Beiträge von Funkruf

    So sieht es aus. Es scheinen einige einfach nicht mitzukriegen, aber die Anzahl der Handball-SR wird immer weniger und weniger (übrigens auch im Fußball). Es werden schon einige Spiele nicht mehr mit Schiedsrichter besetzt, so dass sich da Eltern oder Offizielle um die Spielleitung kümmern müssen. Da passt ja der Fall mit dem "Schnauze voll!" ausgezeichnet. Wir schauen uns das nicht mehr lange an und wenn das so weiter geht, wird es sogar irgendwann bis nach ganz oben keine offiziellen Schiedsrichter mehr geben. Und dann bin ich mal gespannt, was dann kommt. Erst rummaulen, das kein Schiedsrichter da ist und wenn einer da ist, rummaulen, dass sie scheisse gepfiffen habem. Man kann es einfach keinen Recht machen.

    Danke Gummiball. Ich sehe, dass ich nicht der einzige bin, der sich mit sowas rumärgert. Ich habe deswegen an die Handballwoche einen Leserbrief dazu geschrieben, was sich einige dabei denken. Den das ist auch ein Grund, warum wir immer weniger Schiedsrichter haben. Irgendwann kann es passieren, das tatsächlich so wenig Schiedsrichter vorhanden sind, das auch die Oberliga ein Problem kriegen kann. Und dann die 3. Liga und die Bundesliga.

    Nein. Eine Ermahnung ist keine Progression. Die Ermahnung ist trotzdem sehr wichtig, den es handelt sich ja um eine Kommunikation zwischen SR zu Spieler / Offiziellen, dass sie ihr Verhalten ändern oder ihren Wurf schneller ausführen sollen, da sie sonst progressiv bestraft werden, wenn das nochmal passiert.

    Und was zur progressive Strafe gehört, steht in Regel 8:3 und auch in Regel 16.

    Zitat von Regel 8:3

    Regelwidrigkeiten, bei denen die Aktion überwiegend oder ausschließlich auf den Körper des Gegenspielers abzielt, müssen zu einer persönlichen Strafe führen. Zusätzlich zur Entscheidung auf Freiwurf oder 7-m-Wurf ist mindestens progressiv zu bestrafen, beginnend mit einer Verwarnung nach (16:1a), dann Hinausstellung (16:3b) und Disqualifikation (16:6d).

    Das gleiche gilt auch für Unsportlichkeiten, die progressiv nach Regel 8:7 bestraft werden.

    Und natürlich ist die Verwarnung auch für Offizielle eine progressive Bestrafung. Den diese wird ja gegen ihn persönlich verhängt und im Spielbericht vermerkt. Nur hat dann kein anderer diese Verwarnung mehr. Sicher, man sagt dazu "Bankstrafe", aber die Strafe gilt trotzdem für den Offiziellen persönlich.

    Das Problem mit dieser Shot Clock, sieht man manchmal im Basketball. Da wird manchmal gepfiffen, obwohl es kein 24-Sekunden-Vergehen war. Und dann ist auch die Frage, was macht man mit dem Torwurf, wenn die Zeit nun abläuft.

    Das nächste Thema ist: Hat jede Halle überhaupt so eine technische Möglichkeit. Den die meisten Hallen haben nur eine Punkteanzeige, wo Punkte und Spielzeit angezeigt werden. Auch in einigen Bundesligahallen gibt es Anzeigen, die keine Shot Clock haben.

    Kiel hat mir heute überhaupt nicht gefallen. Mangelnde Chancenverwertung, Probleme in der Abwehr. Allein die Verwertung der 7 Meter war schlecht. Mehrmals kamen dann Gegentore zustande. Das war heute nichts, liebe Kieler. Verdienter Sieg für Kielce.

    Seitens des DHB-Schiedsrichterwartes, Peter Rauchfuß, gab es Kritik zum Regelwerk und am Verhalten von Silvio Heinevetter. Gegenüber der "HAndballwoche" äßerte er sich folgendermaßen zu den Regeln:

    Zitat von Peter Rauchfuß; DHB-Schiedsrichterwart

    Die großen Verbände müssen sich Gedanken machen. So wie heute Handball gespielt wird, sind unsere Regeln nicht mehr angemessen. Je kleiner der Ermessens-Spielraum, desto besser.

    Er kritisierte dabei die Auslegung des Passiven Spiels und des Stürmerfouls.

    Zu der Kritik von Heinevetter sagte er:

    Zitat von Peter Rauchfuß; DHB-Schiedsrichterwart

    Ich stelle eine große Dünnhäutigkeit und große Unbeherrschtheit aller Beteiligten in der Liga fest. Viele lenken mit ihrer Kritik an den Schiedsrichtern aber nur von ihren eigenen Problemen ab.

    Guter Hinweis. Ich habe mich schon lange gefragt, was aus dem Spieler geworden ist, der zum Beispiel mit einer Disqualifikation mit Bericht runter gehen musste. Normalerweise folgt ja darauf eine Sperre und hier kommt ja dann auch noch eine Strafanpassung seitens der verantwortlichen Stelle. Wenn wir mal den "großen Bruder" Fußball nehmen, da wird seitens DFB jede Strafe vermeldet. Ob es nun eine Sperre ist oder eine Geldstrafe, sie wird beim DFB auf der Homepage vermeldet und auch, wieso sie verhängt worden ist. Und das sollte hier auch der Fall sein, den es könnte eine abschreckende Wirkung haben, beim Fußball scheint dies zumindest zu fruchten.

    Zum Thema Schiedsrichter und Medien: Ich weiß nicht, ob es da seitens DHB überhaupt eine Erlaubnis gibt, das sich Schiedsrichter über die Spiel überhaupt in den Medien äußern dürfen. Also auch über getroffene Entscheidungen. Im Fußball macht das auch nur Deutschland und auch Österreich, ansonsten gibt es die Anweisung das es kein Statment gegenüber TV oder Medien geben darf. Selbst UEFA und FIFA verbieten das.

    Lothar, der Link ist zwar gut, wird aber nichts bringen, wenn das Spiel wegen einer Netzstörung zwischen Kampfgericht und SIS-Ticker nicht aktualisiert wird.

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    Zitat

    Modustechnisch würde ich alles so belassen wie es ist. Die 18er-Liga bietet genügend Spannung (Kampf um Meisterschaft, CL- und EC-Qualifikation, Abstiegskampf) und da man als Fan eines Bundesligisten 17 verschiedene Gegner zu sehen bekommt (von denen drei am Ende der Saison runter müssen und drei neue Gegner dafür kommen) ist genügend Abwechslung gegeben.

    Meister- und Abstiegsrunde oder sogar noch einer Mittelgruppe wie im alten DdH-Modell brauche ich auch nicht, fände sie aber nicht so schlimm wie Play-Offs.

    Ich fände es schön, wenn [...]es ein gemeinsames Onlineportal der Bundesligisten (ggf. auch mit Zweitligisten und Frauenbundesligisten) gäbe auf dem man Videobeiträge und am besten auch Livespiele zeigen könnte.

    Das gibt es schon. Nur leider wird es nur von den BL-Vereinen, DHB-Schiedsrichter und DHB-Lehrwarte für Videoanalyse verwendet.

    Was ich für die Schiedsrichter vermisse, sind die Anweisungen. Die letzte ist von 2011/12.

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    Es scheint wohl eine Verbindungsstörung zwischen dem Kampfrichtertisch und dem Online-System vom SIS zu geben. Jedenfalls zeigt der HIS-Spielberichtbogen keine Info an, außer die Aufstellungen. Aber Zeit, Spielstand und die Spieldaten sind nicht vorhanden (stehen auf 0).

    Hier stellen sich 2 Fragen.

    Die erste Frage ist, wurde das Spiel nach dem Tor wieder angepfiffen? Wenn ja, kann bis auf einer Situation das Tor nicht mehr zurückgenommen worden, wie Regel 9:2 sagt:

    Zitat von Regel 9.2

    Wenn auf Tor entschieden wurde und der Schiedsrichter den Anwurf angepfiffen hat, kann das Tor nicht mehr annulliert werden (siehe jedoch 2:9 Kommentar. Ertönt direkt nach einem Torerfolg und vor der Anwurfausführung das Schlusssignal (Halbzeit oder Spielende), so müssen die Schiedsrichter (ohne Anwurf) deutlich anzeigen, dass sie auf Tor entschieden haben.
    · Kommentar:
    Ein von den Schiedsrichtern anerkanntes Tor sollte sofort auf der Anzeigetafel angezeigt werden.

    Nur eine Situation macht ein gegebenes Tor ungültig und das ist ein Pfiff des ZN oder Delegierten vor dem Tor. Dazu der Kommentar von Regel 2:9, der besagt:

    Zitat von Regel 2:9 Kommentar

    Ein Signal des Zeitnehmers/Delegierten unterbricht das Spiel. Auch wenn die Schiedsrichter (und die Spieler) nicht sofort wahrnehmen, dass das Spiel unterbrochen ist, ist jede Handlung auf der Spielfläche nach dem Signal ungültig, also auch ein nach dem Signal gefallenes Tor. Ebenso ist eine Wurfentscheidung für eine Mannschaft (7-m-Wurf, Freiwurf, Einwurf, Anwurf oder Abwurf) ungültig. Das Spiel ist entsprechend der zum Zeitpunkt des Signals gegebenen Situation wieder aufzunehmen. Hauptgründe für ein Eingreifen sind ein beantragtes TTO oder ein Wechselfehler.
    Persönliche Strafen, die die Schiedsrichter zwischen dem Signal vom Tisch und der Wahrnehmung ausgesprochen haben, bleiben jedoch gültig, unabhängig von der Art des Vergehens und der Art der Strafe.

    Wird nach dem wieder Anpfiff erst gepfiffen, ist es zu spät. Das Tor bleibt gültig.

    Kommen wir zum Spieler. Er begeht einen Wechselfehler und ist damit gemäß 16:3 a) hinauszustellen. Und jetzt wird es interessant: Hat es noch eine Reststrafzeit hier gegeben, so ist nach Regel 4:6 wie folgt zu verfahren:

    Zitat von Regel 4:6

    [...]Betritt ein hinausgestellter Spieler während seiner Hinausstellungszeit die Spielfläche, erhält er erneut eine Hinausstellung, die sofort beginnt, und die Mannschaft muss für die Restzeit der ersten Hinausstellung auf der Spielfläche um einen weiteren Spieler reduziert werden.[...]

    .

    Fakt ist jedenfalls, das das Kampfgericht keine glückliche Figur gemacht hat. Grundsätzlich hat der Zeitnehmer die Hauptverantwortung für die Spielzeit, das Time-out und die Hinausstellungszeit hinausgestellter Spieler (genau das steht in Regel 18:1).