Beiträge von anonymer-scm-fan

    Weiß jemand, welche Position Stoilov in der Abwehr spielt? Mit 1,92m klingt das ja nicht unbedingt nach Mittelblock als Ersatz für Molina. Braucht es da tatsächlich eine qualitativ sicherlich gute aber vielleicht auch teure Eingewöhnungsunterstützung für Kuzmanovski?


    Aber trotzdem, warum sollte der SCM einen klauselfreien schon unterschriebenen Vertrag erst nach einer WM präsentieren?

    Wenn man sich mal in die Sichtweise der SCM-Verntwortlichen hinein denkt, egal ob man sie als gut oder schlecht empfindet:

    Kaum einer dürfte den Spieler kennen und mit der WM könnte sich das ändern. Im 'schlimmsten' Fall ist es ein immerhin ein WM-Teilnehmer, im besten Fall spielt Kuzamnovski gut auf und wird einer der Jungs, die bei dem Turnier ihren Durchbruch haben. So oder so könnte man die Nachricht positiver verkaufen als vor der WM. Schlechter wird sie, ausgenommen ein Verletzungsfall, jedenfalls nicht.

    Diese Denkweise wäre der letzte irgendwie nachvollziehbare Grund, eine Bekanntmachung eines schon fixen Vertrages hinaus zu zögern.

    Zählt man die objektiven Argumente gegen diese Denkweise auf (Lagergren wurde auch vor einem internationalen Turnier bekannt gegeben), kommt man auch nur leider zu dem Schluss, dass sie noch keinen Nachfolger für Molina haben....

    Als Profisportler wird man es sich kaum leisten können, einen Vertrag nur dann in Kraft treten zu lassen, wenn der Zielverein im nächsten Jahr international spielt.

    Wenn der Club ihn schon unter Vertrag hat, wird man clubseitig wohl darauf hoffen, dass er eine gute WM spielt und man dann einen "Knaller" präsentieren kann.

    Was denn nun? Reichen 2 Spieler pro Position oder nicht? Fragen über Fragen.

    "2 Spieler pro Position reichen nun mal nicht aus.
    Flensburg hat einen Kader, bei dem jede Position gleichwertig doppelt besetzt ist."

    Christiansen verliert keinen Ball?
    Ein Abspiel in die Hände des Gegners ist Kein- Ball- Verlieren?


    Lies den ersten Satz doch so, wie ich ihn geschrieben habe und dann weißt du, wann 2 Spieler nicht reichen.

    2 Spieler pro Position müssen über eine Saison irgendwie reichen, außer irgendwer macht noch die Schatulle auf. Alles, was dahinter kommt, ist doch bei fast jedem Bundesligisten irgendwer aus dem Nachwuchs.

    So ist es und die Saison ist noch nicht vorbei. Da kann man nur froh sein, dass uns zumindest die Tortur des Döna erspart bleibt. Jetzt warte ich noch auf den Anonymen, der mir erklärt, dass das alles normal ist und wir keine Fahrzeuge haben, um einen breiteren Kader in die Hallen kutschieren zu können. Neben den Löwen sind wir der einzige Klub, der versucht mit 7 bis 8 Feldspielern über die Saison zu kommen. Mir tränen die Augen, wenn ich sehe, wie Machulla in Flensburg agiert.


    2 Spieler pro Position reichen nunmal nicht aus, wenn man will, dass keiner durchspielt, wenn sich jemand anderes auf der Position verletzt. Der, der durchspielen muss, kann sich ja auch verletzten, und dann?... böser Handball. Dieses Verletzungsrisiko muss auch so eine Modeerscheinung sein wie dieses Internet oder dieses Gefährt auf den 4 Rädern mit dem Motor. :hi:


    Es gibt 2 Spieler im Kader, bei denen man vielleicht davon sprechen kann, dass sie verheizt wurden: Lagergren und O'Sullivan.

    Da muss man aber auch mal die Kompetenz der medizinischen Abteilung des Clubs hinterfragen. O'Sullivan scheint ja auf eigene Faust die OP organisiert zu haben. Es wurde ja nicht durch die medizinische Abteilung des SCM veranlasst, so zumindest die öffentliche Wahrnehmung. Deren Einsatz-Freigabe lag ja scheinbar bis zum Abflug nach Norwegen vor...

    Ob Lagergren nach der Pause vor dem Pokal-Spiel noch immer angeschlagen war, lässt sich nur vermuten. Berlin und Leipzig haben eben auch Abwehrreihen, gegen die es körperlich kleinere Spieler auch schwer haben. Sollte er in der Tat noch immer nicht richtig fit sein, obliegt es auch der medizinischen Abteilung, ihn aus gesundheitlichen Gründen aus den Verkehr zu ziehen.

    Dass ein Trainer Spieler, die medizinisch freigegeben wurden, auch einsetzen wird, kann man schlecht dem Trainer ankreiden. Kann man schon, wird der Gesamt-Situation auch nicht komplett gerecht. Und man müsste eben damit auch umgehen können, wenn man dann verliert. Oder man kauft sich einen Gelenkbus um einen Kader zusammen zu stellen, bei dem nicht auffallen soll, wenn Spieler gewisser Qualität fehlen.


    Der Machulla-Vergleich hinkt. Flensburg hat einen Kader, bei dem jede Position gleichwertig doppelt besetzt ist. Wiegert hat einen Kader, bei dem das nicht so ist. Das macht den einen nicht besser, den anderen nicht schlechter.

    Ja, Damgaard hätte in der Hinrunde durchaus länger spielen können, wirkte aber in den anderen Einsätzen immer wieder wie ein Fremdkörper. O'Sullivans Meniskus-Beschwerden wären dadurch trotzdem über kurz oder lang nicht anders verlaufen. De la Pena hätte auch schon vor Berlin mehr Einsatzzeiten verdient gehabt. Auch richtig. Trotzdem hätte sich Bezjak in Mannheim verletzt. Molina hätte auch mal ein paar Minuten für Chrapkowski Abwehr spielen können. Chrapkowski hätte den Muskelfaserriss trotzdem bekommen.


    Beim Reagieren auf taktische Begebenheiten sind wir ja einer Meinung:

    De la Pena hätte man gegen Berlin und Leipzig früher bringen können / müssen, weil Christiansen auf RM zwar keinen Ball verliert, aber auch keine positiven Effekte bringt. Positiver Effekt dabei war, dass man einem nicht glücklichem und vielleicht nicht fittem Lagergren Entlastung bringen könnte. Christiansen bringt auf RR doch aber vorne nun auch nichts mehr.

    Ich bin gespannt, wer noch auf RL kommt und wie Wiegert dann mit einem Kader umgeht, der auf allen Positionen gleichwertig gut besetzt sein sollte. Dann kann man den Machulla-Vergleich nochmal machen. Oder man streicht bei Flensburg einfach mal Lauge, Gottfriedson, nimmt nen halben Glandorf weg und verbietet Rod aufs Tor zu werfen...

    Wie groß soll der Kader denn sein, um nicht davon sprechen zu müssen, angeschlagene Spieler zu verheizen? Wenn's im Handball danach ginge, müsste man wieder die Gelenkbusse entstauben.

    Wenn ein Spieler aus medizinischen Gründen nicht einsatzfähig ist, hat die medizinische Abteilung sich zu melden und dies kundzutun. Schlimm genug, dass Spieler da scheinbar selbst das Heft des Handelns in die Hand nehmen müssen, um ihre Knie gesund zu bekommen.

    Warum nutzt die HBL eigentlich nicht mal öfter solche Spiele, um Schiedsrichtern auf dem Weg nach oben Bewährungsproben zu geben?

    Wenn die Kategorie Elite-Kader schon das Beste ist, was man zu bieten hat, dann sollen sie bitte auch konsequent regelgerecht pfeiffen, egal ob die Halle dann explodiert oder nicht.

    Was da teilweise auf beiden Seiten übersehen wird, darf man sich sonst wahrscheinlich schon nicht mal mehr in der dritten Liga leisten, bspw. mehrfaches deutlich im Kreis sein bei Abwehraktionen ohne 7m, Webers Fußspiel, beiderseits harte Fouls, die zu samt bestraft wurden, "unglückliches Händchen" bei Vorteilsauakegungen, Zählen von Schritten, Auslegung von Stürmerfoul

    Oder sind die, die im Elite-Kader sind, bei solchen Dingen schon die Einäugigen, was eine gute Situationserkennung und eine entsprechende konsequente Regelumsetzung betrifft?

    Es geht mir hierbei auch nicht explizit um Szenen, die die Heimmannschaft betroffen haben. Aber wenn schon der Elite-Kader sieht und pfeifft, was einem grade passt, dann kann man hier in solchen Spielen auch anderen Schiedsrichtern Chancen geben. Nicht um für Magdeburg zu pfeiffen, sondern um ach so etablierten Gespannen mal Konkurrenz zu machen.

    Mit Steinert, Lagergren, Bezjak, O'Sullivan, Damgaard und einen hoffentlich weiteren guten RL, dazu Preuß und Musa und zwei jeweils gut besetzte Außenpositionen, wird man nächste Saison schon sehen, welche Varianten es dann geben wird.

    Wiegert reagiert sehr wohl auf sein Spielermaterial und entwickelt daraus die bestmögliche Lösung über eine Saison gesehen. Letztes Jahr war es Damgaard und eben viel Kleinklein. Dieses Jahr wurde das vorhandene Material mit Lagergren erweitert und es kam der Tempohandball. Spielsysteme und Alternativen halten eben nur so lange, wie man die Spieler dafür zur Hand hat.

    Das Problem ist bis zum Ende der Saison, dass auf RL und RR hinter dem eigentlich ersten Mann keine gleich starke ALTERNATIVE vorhanden ist.

    Für de la Pena freut es mich besonders, dass er jetzt zeigen kann, dass er eine Alternative ist. Er kam gegen Berlin zu spät und hat in beiden Spielen gezeigt, dass uns aktuell seine Art zu spielen weiterhelfen kann. Im Zusammenspiel mit Damgaard hilft das weiter, da de la Pena die Räume frei blockt, dass Damgaard durch kommt. Das ist das, was Bezjak letzte Saison spielen sollte, ihm aber nicht lag.

    Damit haben wir mögliche SpielsystemE.

    Im nächsten Jahr sind zwar keine absoluten Weltklassespieler im Kader, aber der Kader dürfte über seine komplette Breite so ausgeglichen gut besetzt sein, wie schon seit langer Zeit nicht mehr.

    Chrapkowski ist ein wichtiger Faktor in der Abwehr und die Verlängerung ist aktuell gut. 5 Jahre sind, naja, mutig. Über O'Sullivan muss man nicht reden. Green bis 37 ist nur Erhaltung des Status Quos. Wenn man im Tor stabiler werden will, muss man also auf den neuen hoffen.

    Wie viele wurfgewaltige Spielmacher, die über eine Abwehr kommen, gibt es denn weltweit so? Wer diese Qualitäten hat, steht bei anderen Klubs (auch) auf dem Zettel.

    Sicherlich würde hier auch niemand aktuellen und potentiellen Neuzugängen als Heiland sehen. Wichtig ist, dass es ins sportliche Konzept passt und die Qualität dadurch verbessert wird. Wir brauchen einen zweiten torgefährlichen RL mit Abwehrqualitäten auf Halb und Mitte. Das würde so einer wie Kuzmanovski sicherlich hinbekommen. Bei Spielern vom Balkan ist ja dann immer die größere Frage, wie gut sie sich dann hier im neuen Land und mit der neuen Intensität zurecht finden.


    Hauptsache, auf RL passiert bald mal was in diese Richtung hinter Damgaard. Molina darf es nicht sein.

    So irrt man sich gerne! Es war aber nur eine Momentaufnahme und gegen Berlin und Leipzig geht's von vorne los.

    Michme sollte mal lernen, dass als Hallensprecher Understatement Würde hätte. Wenn er Fan sein will, soll er das Mikro abgeben. Das ist für den Posten zu viel Emotionalität und in der Form eben auch einfach respektlos. Dann kann er sich gleich richtig auf Montpellier machen...

    Göppingen sollte in der Lage sein, den "Überraschungssieg" aus der Liga durchaus zu wiederholen. Der SCM ist bisher auch noch zu oft den Nachweis schuldig geblieben, dass man Spiele gewinnen kann, wo man vorher zu viel Euphorie erzeugt und es im Spiel dann nicht läuft, wie man es bräuchte. Mal sehen, welchen Faktor die Halle heute ausmacht. 6000 Leute, die sich ihre Tickets alle selber kaufen sind nochmal was anderes als 6000 Leute, die teilweise über Sponsorenkarten reinkommen. Bei Gegurke wird die Ernüchterung aber auch schnell eintreten.

    Es wird vermutlich kein Hurra-Spiel. Hoffentlich reichts am Ende für den SCM.

    Da es bei der ganzen Sache auch so aussieht, dass er das auf eigene Faust gemacht hat, sich also selber unwohl mit Kniebeschwerden fühlte, ist zu hoffen, dass er aus der gleichen Vernunft sich die WM nicht antut.

    Mit dem Ausfall-Risiko über Monate wird der Zeitpunkt des Eingriffes auch kein Kalkül bezüglich WM-Teilnahme gewesen sein sondern tatsächlich schmerzbedingt. So hat er jetzt auch 2 Monate Zeit, alles in Ruhe auszuheilen und wieder ins Training einzusteigen.

    Haben die Polen noch den Mannschaftsarzt, der damals auch den halbjährig verletzten Rojewski fit gemacht hat? :irony:

    Dass Chrapkowski in der WM-Vorbereitung allgemein mit dem Kader unterwegs ist, ist ja auch ok. Da geht es vielleicht auch einfach darum, auch verletzten WM-Kandidaten bei den Abläufen und Besprechungen dabei zu haben. Chrapkowski ist ja auch eher ein Spieler, den die Polen mit zur WM nehmen.

    Im Handball gibt es ein längeres Transferfenster als im Fußball. Das geht ja sogar bis ins neue Jahr.

    Wenn man aber allein bedenkt, dass wir eigentlich nur noch für diese Saison jemanden bräuchten, wird es die meisten Spieler wohl schon ausschließen. Welche osteuropäischen Großclubs haben denn gerade wieder eine nachlassende Zahlungsmoral?

    Das Gerücht um Kuzmanovski kam doch eigentlich nur in einem mazedonischen Medium. Dazu kommt der Phantom-Eintrag bei Wikipedia durch eine mazedonische Quelle. Dann wurde es hier aufgegriffen und durch das Lokalblatt und Sky nochmal kurzfristig gehypt.

    Wäre es tatsächlich Kuzmanovski, müsste man sich auch fragen, warum der Club diesen Zugang nicht schon längst veröffentlicht hat. Spätestens mit seinem Wechsel zu Eurofarm Rabotnik hätte man es kundtun können, wenn es fix wäre.

    Das mehrt aber wiederum die Sorge, dass man auf RL noch nichts hat und dann ein nicht ausreichend qualifizierter Schnellschuss dabei rumkommt - egal ob als Verlängerung oder Ersatz-Neuverpflichtung.


    Was Nachverpflichtungen betrifft, wird der SCM dann jetzt wohl auf RM tätig werden müssen. Derzeit fehlt ja in erster Linie ein (höchst-)qualifizierter Spielmacher. Viele kurzfristig verfügbare, möglichst deutschsprachige, noch aktive und in der HBL-erfahrene Spielmacher für einen maximal 7-monatigen Übergang, wird es derzeit wohl nicht geben... da fällt mir nur einer ein, der eine so kurzfristige Chance nochmal für ein mögliches WM-Ticket nutzen könnte...

    Porto war kein Ausrutscher der einfach so passiert sondern Folge des Kaders, der eine hohe spielerische Verantwortung auf wenige Füße stellt. Die Füße wackelten da schon gewaltig. Ohne Chrapkowski war die Abwehr nicht mehr der Grundstein für die einzige Stärke des SCM. Der Positionsangriff ist auch nicht auf höchstem Level, wenn sie abbrechen mussten. Dazu kamen dann Wehwechen und Ausfälle.

    Flensburg erledigt in der Liga die Hausaufgaben eben souverän. In den Liga-Spielen gegen "stärkere" Gegner gelang ja auch das ein oder andere Ausrufezeichen (+7 gegen die RNL, +5 in Berlin und +6 in Melsungen).

    Könnte ein Dreikampf werden, wenn sich die RNL durch die Auswärtsspiele schadlos durchwurschteln können.

    Der SCM wird am Monatsende sehr wahrscheinlich im Dreikampf um Platz 4 angekommen sein.

    Es ist genau das eingetreten, was mit der verfügbaren Mannschaft in der aktuellen Verfassung eigentlich auch zu erwarten war.

    Im Vorfeld dieser Partie öffentlich von "Wir spielen auf Sieg!" zu sprechen und dies auch in der Auszeit als Argumentations-Hilfe zu benutzen, war maximal unrealistisch und unnötig.

    Man soll natürlich nicht da hin fahren, um sich abschlachten zu lassen, aber wenn 2,5 wichtige Spieler schon von Vornherein fehlen, muss man nicht vor und im Spiel rumposaunen, dass man in Mannheim eine Chance hätte. Da geht es doch dann nur darum, realistisch gelassen sich ordentlich zu verkaufen.

    Hier war der Innendruck im Vorfeld zu hoch und hier hat Wiegert überreagiert. Da verstehe ich auch die Spieler, dass die die Situation vielleicht auch realistischer einschätzen und dann der ein oder andere bei Traineransagen abschaltet. Ganz offensichtlich war das ja bei Damgaard in der einen Szene. Wenn mal ein Spieler bei einer Auszeit nicht den direkten Blickkontakt sucht, muss das ja auch noch nichts bedeuten.

    Bezjaks Ausfall war natürlich das, was für die weiteren Spiele nicht hätte passieren dürfen. Es bleibt zu hoffen, dass zumindest Chrapkowski und Lagergren bis zum Pokalspiel wieder fit sind. Ohne Bezjak und O'Sullivan wird der restliche Monat schwer genug. Es wäre keine Überraschung, wenn es ein Dezember voller Niederlagen wird.

    Für Magdeburg spricht nicht wirklich etwas. Da müsste es schon Blitzheiligungen geben, sodass bis auf O'Sullivan alle komplett fit sind und ihre beste Leistungsfähigkeit abrufen könnten.

    Die Löwen brauchen eigentlich nur eine offensivere Abwehrformation aufbieten (4:2) und dann sollte es auch mit "Formschwäche" locker reichen. Im Notfall haben sie ja auch den Mut und die Erfahrung mit 2 Kreisläufern zu agieren.

    Die Frage, die man stellen müsste, wäre dann eigentlich, wie hoch die Qualität der medizinischen Abteilung wäre.

    Wenn man davon ausgeht, dass die Ärzte und Betreuer ihren Job richtig machen und die Wehwehchen und Verletzungen richtig bewerten, müsste man auch feststellen, dass die Spieler aus medizinischer Sicht spielfähig waren und die Einsätze, wie auch immer sie zustande gekommen sein mögen, medizinisch vertretbar waren.


    Die Spielweise "Tempohandball" kann man eigentlich auch kaum als eindeutige Begründung der Verletzungen / Handicaps herbeiziehen. Meldungen über Einschränkungen, die auf eine Überlastung aus der höheren Intensität schließen lassen würden, gibt es zumindest nicht.

    Die Spieler haben die Physis, die Spielweise durchzuziehen. Auch die Belastungssteuerung scheint soweit zu passen. Das sieht man ja auch daran, dass immer wieder die gleichen Spieler 60 Minuten lang ohne nennenswerte körperliche Einbrüche das hohe Tempo durchziehen konnten. Infekte, Knieverletzungen oder Bänderrisse durch falsches Auftreten gehören zum normalen Ausfallrisiko bei Handballmannschaften.

    Da es hier aber wichtige Säulen getroffen hat, fällt es schmerzlich ins Gewicht und es kommt jetzt wieder der Boomerang des nicht-ausgewogenen Kaders zurück.

    Ich behaupte ja auch nicht, dass speziell Christiansen oder de la Pena keine Entlastung bringen könnten oder eben auch sollten. Sie können aber sehr wahrscheinlich nicht dazu beitragen, Spiele zu drehen, wenn die Stamm-Besetzung versagt.

    Wenn man bei klaren Ergebnissen dann Nachwuchsspielern die Einsatzzeiten gibt, damit sie sich auch im Wettkampf entwickeln können, muss man ihnen und der Mannschaft eben auch eingestehen, dass die Differenz im Ergebnis am Spielende vielleicht auch nicht mehr ganz so deutlich ist. Wenn man mit +6 führt und dann mal de la Pena bringt, verbietet sich eben auch Kritik darüber, dass das Ergebnis am Ende vielleicht nur +3 statt +10 ist. Das kann dann eben passieren. Wenn man will, dass junge Spieler ihre Chance bekommen, muss man die Konsequenzen möglicher Fehler, die deshalb ins Spiel kommen, eben auch verkraften können.


    Weber "Leistungsabfall" steht auf einem anderen Blatt. Der kam ja nicht erst nach der Nicht-Verlängerung. Dass sein Vertrag als Folge seiner Leistungskurve nicht so zur Verlängerung angeboten wurde, wie er es gern gehabt hätte, hat ihn vermutlich mit dem Kapitel SCM abschließen lassen. Das ist derzeit maximal Dienst nach Vorschrift.


    Mich würde ja auch mal brennend interessieren, welche Trainerkandidaten es unter den aktuellen Gegebenheiten so viel besser machen würden? Ich bin mal gespannt, ob da fundierte Antworten gewisser Kritiker zu kommen. Stumpf poltern ohne Alternativ-Vorschläge kann ja jeder... Wer so viel Ahnung hat, wie man es richtig machen muss und warum es jemand anders mit einer gewissen Ausbildung ach so deutlich verkehrt macht, kann es ja auch gleich selber machen. Welche Meriten sind denn da also so als Handball-Trainer vorhanden? Sind da auch alle möglichen Trainer-Scheine dabei? Mehr als 30 Jahre Handball-Leben in direktem Kontakt zu höchstem Niveau? Nachweise sportlicher Erfolge unter Underdog-Bedingungen? Bist du Patrice Canayer?


    Neutral betrachtet:

    - Der Kader ist in seiner Qualität nicht ausgeglichen genug besetzt. Es fehlen auf RL und RR gefährlichere und stabilere Alternativen. Es fehlen Alternativen im Mittelblock und der zweite Torwart drängt sich auch nicht sonderlich auf. Wir haben Spieler im Kader, die es auf Bundesliga-Niveau nicht schaffen, den Stammspielern auch dann eine Alternative sein zu können, wenn die Stammspieler nicht 100% leisten.

    - Es wird nach und nach an den Lücken im Kader gearbeitet.

    - Die Spieler, die geholt werden, sind inzwischen besser als die Spieler, die sie ersetzen sollen. Neuzugänge sind inzwischen auch so jung, dass sie hier auf ihrem besten Niveau spielen könnten und wir einige Jahre was von ihnen haben.

    - Der Cheftrainer erfüllt die Anforderung an seine Stelle, dass er die Mannschaft auf das Feld schickt, die die höchste Erfolgswahrscheinlichkeit in Aussicht stellt.


    Ich behaupte, dass es nur wenige Handball-Trainer gibt, die mit den Möglichkeiten, die es beim SCM gibt, eine bessere Entwicklung geschafft hätten.
    Die Zusammensetzung des Kaders lässt auch noch Luft nach oben. Steinert wird vermutlich mehr Druck machen als Christiansen, Thulin wird hoffentlich stabiler in guten Leistungen sein als Quenstedt, Preuß sollte auf KM auch eine Verbesserung darstellen. Knackpunkt wird sein, wen man auf RL bekommt.