Beiträge von anonymer-scm-fan

    Mitunter wird auch der THW nicht in der Lage sein, einen Landin-Ersatz zu holen, der direkt dieses Prädikat annähernd 1:1 mitbringt, zumal man dann auch noch immer ein Risiko hat, dass jemand in einem neuen Verein vielleicht nicht mehr so funktioniert.

    Wenn man stattdessen jemanden findet, der sich im Laufe der Zeit in diese Richtung entwickelt, hätte man es auch richtig gemacht.

    Mrkva behauptet sich für den Anfang ja schon gut und ist zumindest in den HBL-Statistiken bei fast gleicher Spielzeit in der Quote gleichauf. Wenn er das halten kann und auch international bestätigt, wäre es ein überraschender Glücksgriff gewesen.

    Der THW würde ja auch keine Torhüter holen, denen man solche Leistungen nicht zutrauen würde. Für eine klare Nummer 2, die sich hinter Landin mit der Rolle zufrieden geben würde, ist der Anspruch auch viel zu hoch. Quenstedt war diesbezüglich schon ein absehbarer Fehlgriff, da er auch in Magdeburg nie so richtig als Nummer 2 / 1b funktionierte und der Unterschied zu seinem Gespannpartner nie so groß war wie zu Landin.

    Letztlich wird die Mannschaft weiterhin hohe sportliche Ziele haben. Im Positionsangriff war es ja auch schon in der letzten Saison immer wieder Stückwerk und die potentiellen Probleme im System sind nicht neu, aber gegen die allermeisten Teams wird es weiterhin reichen. Dafür ist die Mannschaft im Schnitt trotzdem einfach zu gut.

    Die Gegner stellen sich auch immer besser auf den Spielstil ein, also wird es aus dem gebundenen Spiel nicht mehr besser ohne Alternativen - auch nichts neues.

    Mit den taktischen Formationen, die aktuell wohl als 1. Wahl auserkoren wurden, beschneidet man sich in engen Spielen aber viel zu sehr selbst. Wenn gewisse Spieler dann in der Abwehr sind oder Bezjak mal nicht in der 2. Welle dabei ist, geht es sichtlich besser.

    Bei Damgaard wäre halt die Frage, was die Gesundheit noch zulässt. Vielleicht hat Weber hier aktuell auch eine etwas bessere Phase oder mag sich sogar wirklich nochmal gesteigert haben, aber er ist und wird kein Unterschiedsspieler. Auch wenn es ein subjektiver Eindruck ist, erzeugt Damgaard in den wenigen Minuten, die er mal spielt, mit Würfen oder Anspielen noch immer einen direkteren Zug zum Tor als Weber, der entweder querpasst, vorbereitet werden muss oder mit Überziehern immer wieder in der Abwehr hängen bleibt. Mit Verlaub hätte ein Topspieler gegen PSG auch mehr als 7 Tore aus den Spielsituationen gemacht. Da waren auch einige unnötige Entscheidungen dabei und das bleibt Kern meiner Kritik an ihm. Weber wird dem SCM auf Dauer als 1. RL ebenfalls nicht voran bringen. Er ist zumindest clever genug, dem Spielsystem von Wiegert soweit zu dienen, dass er nicht zu viele Bälle verliert / verballert.

    Ich wollte auch nicht sagen, dass Weber das Spiel allein verloren hat. Vom restlichen Rückraum kam ja nun auch noch weniger.

    Dafür, dass er 50 Minuten lang im Angriff der einzige war, der von der körperlichen Statur die Möglichkeiten gehabt hätte um mal aus dem Rückraum Tore zu machen, kam mir persönlich da gestern aber auch bei ihm zu wenig bei rum.

    Zu oft versucht, gegen Kristopans über die Außenseite versucht durchzukommen, statt über die Mitte mit Sprungwürfen zu kommen und auch viel zu viel Lamentierei bei Körperkontakt.

    Er sah gestern nur halbwegs brauchbar aus, weil der Rest eben komplett dunkel blieb. Er gehört aber eben hinter Damgaard als Ergänzung auf die Bank. Für den Habitus, den er so an den Tag legt, ist er viel zu sehr nur Mitläufer.

    Über den Rest von gestern ist auch eh alles gesagt: das war eben einfach gar nichts gegen eine starke und deutlich cleverere Truppe von PSG. Die hätten auch eine komplette Machtdemonstration durchziehen können.

    Viel wichtiger als Einzelleistungen wären auch die taktischen Änderungen, um die Abwehr wieder stabiler zu bekommen und dann über die erweiterten Gegenstöße wieder mehr Tore zu machen. Mit dem Kader kann man sich nicht eine Saison mit 60 Spielen im Positionsangriff leisten. Zurück zu den Stärken und dann wieder zurück zur Leichtigkeit.

    Man weiß, was man bei dem Kader erwarten darf, wo es eng werden kann und wo es mit hoher Wahrscheinlichkeit regelmäßig scheitern wird. Misserfolg wäre in dieser Saison, wenn man bessere Möglichkeiten gehabt hätte, diese aber liegen lässt. Ob dann Platz 1 bis 5 in der Liga oder Achtel- oder Viertelfinale CL oder wann uns im Pokal Kiel oder Auswärtsspiele in Flensburg, Berlin oder Mannheim erwarten, wird die Saison zeigen.

    In Flensburg kann die Truppe zeigen, aus welchem Holz sie gemacht ist. Wenn es deutlich besser ist als die letzten Wochen und man vielleicht trotzdem gegen einen stärkeren Gegner verlieren sollte, wäre der Weg ja zumindest der richtige. Graupen sie wieder nur rum, dann wird's tatsächlich interessant.

    Was sie bezüglich CL noch lernen müssen, ist, dass dort eben auch bei den Schiedsrichtern eine ganz andere Linie gefahren wird als in der Liga. Das war auch in der EL schon so, aber da fiel es durch den handballerischen Qualitätsunterschied nicht so sehr ins Gewicht.

    Spätestens nach den 2. misslungenen Anspiel an den Kreis sollte man auch merken, dass die Pariser entweder den Kreisspieler durch Klammern vom Fangen abgehalten haben oder dass da sonst ein Spieler zwischen stand.

    Es war gestern auf den Niveau auch sehr viel fehlende Cleverness. Neben und grade gegen die körperlichen Nachteile, die die Pariser eben konsequent genutzt haben, hatten sie keine kreativen Ideen, irgendwie mal sinnvoll gegen diese Abwehr anzukommen.

    Weber hätte gestern so glänzen können, aber stattdessen versucht er lieber 5 Mal auf der falschen Seite an Kristopans vorbei zu kommen, bis dann irgendwann mal nach 1-2 Verweigerungen doch mal ein Sprungwurf kommt. Und Überraschung: Zumindest zu dem Zeitpunkt im Spiel haben die Pariser nicht mal mehr geblockt...

    Aber es war auf weite Strecken einfach wieder der Beweis, dass gegen solche Gegner und bei solchen Linien der Schiris der SCM keine Chance hat. Jetzt muss man sehen, dass man sich wieder darauf besinnt, dass es nur wenige Teams gibt, die einen funktionierenden SCM damit in die Schranken weisen können. National ist das so direkt nur Kiel und in der CL sind es eben Paris, sicherlich Veszprem und, wenn alles gut läuft, der Viertelfinalgegner. Berlin, Flensburg, RNL sind tagesformabhängig und nicht so unbedingt eindeutig vor uns.

    Jetzt muss die Truppe aber eben auch wieder in die Spur finden. Die erhöhte Zahl der technischen Fehler und der versammelten Freien zieht sich ja insgesamt schon durch den Saisonstart. Dazu dann eben 2-3 taktische Anpassungen.

    "Schränke gegen Bügelbretter" aus dem CL-Thread trifft es ganz gut.

    Wie auch in den Kiel-Spielen wurden die körperlichen Unterschiede von PSG gnadenlos ausgenutzt. Mit nur 7 Toren waren wir auch gut bedient. Vom Gefühl her war das heute noch deutlicher als die Kiel-Spiele.

    Realistisch betrachtet muss man erstmal sehen, dass in der Liga um irgendeinen Platz in den Top4 gehen dürfte und man in der CL vielleicht auf Platz 3 in der Gruppe schielen kann. Allein auf dem Papier ist erstmal nichts passiert.

    ABER das derzeitige allgemeine Wie macht schon mehr Sorgen:

    Im Angriff ist Magnusson das erste Mal im SCM-Dress hinter dem, was man sonst von ihm gewohnt war. Kristjansson versucht das, was er immer spielt, aber ohne hilfreiches Pendant auf RR klappt das nicht. Weber ist mit Verlaub keine Hilfe im Angriff. Das war auch bei ihm heute ein absoluter Offenbarungseid, dass er in solchen Spielen eben absolut kein Führungsspieler ist. Intelligente, führungsstarke und gedanklich sortierte RL mit ähnlichen körperlichen Voraussetzungen hätten mehr Tore gemacht.

    Man kann nur hoffen, dass Damgaard bald wieder fit ist und von Wiegert auch öfter eingesetzt wird. Mika ist in allen Belangen besser im Angriff als Weber, gerade auch dann, wenn er mannschaftsdienlicher agiert. Weber spielt nur mehr, weil er kaum Mal was riskiert.

    Zu einzelnen individuellen Sachen kommen halt auch taktische Entscheidungen, deren weiteres Durchsetzen das komplette SCM-Spiel behindern.

    In der Abwehr wird es Zeit, dass Sully auf RL deckt. Im MB machen Chrapkowski und Saugstrup/Meister auch eher einen besseren Job als ein Mittelblock mit Sully.

    Dazu und vor allem deshalb: Bezjak ist nicht unbedingt in der Abwehr das Problem, aber im Aufbau der 2. Welle absolutes Harakiri. Da stimmen gar keine Abläufe bzw. gibt es keine außer "Vollsprint-Vollbremsung".

    Wenn man wieder auf die Waffe erweiterter TG bzw. "Run & Gun" setzen will, dann geht das nur einzig und allein mit Sully und nur ohne Bezo. Ansonsten muss man ihn auch mal bremsen und mit einer anderen Marschroute an den Start bringen. Wenn er unbedingt den Aufbau machen soll, dann halt wirklich kontrolliert.

    Da sind grad einige kleine Stellschrauben, an denen man drehen kann. Ansonsten bleibt es vermutlich eine Saison, in der man realistische Ziele mit Würgen erreichen kann, aber eben auch das selbst herbei geführte Risiko hat, manches vielleicht auch zu verfehlen.

    Taktisch und vielleicht auch psychologisch muss das Team wieder in den Flow finden. In den Top4 oder vielleicht wieder Top5 der Liga machen eben Kleinigkeiten den Unterschied und in der CL-Gruppe ist man auch nicht automatisch Dritter.

    Ein gewachsenes (mentales) Topteam zeigt eine Reaktion in Flensburg, auch wenn vielleicht trotzdem 2 Punkte an der Förde bleiben.

    Gegen Zagreb und Minden sollte es auch mit der ein oder anderen Minute Pause im Angriff für Gisli klappen. Er muss und sollte mit seiner Spielweise nicht die ganze Saison die Last auf RM alleine tragen.

    Die Abläufe vorne müssen auch mit Sully und Bezo sitzen und dann kann Weber auch mal wieder zeigen, ob er noch ein bisschen mehr kann als nur Durchbruch mit Überzieher...

    Mika wird da ja auch noch kein X-Faktor sein, wenn er maximal 10 Minuten spielen könnte und man eigentlich kein Risiko eingehen will.

    Dann muss eben wieder aus dem Abwehrverbund heraus die Trefferquote bei den Gegenstößen mal wieder besser sitzen. Das sind jetzt mit Verlaub auch keine Gegner, bei denen man sich in jedem Angriff im Positionsspiel aufreiben müsste.

    Es wurde mit Datenschutz begründet und es hieß zu Beginn der Umsetzung der DSGVO, dass ein Spieler darauf verwiesen hätte, dass eine damalige Verletzung nicht öffentlich gemacht werden soll.

    Seitdem heißt es beim SCM nur noch "nicht einsatzfähig", egal bei wem.

    Bezo spielte die ganze letzte Saison auf Halb links in der Abwehr. Chrapek gehört zum Mittelblock.

    Die Frage bezog sich aber eben darauf, dass ja aktuell Sully im Innenblock spielt, wo sonst Chrapek stand. Für die zweite Welle sollten entweder Sully oder Bezo auf Halb decken. Wenn beide zusammen in der zweiten Welle sind, fehlt die Durchbruch-Gefahr auf RL. Auch wenn Chrapek nicht der Shooter ist, war da doch wenigstens hin und wieder mal Torgefahr aus dem Positionsangriff.

    Würden sie jetzt auch noch neben das leere Tor fragen, müsste mal wirklich jemand mit Chancenverwertung aus Positionsangriff vs. freien Würfen anfangen. Gefühlt verballern die Jungs mehr aus freien Würfen als aus dem Positionsangriff...

    Einen Ausbau dürfte man bei der Bauweise der Halle wohl eher kaum wirtschaftlich effizient hinbekommen. Würde man die Ecken optisch passend schließen wollen, müsste man sicherlich den Rundgang an den Ecken derart schmaler machen, dass man dort an den Warteschlangen gar nicht mehr vorbei kommt - wenn das überhaupt statisch und baulich umsetzbar wäre dürfte es wahrscheinlich rechtliche Hindernisse gegen so eine Bauweise geben.

    Wenn man die Halle mit Ausbau modernisieren wollen würde, müsste man vermutlich beide Seiten komplett neu konzipieren und umbauen, sodass man dann da nochmal über Hinter-Tor-Oberränge nachdenken könnte und dazu sinnigerweise auch breitere Wege hinter den Toren, größere Sanitärbereiche und einen noch weiterführenden Ausbau durch Erschließung der Ecken unten als auch oben.

    Eine "Schmalspur"-Version, in der man nur hinter den Toren weitere Oberränge drauf baut, würde zwar ein paar 100 Sitzplätze mehr bringen, aber auch da müsste man die Halle wahrscheinlich an den beiden Seiten massiv umbauen. Wirkt jetzt nicht so, dass die aktuelle Bauweise dort die Statik für weitere Ränge her gibt.

    Selbst mit 5 Reihen Steher kriegt man die Zahlen kaum hin.

    Wenn man den Umfang des Ringfoyers schätzt, an denen man Steher platzieren konnte, kommt man doch höchstens auf ca. 200 Meter. Dann kriegt da jeder Steher seine kuscheligen 0,5 Meter.

    Bei 5 Stehplatzreihen sind das also knapp 2.000 Stehplätze. Dazu 5.463 offizielle Sitzplätze (aktueller Belegungsplan laut Homepage der GETEC-Arena ohne Zusatzbestuhlung im Ringfoyer).

    Dann muss man also immer noch über 1.000 Plätze hinter den Oberrängen, in den Ecken, in den Aufgängen und sonstwo platziert haben. Selbst wenn man hinter den Oberrängen noch 2 Reihen Steher platziert, kommt man da vielleicht ca. auf 250 Steher.

    Die Frage wäre trotzdem letztlich, warum man Verkaufswerte offiziell angeben sollte, zu denen man nicht die entsprechenden Einnahmen hat? Da freut sich doch das Finanzamt erstmal...

    Zwischenzeitlich wurde aufgrund von Sicherheitsvorgaben die Hallenkapazität auf 7.100 Zuschauer festgelegt. Das war auch auch noch vor dem Einbau der Sitzplätze auf den Längstseiten.

    Beim CL-Halbfinale war es als Steher in der 4. Reihe schon recht kuschelig.

    Wenn man sich die letzten Minuten von 2001 oder 2004 bei Youtube anschaut, stehen aber zumindest im Unterrang auf den Längstseiten eigentlich keine Zuschauer in den Treppenaufgängen. Die sind gut frei zu erkennen.

    Bei angegebenen 8.600 Zuschauern muss man schon kreativ sein, wo man die Leute alle unterkriegen will. 5.400 Sitzplätze, pro Stehplatzreihe ca. 300-350 Steher...

    Wäre ja auch die Frage, ob das eine Schätzung der lokalen Medien war oder die vom Verein gemeldete Zuschauerzahl...

    In der BRD gab es aber nach Kriegsende auch Zwangsauflösungen von Sportvereinen. Das war eine Direktive des Allierten Kontrollrates Ende 1945, die in allen Besatzungszonen galt. Im gleichen Zuge durften zwar auch wieder neue Sportvereine gegründet werden, aber die mussten sich auch erstmal finden. Bei den nationalen übergeordneten Dachverbänden war die DDR (1948) sogar früher dran als die BRD (1950).

    In der BRD wurden dann ja auch frühere große Vereine wieder fortgeführt und in der DDR war da quasi einmal kompletter Neunanfang mit komplett neuen Vereinen aufgrund der Entscheidungen der Führungskader...

    Die Argumente mit den Gründen, warum auch immer doch noch etwas nach dem direkten Abschluss des letzten Spiels dazwischen kommen könnte, zählen doch für andere Sportarten offensichtlich auch nicht.

    Man müsste es als Verband einfach nur wollen und dann ginge das. Das ist für die HBL einfach eine Kostenfrage, das auf die Vereine abzuwälzen.

    Wenn man sich z.B. die Zeremonie beim UEFA-CL-Finale anschaut, sind doch da nachgelagerte Gründe auch vollkommen egal. Da wird das mit der entsprechenden Gravur vergeben während die Spieler noch nicht mal ansatzweise bei einer Dopingprobe waren.

    Wenn man es ganz böse sagen will, hat Mertens (sportlich verdient) auch nur von der Verletzung von Musche profitiert und war bis dahin bei allem unbestrittenen Talent, was er ja dann auch zeigen durfte, leider die klare Nummer 2.

    Wenn man dann mal in den Rückraum schaut: Welche deutschen Spieler sind denn so die letzten, die mit 20 bis 23 schon eine ordentliche Rolle bei einem HBL-Team spielen konnten? Heymann, Witzke, Tissier und Axmann, wobei die beiden letztgenannten eben auch noch in der zweiten Liga ihre Stammplätze erspielen konnten.

    Wenn man die HPI-Ranglisten auf den einzelnen Rückraum-Positionen durchschaut, ist doch außer den 4 keiner in den 3x Top20, der aus Deutschland in der Altersspanne großartig auftaucht, wobei eben da auch eigentlich nur Heymann in Göppingen es als Talent aus der letzten Stufe des Nachwuchs bis in die erste Mannschaft geschafft hat.

    Brest war ja aber bspw. auch ein Aufrücker in der CL, aber ja, der 2. Startplatz des Verbandes war vakant, genauso wie auch andere Verbände keine Teams in der EL hatten (z.B. Niederlande, Kosovo, Luxemburg).

    Wenn die EHF nicht plötzlich eine Kehrtwende bei der Nachbesetzung macht, spielt Lemgo nächstes Jahr in der EL. Diese Saison wurden nicht genutzte Startplätze ja auch "von oben" beginnend nachbesetzt. Die HBL hatte ja durch den Titelverteidiger schon 4 Teams.

    Die Gedanken, mit Dessau solche Kooperation einzugehen, dass es ein "Farm Team" in der zweiten Liga sein könnte, gibt es ja schon, seit die Zweitvertretungen in der 2. HBL verboten wurden.

    Absolut KEINE Kritik an der Arbeit des DRHV! - Es wird Gründe geben, warum die Spieler, die dann ohne weitere Aussichten nach Dessau gehen, letztlich auch nicht mehr den großen Sprung schaffen.

    Das liegt sicherlich nicht am Verein sondern wahrscheinlich viel mehr auch in der Qualität der Ausbildung beim SCM und an der durchaus veränderten Situation gegenüber vor 10, 20 Jahren.

    Die Berliner schreiben sich das eben auch mit Leib und Seele auf die eigenen Fahnen, dass sie auch Leute aus dem Nachwuchs bis in die 1. Mannschaft bringen wollen. Das ist eben auch erstmal eine bewusste Entscheidung, die der SCM für sich nicht mehr so trifft.

    Das führt eben auch dazu, dass du nochmal mehr % in deine Kaderschmiede steckst als der Rest. Der Standortfaktor Berlin kommt dann noch dazu. Die könnten sicherlich Jahrgang für Jahrgang ein paar der besten Nachwuchsspieler des Landes in die Hauptstadt locken, wenn sie wollten.

    Neben dem Aufstieg Potsdams in die 2. Liga sieht man ja auch in der A-Jugend schon, dass der VfL Potsdam dort schon eine ordentliche Rolle gespielt hatte (Staffelsieger vor Leipzig und Burgdorf in der Vorrunde, Platz 4 von 8 in der Hauptrunden-Gruppe)

    Was aber auch Berlin oder auch die RNL nicht verstecken können: Der Sprung für den Nachwuchs allein in das obere Mittelfeld der HBL ist schon zu groß. Ja, vor allem die Berliner setzen auch immer wieder Nachwuchsleute in der HBL ein, aber wenn man nicht wirklich ein Toptalent ist, verläuft sich das auch bei den derzeit erfolgreichsten Kaderschmieden im Sande und zwar oft eben auch so weit, dass die Spieler dann auch woanders seltenst den großen Durchbruch haben.

    Und das Ganze ist vielleicht auch ein Problem, das in ganz anderen Faktoren seine Gründe hat, die vielleicht auch Sportvereine in ihrer charakterlichen Ausbildung nicht gänzlich lösen können. Allein wenn es das ist, dass in anderen Ländern, die ebenfalls sportlich gut ausbilden, der Spitzensport ein ganz anderes Ticket im Leben ist, als es Spitzensport in vielen Randsportarten in Deutschland sein wird und sein kann.

    Mannschaften wie Göppingen und Lemgo müssten aber im neuen Format der EL schon eine sehr starke Saison spielen, damit sie das F4 erreichen können. Nicht unmöglich, aber das würde eben auch ein Vernachlässigen der HBL-Saison bedeuten.

    Wie es auch sei, kann man dem TBV aus deutscher Sicht nur die Daumen drücken, dass die EHF bei der EL noch den ein oder anderen freien Platz hat und der HBL einen dieser Plätze vergibt. Das macht den Wettbewerb nicht internationaler, aber erhält eine gewisse Qualität, die man vielleicht nicht hat, wenn man nicht genutzte Startplätze weiter nach unten durch reicht.

    Weiß man denn, wie die EHF mit Russland und Belarus zur neuen Saison umgeht?

    Auf diese 4 potentiellen Plätze in der EL wären sicherlich auch noch andere Teams scharf, die sich eh schon für den EC qualifiziert haben (Aufrücker) oder mit Nachdruck ins europäische Business einsteigen wollen - um bei einer Supermarktkette Wortspiele bezüglich "einkaufen" zu vermeiden...