Beiträge von David G.

    Snuffmaster,
    glaubst Du in der Tat, dass, wenn der Abstieg mal wieder vermieden werden sollte, es dadurch zum besseren kommt? Was soll besser werden? Die Sponsorensituation beim VfL ist überhaupt nicht schlecht, die Sponsoringeinnahmen sind sogar sehr gut (die Zahlungen der Gönner mal einbezogen), es ist überhaupt nicht so, dass die Sponsoren den VfL meiden.

    Was definitiv anders geworden ist, ist der Zuspruch großer Unternehmen außerhalb der Region. Die Region hat nie mehr Gelder gebracht als derzeit. Das ist sicher auch ein Verdienst von Timmerbeil. Vorher war von den großen regionalen Unternehmen nur Kienbaum an Bord mit nennenswerten Beträgen. Jetzt sind mit S+C, Schwalbe, Ferchau und noch einigen anderen größere Unternehmen viel stärker eingebunden. Dummerweise ging damit einher auch der Niedergang des VfLs als nationales Ereignis, der keinen mehr außerhalb des Oberbergischen interessiert. Auch das ist ein „Verdienst“ von Timmerbeil und Co.. Hinzu kommt noch der allgemeinen Niedergang des Handballs in den Medien und in der Sponsoringlandschaft.

    Und genau diese Zuspruch von außen hat es beim VfL immer ausgemacht, die Lücke zwischen Anspruch und Wirklichkeit zu füllen. Da war die Westfalenhalle in den 60er und 70ern, das Erdgas-Sponsoring in den 80ern (da hat der VfL schon 1 Mio DM pro Jahr kassiert). Anschließend gab es immer einen, der dieses getan hat, sei es Maxima oder SMM. Auch der Aufwind und die Stabilisierung in den frühen 2000er Jahren hat was mit Köln und den Unternehmen wie Dorint, Tui etc. zu tun, also mit Außen.
    Jetzt kommen die nicht mehr, eben weil Handball nicht mehr so sexy ist und vor allem, weil der VfL (selbstverschuldet) nicht mehr über die Strahlkraft verfügt . Und Zuschauereinnahmen wie Flensburg und all die anderen kann der VfL auch nicht generieren. Nicht mit der Eugen-Haas-Halle und auch nicht mit der Schwalbearena.

    Der von Dir ins Spiel gebrachte Vergleich mit Fortuna Köln hinkt. Mehrfach. Aber sicher werden die o.a. Unternehmen wegen dem VfL nicht insolvent werden, das ist Quatsch.

    Und eines noch, FF an den Versprechungen messen zu wollen, noch in der Hinrunde einen Hauptsponsor zu besorgen, wird ihm nicht gerecht. Allerdings wird diese gleiche Aussage von ihm den Qualitäten eines guten Managers auch nicht gerecht.

    Und noch etwas, Du scheinst nie Leistungssport und erst recht kein Teamsport betrieben zu haben. Deine Forderung „einfach mal die tollpatschigen Fehler“ einzustellen ist so was von realitätsfern. Die Mannschaft ist total verunsichert, zweifelt an ihren eigenen ohnehin limitierten Fähigkeiten,. Das Selbstbewusstsein vom Saisonanfang ist weg und der Trainer ist mit sich selbst beschäftigt. In dieser Situation auch Ratschläge zu hören wie „durch Konzentration im Abschluss noch deutlich mehr Punkte einzufahren“ ist total hilfreich.

    Die Mannschaft gehört verstärkt (viel Geld). Oder aber einen Neuanfang. Mit einem neuen Trainer (weniger Geld). Aber dennoch bin ich sicher: die Mannschaft ist nicht stärker als ihr derzeitiger Platz. Sie kann besser spielen, sie kann die Niederlagen kleiner halten, aber Ende kämpft sie um den Abstieg. Fertig.

    Snuffmaster,
    entschiedener Widerspruch, wenn Du meinst, die Spieler könnten mit Leistung die grundsätzliche (Abwärts-)Spirale aufhalten, genau das geht nämlich nicht undist ein weit vebreiteter Irrglaube im Sport.
    Zustimmung mit Dir, wenn Du meinst, die Spieler könnten Existenzsicherung betreiben durch sportliche Leistung, indem dadurch die Brieftaschen der jetzigen Gönner länger offen bleiben.

    Das Interview einzeln betrachtet, ist sicher keine Katastrophe, sehe ich genau so. Aber nach all den Nebelkerzen den frohen Verkündigungen der letzten Jahre (obwohl die Realität anders ausgesehen hat) scheint jetzt die Hoffnung aufs Durchhalten neueste Parole zu sein.

    Was mich bei allem Pro und Contra, bei allen Schwierigkeiten beim VfL und im Handball allgemein aber an den Qualitäten der Handelnden extrem zweifeln lässt:
    Wie lange war Timmerbeil als Steuerberater dabei? Er muss doch wie kein zweiter die Zahlen und deren Zusammenhänge kennen. Er muss doch extrem vorsichtig sein, nach dem Reinfall seines Schönrechnens mit dem Totalumzug nach Köln? Er muss doch erst recht vorsichtig mit seinen Erwartungshaltungen (und denen des Umfeldes) umgehen, nachdem er schon 2011 mit der Verkündung der Schuldenfreiheit doch eigentlich total falsch lag, als Steuerberater und Verhandlungsführer mit Gläubigern?
    Und erst jetzt merken sie, dass die Erwartungshaltung an dei Arena zu groß ist?
    Die Wahrheit ist, die haben sich total verrannt und überschätzt in ihr Modell VfL. Es ist nicht so, das es keine warnenden Stimmen gab, die anders agieren wollten. Es ist so, dass das Vermarktungspotenzial mit der neuen Halle anders kalkuliert wurde als es die Truppe im AR tat. Aber sie wollten es nicht hören.
    Und als letzes Hoffnungsfünkchen kommt jetzt die Anpassung der Gehälter ins Spiel und -natürlich immer bei Vereinen in der Schei..e: der sportliche Erfolg muss kommen, dann kommen auch die Sponsoren. Mit diesem Schluß würde ich mal zum TUSEM fahren, oder nach Nordhorn (für die jümgeren Beispiele), dort kann man sehen, was passierte, in der Saison, wo man den Europa-Pokal holte. Dort kann man sehen, das sportlicher Erfolg nicht im direkten Zusammenhang mit Sponsoring steht bzw. stehen muss.
    Vielmehr reicht auch hier ein Blick in die eigene, ganz junge Vergangenheit: was passierte mit dem VfL, als er die drei EC-Pokale gewonnen hat? Genau, sie feierten auf dem Bismarkplatz und häuften die meisten Schulden an.
    Ich zweifel sehr am Fortbestand des VfL, bzw. ich hoffe, dass die Jungs mit der dicken Brieftasche weiter den Zahlemann machen (und von mir aus auch mit dem Hintern das einreissen, was sie mit den Händen aufgebaut haben) . Für alles darüber hinaus Gehende fehlt es an Einsicht und schlicht an Klasse.

    also Attribute wie charakterlos oder existentiell sollten wir uns doch hier schenken. Trainer werden angestellt und entlassen, gehört zum Geschäft, kann sich jeder darauf einstellen, jammern gilt nicht, aber genausowenig Krokodilstränen haben hier was verloren. Natürlich wird Emir seinen Job verlieren, wenn es nicht bald wieder aufwärts geht. Und natürlich wird er sich vergleichen mit dem VfL (hat Gorr auch gemacht). Ob er danach einen neuen Verein findet, warum nicht. Passierte ja jedem mal, dass er geschmissen wurde. Allerdings hat er nicht die besten Karten, um wieder einen hochklassigen Klub zu übernehmen. Na und?

    Zitat


    Das Interview mit Timmerbeil in der OVZ ist kurz zusammengefasst:

    Kein Plan! Die Erwartungen, was die Vermarktung der Arena angeht, haben sich nicht erfüllt. Kein Hauptsponsor in Sicht. Mannschaft spielt unter ihren Möglichkeiten.

    Und ist für alle natürlich total überraschend, dass es so gekommen ist, nicht wahr, Herr AR-Vorsitzender? Konnte man ja nicht ahnen.

    Wenn also die Hallenvermarktung und Sponsoring nicht stimmen (Finanzen), die sportliche Situation nicht stimmt, Ratlosigkeit in allen Belangen vorherrscht (Strategie u nd Ausrichtung), dann frage ich mich, wieso alle so zufrieden mit dem LED-FF sind und der AR mit sich selber? Trainer ist klar, aber das ist einfach. Aber der hat zumindest mit 2 der 3 Punkten nichts zu tun, dafür zeichnen andere verantwortlich.

    Zitat

    Wenn man schon ein "handverlesenes" Team zusammenstellt, dann muss man aus diesem auch alles herausholen. Mir scheint, dass das nicht passiert...oder aber, das was wir uns fast Woche für Woche antun müssen, ist schon das Optimum, dann wäre es allerdings für alle Beteiligten leichter und auch fairer sofort die Segel zu streichen.

    So fängst Du an zu verstehen. In bin in der Tat der Meinung, dass dieser Kader nicht besser ist, zumindest an einem normalen Tag, manchmal blitzt es auf, z.B. wenn Putics und mindestens 2/3 der restlichen Mannschaft inkl. Torwart einen guten Tag haben. Wenn nur eine Komponente fehlt gibts es bis auf Eisenach und Emsdetten (aber auch nur in GM) was auf die Ohren.

    Und erst dann kommt Emir ins Spiel, dem es nicht zu gelingen scheint, diese 3 Komponenten häufiger "gleichzeitig" zu mobilisieren.
    Und deswegen nochmals: wer ist für die Kaderpolitik zuständig, wer will sich daran messen lassen? Hier wurden kapitale Fehler gemacht, jetzt mindestens das 3 Jahr in Folge. Dieses Jahr habe ich zunächst gehofft, aber als die Verpflichtungen bekannt gemacht wurden, ahnte ich schon Schlimmes. Und das hat NICHTS mit Gekld zu tun. Komme mir keiner damit.
    So gibt das nie einen.

    Zitat

    VfL im Rückraum (RM und RR) einfach zu harmlos. Der in der ersten Hälfte starke Santos hatte dann im zweiten Abschnitt ordentlich verwachst. Auch bemerkenswert: GWD provoziert sieben oder acht Stürmerfouls. Insgesamt haben beide Mannschaften sehr viele "Freie" ausgelassen.
    Nach dem Eindruck von heute, muss der VfL froh sein, wenn er am Ende Platz 15 erreicht.

    Sage ich schon seit Beginn der Saisonvorbereitung. Noch zu ergänzen um
    - auch RL zu grün bzw. zu unkonstant
    -RA nicht ausser Form sondern das ist seine Leistungsfähigkeit, und dem guten und auch etwas schwierigen RA hat man den Abschied vergoldet
    - einen teuren Torwart mit Rentenanspruch versehen, der schon lange Zeit vor Verpflichtung nicht mehr halbwegs top war
    -einem Trainer, der überschätzt wurde, weil die Wirkung des entlassenen Sead H. unterschätzt wurde
    -einem Manager, der nach Düsseldorf und Dormagen das dritte Schiff untergehen lässt, oder wer wollte sich noch einmal am sportlichen Ergebnis messen lassen?

    Im Ernst, wenn das so weitergeht, kommen nur noch 2000 Zuschauer und die Schwalbearena wird zum Groschengrab.
    Vielleicht lässt sich die LED-Wand ja für Public-Viewing zur WM in Brasilien umbauen, dann haben wir noch was davon?

    Eigentlich gebe ich gar keine Spieltagsprognosen ab, für das Spiel doch, weil es ein richtungsweisendes wird, denn ein Trainer wird danach so ziemlich sicher berschäftigungslos sein. Und es wird für Minden noch ein wenig wichtiger als fü den VfL. Gewinnt Minden nicht, kommen die da unten nicht mehr raus. Und das zu so einem frühen Zeitpunkt. Sehr enttäuschend.
    Für den VfL wünsche ich es mir fast, dass er verliert und dann leider endlich gehandelt wird. Es ist nicht so, dass der VfL eine mittelmäßige Truppe hat und der Trainer kriegt die PS nicht auf den Boden. Es ist eine unterdurchschnittliche Truppe, die aber jedes PS mobilisieren muss um nicht abzusteigen. Und das schafft Emir leider nicht mehr. Und FF wird sich messen lassen an seiner Kaderpolitik und warum er -so wie Geerken mit Zrnic - einen alternen Torwart mit einem Rentenvertrag ausgestattet hat mit noch viel mehr Geld. Der hat noch kein einziges gutes Spiel abgeliefert.
    Aber ich fürchte, das der VfL tatsächlich gewinnen wird und dann wieder ein wenig Realitätsverblendung üben kann und so weiterwurschtelt.

    Minden hingegen hat auch ein Trainer-Problem, wenn ich die Zeichen um Ziercke richtig deute. Und die haben ein Führungsproblem, nur ist es nicht der AR wie beim VfL, es ist wohl unser aller Hotti der einfach zu viele falsche Entscheidungen trifft. Das Minden auch im zweiten Jahr in Folge mit gar nicht schlechten Voraussetzungen so einen Mist spielt, lässt fürchten, dass die nach dem Abstieg leider nichts dazu gelernt haben. Verlieren die das Spiel ist Minden nach Emsdetten für mich aktueller Abstiegskanditat Nummer 2.

    Ich meinte 6000 bis 8000 Zuschauer. Hierfür besteht ein großräumiger Bedarf, der auch gewisse periphe Lagen kompensieren kann. Sobald es diese Halle zentraler/besser erreichbar/mit höherem Imagewert gibt, umso besser. Wuppertal gehört nicht zu diesen Vorzugslagen, daher bestände ein erheblicher Nachteil käme es zu einer Konkurrenzsituation mit den schon genannten. Daher ist die Entwicklung in Köln überhaupt nicht unerheblich.
    Und das die Lanxess-Arena jammert ist doch klar, die würden einen Haufen Vermietungen verlieren, die gerade so die 5 bis 8000 Zuschauer ziehen und die tatsächlich nix dran verdienen, weil der Kurs echt satt ist. Und die Lanxessarena und deren Herkunft (Stichwort Oppenheim / Esch-Fond) sind in Köln aktuell nicht soo wohl gelitten

    Natürlich würde in Wuppertal (oder von mir aus auch auch Solingen) eine Halle für 4-5000 ausreichen. Nur diese würde keiner so leicht bauen, da es für so eine Halle genügend Konkurrenz gibt. Und wenn es die Phillipshalle oder die olle Gruga ist. Da ist der Markt um die restlichen 95 Tage Vermietung viel härter umkämpft. Oder aber das ach so reiche bergische Städtedreieck (laut dem heutigen Stadtanzeiger hat Wuppertal die höchste Pro-Kopf-Verschuldung in NRW) sagt, wir bauen eine Arena getarnt als Schulsporthalle und fertig. Da glaube ich aber an der derzeitigen Landschaft nicht daran. Also abwarten, was in Köln passiert und dann los. Oder auch nicht. Ich fand die Uni-Halle übrigens gar nicht so schlecht, ist aber schon länger her.
    SO und jetzt klinke ich mich aus der bergischen (nicht oberbergischen) Diskussion aus.

    ich will Euch ja nicht enttäuschen, aber eine Veranstaltungshalle mit 6000 und darüber Zuschauern für den bergischen Bedarf lässt sich nicht darstellen. Ich beschaftige mich sein rund 15 Jahren mit Machbarkeitsstudien über Hallen, Stadien, etc. Und ich weiss, dass es einen Bedarf für eine Multifunktionsarena mit 6_8000 Zuschauern gibt. für die Rhein-Ruhr-Schiene gibt. eine, nicht zwei. Und wenn es die Köln oder Düsseldorf, Essen gibt, dann wird es keine in Wuppertal geben. Es sei denn, einer will Geld verlieren.
    Für das östliche Ruhrgebiet gibt es auch einen Bedarf. Aber auch das packt man erst richtig an, wenn die Westfalenhale so gar nicht mehr geht.

    Der bergische Löwe brüllt und er versucht auch zu beissen, aber leider sind die Zähne stumpf.

    ich kann ja Deine Ablehnung des kölschen Brauchtums und der darin innewohnenden Tendenz, alles auf sich zu beziehen, verstehen, aber leider ist das in diesem Fall sehr wohl berechtigt.
    Für einen Investor hat sich damit nämlich die Reichweite schlagartig um 50% reduziert (jetzt mal simpel), zumal die Strahlkraft von Wuppertal nicht so toll ist. Zumindest sicher nicht so toll wie die von Köln.Eigentlich also mehr als 50%. Von der Verkehrsanbindung mal ganz zu schweigen. Jedenfalls müssen sich beide Hallen auf dem gleichen Markt bedienen, um rund 75% seiner Vermietungen zu akquirieren. Das Booking ist ein ganz hartes Geschäft. Deswegen ist er Vergleich mit Shanghai naiv.
    Sollte die Halle in Köln als Multifunkionsarena beschlossen werden, sinken analog die Chancen der in Wuppertal.

    das die Idee schon lange existiert, habe ich ja selber geschrieben. Nur dieses Mal scheint es konkreter zu werden, weil der Bedarf und vor allem die Erkenntnis gewachsen ist, dass genau so eine Halle fehlt und wenig Risiko verspricht. Das Blöcher dagegen ist, nun, das ist ja logisch. Der kämpft um jeden cent für sein Groschengrab, der würde richtig Mieter verlieren. Spricht eigentlich nur noch mehr für eine Arena-light.
    Das Radstadion muss weichen, weil es nur noch von rund 150 Sportlern genutzt wird, und das auch nichtmalsganzjährig. Und das bei 300.000€ Betriebskosten/jahr.

    Als wenn es Zufäll wäre,
    Heute im Kölner Stadtanzeiger:
    Köln plnat demnach eine neue Multifunktionsarena für bis zu 8000 Zuschauern, geschätzter Kostenpunkt 30 Mio, ohne Födermittel. Soll sich bei 120 Vermietungen pro Jahr rechnen, gute Vermarktungschance da Versorgungslücke. Ankermieter sollen die BAsketballer werden. Entscheidung ob Planungen aufgenommen werden, fällt im Dezember.
    So schnell kanns gehen.

    Solltest doch mittlerweile mitbekommen haben, das hier die Zahlen schon recht konkret sind. Es fiel auch schon häufiger der Begriff vom Bundesanzeiger.
    Darin werden die Geschäftsdaten veröffentlicht. Google einfach mal.

    Vielleicht nochmals zur Klarstellung: Ich bin in meiner Aufzählung ganz bewusst von veranstaltungstauglichen Hallen ausgegangen, mit einer lichten Höhe von 15m, mit der Möglichkiet einer bewegten Bühne, etc. Also Merkmalen, die eine Handballhalle/Sporthalle nicht bieten muss/braucht. Denn ich glaube, dass hier doch Einigkeit herrscht, dass eine Sporthalle mit einer Kapazität von 4000 oder gar 6000 Plätzen im bergischen Städtedreick keine Chance auf Realisierung hat. Also muss diese Halle eben eine "Multifunktonshalle" sein. Die kostet entsprechend und muss refinaziert werden.
    Gummersbach als Beispiel kann hier nicht dienen, denn diese ist nicht im oa. Anspruch multifunktionstauglich und deren Finanzierung basiert zum einen auf öffentliche Fördermittel zum anderen der Deckung der Betriebskosten von Kreis und Stadt aufgrund der Nutzung als Schulsporthalle. Deweiteren kommen ordentlich Mittel aus der Gönnertasche rund um den VfL. Das ursprüngliche Modell der vollen Multiufunktionalität wurde aus Kostengründen fallen gelassen. Das dies aber Folgen für die Mietfrequenz hat, ist den Betreibern zumindest nur teilweise klar. Teilweise.

    Zurück zur Konkurrenzsituation: Eine V-Halle mit 6000 Plätzen kostet in der Anmietung des Veranstalters deutlich weniger als die Hälfte als eine mit 12000. Dieses wird als gemindertes Risiko auf Seiten der Veranstalter gesehen. Eine Lanxess-Arena füllen heute nur noch die wenigsten Acts. DAs führte ja zu Überlegungen des Arena-Managements eine Kölnarena-light mit rund 6-8000 Plätzen zu bauen, weil es eben tatsächlich bis Oberhausen eine Versorgungslücke gibt. Die Gruga ist viel zu alt und zu unmodern. Die Philipshalle ist nicht so gut ausgebucht,weil sie so toll ist, sondern weil sie zum einen sehr preiswert anzumieten ist (Abschreibungen sind schon lange gelaufen) und die goldene Größe hat, könnte noch ein bisschen größer sein.
    Keine andere Halle deckt diese Versorgunsglücke. Auch die Mobilität der Zuschauer wird gerne unter den Teppich gekehrt.

    Die Rechnung 2000 Buxtehude gleich 10000 in Köln stimmt nicht, vielmehr ist es so wer ein Konzert von Peter Gabriel besuchen will fährt eben wie zuletzt nach Düsseldorf. Oder nach Oberhausen. Oder nach Wuppertal (diese Statistiken der Hallenbetreiber sind sehr aufschlussreich, teilweise ist es ganz erstaunlich, wie gering der Kreis der Besucherintensität abfällt bei bis zu einer Fahrtzeit von einer Stunde, erst aber einer "Distanzüberbrückungsdauer" von 1,5h fällt es deutlich).
    Und das sind die Vermietungen, die unbedingt eine Halle aufweisen muss, um von 25 Handballvermietungen auf 120 insgesamt zukommen. Für die ganz großen Hallen ist das zunehm,end ein Problem. Daher halten diese sich ausnahmslos Eishockey-Teams als Ankermieter, weil die allein ja schon 50 Tage Vermietungen sorgen. Deswegen beteiligen/subventionieren diese Hallen auch dies Vereine und müssen sich mitunter auspressen lassen. Was dann wiederum die anderen Drittmieter gar nicht freut, weil das deren Tagespreis wieder in die Höhe schnellen lässt.

    Mal ins Blaue geplant: ich halte eine 6000er Multifunktions-Arena im GroßraumRhein/Ruhr für realisierungswürdig. Natürlich lieber in Düsseldorf, Köln oder vielleicht sogar Essen. Anderseits klappt es auch in Wuppertal, besonders, wenn ich einen Ankermieter mitbringe, der wenigstens 25 Tage abdeckt und sich auch beim Bau finanziell nennenswert beteiligt.

    Nun, ich denke, das das bergische Städtedreieck weder mit Mannheim zu vergleichen ist, noch mit Gummersbach, oder vor mir aus Göppingen. Wuppertal mit ca. 340.000 Einwohnern (überrascht immer wieder), Solingen mit über 100.000 und auch Remscheid mit 150.000 bilden schon theoretisch genügend endogenes Potenzial, Handball auf Bundesliga-Niveau zu etablieren.
    Da ist sicher eine Halle in der Größenordnung wie Flensburg, Lemgo oder Göppingen, Magdeburg nicht vermessen.

    Aber das geht nur auf, wenn a) eine echte Handballbegeisterung erhalten bleibt, ansonsten ist auch eine 4000er Halle nicht zu füllen. Und zum andern muss man die jeweilige mögliche Hallenauslastung in Bertracht ziehen. Eine Halle braucht rund 120 Vermietungstage im Jahr um wirklich über die Runden zu kommen um dann eben auch eine für den Veranstalter refinanzierbare Tagesmiete kalkuliueren zu können. Handball macht nur 20, wenn es EC gibt, vielleicht 25 Tage aus, mehr nicht.
    Daher ist das Hallenmanegement und die Vermarktung ganzt extrem wichtig. Und vorher die Marktanalyse: Braucht die Region eine Veranstaltunsghalle bzw. gibt die Region das her.
    Und ich denke, gerade in der Kategorie bis 6000 ibesthet dort eine Versorgunsglücke. In Düsseldorf sind nur neue größere Hallen entstanden, die wirklich schwer zu füllen sind, bis auf die Top-acts. Die Phillipshalle ist kleiner und nicht modern. In Essen gibts noch die alte Dame Gruga. Oberhausen bedient schon eine andere Region nd ist auch größer. In Köln fehlt so eine Halle ganz enorm, da klafft eine Lücke zwischen rund 2000 und 20.000Lanxess. Also ganz so schlecht sehe ich die Situation nicht. Nur am Handball würde ich die Chance nicht festmachen. Und erst recht nicht mein Finanzierungskonzept.