Man kann die Sache auch anders sehen, als hier bislang argumentiert wurde, nämlich:
das Ehrmann-Wolfs Überraschung und Geschockstsein eigentlich ein Zeichen von fehlender interkultureller Kompetenz ist, die sie sowieso als ungeeignet für ein Tätigkeit in der IHF erscheinen lässt
Ehrmann-Wolf setzt west- und nordeuropäische Maßstäbe absolut und denkt, sie seinen weltweit gültig....
Ich schätze mal, dass Frau Ehrmann-Wolf Maßstäbe der IHF-Statuten ansetzen kann, die sind weltweit gültig, in denen (gehe ich mal von aus) so etwas steht wie, niemand darf diskriminiert werden o.ä. Daran sollten sich alle halten, egal aus welchem Kulturkreis sie kommen und welche Wertvorstellungen sie haben. Ginge man nicht danach, würden immer noch Menschen aufgrund ihrer Herkunft, Religion, Hautfarbe, Geschlecht, sexueller Neigung, politischer Denkweise etc. nicht am internationalen Sportleben teilhaben können. Die Zeiten, wo solche Diskriminerungen offen stattfinden, sind zum Glück größtenteils vorbei, werden aber im Stillen sicher weiterhin praktiziert. Da hilft nur, es kund zu tun, wie sie es gemacht hat. Sie hat ja nun auch nicht weiter Anklage erhoben sondern lediglich erzählt, was ihr berichtet wurde und was sie verwunderlich (schockierend) findet. Dass man ihr es so erzählt hat, zeugt entweder davon, dass man(n) sich noch sicher im Sattel fühlt oder dass es inzwischen auch bei solchen Entscheidungen Diskussionen gibt, die weitergetragen werden (als positives Zeichen).
(ist ja auch nicht grad überlebenswichtig, IHF-Delegierte zu werden)
Handball an sich ist nicht überlebenswichtig - warum schreiben wir hier eigentlich? Warum sprichst du jemandem, der sich ungerecht behandelt fühlt, das Recht ab sich öffentlich zu beschweren? und was für eine Last legst du auf Menschen, sich vor ihrer sportpolitischen Karriere überlegen müssen, ob sie offen zu dem stehen, was und wie sie sind, um einen Platz zu haben?
Du machst es dir sehr einfach, Karl.