Persönlich hab ich die Meinung (soweit man bei dem Informationstand eine Meinung haben kann), das die Fürsorgepflicht für Prokop es geboten hätte, ihn freizustellen (und zwar schon vor 14 Tagen)So kann ich mich des Eindrucks nicht erwehren, dass er ein Opfer der DHB-Spitze ist (und da wohl insbesondere des Vizepräsidenten), für die es bei einer Demission von Prokop sehr schwierig geworden wäre.
So kann die DHB-Spitze noch auf eine erfolgreiche WM hoffen - und sich dann als die Riesenhelden darstellen. Das ist aber schlichtweg ein Pokern auf Prokops Rücken.
"Der kleine Christian möchte an der Information abgeholt werden"? Ich denke er ist alt genug und wir reden hier ja auch nicht von einem normalen Angestellten, der seinen Urlaub nicht nimmt.
Wenn er ernsthaft mit dem Gedanken gespielt hat aufzuhören, hat ihm das mediale Umfeld auch ein perfektes Sprungbrett geliefert. "Die EM war nichts, das lag auch an mir, kein Vertrauen, blabla". Da findet sich auch eine Formulierung, die für alle passt.
Fürsorglich wäre es jetzt viel mehr, ihm den Rücken frei zu halten.
Einen neuen Trainer vorzustellen oder auch nur anzukündigen hätte allerdings für alle Beteiligten einen riesen Vorteil gehabt: Wenn die Heim-WM in die Hosen geht, hätten alle das auf den kurzfristigen Wechsel und Umbruch schieben können. Die Diskussionen um den Trainer und Spielerleistungen blieben allen erspart.