Richtig und sehr gut smoerf, natürlich hat er sich was anderes gewünscht. Von seinem Berater hat er sich ja auch getrennt. Er war bei den Vertragsverhandlungen sicher schlecht beraten, wäre sicher gern geblieben. Für das Fiasko mit den Eidgenossen, kann er ja nu nix und danach waren die Messen in der HBL halt gesungen. Kurve gekriegt, weiter in der HBL und Familie versorgt. Was vollkommen überflüssig ist, ist die Häme einem verdientem Spieler gegenüber, der zum Ende seiner SCM-Zeit schlecht beraten war und falsch entschieden hat. Alles Gute Robert, freue mich, wenn du in MD aufläufst.
Sorry, aber es ist auch eine gewisse Häme ihm gegenüber, wenn man das jetzt alles auf eine dritte Person abschiebt und damit eben auch so tut, dass Weber selber nicht in der Lage war, die Entscheidungen, die er im Rahmen der Vertragsverlängerung traf, alleine zu treffen.
Als Außenstehender betrachtet: Weber hatte aus seinem Eigenbild heraus gewisse Erwartungen oder Wünsche an den Anschluss-Vertrag beim SCM. Der Verein lag mit seinem Angebot scheinbar deutlich unter diesen Erwartungen und Weber war, als langjährig verdienter Spieler, deutlich enttäuscht.
Es sickerte immer eine Portion Kränkung mit in den Interviews rund um das Bekanntwerden der Nicht-Verlängerung.
Der SCM hat ihm nicht geboten, was er wollte. Seine Entscheidung war dann, aus seiner Sichtweise auch nachvollziehbar, dass Angebot des SCM auszuschlagen, weil er dachte, dass er woanders das bekommen würde, von dem er dachte, dass dies seinem Eigenbild mehr entspricht.
Das hat weder was mit "verzocken" zu tun, denn er ging ja nicht von sich aus, weil er dachte, dass er woanders mehr bekommen würde, und es kam auch nie irgendwie durch, dass ein Berater ihm zur Entscheidung geraten hätte, das niedrige Angebot abzulehnen. Es mag sein, dass ein Berater ihm vielleicht positiv bestärkt hat, dass er woanders mehr bekommen würde, als das, was der SCM geboten hatte. Von dem, was öffentlich so geäußert wurde, machte es aber schon insgesamt den Eindruck, dass er auch ganz gut schon von allein dieser Meinung war und das Angebot eben deshalb abgelehnt hat, weil er dachte, dass sein sportlicher Wert weit darüber wäre.
Dass ihm nicht die Topclubs die Bude einrennen, merkte man ja schon daran, dass er recht zeitnah auch öffentlich beworben hatte, dass ihn quasi jeder ambitioniertere Club anrufen könne, auch wenn man denkt, dass man ihn nicht zahlen könne.
Er hat sich aus einem nicht mehr realistischem Eigenbild heraus gekränkt gefühlt und eben in der Entscheidung der Ablehnung ein Stück weit verzockt. Gegangen wäre er wohl in dem Moment trotzdem. Wahrscheinlich hat es ihn aber doch überrascht, dass sich die Angebote anderer Clubs wohl deutlich in Grenzen hielten.
Wenn man der Agentur für Arbeit glauben würde, ist ja auch ein Alfred Gislasson nicht vermittelbar...
Viel Glück und Erfolg in Nordhorn! Für einen langjährig verdienten Spieler, Eigenwahrnehmung hin oder her, kann man sich wohl zumindest soweit freuen, dass die sportliche Karriere auf ordentlichem Niveau weitergeht und dass er und seine Familie jetzt nicht doch auf dem Trockenen sitzen bleiben. Er kann jetzt auch seinen Wunsch nochmal ausleben, sportlich einen großen Stellenwert dazu beitragen zu können, dass ein Team seine sportlichen Ziele erreicht bzw. übertrifft.
"Jackpot" Nordhorn wars wohl einfach deshalb, dass er unverhofft doch noch weiter in der HBL spielen kann. Es wird ja auch im Interview deutlich, dass er dort genau seine damals geäußerten Wünsche eben genau erfüllt sieht: Wertschätzung ihm gegenüber, wichtige Rolle im Kader, sportliche Herausforderung.