Weil hier die Schiedsrichter das Vergehen nach 8:4 b) (Gegenspieler für Längere Zeit festhalten oder zu Boden ziehen) mit der direkten Hinausstellung bestraft haben. Damit Regel 8:10 d) zum Tragen kommt, muss das Vergehen nach 8:5 oder 8:6 bestraft werden. Bei der Partie Lemgo gegen Wetzlar hat es kurz vor dem Schlusssignal ein Vergehen gegeben, was die Schiedsrichter veranlasst hat, nach 8:5 eine direkte Disqualifikation auszusprechen. Und da gibt es dann auch 7-Meter. Die Füchse hatten einfach Glück gehabt.
Beiträge von Funkruf
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Wenn er am 1. Oktober festgespielt wäre, hätte er 2 Spiele aussetzen müssen. Das hat er am 8. und 15. gemacht, also ist er am 22. wieder frei.
01.10.15 Zweiter Einsatz in A --> Festgespielt gemäß § 55 Abs. 3 Satz 1 DHB-SpO
08.10.15 Spiel A (kein Einsatz) --> Festgespielt
15.10.15 Spiel A (kein Einsatz) --> Festgespielt
22.10.15 zweiter Einsatz in A --> Wieder frei gemäß § 55 Abs. 5 Satz 1 DHB-SpO.Damit er aber frei ist, muss er Festgespielt gewesen sein, sonst bringt das 2x Aussetzen nichts.
Eine Sache noch: In Pokalspielen gilt § 45 Abs. 5 Satz 2. Danach ist der Spieler nurnoch für die Pokalmeisterschaften seiner Mannschaft spielberechtigt, in der er als Spieler eingesetzt worden ist. auch wenn sie ausgeschieden ist. Das heißt, spielt er einmal im Pokal mit Mannschaft A, kann er nurnoch für diese Mannschaft eingesetzt werden, da er bei Mannschaft A festgespielt ist.
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So ist das auch hier im Berliner HV. Es ist so geplant, dass mindestens 30 Minuten Vorbereitungszeit zur Verfügung stehen. Sollte aber ein Oberligaspiel folgen, sollte mindestens 1 Stunde zur Verfügung stehen. Das liegt daran, das ja die Technische Besprechung in der Ostsee-Spree-Liga (so heißt unsere Oberliga) bei den Erwachsenen 45 (bei der Jugend 30) Minuten vor Spielbeginn erfolgen muss. Da muss zum Beispiel auch das (ab Oberliga Erwachsene wird neutral angesetzt) Kampfgericht bestätigen, dass die technische Ausrüstung (Uhr, Spielprotokoll) in Ordnung ist.
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Exakt, oder aber die 4-Wochen-Frist läuft ab.
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Reicht nicht. Spielpausen führen nicht zum "Freiwerden".
Ich zeige es dir mal an einem Beispiel, was auch in den Erläuterungen drin ist.
Mannschaft A 05.10. Einsatz
Mannschaft A 09.10. Einsatz --> Er ist in A festgespielt!
Mannschaft A 12.10. kein Einsatz
Mannschaft A 16.10. kein Einsatz --> Er ist wieder frei!
Mannschaft A 19.10. Einsatz --> Er ist aber nicht für A festgespielt
Mannschaft B 23.10. Einsatz --> Er ist nicht für A festgespielt, spielt er nun aber noch in Mannschaft C mit, ist er "oben" festgespielt, da er gemäß § 55 Abs. 4 innerhalb 1 Monats in 3 Mannschaften mitgewirkt hat. Hier gilt die höhere Spielklasse mit der unteren Spielklasse als eine Spielklasse.
Mannschaft A 15.11. Einsatz (wenn er nicht in C mitgespielt hat) --> bedeutet wieder Festspielen in Mannschaft A!
Wäre das Spiel am 16.11. hätte er ohne Festspielen eingesetzt werden können, da die 4-Wochen-Frist seit der Freigabe gemäß § 55 Abs. 3 abgelaufen ist. -
Hast du falsch verstanden. Wenn ein Spieler 2x in der selben Mannschaft gespielt hat, ist er festgespielt. Dann muss er 2x bei Spielen seiner Mannschaft aussetzen.
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Ich habe das Spiel live auf sky gesehen und mir nochmal auf ehfTV angeschaut. Toft Hansen hat 2 Kriterien erfüllt, die eine direkte Disqualifikation gerechtfertigen:
- Dadurch das er die Hand ins Gesicht des Angreifers geführt hat, nimmt er in Kauf, dass sich der Abwehrspieler schwer verletzen kann. Da die Aktion als besonders aggressiv bewertet wurde, gilt die Ausführung also als gesundheitsgefährdend und erfüllt damit den Tatbestand nach 8:5 b).
- Das 2. Problem ist, dass er unvorsichtig war, also rücksichtslos agiert hat, weshalb er den Tatbestand nach 8:5 c) erfüllt hat.
Diese beide Regelbezüge stehen auch so im Ordnerbuch "Der Handball-Schiedsrichter" im Kapitel 1.5 auf Seite 55 im Fallbeispiel unten, wo genau so eine Szene als Beispiel dargestellt wird.
Und jetzt noch etwas zur Absicht. Bitte unterscheidet rücksichtslos von vorsätzlich oder arglistig. Würde Toft Hansen mit Absicht seine Hand ins Gesicht des Gegenspielers führen, hätte er das Kriterium des Vorsatzes oder der Arglistigkeit erfüllt. Und wenn die Schiedsrichter zu diesem Urteil kommen, hat Toft Hansen den Tatbestand nach 8:6 b) erfüllt und wäre direkt disqualifiziert worden, wo zusätzlich ein Bericht erfolgen wird.
Übrigens, auch wenn er eine Hinausstellung bekommen hätte, wäre er disqualifiziert worden, da es seine dritte wäre.
Nun zu Momir Ilic: Arcosh hat es schon treffend formuliert. Da er seinen Gegenspieler unvorbereitet im Sprung trifft und dieser sich auch nicht schützen kann, sodass er tatsächlich die Körperkontrolle verliert, hat er den Tatbestand nach 8:5 a) erfüllt. Hier war also Tatsächlicher Verlust der Körperkontrolle das Kriterium der gesundheitsgefährdenden Ausführung. Und daher musste er direkt disqualifiziert werden.
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Auch von meiner Seite ein herzliches Willkommen, in der Handballecke. Viel Spaß in unserer Runde.
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Ich sehe da keinen Grund. Und wenn, wird erstmal das Vorwarnzeichen gegeben.
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Steht das nicht bei der Tabelle?
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Zum Abschluss dann eine Aktion -an Wolff??- rote Karte mB und Siebenmeter. Drin. Jackpot!!!!!!
Das ist eine normale rote Karte laut SIS. Bitte nicht vergessen, das ja die Bundesliga auf Bitten von der IHF die Regel erprobt, dass es in der letzten Spielminute keine Disqualifikation mit Bericht mehr geben soll, wenn ein formeller Wurf etc. verhindert wird. Passiert das 30 Sekunden vor Ende, gibt es 7m. siehe hier
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Gerade gab es bei der Qualifikation der VELUX-Champions-League der Frauen zwischen Györi Audi ETO KC (Ungarn) - WHC Radnicki Kragujevac (Serbien) ein 42:13 (20:3). Das es auch so wenig Tore bei Kragujevac wurden, dürfte an die 19 Technische Fehler (davon u. a. 7 durch Prijovic und 5 durch Janjusevic) liegen. Sie waren aber auch total überfordert.
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Er darf gemäß § 55 DHB-Spielordnung nicht festgespielt sein. Du bist festgespielt wenn du innerhalb von 4 Wochen an mehr als einem Spiel der höheren Mannschaft teilgenommen hast. Hierbei wird der Tag zurückberechnet, wo er zum letzten Mal für die höhere Mannschaft mitgewirkt hat. Dieser Tag wird auch mitberechnet. Du darfst erst wieder bei der unteren Mannschaft mitwirken, wenn du an den 2 folgenden Meisterschaftsspielen der höheren Mannschaft nicht teilnimmst. Solltest du dabei gesperrt worden sein, wird dies nicht angerechnet, sodass du dann länger warten musst. Die Vier-Wochen-Frist wird übrigens auch erst mit Aufheben des Festspielens zurückgesetzt.
Zusätzlich muss in der Rückrunde darauf geachtet werden, dass sowohl die höhere als auch die untere Mannschaft noch mindestens zwei Meisterschaftsspiele austragen müssen.
Es gibt jedoch Ausnahmen:
Und zwar können sich Spieler solange nicht in Erwachsenenmannschaften der fünf höchsten Spielklassen festspielen, bis sie ihr 21. Lebensjahr am Ende des Spieljahres vollendet haben.
Nicht Festspielen können sich Spieler, die bis zum Ende des Spieljahres ihr 23. Lebensjahr vollenden, bei Erwachsenenmannschaften, die entweder in der Bundesliga oder in der 3. Liga spielen. Hier ist ihr Einsatz aber auch nur ab der fünfhöchsten Spielklasse erlaubt.
Und auch Spielerinnen können sich in Mannschaften der Deutschen Jugendbundesliga der weiblichen A-Jugend nicht festspielen. -
Genial, fast mit der Schlusssirene hat Marvin Sommer den Sieg für Leipzig geholt. 26:25 steht es am Ende für Leipzig.
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Korrekt, in der 1. Bundesliga wechselt Heim. In der 3. Liga wechselt der Gast. Generell sagt ja § 56 DHB-Spielordnung, dass bei gleicher oder verwechselbarer Spielkleidung grundsätzlich der Heimverein verpflichtet ist, die Spielkleidung zu wechseln. Es sei denn, in der jeweilige Durchführungsbestimmung, der jeweiligen Liga, wird eine andere Regelung getroffen. In der 3. Liga steht zum Beispiel unter Punkt 10 der Durchführungsbestimmung, dass der Gastverein wechseln muss. Man sollte hier also in den Durchführungsbestimmungen der jeweiligen Liga schauen, wie die Regelung ist. Sollte da nichts drin stehen, gilt wohl obiger Paragraph der DHB-SPO.
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Warum macht ihr euch das so schwer? Schmidt hat wohl mit sehr großer Wahrscheinlichkeit gegen eine Schiedsrichter-Entscheidung protestiert. So sieht das zumindest im Ablauf aus, was ich mir mehrfach angeschaut habe. Er muss übrigens nichts gesagt haben, man kann auch nonverbal reklamieren. Das wird genauso bestraft.
Entscheidend ist halt, wie intensiv die Reklamation war. In diesem Fall ist das ein Vergehen nach Regel 8:7 a), was progressiv bestraft wird. Würde Schmidt lautstark reklamieren und dabei auch intensiv gestikulieren oder sich sogar provokant verhalten, würde er sofort eine Hinausstellung erhalten, weil er gegen Regel 8:8 a) verstoßen hat.
Eine Beleidigung kann man nicht mit einer Hinausstellung bestrafen, da es sich hier um ein besonders grob unsportliches Verhalten handelt, welches in Regel 8:10 a) aufgeführt ist. Die einzige Strafe ist die Disqualifikation mit Bericht. Bitte daher zwischen Reklamation und Beleidigung unterscheiden.
Übrigens wäre die Hinausstellung regeltechnisch korrekt, wenn Schmidt den Ball nicht sofort fallen lässt oder niederlegt, damit dieser spielbar ist. Es wird gemäß Regel 8:8 b) direkt mit einer Hinausstellung bestraft.
Aber wie gesagt, ich bin mir sehr sicher, das es hier eine progressive Strafe wegen Reklamation gegen die SR-Entscheidung war.
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Also ich muss sagen, dass Hannover sehr stark gespielt hat. Sie waren sehr lange ebenbürtig gewesen und waren auch eine lange Zeit in Führung gegangen. Besonders die 1. Hälfte war sehr gut. Und da muss ich besonders Olsen loben, der eine sehr gute Leisung bot und zurecht Mann des Spiels wurde. Kiel hatte viele Chancen liegen gelassen und so war das Ergebnis zur Halbzeit zwar überraschend, aber meiner Meinung vollkommen verdient.
Knackpunkt war dann die 3. Hinausstellung von Schmidt. Kiel wurde viel besser und konnte so in Führung gehen und gerade noch eine Blamage verhindern. Ich habe mir die Stelle mit der 3. Hinausstellung angeschaut und finde sie korrekt. Duvnjak war gerade beim Torwurf und im Flug und Schmidt hat den Torwurf versucht zu verhindern, indem er ihn seitlich (vielleicht sogar schon von hinten, jedenfalls war ein regelgerechtes Ball spielen nicht mehr möglich) am Wurfarm festhielt. Das ist ein Vergehen, was eine persönliche Strafe zur Folge hat. Er muss bei sowas aufpassen, erst recht wenn er schon 2x hinausgestellt wurde. So musste er zum 3. Mal hinaus und konnte durch die Disqualifikation nur noch zuschauen. Und das hat die Mannschaft von Hannover geschwächt.
Die beiden Schiedsrichter Behrens / Fasthoff waren nicht an der Niederlage schuld. War eine Klasse Leistung.
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Versucht es doch mal mit dem SIS-Liveticker, der geht wenigstens.
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Bei mir ist es richtig.
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Sollte man erstmal abwarten, die Saison hat doch gerade erst begonnen, es kann sicher noch eine Menge passieren.