Beiträge von anonymer-scm-fan

    Und genau das ist beim SCM halt der Fall. Der rein in Finanzen denkende Manager sieht nur die blanken Zahlen.

    Es gibt eine Umsatzsteigerung. Das ist positiv. Bei dieser Umsatzsteigerung gab es auch kaum kritische Punkte.

    Kritikfähig ist die Ausgabenseite. Die höheren Mittel führten zu einem in der Breite besseren Kader, aber kaum zu einer Verbesserung der Qualität. Stattdessen wird an Ecken gespart, an denen man nicht sparen müsste oder die die Identifikation zum Verein mehr und mehr kosten.

    Inzwischen hat man die Aufgaben klar nach Außen verteilt. Jetzt ist man letztlich davon abhängig, dass die Philosophie des aktuellen Trainers greift. Das ist per sé ja auch richtig, dass der Trainer Spieler kriegen sollte, die seinen Anforderungen entsprechen. Aber mit Wiegert als sportlichen Geschäftsführer ist man vielleicht auch einen Schritt zu weit gegangen. Wer ist die Kontrollinstanz bzw. Ratgeber? Wie hoch wird die Hemmschwelle dadurch, Wiegert bei Misserfolg auszutauschen?

    Ich würde nicht sagen, dass Wiegert Misserfolg hätte oder ein unfähiger Trainer wäre. Der Club ist jetzt aber überordentlich abhängig von seiner Lernfähigkeit und seiner Bereitschaft seine eigene Philosophie zu überarbeiten bzw. dazu eine Alternative als Plan B zu schaffen. Es gibt derzeit nur Tempo und Risiko. Die Transfers gehen nicht in die Richtung, dass man die Schwachstelle Positionsangriff verbessert. Lagergren ist vielleicht besser als Zelenovic, vielleicht aber auch nicht...

    Weber weiß halt nicht, wann er besser etwas nicht kommentieren sollte. Das war ja schon öfter so. Er kann die Meinung ja für sich haben, aber ohne den Druck aus der Halle hätten sie manch andere Spiele auch verloren. Man fordert zurecht die Unterstützung der Halle und Druck gegen vermeidlich schlechte Schiedsrichter gehört dazu.

    Ihm ist doch nur wichtig, dass er am Ende der Saison die Kanone bekommt.


    O'Sullivan darf doch seine Qualitäten im Positionsangriff doch gar nicht unter Beweis stellen. Aus 0/5 in einem Spiel kann man nicht ableiten, dass er diese Qualität nicht hätte. Bezjak ist gesetzt auf RM, also ist der Trainer überaus zufrieden mit ihm. Wiegert sieht also Qualitäten in seiner Spielweise, zu denen er selber gar keine Alternative will. Bezjak spielt doch nur nicht, wenn er vom Platz geflogen ist.

    Sully darf halb decken und die erste und zweite Welle nach vorne treiben. Das klappt in den meisten Fällen auch gut. Richtig gute Teams schaffen es aber, mindestens im gleichen Tempo wieder in der Abwehr zu stehen. Das haben Berlin, Melsungen und Kronau geschafft, deshalb haben sie auch verdient gewonnen.

    Wiegert hat eine recht eindeutige Linie. Das kann man ihm nicht mal vorwerfen. Nur wird diese Linie und die darin begründete Kaderpolitik nicht für einen Angriff auf die vorderen Plätze reichen.

    Es fehlt der Mut, Alternativen zu gesetzten Stammspielern zu holen und diese auch einzusetzen. Damgaard auf RM wäre sicher mal interessant, dahinter fehlt aber ein guter RL, mit dem man auch was vorne anfangen kann. Chrapkowski ist in der ersten Welle der Brecher, der mit Körperlichkeit Lücken noch nutzen kann. Aus gebundenem Spiel fehlt ihm vermutlich die körperliche Voraussetzung für ein geschmeidigeres Spiel.

    Mal sehen, was mit Molina passiert, wenn der Deutschkurs weiter voran geschritten ist.


    Dass de la Pena Chancen bekommt, glaubt doch hier eh keiner. Siehe die Aussage zu Bezjak und wenn dann überhaupt mal eine Notwendigkeit entsteht, einen anderen RM zu bringen, ist erstmal Sully da.


    Mit Damgaards Aussagen kann im Verein doch keiner was anfangen. Wer weiß, was sie ihm für sportliche Perspektiven versprochen haben. Passen die nicht, stehen die Interessenten weiterhin Schlange. Der Junge hat sich in seiner Zeit hier ja auch nochmal entwickelt. Die Familie würde sicherlich auch woanders glücklich werden. Man stelle sich bspw. vor, dass Flensburg ernsthaft anfragt....

    Das SCM-Spiel ist ja schon sehr drauf ausgelegt, dass Damgaard den Wirf bekommen kann. Die Verteilung passt nicht, weil Christiansen eben nicht der Shooter sein will oder kann. Er hat ja eine gewisse körperliche Präsenz und einen ordentlichen Wurf, aber wenn er mal aus dem Positionsangriff mal eine Chance bekommt, sieht das eher wie Zufall aus.

    Bezjaks Spielweise würde ein knackiger Schlagwurf gut tun. Dieser eine überraschende Wurf, mit dem er Situationen individuell lösen kann.

    Er verschwendet sich im 1:1, um vielleicht Wege freizumachen, wo aber dahinter keiner kommt, dem das hilft. Damgaard hat die Fähigkeiten, sich auch so Würfe zu erarbeiten. Der wackelt und zieht ab wie kein zweiter in der Liga. Christiansen und Zelenovic könnten davon durchaus profitieren, wenn man das auf RR umstellen würde.

    Welche Stärke Lagergren hier dann wirklich in der Liga einbringen kann, wird man sehen müssen. Zelenovics Spielweise passt überwiegend nicht. Ein RR, der aus 9m Torgefahr entwickeln kann, wäre dahingehend schonmal eine Verbesserung.

    Was da bislang auch niemand beachtet: Wie wird sich ein 1,86m auf halbrechts in der Abwehr machen? Da steckt wahrscheinlich mehr Risiko als ein 1:1-Tausch Zelenovic->Lagergren im Angriff...

    Einen Wechsel auf eine offensivere Abwehr wird es dann vermutlich auch nicht geben. Eh sowas sitzt, ist die Hälfte der Spieler dann auch wieder weg. Dazu müsste man auch bereit sein, Risiko zu gehen. Mit der Maßgabe, Spiele zu gewinnen, fehlt dazu der Mut.

    Das Streichen von Stehplätzen für die Schaffung von Sitzplätzen soll ja beschlossen sein. Jedes Spiel Klatschpappen ist dem Banker sicher zu teuer. Recyceln erwünscht, Gebrauchsüberlassung am Eingang, Abgabe beim Verlassen der Halle...

    Ab dem nächsten Heimspiel kann man ja auch Bullshit-Bingo spielen. Wirft man ein paar typische Sachen ein, kriegt man da sicherlich ein 16er oder 25-Feld zusammen...

    Wieder ein Schritt zum Kommerz-Event-Tempel der verordneten Fan-Kultur.

    Niemand würde das Eventprogramm vermissen bzw. sich daran stören, wenn Sören es begleitet hätte.

    Woran auch immer es gelegen haben mag gestern, aber wenn Michme weiter so lustlos die Informationen runter rattert, dann wird ihm auch bald niemand mehr zuhören.... öffentliches Verteidigen der Führungsspitze scheint als Bewerbung zu reichen.

    Der SCM ist im Rückraum aus dem gebundenen Spiel eben nur Michael Damgaard.

    Über die 50% muss man da nicht meckern. Viele seiner Fehlwürfe waren Würfe, die nur entstanden sind, weil der Rest vom Rückraum meist das Kaninchen vor der Schlange war. Damgaard ist der einzige im Kader, der im 1:1 auch auf dem Level Torgefahr erzeugen kann.

    Die Abwehr war in Ordnung für den Gegner. Die Löwen brauchten den zweiten KM und die Überzahl, um in Fahrt zu kommen. Dagegen war unser Spiel zu statisch. Wenn man nur durch die Mitte gehen will und kaum Tempo in den Spielfluss bekommt, muss halt öfter mal ein Einläufer her. Wir hätten ja auch mit 2 KMs agieren können. Ein bisschen Vorarbeit würde unserem Rückraum schon helfen. Es wurde stur das Schema durchgezogen.

    Das reicht auf dem Level eben nicht, weil in der ersten 7 schon nicht diese Qualität steckt und der zweite Anzug kaum Alternativen bietet.

    Die Ergebnisse der Löwen sind jetzt auch nicht so, dass man das große Zittern kriegen müsste, wenn man Vertrauen in die eigene Stärke hätte.

    Man mag es stabil nennen, aber wenn der SCM und die Halle morgen aufdrehen können, ist eine Überraschung doch nicht unwahrscheinlich.
    Von unseren 8 Minuspunkten waren dem Spielverlauf nach mindestens 4 komplett unnötig, aber auch die Löwen haben jetzt nicht die dominanten Resultate. Gerade in fremden Hallen scheinen sie noch nicht übermäßig dominant gewesen zu sein.

    Es sind diese Spiele, in denen der SCM erstmal kein Motivationsproblem hat. Die Schiedsrichterpaarung ist auch prädestiniert für Puls in der Halle.


    Ab hier :irony: : Muss nur noch "Wer ist der heftigste Hallensprecher von Handball-Magdeburg?" dem für seine schlechte Stimmung bekanntem Publikum die präsidial verordnete Fankultur eintrichtern.... Wenn alle ihre Klatschpappen nur hart genug gegen den Sitz davor schlagen, dann zittern den Löwen die Knie und das Dach fliegt ab! Weeeeer haaaaaat diiiiiie härtesteeee Paaaaappe voooooooon Maaaaagdebuuuuurg.....


    Ok. Das mit dem Dach wär nicht ganz auszuschließen.

    Die Schuldfrage wär damit auch geklärt. Die Zuschauer hatten Bedenken, dass am Ende alles in sich zusammen bricht und man Schlimmeres erwarten muss. Darum haben sie nicht so performt, wie die Fankultur es verlangt und die Mannschaft es gebraucht hätte...

    Was der Kader im Normalfall leisten kann, war letztlich schon länger bekannt.

    Die Siegesserie der letzten Saison war auch irgendwo das Ergebnis richtiger Arbeit und man hat jetzt offensichtlich den Faden verloren.


    Vom Spielermaterial, abgesehen von Lemke in der Abwehr, sind wir kaum schlechter geworden. Lemke fehlt dafür aber wirklich in der Abwehr. Chrapkowski ist zwar auf den Beinen auch ordentlich unterwegs, aber die Block(versuche) eines 2,10m-Mannes fehlen einfach.


    Aber das eigentliche Problem ist vorne: Man hat das Potential, gegen gute Gegner auch auswärts ordentlich zu bestehen. Wenn es dann aber, vor allem auswärts, auf einmal nicht mehr läuft, weil der Gegner etwas umstellt, dann verliert man komplett den Faden.

    Das ist kein Problem eines Matchplanes, sondern eben ein Problem im Kopf. Solche teils peinlichen Konzentrationsfehler dürfen in Kiel, Hannover und Melsungen nicht passieren, wenn man da gewinnen will. Vom Sky-Kommentator kam der Begriff "Verantwortung für den Ball". Diese Verantwortung muss man von jedem Spieler des SCM einfach auch 60 Minuten lang erwarten können, ansonsten ist der Spieler selbst in der HBL schlicht falsch.


    Schaut man sich die bisherige Saison so an, wäre eigentlich alles zwischen Platz 2 und 7 möglich: Kiel schwächelt so sehr, dass sie aktuell nicht mehr zu den unangefochtenen Big3 gezählt werden dürfen. Berlin und Hannover müssen ihre Leistungen auch erstmal über eine Saison lang halten. Wer weiß, was mit Nenadic wird und Hannover hat auch nur ein begrenztes Level, auch wenn sie diese Saison schon viel aus ihrem Kader machen konnten. Melsungen ist auch eher eine Wundertüte und selbst nicht sooo stabil.

    Deshalb tun die 3 Auswärtsniederlagen besonders weh. Sie hätten nicht sein müssen und mit 20:2 Punkten hätte man jetzt für Platz 3 ein sehr geiles Punktekonto.

    Stattdessen eben die 14:8 Punkte. Hätte man das vor der Saison für diesen Zeitpunkt prognostiziert, wäre das erwartbar gewesen, wenn auch unter den vergleichbaren Ergebnissen der letzten Saison.

    So ist man mittendrin und nur dabei und die Spielweise lässt Fragen offen. Es sind eigentlich nicht mal viele Dinge, die man jetzt anpassen müsste mit dem Kader, den man hat. Der wird diese Saison personell halt nicht mehr besser. Die Spieler könnten aber besser.

    Der SCM ist mal wieder selbst zu blöd, solche Spiele zu gewinnen. Wieder zu viele unnötige Fehler, die Punkte kosten. Auswärts verlieren sie die Konzentration und Cleverness...

    Die Schiedsrichter sollten in manchen Sachen nochmal zur Nachschulung, daran lag es für den SCM aber nicht...

    Somit könnte dann auch die 2. Ebene des europäischen Wettbewerbs, derzeit der European Cup in die Ferne rücken, auch wenn die Qualität der Gegner wohl steigen würde. Wenn die HBL Glück hat, gibt es dann vielleicht 2 Teilnehmer in der CL und 3 in der EHL - also die aktuelle Aufteilung mit 2 Plätzen für die Liga und 1 vornehmlich über den Pokal. Vielleicht fällt aber ein deutscher Platz auch hinten runter... Falls es dann wieder deutsche Teilnehmer im Challenge Cup geben sollte, wäre das wohl oft ein Muster mit wenig Wert.

    Solange das Ergebnis stimmt, ist die Anzahl der Gegentore auch egal.

    Unter Wiegert drücken sie aufs Tempo in der ersten und zweiten Welle. Dadurch dürfte sich tendenziell die Anzahl der Angriffe für beide Mannschaften erhöhen, was wiederum auch zu einer höheren Anzahl Gegentore führt.

    Beim 54:34 wird sich auch kein Kieler Fan beschwert haben, dass sie in so einem Tempo-Spiel 34 Gegentore bekommen haben.

    Greens Quote liegt aktuell über dem Schnitt, den er sowie beide zusammen in der letzten Saison hatten und schon 3 Prozentpunkte über der Quote aus 15/16.

    Wir sind jetzt bei 27,9 Gegentoren pro Spiel nach 10 Spielen. Letzte Saison waren es am Ende 26,5. Letzte Saison hatten wir selbst 29 Tore pro Spiel. Jetzt sind es 31,8. Die eigene Torausbeute steigt also sogar stärker als die Anzahl der Gegentore.

    Eine stille, rumorige Halle ist eben ein Zeichen von Kritik, mit der man in der Vereinsführung nicht umgehen kann.

    Dass es schon früher so war, dass es in "normalen" Spielen gegen vermeidlich kleinere Gegner schon immer recht ruhig war, hat man wohl verdrängt.

    Gegen Berlin und Leipzig war die Halle diese Saison von Anfang an da - ohne dass es einen gesonderten Anheizer gebraucht hätte. Diese besonderen Spiele bekommen auch ihre besondere Stimmung, wenn der Wille der Mannschaft auf der Platte zu sehen ist - und das ist er in diesen Spielen meist auch.

    Stimmt die eigene Leistung gemessen an den eigenen Ansprüchen über längere Zeiträume nicht, dann war das Magdeburger Publikum schon immer kritisch. Die Halle will die Mannschaft tragen, die Halle will die Spiele gewinnen, der Halle ist es nicht egal wenn man verliert und genau deswegen ist der Halle auch kein unnötiger Fehler egal. Da raunt es eben auch mal.

    Letztlich gab es aber diesen durchaus eminenten Unterschied zwischen Anspruch, Potential und tatsächlicher Leistung bisher nur unter Schmedt's Ägide. Das ist auch kein Problem der jeweils verantwortlichen Trainer, sondern ein tieferliegendes Problem, an der bisher unter Schmedt jeder Trainer gescheitert ist.

    Dazu gehört, als Teilaspekt, sicherlich auch das durchaus kritische Umfeld, dem man aber auch immer wieder neues Futter liefert.

    Sollte Michme so weitermachen wie gegen Leipzig, wird auch da der Gegenwind größer werden - in der Halle gab es ja auch schon erste Unmutsbekundungen.

    "Magdeburg ist Handball - Handball ist Magdeburg" - dieses Zitat wäre mal was, was man wieder aufleben lassen könnte, statt wie in anderen
    Hallen den Hallensprecher zum Kasper zu machen. Da kann ich auch in Hannover zum Handball gehen, wenn ich mich anschreien lassen will...

    Oder wir suchen Videos aus Montpellier und schicken die an Michme und den Verein...singen kann er doch und 90 Minuten sollte seine Stimme doch wohl schaffen...

    Die Vergangenheit und damit die DNA des SCM interessiert doch in der Führungsriege niemanden... das sieht man doch auch an den mehrfach öffentlich gewordenen Umgängen mit altgedienten Veteranen.

    Es gab 5 Minuten nach der Pause, wo Damgaard sich 2 schlechte Würfe gönnte und Weber einmal von der Grundlinie werfen musste.

    Das war in Hannover der Anfang vom Ende. Sie haben daraus also gelernt und es heute vor allem ruhig und mit Köpfchen zu Ende gespielt.

    Bezjak hat heute eigentlich gespielt wie immer, aber sich auch endlich mal wieder freie Würfe tatsächlich auch zugetraut. Diesen Mix sollte er immer wählen... Seine Körpersprache nach seinen Toren deutet auch darauf hin, dass er die Kritik mitbekommen hat.

    Das Platzangebot wurde qualitativ hochwertiger gestaltet durch die Steigerung des Bewegungsfreiraumes für die restlichen Besucher, insbesondere im Stehplatz-Bereich. Dadurch konnten gleichfalls die Wartezeiten an den Eingängen, Catering-Bereichen und sanitären Anlagen gesenkt werden.