Beiträge von anonymer-scm-fan

    Dass Schiedsrichter inzwischen für bestimmte Situationen nicht mehr auf den Videobeweis zurückgreifen, anders als noch zum Beginn der Saison, wird sicherlich auch mit fortlaufenden Schiedsrichter-Besprechungen und dem Erfahrungsschatz der Schiedsrichter zurückzuführen sein.

    Die HBL-Schiedsrichter werden es ja mutmaßlich auch ohne Videobeweis nicht nur einfach so nach oben geschafft haben sondern deshalb, weil sie ohne Videobeweis oft genug die richtigen Entscheidungen getroffen haben.

    Zudem kommt die allgemeine Linie der Liga, in denen es für viele Sachen eben sowieso nur 2 Minuten gibt, obwohl man es per Regelwerk härter bestrafen könnte. Es zeigt sich ja auch immer mal wieder das selbst mit Videobeweis für so manche Aktionen immer wieder nur 2 Minuten gegeben werden.

    Warum sollten sie sich das gleiche dann doch nochmal anschauen, wenn sie direkt wissen, dass sie 2 Minuten geben werden? In jeder Sportart immer nur auf den Videobeweis zu gehen, wäre auch eine Untergrabung der Einschätzung der Schiedsrichter (egal ob man sie live teilt oder nicht). Dann könnte jeder HBL pfeiffen und ein Spiel würde 3 Stunden dauern.

    Na mal abwarten, was die Vertragssituationen um Damgaard und Smarason so 2025/2026 beim SCM dann so hergeben für die Teilnahme in der Gerüchteküche. Der Spielstil des SCM ist mittlerweile doch auch so ausgerichtet ist, dass Claar, Kristjánsson oder ähnliche Spielertypen beliebig RL oder RM spielen könnten. Der einzige "positionsreine" Spieler auf den Positionen bei uns ist doch nur noch Weber. Selbst Damgaard könnte wohl beides.

    Das Problem für Weber ist letztlich, dass er in der leistungsstärksten Phase des SCM seit über 30 Jahren eben mit denen verglichen wird, die ebenfalls für seine Position in Frage kommen.

    Das war mit Mika schon "schwierig" wo Weber mutmaßlich noch den Vorteil bei Wiegert genoss, dass er der vermeintlich ballsicherere Spieler war und deshalb den Vorzug erhielt. Ich gehe davon aus, dass die meisten sich hier einig sind, wer da in dem Vergleich trotzdem der bessere Offensivhandballer ist und letztlich ließ sich das bei vergleichbaren Einsatzzeiten auch statistisch belegen.

    Jetzt kam mit Smarason ein unerwarteter Glücksgriff und auch wenn es nur eine eigentlich angekündigte Zwischenlösung war, muss man drüber reden dürfen, dass es mehr als sinnvoll ist, ihn weiter zu behalten, um die Mannschaft qualitativ breiter als geplant aufstellen zu können.

    Sollte der lange Vertrag von Weber dazu führen, dass man auf diesen Glücksgriff nicht flexibel reagieren kann oder reagieren will, dann ist das Perlen vor die Säue werfen.

    Dass der Verein durchaus dazu gewillt ist, hat ja das Beispiel Bergendahl gezeigt, den ebenfalls eine Verletzung zu uns gebracht hat.

    Würde mit Smarason verlängert werden, ist es auch recht objektiv, zu sagen, dass das für Weber eine größere Auswirkung hätte als für Damgaard. Mika war sowieso schon nur die Nummer 2. Smarason bringt aber neben der gewünschten Ballsicherheit, für die Weber eben den Vorrang bekommen hat, auch Torgefahr und Abwehrskills mit.

    Letztlich hat auch Damgaard im Gegensatz zu Weber die besseren Fähigkeiten, um in einem 1:1-Kontakt noch Tore zu machen. In dem Arm stecken noch sicherlich 2 Jahre, um bei Gegnerkontakt doch noch ein Tor zu schaffen. Weber ist eben eher noch ein Typ Richtung Shooter, der aber im System Wiegert nicht gefragt ist und dem die Erfüllung seiner taktisch gegeben Aufgaben nicht wirklich entgegen kommt.

    Man könnte ja auch die These in den Raum stellen: Weber arbeitet mannschaftsdienlich die an ihn gestellten Aufgaben ab, selbst wenn diese seinen eigenen Möglichkeiten nicht zugute kommen. Die besseren Spiele hat er dann, wenn er sich gefühlt auch mal hier und da ne Freiheit nimmt. Es wird dann fahrig, wenn er zwanghaft bestimmte Sachen probiert oder wiederholt.

    Das würde durchaus auch ins Gesamtbild seiner Bevorzugung und der Vertragslaufzeit passen. Wiegert scheint auch ein sehr loyaler Charakter zu sein, der Mannschaftsdienlichkeit etc. entsprechend dankt.

    Auf Leistungsebene betrachtet, ist Weber eben aktuell der Rechtshänder im Rückraum, der "statistisch" mit seiner in den letzten Monaten gezeigten Spielweise am wenigsten Einfluss haben würde.

    Selbst Mika als Hop-oder-Top-Spieler dürfte am Ende des Tages ein besseres Tore-/Ballverlust-Verhältnis haben als Weber und das spricht eben nicht für Weber.

    Der Vertrag bis 2028, den er verständlicherweise sicherlich dankend angenommen hat, macht es eben für seine Reputation unter den Fans nicht einfacher. Nach außen wirkt eben nicht, wie gut er die Vorgaben des Trainers umsetzt, sondern was am Ende seiner Ballbeteiligungen am Ende zählbares bei raus kommt und aus Zuschauersicht ist das ein Bremsen der potentiellen Angriffswucht.

    Eigentlich kann man Weber doch mit Steinert vergleichen. Physisch durchaus robuste Spieler, die eher über Fernwürfe agieren als im 1:1. Beide profitieren letztlich nicht von Wiegerts System. Anders als Steinert muss Weber aber einen Weg gefunden haben, bei Wiegert Punkte zu sammeln. Qualitativ unterscheiden sie sich kaum und sind für deutsche Handballer durchaus gehobenes Regal aber keine Spieler, die auf international hohem Niveau konstant einen Unterschied machen könnten. Hätte man Weber analog zu Steinert nicht gehalten, wäre es kaum ins Gewicht gefallen. Selbst Alfred, der sicherlich eher den Spielertypus physischerer Rückraumschütze bevorzugt, gibt ja letzten Endes Weber kaum Vertrauen... und da fallen einem nicht viele Spieler auf RL/RM ein, die bei einem deutschen Topclub ähnliche Spielanteile bekommen.

    Den Artikel zu Smarason hat sich die Sportbild eh nur aus der Handballecke zusammengeschustert. Das, was das steht, ist so gehaltvoll wie ein Taschentuch zum Frühstück.

    Wenn Smarason hier sagt, dass er sich über Weihnachten Gedanken machen will, dürfte das bei ihm auch stimmen. So ein Verein wie Szeged wird wahrscheinlich einfach Interesse hinterlegt haben und wenn er einen Berater hat, kann so eine mediale Aufbauschung vielleicht auch helfen...

    Zumal ja nun Gottfriedson 2025 zu Szeged wechselt.

    Abwarten, bis was verkündet wird.

    Im Rückraum wäre es nicht einer zu viel. Neben Claar wäre er der einzige Rechtshänder, der ordentlich Abwehr spielen kann. Das ist auch ein Pfund, was er in der Hinterhand hätte. Im Grunde hätte Weber dann ein ordentliches Problem, da ganz unabängig von seiner Leistung seine taktische Rolle im Kader mit einem Verbleib von Smarason wegfällt. Der verliert keinen Ball und macht auch noch Tore.

    In diesen Verträgen müssen irgendwelche Hintertüren, Optionen und Klauseln drin sein, die das Ganze etwas flexibler machen.

    Was sollte / könnte das denn sein?

    Außer eine Option für die Spieler, vorzeitig auszusteigen, macht da kaum was Sinn.

    Der Verein weiß, was sie an Lagergren und Weber haben und wetten drauf, dass sie mit 35 immer noch so fit sind wie mit 31. Lagergren ist für die Stelle hinter Magnusson wahrscheinlich der beste Spieler für das System Wiegert, den du ohne Murren als "klare Nummer 2" bekommen kannst. Bei Weber kann man nur hoffen, dass es die skandinavische Doppelverlängerung gibt.

    Smarasson mag das 1:1 nicht unbedingt gefallen, aber letztlich passt auch er sehr gut für diese Spielweise. Wird er sich überlegen müssen, ob er in dieser Gruppe mit Aussicht auf Erfolgen bleiben will oder für eine ihm näher liegende Spielweise woanders hingeht und was dann die Optionen wären. An seiner Stelle sollte man als Profisportler durchaus Blut geleckt haben. Ein anderer Punkt wäre aber natürlich auch die private Planung.

    Bei Damgaard ist nach dem Interview ein Haken dran. Das "finalisieren" ist die offizielle Bekanntmachung gegen Göppingen unterm Weihnachtsbaum. Im Rahmen der aktuellen Verlängerungen der Spieler mit dem größten Hurra-Effekt für das Weihnachtsspiel.

    Inhaltlich hat es ja scheinbar einige Zeit gebraucht, auf einen gemeinsamen Nenner zu kommen. Ob es an der Laufzeit liegen könnte, sieht man ja dann.


    Bei Smarasson profitieren beide Seiten von einer Verlängerung.

    Bei Zechel für Meister und Smarasson weiter für Chrapkowski wären es wieder 18 Spieler im Kader.

    Einen reinen Abwehrspieler zusätzlich zu Sully brauchen wir eigentlich nicht. Sieht man ja auch diese Saison, bei der sich 2 Abwehrspezialisten die Bankzeiten teilen.

    Smarasson bräuchten wir mehr als Zechel.

    Freundschaft!

    Das Problem hier ist, dass die Analyse an der Sache vorbei geht. Natürlich spielt der SCM mehr und mehr Favoritenhandball und keinen Herausfordererhandball mehr. Daher haben sich die Geschwindigkeitselemente in andere Bereiche verschoben. Die primäre Spielgeschwindigkeit im Handball ist nicht, wie oft und damit wie "schnell" die Mannschaften zwischen den Toren hin und her rennen, sondern wie schnell ich den Ball laufen lassen kann. Und da sucht die Passsicherheit des SCM ihresgleichen. Niemand bewegt den Ball so schnell und trotzdem extrem sicher wie der SCM. Zudem hat man extreme Eins-Eins-Spieler, die die Gegner im ersten Schritt schlagen und deshalb Lücken haben, die es für andere Teams so nicht gibt. Der SCM ist auch schneller wieder in der Abwehrformation als andere. Und Portner wirft Tore, wenn sich Green noch für die Parade feiern lies. Das sind vier Punkte, an denen der SCM mehr Geschwindigkeit hat als der Gegner. Die Zahl der Angriffe spielt da keine Rolle.

    Es wäre als weiterer Punkt auch nicht verwunderlich, wenn in die Zeiten auch noch Crunch-Time-Verhaltensmuster rein spielen.

    Der SCM ist ja, wenn notwendig, sehr intelligent darin, Zeit von der Uhr zu nehmen.

    Insgesamt ein gutes Gefühl mit "Durchschnitt" erfolgreicher zu sein als die meisten Gegner.

    Hm. Vertrag bis 2027, bislang keine großen Statistiken und nur n Jahr Leihe. klingt jetzt nicht so wahnsinnig interessant, zumal gerade auf LA man mal wieder einen aus dem eigenen Nachwuchs einbauen könnte.

    Laut Artikel läuft sein Vertrag bei GOG auch noch bis 2027. Der SCM hätte hier eigentlich keinen Druck und mit Musche als dann 34-Jährigen wäre es eigentlich logischer, dass es ein frühzeitiger Neuzugang in der Zukunft ist.

    Warum sollte Musche mit Ende 31 aufhören oder woanders hin oder der SCM ihn vor die Tür setzen?

    Eine langfristig gedachte Lösung, die ab 2025 verfügbar wäre, könnte Sinn machen und würde als Puzzle passen, wenn Musche nicht um 1 Jahr verlängern wollte.

    Als würde es bei Weber um eine Leistung in 2 Minuten Einsatzzeit nach einer Verletzung gehen...

    Die Vertragslaufzeit bis 2028 verstand und versteht doch so gut wie niemand.

    Selbst wenn man ihm zugute halten würde, dass er die ihm zugeteilte Aufgabe offenbar zu Wiegerts Zufriedenheit erfüllt, müsste man hinterfragen, warum es die taktische Aufgabe des Ballhalters für ihn gibt. Ist die nötig oder könnte man den Kaderplatz anders füllen? Warum blockiert man den Platz für einen im nur im Angriff spielenden und nicht sonderlich gefährlich agierenden Spieler bis 2028?

    Wenn der SCM mit Damgaard und Smarasson verlängern sollte, was beide verdient hätten und auch was auch sinnvoll wäre, hätte Weber bezüglich Einsatzzeiten ein richtiges "Problem", wenn Wiegert dann keine neue Aufgabe für ihn entwickelt.

    Mit Smarasson, Kristjansson und Claar hat man dann drei ballsichere, schnelle und torgefährliche Spieler. Und dahinter ist Mika auch noch qualitativ wertvoller. Weber bliebe dann nur eine potentielle Rolle eines Rückraumshooters, um eine andere Qualtität als diese 4 einbringen zu können, aber genau das will Wiegert ja nun eigentlich nicht.

    An einen längeren Vertrag zur Verteilung des Gehalts über mehr Jahre als er tatsächlich auf der Platte aktiv wäre, wäre nur schwer zu glauben. Das wäre mutmaßlich neu beim SCM und auch im deutschen Profisport ja eher unüblich. Zumal der SCM ja nun sicherlich auch nicht so am Hungertuch nagt oder Schmedt so tickt, dass solch eine Methode hier genutzt werden würde oder müsste.

    Sinnvoll wäre eine Verlängerung mit Smarasson und Damgaard. Weber wäre dann dahinter Nummer 5 auf den beiden Positionen. Da Claar und Smarasson aber auch in der Abwehr eingesetzt werden können, würde Weber wohl auch dann aufgrund der Belastungsverteilung sicherlich noch auf einige Einsatzzeiten im Angriff kommen, auch wenn er in der Konstellation nicht mehr Starter wäre.

    Am Ende des Spieltages innerhalb der Gesamtbetrachtung zumindest keine Niederlage für den SCM. Das ist schon in Ordnung.

    Andere Teams verlieren zu Hause gegen die MTM oder müssen dort auch erstmal was holen.

    Die Führung Richtung Ende doch noch über die Zeit zu bringen, wäre ein i-Tüpfelchen gewesen, aber dank der weiß-grünen Schützenhilfe aus dem Süden, ist ja nichts passiert.

    Mal sehen, ob sich demnächst die Trainer-Diskussionen wieder mit Schritte die Aufmerksamkeit teilen. Wer gesehen hat, wie Wiegert in der Auszeit agiert hat, weiß auch, warum der Buzzer leiden musste.

    Wer da offensichtlich nicht gehört hat, was vielleicht noch gesagt wurde, aber trotzdem was in den Raum stellt, sollte sich mal die Frage stellen, ob man sich nicht der eigenen Gesundheit oder Entspanntheit wegen anderen Sachen widmen sollte.

    Eigentlich Zustimmung.

    Obwohl ich das "inkompetent" nicht unterschreibe. Er weiß sehr genau, was er tut.

    Apropros neutral und kompetent:

    Wo war eigentlich dein sonst bei SCM-Spielen üblicher Aufschrei nach Videobeweis und roter Karte, als Smarasson die Faust ins Gesicht bekam?

    Falsches Trikot?

    Wie Petrzika das weg moderiert hat, war auch amüsant, aber wie schon vor einiger Zeit schon geschrieben, muss man in der HBL für ne Rote in der Abwehr den Gegner vermutlich schon köpfen.

    Gummersbach fehlte am Ende glücklicherweise die Abgeklärtheit, um eine Chance bei einem Top-Team zu nutzen.

    Beim SCM ist es auch eine nicht zu verachtende Qualität, sich mit so einer Kadersituation auch in solchen Spielen durchzusetzen. Das ist keine CL-Final-Chancen, sondern Brot-und-Butter-Spiele und Claar und Smarason und de facto auch Magnusson fügen sich komplett ein in diese mentale Qualität aus dem Ende der letzten Saison.

    Ich stimme dir in vielen Dingen zu. Aber das Spiel in Kiel kam für die Füchse zu einem denkbar ungünstigen Zeitpunkt. Mannschaft und Halle haben aufgrund der desaströsen Leistung gegen Aalborg ordentlich gebrannt.

    Das lässt sich im Nachgang aber auch leicht sagen, wenn es gutgegangen ist.

    Wenn der Gegner es dann doch in der Anfangsphase schaffen sollte, den ersten Enthusiasmus im Keim zu ersticken, läuft dann doch vielleicht ganz schnell wieder ein anderer Film.

    Flensburg und Kiel müssen zum Eingreifen in das CL-Rennen selber erstmal auf den richtigen Weg kommen. Beide haben schon Punkte liegen lassen, wo der SCM und wahrscheinlich auch Berlin im Zweifel besser durchwurschteln.

    Der SCM hat aktuell die stabilste und am breitesten aufgestellte Mannschaft, wird aber auch immer wieder an bekannte Probleme stoßen. Solange sie Wege finden, werden sie Meister. Die Berliner müssten beweisen, dass sie Konstanz auf dem allerhöchsten Level über eine ganze Saison können und sind in der Breite nicht so stark besetzt.

    Dass Berlin in der aktuellen Phase in Kiel nichts mitgenommen hat, ist auch schon ein gewisses Signal. Natürlich muss man in der Ostseehalle nicht gewinnen, aber wenn man Meister werden will, gäbe es selten bessere Phasen, mit was Zählbarem aus Kiel abfahren zu können. Vielmehr war es für Kiel ein "Wir könnten es ja doch"-Erlebnis.

    Flensburg muss erstmal zeigen, ob sie im Rest der Saison besser durch Brot-und-Butter-Spiele kommen als der THW.

    Ich hab den schon verstanden - die Meinung steht trotzdem. :hi: Solange sich Berlin auf Gidsel verlässt, sind wir mit unserer aktuellen Philosophie doch relativ safe in der Tabelle.

    Kretzsche hat ganz schön Respekt vor dem Team hinter unserem Team. Erst war es der motivierte Busfahrer, jetzt dann noch der Hallenwart als MVP-Kandidat.

    Also Rheiner würde gut in die Riege unserer Bezirksliga-Schiedsrichter passen. Da wissen einige schon beim Betreten der Halle, wem sie im Spiel Rot geben werden.

    Die Aktion Ernst gegen Weber war für mich die krasseste Fehlentscheidung des Spiels. Wahrscheinlich hätte Weber (schein-)tot umfallen müssen, damit die Schiedsrichter mal auf den Monitor schauen. Kristjánsson hat das gegen O'Sullivan besser gemacht. Bekommt eine leichte Berührung und macht noch in der Luft einen auf sterbenden Schwan. Mit dem Gesichtsausdruck kann er sich in der Schauspielschule bewerben. Da war deutlich mehr Theatralik, als es der Kontakt hergegeben hat. Aber für die Schiedsrichter war's genug. Und da O'Sullivan alleine für das Fordern des Videobeweises schon eine Zeitstrafe verdient hätte, war die Entscheidung dann auch vertretbar. Wenn ich in der entscheidenden Phase des Spiels schon in Unterzahl bin, muss ich meine Nerven beisammen haben und so eine dumme, sinnlose Aktion unterlassen.

    Übers Spiel hinaus betrachtet finde ich es auffällig, wie viel wieder über Wiegert diskutiert wird. Letzte Saison die ganzen Lobeshymnen und nun wieder der Fokus auf seiner Einstellung zum Wechseln. Da hat der Rückraum Smits-Gisli offenbar alle Unzulänglichkeiten des Trainers überspielt.

    Der SCM/Wiegert tut sich ja bekanntermaßen schwer, den Zustand seiner Spieler zu kommunizieren. Das führt dann dazu, dass (vor allem hier im Forum) munter draufgehauen wird. Aber niemand fragt, ob Damgaard überhaupt fit genug ist? Meine spontane Erklärung wäre ja, dass er fürs Celje-Spiel geschont wurde, vielleicht sogar geschont werden musste. Das hat Parallelen zur letzten Saison.

    Zum letzten Teil: für die Zuschauer ist nur ersichtlich, dass da ein Spieler auf der Bank sitzt, der in so einem Moment die Qualität hätte, helfen zu können.

    Wer auf der Bank sitzt, sollte auch mal 10 Minuten spielen können.

    Wenn es dann wirklich nur darum geht, dass der eine dort spielt und der andere dann dort und man es 50:50 aufteilt, ist es fragwürdig.

    Wenn der Spieler, der dran ist, nicht gelöst bekommt, sollte Wiegert nochmal für einige Minuten Impulse setzen. Andersrum wäre mutmaßlich Damgaard schneller auf der Bank, wenn er einen richtig gebrauchten Tag hat - weil da dann gesehen würde, dass der Ballbesitz verballert. Keine Torgefahr scheint für Wiegert nicht so schlimm.

    Veszprem: Damgaard macht 6 Buden in der ersten Halbzeit, Weber kommt in der zweiten und der Angriff war deutlichst schwächer. Das sind Qualitätsunterschiede, die er da versauern lässt.

    Die Gegenthese zum Ende der letzten Saison kann auch durchaus sein, dass gewisse Spieler nochmal ran durften, weil es keine Alternativen gab.

    Das System hat Probleme mit körperlich überlegenen Abwehrreihen, die aggressiv zu Werke gehen und die Truppe ins "Arbeiten" nerven.

    Die Spiele gab es immer mal wieder, auch gegen Mittelfeld-Teams.

    Gegen Veszprem und Barcelona hatte man es gesehen, gegen Flensburg war auch irgendwann Sand im Getriebe. Auch gegen Lemgo wars erst Gold, dann Gemurkse...

    Leipzig hatte eine richtig schlechte erste Halbzeit und in der Pause gab es dann richtige Worte.

    In solchen Spielen wie heute, muss Wiegert dann doch einfach Damgaard probieren und auch nicht erst für eine komplett undankbare Situation.

    Weber war für die 5:1 absolut keine Gefahr, darf aber durchspielen. Wer auf Ergebnis arbeitet, muss da reagieren. Kann doch bitte niemand sagen, dass es die komplette Belastungssteuerung über den Haufen werfen würde, wenn einer heute ungeplant 10 Minuten spielt.

    Der Rest des Rückraums sieht aktuell auch alt gegen halbwegs gute Abwehrreihen aus. Da muss man eben auch mal unkonventionell Chancen für sich oder die Mitspieler kreieren. Das kann in der Mannschaft derzeit nur einer.

    Als Trainer erfolgreich zu sein, ist doch kein Kriterium für die Aufnahme und überdies war es doch zum Zeitpunkt der Aufnahme gar nicht vorhersehbar. Also begründen könnte man es damit nicht. Natürlich sorgt der Erfolg als Trainer auch für´s abflachen der Diskussion, dazu kommt noch, dass Benno eben Magdeburger ist und für den Verein auch aus Spieler geblutet hat. Sein Vater eine Vereinsikone, also familiär schon seit Ewigkeiten mit Verein und Stadt verwurzelt. Aber das Argument - als Trainer - da könnte ich fragen, wo kommt denn Alfred hin :hi:

    Es ist nun mal, wie es ist. So wurde entschieden und das kann man auch gut sein lassen.

    Eins ist jedenfalls Fakt. Benno tut dem Verein in seiner Entwicklung richtig gut. Auch wenn´s halt Dinge gibt, die einem unverständlich erscheinen, die man kritisieren kann und ich schon gar nicht kapiere (Gruß an ALI ), warum unsere stärkste Abwehrformation in Punktspielen für´s Zupacken im Training geschont wird. Ohne Benno wär der SCM jetzt nicht da, wo man aktuell steht (natürlich auch nicht ohne Mika, Piotr und Meischti :) ).

    Mein Punkt war auch, dass er im Moment der Aufnahme nach reiner sportlicher Leistung dort im Vergleich nicht rein gehörte.

    Das wäre immer noch ne Diskussion, wenn er nicht (erfolgreicher) Cheftrainer geworden wäre.

    Würde man jetzt erst über eine Aufnahme von ihm in die HoF reden, würde wohl kaum jemand dagegen argumentieren. Über 2013 sind wir uns einig.