Beiträge von anonymer-scm-fan

    Zu Zelenovic braucht man aktuell nicht viel sagen. Seine Spielweise passt in der HBL nicht gegen ordentlich agierende 6:0-Abwehren. Wenn er Richtung Tor zieht, hat man als Zuschauer automatisch Angst vorm Stürmerfoul.

    Er hat sich in Magdeburg genau wegen seiner Spielweise doch auch schon mehrmals verletzt. Wie viele Nasenbrüche hatte er jetzt hier schon? Zu Gute halten kann man ihm da eigentlich, dass er deshalb schon nicht mal mehr verletzt ausfällt.


    Goldhändchen macht eine neue Serie. Der schafft es noch, 21 Spiele lang in Folge den ersten 7m für den SCM zu vergeigen. Er ist jetzt bei 2 Spielen in Folge, wo der erste 7m daneben ging und hat in der Statistik diese Saison eine Quote von 3:5. In einem Spiel durfte Petterson den ersten 7m werfen.


    Dann ist Benno erst seit Herbst 2015 Cheftrainer? Okay, habe ich mich um 1 Jahr geirrt. Aber er sollte zumindest mitgekriegt haben, dass es mal ein deutlich besseres Spiel von Bezjak gegeben hat. Wenn der Spielmacher das Spiel nicht mehr macht läuft was falsch.
    Bezjak ist mittlerweile zu einem absoluten Schwachpunkt geworden und das kann natürlich auch am Trainer liegen, aber meiner Meinung nach nicht so gravierend wie Bezjak nachgelassen hat. Wenn doch, haben wir ein Trainerproblem.

    Sollte Bezjak das machen, was der Trainer in seiner Philosophie von einem Spielmacher erwartet, dann hat Bezjak nicht nachgelassen, sondern würde sich einfach der Trainervorgabe anpassen. Könnte man als Fan dieser Taktikvorgabe etwas abgewinnen, müsste man Bezjak sogar auch attestieren, dass er im Rahmen dieser Erwartung oftmals "ordentliche bis gute" Spiele hat.

    Bezjak hatte, zumindest in der Erinnerung, in der Hinrunde 2015 eine Schwächephase, verglichen mit dem was man vorher von ihm gewohnt war, hatte aber am Final4-Wochenende nochmal gezeigt, was er kann. Auch für Slowenien hatte er irgendwann in 2016 nochmal ein für seine bisherige Verhältnisse gutes Turnier, wo er das Level ankratzen konnte, dass er auch beim SCM mal hatte.

    Wiegert wurde Ende 2015 Trainer. Seitdem spielt Bezjak auch meist das, was man aktuell auch von ihm sieht. Das war schon eine sichtbare Umstellung seiner Spielweise und das macht ein Spieler über einen längeren Zeitraum doch auch nicht einfach so. Sonst ging er nur mal in die Abwehr, um den Ball zum Kreis zu stecken.

    Lässt man den Vorwurf von Formschwäche aufgrund taktischer Gesichtspunkte mal komplett außer Acht, dann scheint die taktische Vorgabe zu sein, dass er die Abwehrspieler auf sich ziehen und binden soll, um dann mit einem Mitspieler eine Lösung zu finden, sodass der Mitspieler zum Torwurf kommen kann.

    Das hätte man besser mit Haaß machen können. Mit Bezjak ist das, zumindest in der aktuellen Ausprägung, Perle vor die Säue werfen.

    Deswegen wirkt Sully im Angriff auch so "erfrischend", weil er sich von der gegnerischen Abwehr fernhält und dadurch der Ball besser läuft. Er ist nicht unbedingt der bessere Spielmacher im Vergleich zu Bezjak. Er darf aber das machen, was man von Bezjak in seinen guten Zeiten gewohnt war.

    Dass Wiegert diese Spielweise nicht nur einfach akzeptiert, sondern unterstützt, sieht man ja letztlich daran, dass Bezjak selbst an schlechten Tagen immer spielt. O'Sullivan kam doch immer nur dann in den Positionsangriff, wenn Bezjak vom Platz geflogen ist. Hatte nicht auch Wiegert den neuen Kapitän bestimmt? Bezjak war doch im Testspiel so zur Probe auch mal Kapitän - das zeigt ja auch nochmal seinen Stellenwert für den Trainer. Das macht man ja auch nicht, wenn man Grund hätte mit der Leistung des Spielers im Großen und Ganzan ansatzweise unzufrieden zu sein.

    Weber, Meschke, Janke hatten bei uns keine wirkliche Chance bekommen. In Leipzig sind sie nicht wegzudenken. Die braucht keiner motivieren. Das man einen P. Weber nicht gehalten hat, welche Verschwendung. Roje wird auch brennen.

    Ich bin auf das Spiel gespannt. Vielleicht überrascht Benno mal alle mit Mut und Kreativität. Glauben tue ich aber auch nicht dran. Eher wird an einem Plan festgehalten, egal wie das Spiel läuft. Unser häufiges krampfen ist doch auch bedingt durch die Spielweise von Marko. Er hatte mal richtig gut und klug gespielt, aber seit einiger Zeit ist davon nicht mehr viel zu sehen. Geniale Anspiele habe Seltenheitswert, stattdessen wird viel zu oft mit dem Kopf voran in den Gegner gerannt. Selbst ist er auch nicht mehr so torgefährlich. Die gegnerische Abwehr hat’s da relativ einfach, die brauchen nur abwarten. Sully konnte noch nicht zeigen, dass er den Positionsangriff beleben kann. Dafür bekam er kaum Gelegenheit, wurde von Benno immer wieder runter genommen. Bei Kalarash sehe ich großes Potential, aber ob der Club das zu nutzen versteht oder in ein paar Jahren ein anderer Verein davon profitiert. Es gab in den letzten Jahren genügend Gelegenheiten, neue Wege zu gehen, wenn eingefahrene Dinge, die immer so gemacht wurden, keinen Ertrag brachten. Gemacht wurde es nicht. Egal ob unter old Franky, dem Geir oder Benno trainiert wurde. Allen fehlte der Mut dazu. Ein wenig Hoffnung ist erlaubt, aus der Not heraus könnte ja mal was großes entstehen. Aber erwarten sollte man lieber nicht zu viel.

    Bezjak setzt das um, was er taktisch umsetzen soll. Dass seine Kreativität nicht genutzt wird, ist nicht seine Schuld, sondern die Entscheidung des Trainers.
    Die Spielweise, die vom RM erwartet wird, ist vielleicht auch ein Grund dafür, dass Sully vorne nicht zum Einsatz kommt. Da müsste er auch so mit seinem Körper arbeiten, dass man schon ein bisschen Angst haben müsste, dass er sich unnötigerweise verletzt.
    Ob der Rückraum mit einem Bezjak besser ist, der mit seinem Körper lücken schafft oder kreativ agiert...ist aktuell sowieso eine hypothetische Frage.

    Das Gelegenheiten verschwendet wurden, liegt doch an der Doktrin, dass auf Teufel komm raus gewonnen werden soll. Das ist eben das Mantra. Des Besten. Für Magdeburg!
    Man muss eben auch mal festhalten, dass sich Carstens Aussage seit 6 Jahren offensichtlich nicht geändert hat.


    Leipzig wird das Spiel gewinnen, wenn sie sich nicht allzu blöd anstellen.

    Wenn dann dürfte es am ehesten wohl eine 5:1-Interpretation werden. Ich glaube aber auch, dass er, in welcher Konstellation auch immer, bei einer 6:0 bleibt.

    Manche Leipziger haben in dem Spiel in Magdeburg vielleicht mehr Motivation als manch SCM-Spieler.

    Das Spiel hat keinen Favoriten. Da es sicherlich auch viele Leipziger Schlachtenbummler geben wird, bin ich auch mal auf die Halle gespannt, wenn sich das Spiel wieder eng entwickelt, weil sich der SCM was zurecht "krampft" ... oder anders ausgedrückt: wenn der SCM das auf die Platte bringt, wozu man aktuell eben nur in der Lage ist.

    Die Analysen von Heiner Brandt zur Situation beim SCM sind da immer sehr treffend, sowohl was Leistung als auch Umfeld angeht...

    Ich sehe Musa auch als wichtigen Charakter in der Mannschaft - das war auch keine Kritik gegen ihn.

    Hat man Europa-Pokal-Erwartungen, dann muss man auch 2 Kreisspieler haben, bei denen gilt "Wenn der den Ball hat, gibt es 7m oder Tor." - ansonsten ist die Personalpolitik verfehlt. Daher erwarte ich das letztlich auch von Kalarash.

    Da erwarte ich von den Rückraumspielern auch, dass es quasi egal ist, welcher Kreisläufer mit ihnen spielt. Sie müssen Kalarash oder Danowski eben auch einbinden und nicht versauern lassen.

    Musa wird vorne deshalb fehlen, weil er mit seinem Körper extrem gut arbeitet und sich und den Mitspielern Lücken schaffen kann. Das müssen Kalarash und Danowski erstmal schaffen.

    Man hat Musa zuletzt auch immer mehr eingebunden, ja, aber letztlich ist das Zusammenspiel mit dem Kreis, explizit mit Musa als jetzt Betroffenen, kein so wichtiger Faktor, dass man das nicht auch kompensieren kann, wenn man dahinter Kreisläufer hat, die den Ball vernünftig fangen und abschirmen können.

    Hoffen wir einfach, dass er nicht allzulange verletzt ist. So können Kalarash und Danowski ein paar Wochen lang zeigen, ob sie einen Wert für die Truppe haben können.

    Geht man mal die Spiele bis zur Winterpause durch, ändern sich die Vorzeichen der einzelnen Spiele aber dadurch kaum, auch wenn es natürlich in engen Spielen drauf ankommen könnte.

    Leipzig, Göppingen und Melsungen können unabhängig von Musas Beisein oder Abwesenheit so oder so ausgehen, gegen Kronau sowie in Flensburg und in Berlin ist man eh nicht der Favorit.

    Fällt Musas Ausfall denn mit der aktuellen Truppe so schwer?

    Das bisschen Kreisläufer-Spiel, was der SCM im Positions-Angriff nutzt, sollte und muss man auch mit Kalarash hinbekommen. Ansonsten wäre er hier auch falsch und der SCM nutzt seine Kreisläufer ja seit Jureckis Abgang eh kaum. Hier muss der Kreisläufer eher körperlich ackern als den Ball fangen können.

    Herausragende Führungsspieler gibt es beim SCM in engen Spielen sowieso nicht. Da geht es nur um Effektivität und Effizienz von Aktionen in entscheidenden Phasen und da ist sowieso jeder in der Mannschaft bestenfalls schwankend.

    In der Abwehr wird man sehen müssen, ob ein anderer Mittelblocker es ebenso vernünftig hinbekommt. Da wird am schwersten wiegen, dass nun jemand mit Chrapkowski spielt, der es in der HBL auch nicht gewohnt ist, im Mittelblock zu spielen und die Kommunikation zwischen Chrapkowski und seinem Nebenmann wird vermutlich fehleranfälliger sein als zwischen Chrapkowsi und Musa, die schon zusammen gespielt haben.

    Aber auch der Mittelblock ist nach dem Weggang von Lemke kein so wichtiger Faktor mehr im SCM-Spiel.

    Der SCM wird in der aktuellen Verfassung vermutlich nicht besser und nicht wesentlich schlechter spielen als mit Musa.

    Der SCM muss erstmal den Beweis erbringen, dass man gegen bessere Vereine der HBL 60 Minuten lang konzentriert agieren kann. Selbst in Nettelstedt waren die ersten 20 Minuten dahingehend wieder Grütze.

    Wetzlar ist doch schon gut beraten, über das gesamte Spiel das eigene Level zu erreichen und abzuwarten, wann der SCM sich selbst im Weg steht. Der Matchplan hatte Kiel und Hannover auch ganz gut getan.

    Der SCM ist in der aktuellen Verfassung der Mannschaft in so einem Spiel nicht von vornherein der Favorit - einfach weil die letzten Auftritte diese Bezeichnung schon ad absurdum führen.

    Was eben fehlt, ist die charakterliche Eigenschaft, sich mit konstruktiver Kritik konstruktiv beschäftigen zu wollen und zu können.
    Reibungspunkte setzt man ja gewissermaßen, aber eher unfreiwillig und eher als Slapstick-Einlage, siehe die präsidiale Aussage im Beiblatt.

    Schmedt denkt wahrscheinlich auch noch, zu wissen, was die "Fans" wollen. Wer will, dass man gehört wird, muss die Sponsorenleiter erklimmen. Kritik würde beim SCM erst anfangen, weh zu tun, wenn ein beträchtlicher Geldeingang minimiert würde.

    Mich würde ja mal interessieren, wie sie die Fan-Kultur verändern wollen.

    Und mal eins ehrlich gesagt: Wenn man Sponsoren hunderte Dauerkarten zusätzlich rein buttert, dann geht dies eben auch mit einer entsprechenden Stimmungsentwicklung einher. Wobei die Spiele gegen "Kleinere" schon immer vor sich hin plätscherten. Da ist er wohl noch nicht lang genug beim Handball, um das zu wissen...

    Beim Berlin-Spiel war das Knistern in der Halle auch von Anfang an spürbar, dass die Halle auch Gas geben wollte. 40 Minuten lang war es dann auch entsprechend laut. Der Fanblock in Hannover war auch 45 Minuten lang nicht zu überhören. Noch(!) muss man den richtigen Fans nicht sagen, wie Fan-Kultur und Stimmung gehen...

    Das ist in der aktuellen Phase auch kein Führungsspieler-Problem, sondern ein Kopf-Problem einzelner Spieler.

    Es fehlt die Abgezocktheit, die Bälle 100%ig verwandeln zu wollen statt oftmals nur halbherzig oder ohne Vorbereitung. Lieber beim in den Winkel krachen mal einen daneben setzen statt beim Schön-Spiel-Trickwurf. Es fehlt auch die Ruhe, mal aus dem Risiko rauszugehen und sicherer zu spielen. Lieber die Abwehr nochmal verlagern als mit einem Risikopass Weber auf die Grundlinie schicken, von wo er dann auch tatsächlich noch wirft.

    Wiegert ist schon einer, der die Mannschaft auch führen kann. Die Ansagen in den AusZeiten sind ja klar und strukturiert. Jetzt fehlen die letzten 10 Prozent individuelles Konzentrieren-Wollen bei dem ein oder anderen.

    Letztendlich zeigen solche Äußerungen auch, dass man überhaupt kein Gespür für die Gründe etwaiger Kritik hat. Vielleicht läuft da auch manches Mal Pipi Langstrumpf in Dauerschleife.

    Die Aussage von Wiegert in der Auszeit würde ich da auch noch in eine andere Richtung bewerten: Das war wirklich ein Warnschuss, nicht die gleichen Fehler wie in Kiel oder Hannover zu machen. Hätte die Halle angefangen, zu murren, hätten unsere Goldhändchen wohl noch mehr gezittert. Die Aussage "ist die Halle leise, sind wir laut" kann man ja auch in Richtung Aufwecken deuten, getreu dem Motto "jetzt legt endlich los".


    Steve: Gegen Kiel, Berlin und Hannover haben sie schon gekämpft. Da würde ich Ihnen nicht absprechen, dass sie sich körperlich völlig verausgabt hätten. Da kommt aber oftmals dazu, dass ohne große Not wirre Einzelentscheidungen getroffen werden, die dann die komplette Mannschaft in ein Loch reißen.

    Bei einigen Spielern gibt es ein Disziplin-Problem im Sinne vom konsequenten Erarbeiten und vor allem Nutzen von Chancen. Das schlägt sich in Passen, Würfen und 7m wieder. Das war auch gegen Minden wieder zu sehen, weshalb es eben auch keine +15 wurden.

    Ohne Alternativen zu diesen Spielern wird es in wichtigen Spielen wieder nichts. Das ist auch was, was man zum Glück schnell abstellen könnte, wenn man denn will.

    Wie dumm muss man eigentlich sein, die Halle mit solchen Aussagen zu provozieren?

    Wenn die Mannschaft ihre Leistung so auf die Platte bringen würde, dass man als Fan das Gefühl hat, dass sie enge Spiele gegen starke Gegner auch gewinnen kann, dann ist die Halle immer da.

    Wer aber gegen Minden aus einem Zwei-Klassen-Unterschied sich selbst so grandios verbaut, mehr Kapital draus zu schlagen, muss sich nicht wundern, wenn die Halle abwartet. Der SCM bietet dem Fan das Raunen ja immer wieder an.

    Diese Saison ist bislang die Saison der wegen Dummheit vergebenen Chancen. Man müsste mal Statistik darüber führen, wie viele Ballverluste es wegen unkonzentrierter Pässe oder Würfe es gab.

    Was für eine Fan-Kultur haben wir denn? 110 Dezibel gegen Berlin, stimmungstechnisch ein 18. Heimspiel in 150km Entfernung.

    Wenn er diese Fan-Kultur verändern will, muss entweder die Mannschaft Leistung bringen oder man muss die Halle abgeschlossen lassen.

    Mit dieser Führungsriege werden SCM und HMD nicht weiter vorankommen.

    Der SCM im Angriff sowohl aus dem Positionsangriff als auch bei den Freien zu oft völlig undiszipliniert.

    Das wird gegen Teams der oberen Hälfte wieder bestraft werden. Quenstedt hat heute gezeigt, was ein Torwartwechsel bei so einem Spielverlauf bewirken kann.

    9 Tore Differenz sind für den Klassenunterschied zu wenig.

    Es wird so laufen wie sonst auch gegen die Kleineren: Die Erwartungen der Fans eines hohen Sieges werden durch Gewürge und unnötige Fehler schnell wieder kaputt gemacht.

    Der Zuschauereinbruch ist ja jetzt auch kein Phänomen dieses einen Spieles. Wir liegen da. 600-800 Zuschauer pro Spiel unter dem Vorjahres-Schnitt vergleichbarer Spiele.

    Gibt's nächstes Jahr eben wieder ein paar aufgehübschte Sponsorenpakete.

    Die Außen sind ja auch nicht das Problem. Wenn die einen normalen Tag haben, können die auch durchspielen. Da muss man nur wechseln, wenn einer einen schlechten Tag hat.

    Bei Musa kann es wirklich zum Faktor werden. Wenn er müde wird, wird die Abwehr auch schwächer.

    Das wirkliche Problem ist die Alternativ-Losigkeit im Rückraum und das Festhalten an gewissen Spielern auch in Schwächephasen, sodass man seine paar Alternativen auch noch weiter einschränkt.


    Den Gedanken bei Webers letzten 7m hattest du doch auch nicht exklusiv. Dass er den schön mittig aufs Tor wirft, ist Crunchtime-Coolness. Das nehmen wir als Positives mit. Wie gesagt, Mortensen hat gezeigt wie es geht. Der hat auch einen verworfen, musste später wieder ran und hat die wichtigen 7m alle knallhart ins Lattenkreuz genagelt. Da könnte Weber auch mal an der Wurfkraft arbeiten...


    Dem Gefeiere auf den offiziellen SCM-kanälen braucht man keine Aufmerksamkeit schenken. Das ist reines Marketing und Zuschauerlocken bzw. bei Laune halten. Hätte man den real zweitbesten Keeper der Liga, hätte man nicht 6:6 Punkte.

    Weber ist sowieso nicht so der Inbegriff mentaler Härte... oder vielleicht doch, wenn er Ziemer beim 7m in der Crunchtime mitten durch die Hüfte werfen will. Dazu kommt aber auch, dass bei genau diesem angesprochenen Wurfversuch von Außen der Winkel recht schwierig war. Mit jeder anderen Wurfvariante hätte er da auch versagt. Das eigentlich Dumme ist, dass sie mit genauso dieser Aktion bei ungünstigem Winkel in diesem Spiel drei Mal versagt haben. Es hat auch 2-3 Mal geklappt, aber da sah es zumindest von der Tribüne nach einem besseren Winkel aus.


    @obo: Ja, Wiegert muss jetzt vor allem mit sich selbst ins Gericht gehen, was die Entwicklung und den Nutzen von Alternativen angeht.

    Wie er die Außen wechselt, kann man ja noch nachvollziehen. Bei ähnlicher Qualität sollen alle auch zu ihren Spielanteilen kommen, dabei sind Musche und Weber für die stärkeren Gegner gesetzt. Sozialwechsel halt, aber wenigstens auf ähnlichem Niveau.

    Wieso er bei den Keepern nicht mal reagiert, versteht nur er selber. Ja, dann hält Green in der ersten Halbzeit eben gut. Wenn dann aber zwischen 30. und 45. Minute nichts mehr kommt, dann kann man doch Dario probieren. So viel nehmen sich die beiden auch nicht.

    O'Sullivan und Bezjak ist sowieso klar. Da muss er mal aus dem möglichen Denkansatz rauskommen, dass Sully hinten und für die 1. / 2. Welle so wichtig ist, dass er sich nicht verletzen darf. Ja, das stimmt, aber trotzdem ist er eine sinnvolle Alternative für vorne. Oder es liegt nicht mal dran und Bezjak ist unersetzbar...

    Für Damgaard gibt's keine Alternativen und das hat er als GF Sport mitzuverantworten.

    Das Herumtoben an der Seitenlinie bei Fehlentscheidungen kriegt man aus einem emotionalen Trainer nicht raus. Das ist auch nicht der Punkt, warum man solche Spiele verliert. Ich habe auch den Eindruck, dass er teils schon zurückhaltender geworden ist. Dass Musche nach der 2-Minuten-Strafe gegen Berlin so ausgerastet ist, hat überhaupt nichts mit dem Trainer zu tun - zu dem Umstand, dass er da unschuldig war und trotzdem bestraft wurde, kam der Frust des Spielverlaufes hinzu. Das war einfach ein Ventil und dass hatte nichts mit Wiegert zu tun.

    Off-Topic: Nach der Handballecke lag das alte SCM-Forum vermutlich auf Platz 2 der meistgenutzten Handball-Foren in Deutschland. Dass das hier rüber schwappt, war klar. Über Inhalte mag man streiten, ist aber auch egal. Aus SCM-Sicht war es Outsourcing der Meinungsmache.


    Zum Spiel ist vieles gesagt. Die Burgdorfer haben die Chance genutzt, die ihnen geboten wurde. Da kann man das Spiel, trotz aller Euphorie, auch zu einer kritischen Selbsteinschätzung nutzen, denn der Unterschied der ersten Halbzeit kam auch nicht von ungefähr. In Hannover wird man von Spiel zu Spiel gucken. Das kann am Ende der Saison ein großes Ding geben oder man steht halt mit einer vergleichsweise ordentlichen Saison im gesicherten oberen Mittelfeld. Wäre für den Verein am Ende einer Saison sicher beides in Ordnung.


    Capitano, eine Mannschaft, die unter die Top5 kommen will, muss solche Chancen nutzen. Die Liga ist eng, ja - das bedeutet aber auch, dass solche Spielverläufe noch schmerzhafter sind. Das waren 4 Big-Points.

    Beim Spiel gegen Kiel könnte man vielleicht noch gelten lassen, dass der THW von alleine die Qualität auf die Platte bringen kann, einen 6-Tore-Rückstand zu Hause noch zu drehen.
    Gegen Berlin hat man verloren, weil die Füchse es geschafft haben, dem Tempospiel der Magdeburger im Rückzugsverhalten entgegenzustehen.

    Hannover wurde aber doch nicht von sich aus so wesentlich stärker, dass sie das Spiel selbst gedreht hätten. Der SCM hat viel und meist ohne Not mitgeholfen - dass das sauer aufstößt, ist sicherlich berechtigt.


    Das Wohl und Wehe der speziellen Sorte SCM-Fan wurde aus Berlin ja treffend wiedergespiegelt. Es wäre auch anders, wenn das ein plötzlicher Ausrutscher gewesen wäre, wo man sich wirklich hätte schütteln und voraus schauen können. Die Probleme, wenn auch auf hohem Niveau, liegen tiefer. Wenn man die Parole ausgibt, dass man den Abstand zu Platz 3 verringern will, dann dürfen solche Spiele nicht 2 Mal in 2 Wochen passieren.


    Was dieser Kader hergibt, ist bekannt und muss auch nicht nochmal zerkaut werden.
    Die strukturelle Schwäche der Kaderpolitik muss nun durch umso besseres Coaching ausgeglichen werden. Das wird jetzt wirklich der Scheideweg für Wiegert.

    Er hat eine Mannschaft, die seinen Stil umsetzt und mit diesem Spiel weitestgehend erfolgreich sein könnte. Zu jedem Spieler wurde die letzte vertragliche Entscheidung unter seiner sportlichen Leitung gefällt - damit ist es sein Wunschkader bis 2019.

    Er ist jetzt als Trainer gefragt, aus solchen Spielen das Richtige mitzunehmen und mit der Mannschaft intern schonungslos aufzuarbeiten. Wenn man sich wieder in die eigene Tasche lügt, wird sich wieder nichts ändern.