Das Annehmen des Titels kann also auch finanzielle Auswirkungen auf die Zukunft haben und da würde kein wirtschaftlich handelnder Verein dankend ablehnen, nur um ein Zeichen zu setzten.
Das sind nachvollziehbare Argumente, aber dann erst recht stellt sich die Frage, nicht an den THW, sondern an die HBL, warum sie einen Meister ernannt haben mussten. Dafür wurden auch keine Argumente geliefert, wie es das z. B. für das Für und Wider eines Abbruches oder der Wertung oder der Auf- und Absteiger gegeben hat.
Es gab die Abstimmung zum Abbruch (da gab es noch den Vorschlag von Hanning, der erwähnt wurde), es gab den Beschluss zur Wertung (da gab es drei Varianten, die vorher öffentlich diskutiert wurden) und es wurde sich für die eine doch recht einvernehmlich entschieden.
Aber mit keinem Wort lief der Abbruch und die Wertung zwingend auf eine Ernennung eines Meisters hinaus.
Damit (also mit den Gründen, die zur Annahme des Titels zwingen könnten) hat Kiel ein Trostpflaster in evtl. nicht unbeachtlicher Höhe erhalten, welches die anderen Vereine nicht erhalten, wäre vielleicht für Flensburg als weiterhin amtierender Meister ja auch interessant gewesen mit Sponsoren etc. (Ausnahme vielleicht Nordhorn auch mit Vorteilen mit genau entgegengesetzter Argumentation - man weiß nicht, ob sie den Erhalt noch geschafft hätten, das wäre ja unfair gewesen, bzw. sie hätten evtl. klagen können ...).
Das ist nicht schlüssig.
So geht ein Verein in dieser bescheidenen Situation für alle gleicher als die anderen in die nächste Saison (wenn überhaupt).
Schmäschke (und vermutlich auch die anderen rein rechnerisch noch in Frage kommenden Vereine) sowie Hanning, der mit den Füchsen mal so richtig in den Allerwertesten gekniffen sein könnte ("wahrscheinlich" hätten sie einen EHF-Platz ergattert) haben angekündigt, das so ruhen zu lassen. Es ist so entschieden und die Liga muss zusammenhalten.
Was die Titelvergabe mit "verdient haben" zu tun hat, erschließt sich mir dabei immer noch nicht, auch nicht nach euren vielen Beteuerungen hier, dass das wirklich irgendwie gerecht ist, weil so souverän und wahrscheinlich eh Meister und eben nach dem letzten Spieltag, äh der Quotientenregelung ganz oben.
Ich erinnere an die abwehrenden Worte, wenn schon mal die Glückwünsche zur Meisterschaft kamen nach einem gewonnenen Topspiel des THW (letztes Jahr ähnlich bei der SG) - nein, abgerechnet wird zum Schluss, das wird wie immer die letzten Jahre ein packendes Schlussviertel. Und plötzlich soll klar sein, dass es wahrscheinlich so gekommen wäre.
Und jetzt dann noch Glückwünsche einfordern, sonst hat man kein Format (nicht auf dich bezogen, smoerf)? ![]()