Irritierend ist das "ich stehe mit ihnen in Kontakt" von Gislason; also nur in Kontakt, könnte man fragen, hört sich nicht sehr ergebnisorientiert an.
Er steht bestimmt mit ganz vielen in Kontakt, bei denen ist aber die grundsätzliche Bereitschaft da und die warten auf eine Zusage für das nächste Spiel. Das ist nicht der öffentlichen Rede wert.
Vielleicht sind bei Wiede seitens Gislasons noch Fragezeichen und wenn Wiede jetzt ja sagt und AG dann nein oder er kommt über den 35er Kader nicht hinaus, wäre es ein Gesichtsverlust, den er ihm ersparen möchte?
Da müssen alle anderen auch durch.
Oder sie dürfen sich so lange zieren, bis die Testspiele im Herbst vorbei sind, nach dem Motto, können sie schon alles?
Oder einer wartet auf den anderen, also Wiede auf die Bereitschaft Pekelers und Hanning fragt mal höflich nach?
Als wäre eine Teilnahme der beiden irgendwie ein Wagnis für sie persönlich. Ist es bei allen anderen auch.
Und als wäre mit der Teilnahme der beiden eine bessere Platzierung garantiert.
Oder er möchte, dass jeder mögliche direkte Konkurrent mindestens einen deutschen Schlüsselspieler einbringt, dass alle gleich belastet sind und man gemeinsam rockt oder floppt?
Gislason im Dilemma:
ein junges Team zukunftsträchtig aufbauen, dabei die besten und erfahrensten zum Heim-Turnier mitnehmen, die Zögerlichen überzeugen, eine zweite und dritte Reihe bei Laune und Standby halten.
Und alle wissen es besser.
Im Interview kam er wie der störrische Gislason aus alten Zeiten rüber.
Mal sehen, ob er damit seinen Erfolg der alten Zeiten wiederholen kann.