Beiträge von anonymer-scm-fan

    Hier sollte man mal den zeitlichen Ablauf betrachten:

    Bis zum 06.06. lagen allen Beteiligten (auch im Krisenmanagement der Stadt Magdeburg) falsche Informationen zum letztendlichen Ausmaß der Katastrophe vor - ursprüngliche Prognose der verantwortlichen Instutition war wohl der Flut-Höhepunkt bei 7,20m.

    Selbst die Stadt-Oberen hatten tagelang immer wieder letztendlich falsche Prognosen bekommen. (Hier könnte man ja mal die Situation im Stadtteil Magdeburg-Rothensee zu Rate ziehen, zu dem tagelang eine "sichere" Lage kommuniziert wurde. Dann kamen neue Informationen und der Stadtteil musste innerhalb kürzester Zeit evakuiert werden.)
    Auf Grundlage der Informationen bis einschließlich 06.06. wurde natürlich auch seitens OB Trümper in Aussicht gestellt, dass das Spiel in der Getec-Arena stattfinden könnte.

    Der Argumentationskette kann man durchaus bis Donnerstag folgen: Es gibt zwar Katastrophen-Alarm, allerdings geht man davon aus, dass nach dem zu dem Zeitpunkt aktuellen Stand eine Austragung in der Getec-Arena möglich ist.

    Man sollte aber eben auch nicht an diesem besagten Donnerstag aufhören, die dann folgenden Geschehnisse bei der Argumentation zu berücksichtigen: Freitag hat sich die Lage aufgrund neuer Prognosen und Informationen derart zugespitzt, dass eine Auswahlmöglichkeit gefunden werden muss und auch die Wohnungen / Häuser von Spielern des SCM mehr als gedacht gefährdet sind. Die Stellungnahme der HBL hier geht im Gedankengang auch nur bis zum Donnerstag. Die weitere Entwicklung wurde vollkommen vernachlässigt.

    "Sollte das Spiel auf Grund einer sich verändernden Lage nicht
    stattfinden können, wird die Begegnung für Göppingen gewertet." - Diesem Zitat in der Mitteilung des SCM dürfte sehr wahrscheinlich ein entsprechendes Signal der HBL innerhalb der Kommunikation mit dem SCM zu Grunde liegen - es ist aber interessant, dass man dann hier Argumentationen wiederlegen will, nur weil der SCM dies nicht explizit in der Pressemitteilung gesagt hat. Der SCM hätte aber zum Zeitpunkt der PM natürlich der HBL schon vorzeitig den Schwarzen Peter zuschieben können - das war Donnerstag, als noch nicht klar war, dass das Spiel aufgrund persönlicher Betroffenheit und einer unvorhergesehenen Schärfe der Katastrophe auf Wunsch der Spieler nicht angetreten werden würde.

    Es ist ja übrigens in einer Meldung auf der SCM-Homepage in Aussagen von Spielern und Trainern am 06.06. zu lesen ist, dass die Lage durchaus ein Spiel hätte zulassen können. Es gab ja scheinbar am 06.06. auch noch Trainingseinheiten in der Getec-Arena - DANACH kamen neue Informationen, die die Mannschaft berechtigterweise dazu bewogen haben, das Spiel nicht antreten zu wollen.

    Wenn die HBL in ach so regen Austausch mit dem SCM stand, müssen diese Informationen bei der HBL ebenfalls bekannt gewesen sein. Auf Grundlage dieser Informationen hätte die HBL nach der Ablehnung der Alternative Aschersleben durch die Spieler des SCM reagieren müssen.

    Man kann einen ganzen Tag und dessen Entwicklungen in einer Katastrophen-Situation aber auch einfach mal übersehen...

    Das Versagen der HBL ist und bleibt, dass nach Kenntnisnahme der Situation in Magdeburg am entscheidenden Freitag und der Entscheidung der Spieler, doch nicht antreten zu wollen, der SCM selbst das Spiel absagen musste - mit den entsprechend folgenden Konsequenzen, die ich als solche hier nicht mal in Abrede stellen will.

    Die HBL hätte hier doch sicherlich Spielraum zu einer eigenen Entscheidung spätestens nach der ablehnenden Aussage der Mannschaft gehabt (A. Wäschenbach wird doch wohl eine Vertretung bei evtl. Nicht-Erreichbarkeit haben?!?). Da diese Option seitens der HBL offensichtlich nicht gezogen wurde, wurde der SCM in gewissem Maße gezwungen Maße gezwungen, sich zu entscheiden, das Spiel auszutragen oder abzusagen: Do or die...

    Letztlich wird der Verein genau diese Alternativen an die Spieler weitergegeben haben, die natürlich entsprechend der eigenen und gesamten Situation abgelehnt haben, zu spielen.

    Im Prinzip greift doch auch genau die hier geäußerte Stellungnahme der HBL: Ein Spiel in Aschersleben wäre THEORETISCH(!) durchführbar gewesen, aber die Spieler des SCM und letztlich der SCM haben abgelehnt / abgesagt. Hier hat sich die HBL offensichtlich auf den Standpunkt zurückgezogen: "Wenn ihr trotz der Situation nicht wollt, seid ihr selber schuld. Absagen müsst ihr dann selber, eine dritte Option geben wir euch nicht." Menschlich in Anbetracht der Lage mehr als menschlich fragwürdig!

    Das hat mit nichts mit Phantasierei zu tun, so einen Prozess nachvollziehen zu können.

    Die nach der Absage greifenden Regularien sind natürlich eindeutig und grundsätzlich berechtigt, aber wie gesagt hätte die HBL es nicht erst zu diesem Prozess kommen lassen dürfen.

    In der Argumentation der HBL findet sich auch kein schlüssiges Argument, warum die HBL entsprechend der Entwicklungen am Freitag das Spiel nicht selbst abgesagt hat und nur die Entscheidung des SCMs an dem Tag "nur" abgenickt hat.

    Wie bereits gefragt: Ab wann sagt die HBL denn Spiele selbst ab, wenn nicht schon kurz vor dem drohenden Höhepunkt einer für viele Spieler und Ansässigen existenzgefährdeten Naturkatastrophe direkt am Wohn- und Spielort?

    Jeder vernünftige Arbeitgeber stellt doch in einer solchen Situation seine Arbeitnehmer frei - ebenso wie der SCM als Arbeitgeber der Spieler. Kaum irgendwo anders könnte sich ein wie auch immer gearteter Dachverband in diese Entscheidung einmischen. Die HBL schafft es dagegen sogar noch, den "unterstellten" Arbeitgeber in eine solche Entscheidungsnotwendigkeit zu befördern.

    Man kann sagen, was man will: Die HBL hat hier den Schwarzen Peter allein dadurch verdient, dass der SCM das Spiel vereinsseitig absagen musste.

    Diesen Gedankengang als weniger wichtig zu erachten und demnach den Prozess nach der Absage des SCM zu verteidigen, bleibt natürlich dem Verständnis und der Meinungsfreiheit eines jeden Einzelnen überlassen.

    Es wird den handvoll meckernder, teilweise persönlich betroffener SCM-Fans in dieser Diskussion sicherlich nicht um den nachgelagerten und regulierten Prozess gehen, sondern der Grundsatzentscheidung der HBL gehen, die Absage des Spiels nach den Entwicklungen dem SCM zu überlassen und selbst versagt zu haben.

    Das sich hier teilweise Betroffene trotz der eigenen Situation die Zeit nehmen, ihre Meinung in diese Diskussion zu bringen, macht die Entscheidung der HBL und das Verständnis darüber natürlich nicht besser. Die Magdeburger scheinen sich ja aber auch schön um die Behebung der Flutschäden kümmern zu sollen, als sich hier einzumischen...haben halt eine von manchen ungeliebte Meinung...

    An die die hier pro HBL tendieren: Ihr findet es also angebracht und vertretbar, dass Menschen durch irgendeine übergeartete Instutition dazu gezwungen werden, sich zwischen der Ausübung ihres Berufes und der Rettung ihres Eigentums und ihres Wohls und dem ihrer Familien gezwungen werden?

    Der SCM hat jetzt besseres zu tun, als sich mit der sch*** HBL in dieser Frage und dieser mehr als dummen Entscheidung auseinander zu setzen.

    Am Freitag war klar, dass sich die Situation zuspitzt. Am Samstag wurde der gesamte östliche Teils der Stadt evakuiert - der Teil in dem die Getec-Arena liegt. Gut, man hätte ausweichen können, aber am Ende sind wohl noch die Spieler daran schuld, dass sie in diesem von dieser Katastrophe bedrohten Stadtteil wohnen...

    Da hat der SCM TROTZDEM(!) immer noch angeboten, nach Aschersleben zu wechseln. Warum hat der SCM überhaupt diesen Schritt getan und das Angebot gemacht? Weil die HBL den Knall nicht gehört hat!

    Die HBL hätte spätestens mit der Kenntnis der Entscheidung der SCM-Spieler die Partie von sich aus absagen müssen. Die Begründung der Mannschaft ist eindeutig. In diesem Fall ist der SCM nicht nachvollziehbar und vollkommen unbegründet benachteiligt. Warum gab es denn bitte keine nachvollziehbare Begründung der HBL, warum $47 hier nicht zur Anwendung kam?

    Es gibt keine nachvollziehbare Begründung und sie haben in dieser Situation moralisch vollkommen falsch gehandelt.

    Wie hier ja bereits angesprochen wurde, gibt die Gesetzeslage nunmal auch eine Definition "höherer Gewalt". Wenn die HBL rechtliche Leitfäden und moralische Grundsätze nicht dazu nutzen kann, um selbst etwas zu entscheiden in einer frei auslegbaren Entscheidung, dann weiß man letztlich auch, wie es um diese Organisation steht.

    Was ist dann bitte in der HBL ein Fall höherer Gewalt und eine Mindest-Grundlage für eine Spielabsage durch die HBL selbst? Eine Situation ist ja per Präzedenz-Fall quasi definiert. Andere tragische Ereignisse sind ja demnach immer Auslegungssache derer, die da entscheiden dürfen. Man könnte sich jetzt einige Szenarien zusammenreimen und diese allesamt mal an die HBL übermitteln und die Frage stellen, wann und wo ein Spiel abgesetzt wird...

    Wenn eine Naturkatastrophe, die Städte, Menschen, Spieler und Vereine existentiell gefährdet und auch Existenzen materiell und physisch vernichtet (es gab Tote, sogar mindestens 1 Helfer ist gestorben!), dann tut es mir echt leid um die HBL und diejenigen, die das Verhalten der HBL in einer unangemessenen Form verteidigen!

    Wenn alle Deutschen solch ein Desinteresse in den letzten Wochen gezeigt hätten, nur weil sie selbst nicht betroffen sind, dann wären große Teile an der Donau und der Elbe abgesoffen! Glückwunsch zu dieser Einstellung und der Pro-HBL-Haltung, die es unbestreitbar nicht geschafft haben, angemessen zu reagieren.

    Lasst ihr euch zur Arbeit zwingen, wenn euer Haushalt brennt oder in einer anderen Form gefährdet ist? Wenn nein, dann Glückwunsch, wenn ja, dann :wall: :wall: :wall: :wall:

    Nachdem klar war, dass der SCM aus nachvollziehbaren Gründen nicht spielen kann und will, hätte die HBL von sich aus reagieren und das Spiel selbst offiziell absagen müssen.

    Trotz scheinbar regen Austauchs mit dem SCM musste hier scheinbar der Verein selber absagen, was wohl im Umkehrschluss bedeutet, dass die andere Möglichkeit durch die HBL nicht ins Gespräch gebracht wurde.

    Da hat man es scheinbar nicht nur fahrlässig versäumt.

    Wenn die HBL hier einigermaßen Gesicht wahren will, muss das Spiel 1:1 gewertet werden, eben weil sie selbst es verpasst haben, nach der eindeutigen und ebenso eindeutig nachvollziehbaren Tendenz der Magdeburger, das Spiel von sich aus abzusagen. Nachdem die Mannschaft Stellung bezogen hat, hätte man das sicherlich so drehen können...

    Für so einen Fall kann man dann wohl eine Regelung schaffen: "Wenn eine Spielansetzung aufgrund höherer Gewalt, für die keiner der beiden Vereine schuldhaft ist, nicht durchgeführt werden kann, ist eine Spielverlegung bzw., wenn aufgrund bestehender Statuten nicht anders möglich, eine Spielabsage durch die HBL durchzuführen und das Spiel unentschieden zu werten." Wäre wohl nicht allzuschwer, dies in eine Regelung zu packen. Es gibt doch sicherlich auch eine Regelung, was zu machen ist, wenn z.B. während eines Spiels der Strom ausfällt...

    Andere Sportarten bekommen solche Regelungen doch schon für den Fall hin, dass ein bisschen zu viel Regen oder Schnee auf die Austragungsstätte gefallen ist. Zum Glück gibts beim Finale im Stadion ja einige Arenen, bei denen man das Dach schließen kann...

    Und um auf ein anderes Thema zurückzukommen: Mir wäre neu, dass Nationalmannschaften die Gehälter bezahlen...

    Mal sehen, ob Kneer wirklich erst am 01.07.2012 wechselt.

    Nach dem Kreuzbandriss von van Olphen hat wohl Pajovic jetzt etwas an der Hüfte abbekommen.

    Ein Wechsel in der Winterpause würde aus Sicht des SCM durchaus sinnvoll und wird laut lokaler Zeitung auch angestrebt.

    Die finanziellen Möglichkeiten, Kneer vorzeitig aus Großwallstadt zu holen, sollten mittlerweile auch wieder vorhanden sein.

    Vor der Saison wurden die Preise kräftig erhöht, aber die Zuschauerresonanz ist im Vergleich zum Schnitt der letzten Saison nicht gesunken - in der hatte man auch schon einen ordentlichen Überschuss...

    Geschmäcker sind nunmal verschieden. ;)

    Sicherlich können unsere Jungs gut zupacken, aber andere Vereine in der HBL können das auch. Du könntest ja nachher mal einen Vergleich mit den Göppingern ziehen. Melsungen kann ja auch ein unangenehmer Gegner sein bzw. waren sie es ja mit ihrer Art der Verteidigung früher auf jeden Fall.

    Eine intelligent gespielte konsequente Abwehr (also keine unsinnigen riskanten Haudrauf-Aktionen) braucht es aber auch, wenn man (oben) in der Liga bestehen will. Der SCM hat in meinen Augen auch Spieler, die das ohne irgendwelche verrückten Aktionen gut bewerkstelligen können - gleiches gilt ja auch für die anderen Teams Platz 6/7 aufwärts.

    In dem Sinne: Konsequent, ja, aber eigentlich nicht übertrieben hart. Da haben andere Truppen einen 'schlechteren' Ruf weg.

    Tomas Svensson wechselt als Torwart und Torwarttrainer zu den Löwen.

    Lennart Carstens (SG Flensburg-Handewitt) und Daniel Hansen (HSG Düsseldorf) wechseln zur zweiten Mannschaft des SCM. (und ehe jemand meckert, von wegen keine Bundesliga-Wechsel: Carstens stand immerhin ein paar Minuten für die SG auf den Parketten der HBL und Hansen hat mit 20 Jahren auch die Möglichkeit, für die erste Mannschaft zu spielen. ;))

    Dass Krause sich mit dem VfL einig sei, hatte die Bild Magdeburg bereits vor Wochen berichtet. Hätte nicht erwartet, dass er bei einem gehobenen Bundesliga-Verein unterkommt, grade nach so einer langen Verletzungspause. Mal sehen, was Hasanefendic noch aus ihm rausholen kann, wobei er sicherlich erstmal eine Chance verdient hat.

    Er hat ja auch nicht die schlechtesten körperlichen Anlagen und in der Abwehr bereits in HBL-Spielen Qualität gezeigt.

    Es wird darauf ankommen, ob die SCM-Leistung in Hannover nur ein Hänger war.

    Sollten sie wieder eine bessere Abwehr aufs Parkett stellen (in Burgdorf haben sie in der zweiten Hälfte 10 Minuten lang mit guter Abwehr gespielt und so den 5-Tore-Rückstand wettgemacht) und im Abschluss konzentrierter agieren, dann bleiben die Punkte normalerweise auch in Magdeburg.

    Der SCM hat eine gute Abwehr aufs Parkett gestellt und die Kieler so ins Spielen gezwungen, wobei man es da auch schaffte, die Luft aus der physischen Überlegenheit der Kieler zu nehmen. Dazu kamen die kleinen Fehler der Kieler, die dann die totale Verunsicherung und den Einbruch des Selbstvertrauens komplett machten. Der SCM selbst hat im Angriff kaum technische Fehler gemacht.

    Die Verunsicherung schien sich dann auch auf die Abwehrleistung niederzuschlagen. Der SCM hat teilweise ja auch Tore erzielt, die die Kieler sonst nicht zulassen würden, zumal der SCM aufgrund mangelnder spielerischer Mittel meist Probleme mit körperlich überlegenen Abwehrreihen hat.

    Das der THW dies nicht genutzt hatte, nutzte der SCM seinerseits dann, um sich mit dem Laufspiel Lücken zu erarbeiten, die man dann auch nutzen konnte.

    Quenstedt müsste noch frei sein. Ob er einem Team der oberen Tabellenhälfte konstant weiter helfen kann, müsste man sehen. Ein Bundesliga-Verein, bei dem er mehr Spielpraxis sammeln kann, wäre für seine Entwicklung auf jeden Fall gut und das Potential für die HBL zeigt er ja schon.

    Die abgezocktere Mannschaft hat gewonnen. Der SCM nutzt seine Chancen gegen taumelnde Top-Teams nicht rechtzeitig und hat es auch in Berlin verpasst, den Gegner in der ersten Halbzeit umzuhauen. Das war in Kiel schon ähnlich. Es fehlen spielerische Mittel, um gegen solche Teams dann auf deren normalem Abwehr-Niveau etwas ausrichten zu können. Das hat sich jetzt leider wieder gerächt. Dazu kam dann noch, dass die SCM-Abwehr zu sehr nachgelassen hat. Das war letztlich der ausschlaggebende Punkt. Mit besserer (konzentrierterer) Abwehr hätte man sich vielleicht noch retten können.

    Ob Storm Nielsen das Geld klaut, um es den Armen zu geben? Oder kauft er doch nur bei den Armen ein, um es dem Reichen zu zeigen?

    Wer war nochmal so gnädig, die SG Kronau-Östringen in die SAP-Arena zu holen? Man hätte damals Friesenheim nehmen sollen. ^^