heißt also, es wird sicher auf die Szene noch ein Thema geben, wo man dies analysiert. Und da wird Kay Holm, der Chef des DHB-Lehrwesens, auch seine Meinung dazu bringen.

    Falsch, TCLIP. BHC hat den Einspruch nicht angekündigt (wurde nicht im EMR vermerkt). Und das ist ihr Genickbruch. Gemäß § 34 Abs. 2 b) und 4 b) DHB-RO (Rechtsordnung) müssen Einsprüche gegen die Spielwertung aufgrund von spielentscheidender Regelverstöße eines Schiedsrichters, Zeitnehmers oder Sekretärs, nach dem Spiel den Schiedsrichter angezeigt und im Spielbericht (hier EMR) vermerkt werden. Ansonsten sind sie gemäß Abs. 5 nicht verhandelbar. Außer der BHC traf kein Verschulden wegen dem Nichteintrag zu, aber sie sollten schon wissen, wie das abläuft.

    Und was wollen wir lesen? Zumindest, wie der Fall ablief und wie es richtig sein sollte. Aber das muss wohl erstmal mit den beteiligten Personen (Schiedsrichter, Zeitnehmer/Sekretär, Technischer Deligierter) besprochen werden.

    Aber es zeigt, selbst mit dem Buzzer wirst du das Problem nicht 100 Prozent lösen können, es soll eine Erleichterung sein, aber es ist kein Allheilmittel.

    Ist noch in Aufarbeitung laut Jutta Ehrmann-Wolf.

    https://www.handball-world.news/o.red.r/news-1-1-1-145932.html

    Muss aber sagen: Glanzleistung von Bergischen HC, sich einen Eiinspruch selbst "zu berauben". Naja.

    Ohh, es gibt schon mögliche Gründe, wo ein Spiel abgebrochen werden kann. Aber Rheiner hat es ja schon gesagt, erstmal hat der Spielgedanke Vorrang und die Schiedsrichter haben die Möglichkeiten auszuschöpfen, um einen Spielabbruch zu verhindern (17:12).

    Der erste Grund ist Ausfall der Beleuchtung. Aber hier muss erstmal gewartet werden, ob man den Schaden beheben kann und ob eventuell die Lichtverhältnisse trotzdem ausreichen, um das Spiel noch fortzusetzen.

    Der nächste Grund hatte Mal bei uns zu einem Abbruch geführt: Wassereinbruch. Es gab ein undichtes Dach und dadurch war der Boden so feucht geworden. Wenn man das nicht beheben kann, ist ein Spielabbruch wegen der Verletzungsgefahr unausweichlich.

    Der nächste Grund ist hoffentlich sehr selten und auch hier sollte man vorher alle Möglichkeiten ausschöpfen. Es geht um die Zuschauer-Ausschreitung. Wenn da die Sicherheit von Spieler, Schiedsrichter und Offiziellen nicht mehr gewährleistet ist, können die Schiedsrichter das Spiel abbrechen. Aber: Sie können auch über den Heimverein veranlassen, dass das Spiel unter Ausschluss der Öffentlichkeit fortgesetzt werden kann.

    Und ein Grund für ein Abbruch könnte die niedrige Anzahl der Spieler einer Mannschaft sein. Sinkt sie unter 5, liegt es im Ermessen des Schiedsrichters, ob sie das Spiel weiterlaufen lassen oder abbrechen (4:1 und 17:12).

    Bei mir hat er sich gefangen und sofort weitergemacht. Aber war 2 Situationen, die nicht Klasse sind.

    Naja egal, jedenfalls kann man Magdeburg zum klaren Sieg (35:25) gratulieren. Mir hat besonders der Torwart Nicola Portner mit seinen 11 Paraden (hat 30,56 % der Schüsse abgewehrt) gefallen. Damit hat er auch großen Anteil an den Magdeburger-Sieg. Aber auch Topscore Tim Hornke mit seinen 11 Toren und Matthias Musche und Philipp Weber mit je 4 Toren haben im Angriff großen Anteil zum Sieg gebracht.

    Aber das war doch kein freier Wurf. Die Abwehrspieler waren doch an ihr dran. Wenn das die Regelauslegung wird, dann werden wir viele 2 Minuten Strafen sehen.

    Ein Gutes wird es dann aber haben, die Werfer werden weniger oft dicht am Kopf vorbeiwerfen. Und insgesamt wird die Torhüterquote besser.

    Ich hatte es ja schon mal geschrieben: Die 2 Bedingungen für Regel 8:8 d) sind, dass erstens eine freie Wurfsituation vorliegt. Es darf sich also zwischen Torwart und dem werfenden Angreifer kein Verteidiger befinden. Und zweitens greift die Regel nur, wenn der Torwart direkt am Kopf getroffen wurde (also Erstkontakt). Die Regel greift nicht, wenn er seinen Kopf Richtung Ball bewegt (also das selbe wie beim 7-Meter-Wurf) oder wenn der Torwart den Ball vom Körper an den Kopf kriegt (Folgekontakt).