Beiträge von anonymer-scm-fan

    Es kommt in den Top-Spielen aktuell noch auf einzelne Situationen und die Leistungen gewisser Spieler an.

    Gegen Melsungen war die Wurfqualität einfach auch schlecht und man hat Simic teilweise wirklich berühmt geworfen. Gegen Kronau war die Platziertheit einiger Würfe genauso wenig vorhanden und da kam noch dazu, dass die Keeper nicht genug gehalten haben.

    Diese Mannschaft ist also durchaus auch an glücklichen Tagen in der Lage gegen Top-Teams zu bestehen. Der Aufwand ist aber eindeutig höher als bei den direkten Mitkonkurrenten, weil die Spielphilosophie im gebundenen Spiel bisher leider nur so gestrickt ist. Da muss eben jeder Wurf sitzen und hinten brauchts dann auch noch eine Wand.

    Der nächste Entwicklungsschritt muss in den nächsten Wochen folgen, damit man die Liga mit einer angemessenen Platzierung abschließen kann. Realistisches Ziel sollte Platz 4 sein. Darüber wäre ein Bonus, wenn die anderen Federn lassen und wir die nutzen könnten. Darunter hätte man zwar Konkurrenten wie Berlin oder Melsungen, aber da traue ich uns noch am ehesten die notwendige Konstanz zu. Genau da wird aber auch das Schaffen von taktischen Alternativen notwendig.

    Im Pokal ist in Berlin tendentiell eher Schluss, auch wenn dein Auswärtssieg nicht ausgeschlossen ist. Die wissen aber normalerweise, wie sie uns in den Griff bekommen und die sind gefühlt galliger, uns eins auswischen zu wollen als wir denen. Im EHF-Cup sind uns die Löwen im Weg. Mal schauen, ob man sich nochmal um das Finalturnier kümmert. Die SAP-Arena ist für das Wochenende ja schon belegt...

    Ich weiß ehrlich nicht, wie du darauf kommst. Bei Steinert würde ich mit diesem Eindruck ja noch mitgehen. Da stellt sich aber die Frage, warum er nicht mehr wirft oder sich nicht mehr traut zu werfen. Meine Vermutungen darauf geb ich mal nicht mehr Preis, sonst könnt ich vor Schaum im Mund mich noch in Rage reden. Aber warum du in diesem Atemzug immer noch Kuzma mit erwähnst, da hätte ich gern mal ne halbwegs glaubbare Erklärung:

    In den paar Minuten, die Kuzmanovski mal auf seiner angestammten Position ran durfte, agierte er auch mehr als Gestalter und Ballhalter. Gegen Mannschaften wie Nordhorn hätte ich mir gewünscht, von ihm dann aus dem linken Rückraum auch deutliche Torgefahr zu sehen. Da kam noch nichts, was aber gemessen an der wenigen Zeit auch nur eine Momentaufnahme ist.

    Daher würde ich gern auch sehen, wie sie das Spiel mit ihm auf RL aufziehen. Darf er da werfen oder muss er da auch den Ball halten? Wie ist seine Wurfqualität? Ich würde mir wünschen, dass er ein guter Shooter ist.

    Er konnte in den paar Minuten gegen Lemgo und Nordhorn leider erst ein Tor erzielen und das war in Lemgo in einem Tempogegenstoß. Sein Anteil an der Wende in Lemgo war ja auch deutlich mehr in der Abwehr als im Angriff.

    In den nächsten Liga-Spielen darf er sich dann hoffentlich auch im Wettkampf zeigen. In Berlin werden dann aber eh wieder O'Sullivan und Bezjak spielen. Mit dem Kader müsste man O'Sullivan auch wieder mehr auf RM einsetzen bzw. nicht als Alternative auf RL verbrennen.

    Man kann die Abwehr und Angriffsformation ja auch so gestalten, dass nur Chrapkowski und Kuzmanovski wechseln müssen. Wenn es dann drauf ankommt, ohne Wechsel nach hinten zu kommen, kann Kuzmanovski sicherlich auch im Mittelblock agieren.

    Auf dem Papier könnte man mit einem Spieler zwei Rollenspieler ablösen bzw. neue taktische Mittel schaffen, wenn ein Wechsel wegfallen kann. Mal sehen, ob es auch Realität wird, zumindest als weitere Alternative.

    Wenn Kuzmanovski weiter auf der Bank schmoren muss, dann sollte man klar kommunizieren, warum das so ist.


    Aktuell habe ich den Eindruck, dass das taktische Korsett die athletischen Möglichkeiten von Kuzmanovski und Steinert zu sehr einschränkt. Da scheint es gewisse Vorgaben und Anforderungen von der Bank zu geben. Dürfen und Können sind ja zwei paar Schuhe.

    Die Art und Weise, wie Bezjak das Spiel gestaltet, bremst darüberhinaus Athletik durchaus auch ein. Aber dafür hat man dann auch noch einen O'Sullivan, der vielleicht eine andere Art Spielgestaltung leisten kann, die größeren Schützen eher hilft als das, was Bezjak mit dem kleineren Rückraum erarbeitet. So können dann beide Spielmacher auf unterschiedliche Art ihren Wert haben und man hätte dann endlich auch mal einen Plan B.

    Wiegert muss den Rückraum mit diesem Kader in verschiedene Formationen auf hohem Niveau wettbewerbsfähig bekommen. Das ist die Aufgabe, die er in dieser Hinrunde hat, um die nächste Entwicklungsstufe zu gehen.

    Langsam wirds mal Zeit für Kuzmanovski und dass sich Steinert auch mal das Werfen traut.

    Diese Ackerei auf 7-8 Meter fast direkt in der Abwehr bringt uns nicht weiter. Die "kleinen" Rückraumspieler können vielleicht den Ball ganz gut halten, kriegen ihn dann aber auch nicht aufs Tor.

    Wiegert fehlt in solchen Spielen dann auch einfach der Mut oder sie kriegen die Integration von athletischen Rückraumspielern tatsächlich nicht hin.

    Gegen Kiel gings noch gut, gegen Melsungen waren Damgaard und O'Sullivan dann auch noch die heiligen Kühe, gegen die RNL war es ihm dann offensichtlich sogar schon zu riskant, Damgaard zu bringen.

    In den nächsten Spielen wirds dann auch mal Zeit, eine Erweiterung der Spielanlage im Rückraum zu sehen, mit der sich auch Kuzmanovski und Steinert als Alternativen für höhere Aufgaben beweisen könnten. Selbst wenn sie es nicht schaffen, wüsste man es dann. Aber so, wie man jetzt im Rückraum agiert, bringt es eh keinem Shooter etwas...

    Die letzten Eindrücke von Kuzmanovski und Steinert sind bisher einfach auch, dass sie, warum auch immer, keinen Mumm haben zu werfen.

    Wenn das die oberste Maßgabe ist, sein evtl. vorhandenes Potential zum Zwecke der Fehlerminimierung abzulegen, dann sind wir auch wieder beim Mut und beim Vertrauen.

    Jetzt muss Wiegert auch zeigen, dass er mit dem breiten Kader was gestalten kann.


    Zu meiner Eingangsfrage vor dem Spiel zu den Schiedsrichtern:

    Sicherlich werden die Schiedsrichter auch immer unabhängig von irgendwelchen regionalen oder tabellarischen Gesichtspunkten ihre Linie pfeiffen und das Spiel nach bestem Wissen und Gewissen unabhängig leiten.

    Trotzdem kann der Dachverband durchaus bei der Ansetzung auf gewisse Rahmenbedingungen achten, damit im Fall der Fälle keine Kritik aufkeimt. Wenn ein Bundesland zwei Landesverbände hat, wäre das z.B. so ein Punkt, dass die Schiedsrichter aus beiden Landesverbänden kein Spiel mit einer Mannschaft aus dem Bundesland pfeiffen. Das gilt dann eben auch für einen Kieler, der in Flensburg pfeiffen soll. Der gerät dann unter Umständen aus Derby-Gesichtspunkten einfach nur andersrum unter Druck.

    Wenn jetzt nur das Argument ist, dass die Schiedsrichter maschinenhaft unparteiisch pfeiffen und hinsichtlich dieser Gesichtspunkte nicht angreifbar sind, dann sollten also alle Schiedsrichter-Paare alle Mannschaften pfeiffen können und die bisherigen Beschränkungen aufgehoben werden.

    Das Rückzugsverhalten der Löwen sah in den direkten Duellen im letzten Jahr schon immer sehr ordentlich aus und mit einer offensiven Deckungsvariante sollten sie den Rückraum auch in den Griff bekommen.

    Damgaard wird nicht durchspielen. Eine Halbzeit wird, zumindest in weiten Teilen, wohl auch wieder O'Sullivan gehören.

    Der Rückraum muss, wie schon gegen die offensivere Variante der Kieler, wieder über sich hinaus wachsen, um aus den derzeit begrenzten Möglichkeiten das Maximum herauszuholen.

    Oder es kommt jetzt mal noch jemand aus der Deckung, dass nicht nur Damgaard aus 9m Tore macht.

    Es kommt auf die Halle und die Magdeburger Effektivität im Angriff, vorallem im Positionsangriff, an, ob sie die Punkte behalten können.

    Hallo zusammen, kann mir eventuell jemand verraten, wo sich in der TUI Arena der Gästeblock befindet? Würde mir gerne noch 2 Tickets besorgen und hab nichts zum Gästeblock gefunden. :hi:

    Ich greife nochmal die Frage nach dem Gästeblock für das Spiel in Hannover auf, weil es ja vielleicht diverse Privatfahrer interessiert:

    Nach aktueller Rückmeldung durch die Geschäftsstelle der Burgdorfer entscheidet sich dies wohl erst in 2 Wochen. Es wird demnach entweder der Block M08 (Mittelrang hinter dem Tor) oder die Blöcke O19/020 (seitlich hinter dem Tor im Oberrang).

    So wie es scheint, kann man über die Geschäftsstelle der Burgdorfer auch Karten für den Gästeblock reservieren bzw. bestellen (info@die-recken.de).

    Da Gabi Blume auch noch keine weitere Info hatte, dürften die Mitfahrer aus dem Fanbus wohl auch dort ihre Karten erhalten.

    Es kommt ja drauf an, in welches taktisches Korsett Steinert gepresst wird. Es kann ja nicht Ziel sein, dass sich ein RR in der Abwehr aufreibt während der andere nur Querpässe spielt. Steinert muss Wurfqualitäten zeigen, zeigen dürfen und zeigen müssen.

    Gegen Melsungen fehlte, wie früher gegen solche Abwehrreihen und auch gegen Kiel mit der 3:2:1, die Torgefahr aus dem Rückraum. Dazu kam vor allem auch in der Endphase, dass die Abwehr immer löchriger wurde. Da zerbröckelte sichtlich das Vertrauen in den eigenen Glauben, das Spiel noch drehen zu können. Ohne Damgaard wollte der Rückraun teilweise auch gar nicht mehr werfen.

    Speziell im Melsungen-Spiel war die Wurfqualität teilweise auch grausam. 50% seiner gehaltenen Bälle hatte Simic doch gefühlt dadurch, dass sie ihn auf den Körper geworfen haben. So ein Berühmt-werfen darf einfach nicht passieren. Dass Damgaard teilweise bei guten Würfen mal nur Holz trifft, ist demgegenüber erstmal Pech.


    Damgaard, Bezjak und Lagergren waren in der letzten Saison und sind es bis dato noch immer eben die, die als Rückraum die meiste Torgefahr generieren und im Zweifel die Kohlen aus dem Feuer holen müssten. O'Sullivan spielt aber noch immer sehr viel auf RL und auch in der letzten Saison wurde Lagergren oftmals mit Christiansen teilweise 50:50 entlastet.

    Kuzmanovski und Steinert müssen jetzt dafür sorgen, dass sie sich ihre Rollen bis zu einer fast gleichen Einsatzzeit-Aufteilung verdienen. Die Planung von Wiegert ist vermutlich auch, dass Kuzmanovski auf RL spielt bei den langen Wegen zur Bank und Damgaard in der banknäheren Halbzeit oder wenn er ihn braucht. Bei Lagergren und Steinert könnte es auch so sein, dass ungefähr 2x 2x15 Minuten pro Halbzeit das Zielbild sind, wenn beide fit sind und man im Einzelfall guckt, wen man in einem Spiel besser gebrauchen kann.


    Mertens muss allein deshalb spielen, dass Musche wieder in "Konkurrenz-Modus" kommt. Bei einem Spieler der merkt, dass er unangefochten ist, fehlen auch schnell mal einige Prozent. Solange beide ihre Normalform haben, sehe ich beide auf ungefähr ähnlichem sportlichen Level. Beides schnelle Außen, die zumindest den Willen zeigen, ihre Würfe konsequent durchzuziehen und keine Tricks versuchen, wo sie direkt werfen können. Auf Außen können alle 4 50:50 spielen und es bräuchte sich darüber niemand beschweren.

    So lange Dinge so sind wie sie sind, werden sie auch gebetsmühlenartig wiederholt. Das liegt in der Natur der Sache. Die andere Variante wäre Dinge totzuschweigen. Ich weiß jetzt nicht, ob das besser wäre.

    Die tatsächluche Wahrheit liegt dann irgendwo zwischen Pessimisten und Optimisten.


    Bei Kuzmanovski hätte man dies in bisher allen Spielen schon mal machen sollen. Er gehört auf RL, eventuell auch mal auf RM, aber nicht auf RR. Ebenso gehört an sich Sully nicht auf RL, dafür strahlt er einfach zuwenig Gefahr bei seinen Würfen aus. Selbst wenn er den Durchbruch schafft, sind die Würfe nun auch leider ziemlich oft nicht beste Sahne, was gestern auch mal wieder zu sehen war. Bisher fand ich ihn nur im Spiel gegen die Zebras gut. Leider. Und wenn unsere beiden RR nicht in der Lage sind, ihre Seite in der Abwehr einigermaßen dicht zu kriegen, muss Benno sich da was einfallen lassen, nur nicht das Potenzial eines Spielers wie Kuzma auf der falschen Seite zu verschwenden.

    In Steinert hatte ich vor der Saison größere Hoffnungen gelegt und ich will ihn auch noch nicht abschreiben. Aber in den 5 Spielen hat er leider (bis auf ein o. zwei Szenen) nur enttäuscht. Hinten nichts und vorne viel zu viele Ballverluste (schwache Würfen die in der Abwehr hängen bleiben, Fehlabspiele in die Arme des Gegners), die prombt zu Gegenstoßtoren führten. Gestern hätte ich ihn schon nach 5 min wieder runter genommen. Molina blieb da in der letzten Saison z. B. ewig auf der Bank sitzen. Kann man ja nur froh sein, dass Steinert nicht in Moskau geboren wurde, sonst hätte ihn Benno wohl schon die Bundesligatauglichkeit abgesprochen. Meine Hoffnung, dass es mit ihm auf RR besser wird, als es mit Määtz war, schwindet immer mehr.

    Ich hätte mich auch gefreut, wenn man es gestern mal mit Kuzmanovski vorne auch auf RL probiert hätte als durchaus absehbar war, dass es mit O'Sullivan nicht reicht. Dann kam erstmal wieder Damgaard und in den letzten Minuten erst Kuzmanovski.

    Dass er hinten aktuell auf RR aushilfsweise deckt, wird vermutlich an den Fitnesszuständen von Lagergren und Steinert liegen. Das ist wohl überwiegend erstmal eine Entlastungsmaßnahme, um die beiden RRs nicht übergebührend zu verheizen. Lagergren spielte ja vor seiner Verletzung auch in der Abwehr. Wenn dann einer wie Kühn die körperlichen Vorteile ausnutzt, ist es ja auch ein adäquates Mittel, mal einen anderen Spieler dagegen zu setzen.

    Mal schauen, was die nächsten Wochen bringen. Gegen die RNL wird es bei den Einsatzzeiten noch business as usual sein.

    Mit Integration hat es aber Benno nicht so.
    Integriert wird erst, wenn aus seiner ersten 7 die ersten auf dem Zahnfleisch gehen.

    Wenn ein Spieler die Qualität zeigt, die er als Trainer sehen will und die er als notwendig erachtet, dann spielt der Spieler in der Regel auch. Es war ja auch letztes Jahr nicht so, dass im Angriff immer die gleichen sieben Spieler spielten. Die aktuelle Transferpolitik zeigt auch, dass er weiß, dass er einen breiten, qualitativ stark besetzten Kader braucht.

    Der einzige wirkliche Streitfall in der neuen Saison ist doch "nur" Mertens und da sind wir alle einer Meinung, dass der sportlich auf einem Niveau mit Musche ist.

    Ein dritter RR fehlt eben einfach, weil wir nur 16 statt 17 Spieler auf dem Bogen haben dürften und dann auch nur immer wieder irgendwer auf der Bank oder, in der aktuellen Regellage, auf der Tribüne sitzen würde. Das man mit Schmidt stattdessen einen dritten Kreisläufer geholt hatte, erwies sich ja im Nachhinein als glücklicher Zufall. Aber auch Schmidt wurde damals schon geholt, weil er gewisse Aufgaben erfüllen soll, für die man wohl noch einen Spieler brauchte. (eine Entlastung für Chrapkowski / Musa im Mittelblock).

    Das hat ja auch nichts mit "anderer Meinung" zu tun sondern eher damit, wie man die Meinung dann auch darstellt. Genauso wenig wie ich der Pressesprecher von Wiegert bin, werden andere hier Dauermeckerer sein, nur weil sie ihre Ansichten auch teils gebetsmühlenartig wiederholen.

    Im Grunde, und wie du ja auch schon schriebst, sehen wir viele Sachen ähnlich.

    Ich bewerte Wiegert als Coach in manchen Gesichtspunkten besser als manch andere hier.

    Aber meine Meinung ist auch: Er hat jetzt das Spielermaterial, mit dem er die nächste Stufe (variablere Spielgestaltung) zünden kann. Jetzt muss das dann auch kommen oder die Rückraum-Zugänge wären (teils) nicht die richtigen Leute gewesen.

    Bei Steinert und Kuzmanovski muss man in den nächsten Spielen dafür auch sehen, wie sehr sie in Torgefahr gebracht werden können. Darauf bin ich gespannt. Damgaard darf nicht der einzige bleiben, der ab 9 Metern trifft.

    Je nachdem, wie diese beiden also im Training den Erwartungen entsprechen, die es braucht, um die Mannschaftsziele zu erreichen, wird er ihnen Spielzeit geben oder eben auch nicht.

    Dieses Credo verfolgt Wiegert in meinen Augen ganz konsequent und das ist in meinen Augen auch richtig. Dafür ist es (Hoch-)Leistungssport mit Ambitionen an die nationale Spitze kommen zu wollen. Da kann man nicht nur um des Bringen willens Spieler einwechseln, denen man die erforderliche Qualität nicht zutraut. Das einzige richtige Opfer dieser Einsatzpolitik, betrachtet man die Dauer einer Vertragslaufzeit, war Molina. Das war aber eben eine für ihn ungünstige Situation, dass der Club scheinbar noch kurzfristig einen dritten RL wollte und Molina damals vertragsfrei wurde und man ihm aus Jugenderfolgen heraus wohl irgendwas zugetraut hat. Diese Art der Transfers gibts ja inzwischen auch nicht mehr, gerade seitdem Wiegert klar die Verantwortung für den sportlichen Bereich auch als GF inne hat.

    Alle anderen haben ja immer auch Spielzeiten bekommen (Mertens vor der Verletzung ja auch und nach der Rückkehr mit Begründung eher nicht). Ob der ein oder andere mehr oder weniger hätte haben sollen, steht auch immer wieder auf einen anderen Blatt.

    Mal sehen, was aus der qualitativen Verstärkung auf dem Papier dann auch wirklich auf der Platte ankommt.

    Vielleicht fragt unsere Vereinssprecher-Gruppe, die sich hier nicht dem allgemeinem Trott des "es ist und bleibt immer alles beschissen, weil es mir das Leben so einfach macht, rumzumeckern" mal beim Gunnar an, ob wir für unsere ehrenamtliche Tätigkeiten hier mal ein Schnittchen im VIP-Raum bekommen.

    Christiansen war zu oft hochgradig torungefährlich. Die Spiele von Christiansen, in denen er 5 Tore gemacht hat, war gegen Abwehrreihen, wo du in den Momenten Gelenkbusse drin parken konntest. Gegen eine gute Abwehr oder in engen Spielen war er nie der Faktor.

    Steinert agiert jetzt aktuell auch so. Es liegt an ihm und dem Trainer, dass künftig besser zu machen und auf RR keinen Mads 2.0 zu haben. Nur weil das nach 4 Spieltagen nicht passiert, schreibe ich eben Steinert nicht direkt ab.

    Schafft er diesen Schritt nicht, bleibt er eben bis Vertragsende Nummer 2. Weil er heute die Erwartungen noch nicht erfüllen konnte, spielte dann eben auch Lagergren in der 2. HZ durch.

    Genauso erwarte ich als Fan auch, dass Kuzmanovski hier so eingebunden wird, dass er die erhoffte Verstärkung wird und im Laufe der Saison im Angriff O'Sullivan auf RL ersetzen kann.

    In Summe spielten Schmidt schon besser als Kalarash und Plaza, Kuzmanovski jetzt schon mehr als Molina in 2 Jahren, Steinert angeschlagen nicht anders als Christiansen und Thulin glücklicher und engagierter als Quenstedt. Es sind eben auch erst 4 Spiele gespielt...

    Ach, und hlp, dass du jetzt erst merkst, dass ich Wiegert positiver bewerte als einige andere hier, enttäuscht mich ja schon fast.

    Ich erwarte jetzt in der Entwicklubg der Mannschaft mit diesen neuen Leuten auch eine gewisse Steigerung und Ausbau der taktischen Möglichkeiten. Wenn man nach 4 Spielen aber noxhvdie bewährten Mittel nutzt, gerade in engen Momenten, heißt doch nicht automatisch, dass die Neuen nichts taugen...

    Aber wie schon mal gesagt: es würde hier auch Kritik geben, wenn wir mit 68:0 und Siegesserien im Pokal und der CL alles abräumen würden. Dann wären wir der schlechteste Triple-Sieger ohne Punktverluste in der Geschichte des deutschen Handballs...

    Kuzmanovski muss auf RL dazu gebracht werden, die Alternative zu Damgaard zu sein und O'Sullivan in dieser Rolle abzulösen.

    Die spielerische Kombination im Rückraum findet dann doch zu selten Mittel gegen aggressivere Abwehrreihen.

    Steinert muss die Angst vorm Fehlwurf genommen werden.

    Heute war das Spiel wieder zu sehr auf Damgaard ausgelegt. Er ist unser bester Schütze mit der höchsten Wahrscheinlichkeit, gegen so eine Abwehr das zu erreichen. Aber da fehlte heute Plan B. Das muss Ziel der Integration der neuen Rückraumspieler sein.

    Wer sich über die Spielzeiten von Kuzmanovski beschwert, hat die Spiele nicht gesehen.

    Gegen Balingen fehlte er angeschlagen. Dass man Spieler, die angeschlagen sind, jetzt schont, ist vollkommen richtig. Der Kader gibt es her und wir haben eine lange Saison.

    In Lemgo bekam er Einsatzzeiten.

    Gegen Nordhorn musste er auf RR ran, da Lagergren selbst noch angeschlagen war und Steinert ebenfalls fehlte. Als dann Bramsche auf RR kam, durfte Kuzmanovski auch auf RL/RM an und hat dort gewisses Potential aufblitzen lassen.

    Gegen Kiel war es Ergebnissicherung. Wer da erwartet, dass man jemanden einfach aus Lust und Laune ins kalte Wasser wirft, denkt nicht ergebnisorientiert. Der Rückraum in der zweiten Halbzeit hat funktioniert. Es hätte mit Kuzmanovski besser oder schlechter laufen können als mit O'Sullivan. Erfahrung im Zusammenspiel zählte. Das war die richtige Trainer-Entscheidung.

    Was bei Kuzmanovski noch etwas offen ist, ist die Wurfqualität.

    Es spricht eigentlich nichts dagegen, ihm heute in Melsungen 20-30 Minuten Spielzeit zu geben.


    Man kann auch mal die alte Brille ablegen, die man so gern hatte, dass Wiegert nicht wechseln würde. Es lag fast immer an der Qualität der Alternative, wenn ein Spieler viel Last zu tragen hatte. Wo es ging, hat er fast immer die Spielzeit aufgeteilt.

    Der Wechsel zu Thulin im Kiel-Spiel war dahingegehend trotz Greens Leistungen nicht selbstverständlich. Aber auch das zeigt, dass Wiegert Thulin das zutraut. Letzte Saison hätte er wohl noch weiter an Green festgehalten statt Quenstedt in so einer Situation zu bringen.


    Bei Steinert wird man in den nächsten Wochen sehen, wo die Reise hingeht. Solange er als Ballverteiler und in der Abwehr mindestens so sicher ist wie Christiansen, aber dabei doch mal ins Tor trifft, ist das schon eine Verbesserung zu vorher.


    Alle Zugänge sind nach den ersten Spielen, im Vergleich zu den jeweiligen Vorgängern, Verbesserungen.

    Wenn er sich nicht allzu blöd anstellt, wird seine Zeit kommen. Die Rolle, die er einnehmen kann, ist die des RL beim langen Weg zur Bank.

    Dass er momentan gegen Kiel noch nicht ran durfte, dürfte daran liegen, dass der Rückraum mit O'Sullivan und Bezjak in dieser Konstellation noch sicherer eingespielt ist. Das war einfach in der derzeitigen Lage eine Risikominimierung in einem engen Spiel.

    Kiel und auch Nordhorn auf RR waren schon Ausnahmesituationen. Dass Kuzmanovski gegen Nordhorn auf RR spielte, zeigt auch, dass Wiegert ihm schon einiges zutraut. Dass er da auf RR nicht so auffiel vorne, lag an der Position, die für ihn ja auch fremd war. Vielleicht bekommt er gegen Melsungen auf RL schon mehr Verantwortung.

    Dass Thulin gegen Kiel im Tor ran durfte, war auch schon mutig und wurde zum Glück ausreichend belohnt.

    Geerken hat den Machtkampf gewonnen aber eben doch verloren.

    Er sollte als Geschäftsführer, gerade auch mit dem sportlichen Hintergrundwissen, auch eine Idee haben, wie er die MTM nach vorne bringt.

    Die erste Idee mag gewesen sein, Roth und die Müllers loszuwerden. Vielleicht gab es da auch Meinungsverschiedenheiten.

    Die Idee der MT Deutschland fruchtet eben einfach nicht, weil die Spieler, die sie aus der Nationalmannschaft bekommen können, den Verein eben nicht auf das Niveau bringen können, dass sie vielleicht gerne hätten.

    Reichmann, Lemke, Kühn und Häfner waren da schon ordentliche Zugänge, die in einem Gesamtgefüge Sinn machen können. Aber sie spielen eben auch die erste Geige, obwohl sie für Top-Ambitionen teilweise eher Ergänzungspieler wären. Es fehlt eine gleichwertige oder bessere Alternative auf den Positionen.

    Über Heinevetters Preis-Leistungs-Verhältnis muss man wohl nicht spekulieren. Wenn man dann noch hört, dass Interesse da sein soll, einen Timo Kastening aus Hannover zu kaufen, wäre das der nächste Schritt von unnützer Geld-Verbrennung. Der Junge ist nicht schlecht, keine Frage, aber kein RA, der dir jetzt Richtung CL hilft.

    Das Geld könnte man, wenn man eine Idee hätte, besser investieren. Es fehlt der MT jemand, der im internationalen Markt scoutet. Zum Glück für die Konkurrenz aus den Top6.

    Geerken hat mit der Kern-Aussage eigentlich direkt bewiesen, dass er für die Ambitionen von Melsungen nicht gut genug ist:

    - Wer holt die Spieler?
    - Wer hat den Trainer scheinbar durchaus implementiert? Die Seuchen-Saison damals hätte man auch mit Roth zu Ende bringen können.
    - Wenn die Mannschaft tatsächlich ein Problem mit Grimm hat, wieso bringt er dann die Mannschaft damit so gegen sich?

    Geerken heftet sich damit weiter so sehr an Grimm, dass sein eigenes Wohl und Wehe bei der Verantwortung mit dem weiteren Verlauf von Grimm einher gehen sollte?

    Politisch unklug.


    Zu Heinevetter: Das ist das Sinnbild eines unnötigen Transfers rein nach Marketing-Gründen. Der macht die MT sportlich nicht besser, wird aber intern das Mannschaftsgefüge wieder durcheinander bringen. Das was diese Saison ohne die Müllers also durchaus neugeordnet werden kann, kommt dann nächstes Jahr mit so einem Charakter wieder auf die Stellprobe.

    Da gibt es sicherlich gute, ambitionierte Torhüter, die deutlich billiger sind, sich vielleicht noch über das aktuelle Level von Heinevetter steigern können und für Hierarchien gesünder sein könnten. MT Deutschland Alt-Herren.